Stillen in der Öffentlichkeit | Gastbeitrag für MotherBirth

MotherBirth hat gefragt ob einige Mütter ihr Gastbeiträge zum Thema “Stillen in der Öffentlichkeit” schreiben würden.
Da ich mich absolut nicht scheue irgendwo zu stillen und schon einige (positive und negative) Erfahrungen gesammelt habe, habe ich diese ‘Einladung’ gerne angenommen.

Es gibt ein Erlebnis, welches ich sicher niemals vergessen werden.MotherBirth nachlesen.

An dieser Stelle empfehle ich euch ihren Blog von ganzem Herzen. ❤

image

Wenn man plötzlich alleine ist..

Es traf mich wie ein Schlag.

Plötzlich Alleinerziehend.

Mit zwei Kindern unter zwei Jahren und einem Haushalt.

Kein Auto. Nichts.

Und als wäre das alles nicht schon genug, bekommt meine kleinste Tochter noch eine Mittelohrentzündung.

alleine

Beide schreien, und ich bin kurz vorm ausrasten. Ich schreie rum, als wäre das die Lösung damit beide ruhig sind. Nein, natürlich nicht. Sie schreien noch mehr, weil sie nun Angst hatten. Und scheiße, die hatte ich auch.

Ruhig atmen.

Ich ließ die beiden kurz schreien, machte meiner Großen eine Flasche Milch, gab sie ihr, nahm die Kleine und legte mich auch ins Bett.

Ruhe. Endlich.

Ich fühlte mich leer. Ausgelutscht, um ehrlich zu sein.
Nur noch am funktionieren.

Zu meinem Erstaunen waren die Nächte viel ruhiger als sonst.
Und auch das Einschlafen erfolgte viel schneller als normalerweise.

Ich wurde verlassen. Allein gelassen.

Dieser Post soll kein Hetz oder Hasspost sein. Wir sind Freunde.

Ich möchte meinen Gedanken endlich freien Lauf lassen.
Und einen auf heile Familie machen – Nein, nicht auf meinem Blog. Wozu? Wem bringt das etwas?

Meine Art gefällt ihm nicht mehr. Bedürfnisorientiertes Handeln fällt ihm oft schwer oder er mag es einfach nicht.

Unerzogen ist auch nicht so ganz seins.
Und reden ist absolut keine Stärke seinerseits.

Tja, nun sitze ich hier. Mit zwei Kindern.
Die Nächte werden ruhiger – Fieber der Kleinen ist endlich weg und das Antibiotika schlägt an.

image

Der Haushalt lässt sich Super nebenbei machen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es gar nicht mehr so viel zu tun gibt.

Ein neues Leben erwartet mich. Uns.

Seid ihr dabei?

Liebster Award | Klappe die Zweite

wp-1457083379126.jpeg
Ich wurde nun zum zweiten Mal für den Liebster Award nominiert – dieses mal von der lieben Juli von familienzuschlag ! Danke dafür!
Hier könnt ihr den ersten Award nachlesen.

  1. Welches ist dein Lieblings-Blogartikel?
    Da stellt sich mir erstmal die Frage: ein Artikel von mir oder von anderen? Und ganz ehrlich? Da kann ich mich gar nicht entscheiden! Wenn es um meinen Blog geht, dann sicherlich der allererste. Womit alles anfing. Wo das Fass zum rollen kam. Der hier -> geborgen und geliebt
  2. Du bist ein Superheld! Was ist deine Superheldenfähigkeit?
    Ich habe definitiv zu viel X Men geschaut und kann mich gar nicht entscheiden. Unsichtbar machen oder fliegen wäre schon ziemlich cool. Oder Flash(-ina) sein , auch ganz cool. 😀
  3. Welches Gericht kochst du mind. 1x im Monat? Bitte mit Rezept!
    Nudeln mit Tomatensauce!
    Braucht ihr wirklich dazu ein Rezept?
    Ich mache immer die sehr faule und schnelle Variante:
    Passierte Tomaten, gestückelte Tomaten, etwas Gemüsebrühepulver, Kräuter, Salz und Pfeffer. Manchmal auch Zwiebeln und Knoblauch, aber davon bin ich kein großer Fan.
  4. Welches ist dein Lieblingsfach in der Schule gewesen?
    Definitiv Englisch! Ich liebe die Sprache!
  5. Was muss ein guter Lehrer für dich an Eigenschaften mitbringen?
    Empathiefähigkeit! Er/Sie muss authentisch sein und nicht autoritär. Das finde ich wichtig. Auf Augenhöhe sollte es auch in der Schule ablaufen.
  6. Was ist deine Lieblingsserie?
    iZombie und Flash
  7. Welchem Charakter aus dieser Serie bist du am ähnlichsten?
    Keinem 😀
  8. Beim bloggen siehst du…?
    nichts, ich brauche Ruhe. Wobei… gerade läuft der Fernseher, aber das schaut mein Partner und nicht ich, also zählt das nicht. Ich höre lieber Musik, aber auch das zur Zeit eher weniger.
  9. Welche Anschaffung ist die überflüssigste gewesen, die du je gemacht hast?
    Schwer zu sagen. Ich habe nicht viel Geld zur Verfügung , daher überlege ich vorher genau ob ich XY wirklich brauche , es noch warten kann oder es wirklich unnötig ist.
    Bin da auch so eine Person für sich, die durch Ikea läuft, sämtliche Sachen einpackt, weitergeht , in den Wagen schaut und ALLES wieder zurück legt.
  10. …und welche die sinnvollste?
    Meine Kamera, mein Handy, mein Laptop. Das sind eigentlich auch die materiell wertvollsten Sachen.
  11. Der Oskar für deinen Lieblingsfilm 2015 geht an…?
    Ich gestehe, ich gucke wirklich sehr wenig TV und im Kino war ich das letzte mal im Jahr 2013 oder 2014!
    Ich bin absolut nicht auf dem neuesten Stand. Aber ich habe die ganzen XMen Filme mit meinem Partner geschaut und die fand ich alle super. 🙂

____________________________________________________________

Die Regeln:

  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt und bedanke dich bei ihm.
  • Gerne verlinke deine Antwort unten im Kommentar.
  • Nominiere 3 – 5 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

____________________________________________________________

Ich nominiere :

Schnuppismama
Mama on the rocks
Mamanatur
maxigoere

_____________________________________________________________

Meine 11 Fragen :

  1. Wie muss deine Umgebung sein, damit du bloggen kannst (ruhig, laut, Musik an, im Bett etc)?
  2. Würdest du dein Hobby gerne zum Beruf machen?
  3. Wenn du etwas in deinem Leben ändern könntest (Geld steht dir unendlich viel zur Verfügung) was wäre es?
  4. Deine Traumziel ?
  5. Hand auf’s Herz: wie viel Zeit verbringst du an deinem Smartphone / PC ?
  6. Bist du eher ein Perfektionist oder nimmst du die Sachen wie sie kommen?
  7. Würdest du diese Eigenschaft gerne ändern?
  8. Bist du lieber drinnen oder draußen?
  9. Was möchtest du im Leben noch erreichen (große Vorsätze?)
  10. Wissen deine Freunde / Familie, dass du einen Blog hast?
  11. Wenn ja.. was sagen sie dazu? Wenn nein.. warum wissen sie es nicht?

Erziehung heißt Macht.

Für viele ist klar : Erziehung muss sein. Ein Kind braucht Regeln. Ein Kind muss gehorchen.
Ja, ich gebe zu – auch ich dachte das. Ein Kind braucht eine strenge Erziehung , sonst tanzt der kleine Satansbraten einem auf der Nase rum und wird niemals was im Leben erreichen.
Wenn ich mir das so auf der Zunge zergehen lasse, merke ich, dass es doch echt harte Worte sind.
Satansbraten? Meine Kinder? Die ich aus Liebe geboren habe, welche ich abgöttisch liebe und bei denen ich (und ich hoffe sie auch bei mir) geborgen fühlen.

image

Erziehung heißt Macht. Kontrolle. Eine Führungsposition einnehmen.
Diese drei Wörter erinnern mich stark an die zweite Weltkriegszeit – aber auch an meine Kindheit.
Sie wurde geprägt mit Unterwerfung, Strafen, Grenzen wo eigentlich keine sein sollten , Regeln die nichts bringen außer dem, der sie ausspricht.
Was ist Erziehung? Und wozu braucht ein Kind diese Art von Erziehung?

“Unter Erziehung werden Handlungen verstanden, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der psychischen Dispositionen anderer Menschen in irgendeiner Hinsicht dauerhaft zu verbessern oder seine als wertvoll beurteilten Bestandteile zu erhalten oder die Entstehung von Dispositionen, die als schlecht bewertet werden, zu verhüten”Erziehungswissenschaftler Wolfgang Brezinka

Auf gut Deutsch : ‘negative’ Verhalten müssen bestraft werden und nur die ‘guten’ werden belohnt und müssen aufrecht erhalten und verbessert werden.

Da schwindet also das Individuum dahin. Keine Unikate mehr , sondern ein vorgeformter Mensch. Fertig geformt , wenn der Mensch das Nest der Eltern verlässt – und später diese ‘Tradition’ bei seinen/ihren Kindern weiterführt.

“Ein Kind braucht Grenzen!”

Ja, dem stimme ich zu. Doch ich verändere den Satz: “Jeder Mensch hat Grenzen!”.
Ich habe das Buch ‘Grenzen, Nähe , Respekt’ von Jesper Juul gelesen und kann es an dieser Stelle jedem wärmstens empfehlen.
Grenzen – wo fangen sie an , wo hören sie auf?
Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Grenzen – bei manchen ist sie schnell erreicht, andere sind in eben dieser Situation noch ganz gelassen und die persönliche Grenzüberschreitung ist in weiter Ferne.
Grenzen gelten für jeden – oder nicht!?
Doch immer wieder höre ich (sinnlos) gesetzte Grenzen die nur für das Kind gedacht sind. Niemand hält sich dran , denn diese Grenze zäunt nur das Kind ein.
Eine Grenze kann man nicht sehen , wir sprechen hier von menschlichen/persönlichen Grenzen – keine Ländergrenzen oder ähnliches.
Und doch ist es für Kinder wie eine Betonmauer, welche ein Gefängnis für höchst Kriminelle umzäunt.
Grenzen , die es so gar nicht gibt , die keine Notwendigkeit haben , die niemanden schützen und niemandem etwas bringen.

Grenzen. Von jedem sollten sie gewahrt werden. Unter Erwachsenen gelingt einem das fast immer – bei einem Kind werden sie maßlos überschritten und nicht ernst genommen.

Das Sprichwort heißt doch “Behandle deinen Gegenüber so, wie du auch behandelt werden möchtest” – möchte also jeder, dass die eigenen Grenzen überschritten werden?

Nein! Und das muss aufhören ! Kinder haben ein Recht darauf, dass man sie als Person ernst nimmt, dass man ihre Grenzen bewahrt und sie schützt.

Meine Grenze hört da auf, wo die Grenze von jemand anderem beginnt. Bis hier hin und nicht weiter.

Erziehung braucht kein Mensch – Erziehung ist der Dressur gleichgestellt. Ich erziehe einen Hund. Ein Pferd. Aber mein Kind ist kein Tier , welches sich den Menschen ‘anpassen soll’ – es ist bereits ein Mensch und bedarf daher keiner Anpassung .
Mein Kind ist gut so wie es ist – mit all den kleinen Fehlern und Macken, trotz allem Liebe ich doch alles.
Ein Mensch hat keine gute und schlechte Seite.
Ein Mensch ist ein Mensch – perfekt unperfekt. Ganz sich selbst.

image

Aber das geht nicht, wenn wir diesen Menschen von Klein auf zurecht ziehen wie es uns gerade passt.

Auf die Idee , einen erwachsenen Menschen zu erziehen kommt doch ‘logischer Weise’ auch niemand.

Ich arbeite an mir – nicht an meinen Kindern.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erziehung

Umstellung : Plötzlich Zweifach Mutter | Gastbeitrag Schnuppismama

Eine meiner Lieblingsblogmamas hat mich gefragt, wie ich eigentlich die Umstellung von einem auf zwei Kinder empfunden habe und ob ich darüber nicht bei ihr gastbloggen möchte. Was soll ich sagen? Hier bin ich mit meinem Zeilen bei der wundervollen geborgen und geliebt.

Wollen wir ein zweites Kind?

Wir hatten nie diesen Plan “wir wollen so und so viele Kinder”. Erst einmal wollten wir ein Kind. Wir hatten doch gar keine Ahnung, wie das so ist als Eltern. Klar, man hört von überall, dass es doch schöner für die Kinder sei, wenn sie Geschwister haben. Und weder mein Mann noch ich sind Einzelkinder; wir wissen das Geschwister haben auch sehr zu schätzen. Doch was bringt es, auf Biegen und Brechen mehrere Kinder zu bekommen, wenn man diesen dann nicht mehr gerecht werden kann? Uns war klar, dass wir hier keine Planungen machen sondern unser erstes Kind bekommen und dann zunächst unsere Erfahrungen sammeln.

Bei mir dauerte es allerdings in der Tat nicht lange bis der Wunsch in mir aufkam, dass ich noch ein zweites Kind möchte – nicht nur, um ein Geschwisterchen für meine Schnuppi zu haben sondern eben für mich der innige Wunsch, noch so ein Wunder zu erschaffen. Es flasht einen ja dermaßen, wenn man Eltern wird. Wozu man in der Lage ist, ist unvorstellbar. “Hey, wir können Kinder machen!”

Dem schnuppispapa hätte vielleicht sogar ein Kind gereicht, oder besser gesagt, er hätte mich niemals zu einem zweiten Kind gedrängt. Da ich nun aber so gerne ein weiteres wollte, war das für ihn nicht nur einfach okay, sondern er fand es gut. Das klingt jetzt vielleicht etwas zu sachlich für so ein Herzensthema, aber der schnuppispapa ist nicht nur ein Mann sondern eben auch Norddeutscher; da ist ein “gut” schon ein ziemlich emotionaler Ausbruch der Freude 😉

Aus eins mach zwei

Auf unsere Schnuppi mussten wir seinerzeit recht lange warten und zuvor https://schnuppismama.wordpress.com/2012/05/16/fehlgeburt-kein-tabu/” target=”_blank”>unser erstes Kind zu den Sternen ziehen lassen. So gingen wir davon aus, dass es auch mit dem zweiten Kind ein wenig dauern würde, aber die stürmte mit einem Tempo in unser Leben, dass der schnuppispapa nur noch staunte. Und da waren wir dann: Zweifacheltern.

Vorher hatte uns jeder Mut gemacht mit Sätzen wie “zwei Kinder sind nicht doppelt soviel Arbeit” – richtig, aber auch nicht weniger. Die Umstellung von kinderlos auf Eltern ist wohl eine der Einschneidesten überhaupt. Es ändert sich quasi alles (ich gebe zu, dies ist extrem allgemein formuliert und wenig hilfreich, sollten dies welche lesen, die noch keine Kinder haben, aber erklären kann man das ja eh nicht – da kann ich nur zum selber erleben raten 😉 ).

Und von einem Kind auf zwei Kinder? Ich finde das in der Tat auch noch einmal einen großen Schritt. Keine Frage, man profitiert beim zweiten Kind ungemein von den Erfahrungen, die man mit dem ersten gemacht hat, und zwar bezüglich beider Kinder. Aber es kommen auch viele neue Herausforderungen auf einen zu. Man kann sich nicht mehr nur auf sein eines Kind konzentrieren. Es ist ein ständiger Spagat, beiden Kindern und ihren ganz speziellen Bedürfnissen, die sich nicht nur aus dem verschiedenen Alter sondern auch dem unterschiedlichen Charakter ergeben, gerecht zu werden.

Ich habe mich die ersten Wochen total zerrissen gefühlt, meinte, keiner meiner Töchter mehr gerecht werden zu können, konnte teils die Zweisamkeit mit der einen nicht richtig genießen, weil ich das Gefühl hatte, in dem Moment die andere zu vernachlässigen.

Unser Gleichgewicht haben wir dank unserer Hebamme wiedergefunden, die uns das so wunderbar erklärt hat:

Wenn ein neues Familienmitglied hinzu kommt, dann muss sich die komplette, bisherige Familie ganz neu finden. Man muss sich das vorstellen wie ein Mobile. Bisher hingen da drei Figuren dran, die sich gut austariert und ausbalanciert hatten. Das Mobile hatte sein Gleichgewicht gefunden.

Und nun wurde eine vierte Figur an das Mobile gehangen – und was passiert logischerweise? Das Mobile hängt erst einmal schief. Die neue Figur muss ihren Platz erst finden bzw. bekommen, damit ein neues Gleichgewicht gefunden werden kann.

Ich fand diesen Vergleich so wundervoll anschaulich – und er machte mir Mut! Ich hatte meine, nein, unsere Aufgabe verstanden und war nun beruhigt. Es würde seine Zeit brauchen, aber es würde funktionieren. Der Weg war klar und das Ziel eindeutig. Es stand für mich unumstößlich fest, dass wir bald unser neues Gleichgewicht finden würden.

image

Und so war es auch. Und ich war und bin einfach nur unendlich dankbar für diese zwei wundervollen Töchter, die wir haben. Mittlerweile können sie soviel miteinander anfangen, dass es auch anfängt, eine Entlastung zu sein. Wie herrlich ist es, dass sie sich einfach mal eine Zeit lang gemeinsam und ohne uns beschäftigen können, dass nun immer ein Spielpartner parat steht – und dass man sich auch mal gegen die Eltern zusammentun kann 😉

…auf 3 auf 4 auf 5?

Wir bleiben Zweifacheltern. Es ist gar nicht so, dass ich kein weiteres Kind wollen würde, aber die Umstände geben das einfach nicht her, derer es viele sind. Da muss dann auch mal der Verstand über das Herz siegen und was bleibt ist Dankbarkeit für zwei wunderbare, gesunde Kinder!

Nichtsdestotrotz habe ich mir natürlich schon ab und an so meine Gedanken gemacht, wie das so wäre mit einem weiteren Kind? Wie groß wäre die Umstellung? Wenn ich so überlege, was ein drittes Kind bedeuten würde, empfinde ich es heute, so gänzlich ohne echte Erfahrung, tatsächlich noch mal als einen großen Schritt. Vieles würde schwieriger und das fängt bei nur zwei Armen an und hört beim zu kleinen Auto und all den “Familienangeboten 2+2” auf.  …aber ab dem 4. Kind wäre wahrscheinlich alles egal 😀

So bleibt mir nur, jedem von Herzen zu wünsche, die passende Familienkonstellation für sich zu finden. Seid glücklich und dankbar, Ihr lieben Eltern da draußen! Eure schnuppismama 🙂

image

Wollüberhosen richtig waschen und fetten

Unter den Stoffwindelsystemen gibt es auch die Überhosen – aus PUL und aus Wolle.
PUL benötigt keinen ‘großen Aufwand ‘ , es wird gewaschen und getrocknet – fertig.
Wolle sieht es da doch schon etwas anders aus – kennen einige ja vielleicht von Wollkleidung.

Vorteil an Wolle
Immer hört man, dass Wolle doch viel zu warm ist (außer natürlich im Winter, da kann es nicht warm genug sein.) – doch irgendwie ist das ein Irrglaube oder viele gehen nur von der künstlichen Polyesterwolle aus.
Reine Wolle (Schurwolle z.B) ist Temperatur ausgleichend – es wird also nie zu kalt oder zu warm ( da hätten die Schafe sonst auch ein ziemliches Problem im Hochsommer!) . Natürlich reicht oftmals nicht nur ein Wollkleidungsstück bei -40℃ oder manchmal sind die doppelt gestrickten Wollsocken im Sommer doch etwas zu dick.

Im Sommer empfiehlt sich auch die Wolle/Seide Mischung – Seide ist dazu da, dass man nicht schwitzt (sollte es doch mal seeehr warm werden).

Beides hat den Vorteil, dass es nicht oft gewaschen werden muss – einzelne Flecken können per Hand ausgewaschen werden und ansonsten reicht ein ordentliches auslüften völlig aus.

Nun war ja aber die Rede von Wollüberhosen : wofür sind die überhaupt?

Wie ich schon hier erklärt habe, dienen die Wollüberhosen dazu, die Höschenwindeln vor dem Auslaufen zu schützen .

Wolle soll vor Nässe schützen ?! – ja wirklich! Und wie das möglich ist?
Wollwachs. Besser noch: Adeps lanae anhydricus.
Dieses Fett sorgt dafür, dass jegliche Nässe nicht durch die Wolle dringt, es perlt daran ab.
Wenn man etwas an den Fingern hat, dauert es auch eine Weile, bis sich das Fett gelöst hat. Echt hartnäckiges Zeug – für die Fenster eher nicht geeignet (wobei ich es noch nicht ausprobiert habe :p )

Wo kann ich Wollkuren und Wollwachs kaufen?
Zum einen kann man in die Apotheke gehen und dort nach Adeps lanae anhydricus fragen (wichtig: das Wollwachs ist dick, gelb und sieht aus wie Honig).

image

Aber auch Online (oder in Bioläden) gibt es das reine Wollwachs und andere fertige Wollkuren zu kaufen.

image

Hier verlinke ich Euch mal die gängigen Online Shops und deren Angebot an Wollfett bzw Wollkuren:

http://www.hans-natur.de/lanolin-wollkur-made-for-hans-natur_p4597.html

https://www.fratzhosen.de/products?search_api_views_fulltext=lanolin&f[0]=field_hoofdkategorie%3A13140

http://www.stoffywelt.de/index.php?cat=c114_Wollpflege-Wollpflege.html

Wollhosen sind gekauft – gleich nutzen?!
Wenn man eine Wollhose neu kauft ist oft ein Schild dran auf dem steht, dass man die Wollhose sofort nutzen kann , ohne vorher zu waschen und zu fetten – angeblich ist noch Wollfett vorhanden.

Viele verunsichert das und sie Fragen nochmal nach ob man diese Wollhose sofort nutzen kann.

Ich persönlich empfehle trotzdem jedem neue Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen, gerade wenn es an den Po des Babys / Kindes ran soll.
Mit Sicherheit würde die Wollhose auch ohne voriges waschen und fetten dicht halten , da genug Lanolin vorhanden ist – aber ungewaschene Kleidung kommt (hier zumindest) nicht an die Haut, weder bei uns Erwachsenen noch unseren Kindern.

Waschen – wie und womit?
Waschen kann man per Hand oder mit der Waschmaschine – wichtig hierbei ist es, keine normale Einstellung zu wählen , sondern das Programm, welches extra für Wolle ist. (Bei mir steht Wolle,40℃ ) . Bei zu vielen Schleuderungen verfilzt die Wolle und es läuft ein – ja ich gebe zu, dass mir schon zwei Wollhosen deshalb zu Puppengröße geschrumpft sind. 🙁
Als Waschmittel eignet sich ein Bio Waschmittel für Wolle (Perwoll und so was sollte eher nicht genutzt werden, denn dort sind Weichmacher enthalten, die in solchen Wollsachen nichts zu suchen haben 😉 )

image

Ich persönlich finde das Oliven Waschmittel von Sonett gut – der Duft und das Preis-/Leistungsverhältnis haben mich überzeugt 🙂

Ab ins Fettbad
Nun sind die Wollhosen gewaschen – ihr braucht sie nicht vorher zu trocknen, da sie eh wieder nass werden.

Um das Fettbad herzustellen, braucht ihr einen großen Eimer (Putzeimer o.ä. reicht dafür vollkommen aus, ihr braucht keinen neuen kaufen ) , kochendes und lauwarmes Wasser, Wollkur bzw Lanolin und etwas Spüli.

Falls ihr das Wollwachs nutzt, löst ihr 1/2 Teelöffel (pro Wollhose)davon in etwas (400-600ml) heißem Wasser mit ein bis drei Tropfen Spüli auf. Achtet bitte darauf, dass keine Fettklumpen mehr oben schwimmen, ansonsten habt ihr das später alles an den Wollhosen kleben.

Das gebt ihr in den Eimer und füllt das ganze bis zu 4-6 Liter heißes Wasser auf. (Ich empfehle bei zwei Wollhosen vier Liter, und zu jeder weiteren Hose einen Liter mehr.)
Nochmal das ganze umrühren.
Nun könnt ihr die Wollhosen in das Wasser geben – nicht umrühren oder stark bewegen!

Falls ihr eine fertige Wollkur nutzt:
Dann folgt der Anweisung des Etikettes , wobei ich auch schon feststellen musste, dass die Angaben nicht sehr Tauglich sind. Daher solltet ihr da etwas rum probieren um Eure ideale Mischung zubekommen.

Ihr könnt das ganze nun über Nacht einwirken lassen oder für 4-6 Stunden.

Zum trocknen legt ihr die Wollhosen zwischen zwei Handtücher , drückt sie etwas zusammen, damit das überschüssige Wasser abgeht.
Die Wollhosen sollten im liegen getrocknet werden (nicht in der Sonne oder auf der Heizung!) .
Die Trocknungszeit beträgt circa ein bis zwei Tage – daher sollte man von jeder Größe drei Hosen haben um immer eine in Reserve zu haben falls sie länger trocknen muss.

Fazit

Wollhosen waschen und fetten ist nicht schwer – traut Euch!

Hier einige Links wo Ihr direkt welche bestellen könnt:

http://www.stoffywelt.de/advanced_search_result.php?keywords=woll%C3%BCberhose&XTCsid=78s1tv1ocsrhuvh4og4kajdr86

http://de.dawanda.com/shop/sosimplenatural

image

image

Kein Mensch wird rassistisch geboren!

Meine Tochter hat vor kurzem eine dunkelhäutige Puppe geschenkt bekommen – die hatte damals ihrer Tante gehört , nun spielt sie damit.

Eine tolle Geste, wie ich finde. Dinge in der Familie weiterreichen .

Doch es hatte einen fiesen Beigeschmack.

“Die sucht Asyl.”

Wirklich jetzt? Weil es eine dunkelhäutige Puppe ist und es zur Zeit in Deutschland einen riesen Ansturm von Asylanten bzw Flüchtligen gibt?

Ich sagte daraufhin, dass meine Tochter die Puppe gern hat. Sie hat sie lieb. Sie kümmert sich sehr liebevoll drum.

Ich glaube meine Tochter erkennt gar nicht, dass die Puppe anders ist als andere. Wieso auch? Ist doch nur eine andere Hautfarbe.

Wie oft habe ich meine Puppen damals angemalt – es ist und bleibt eine Puppe (bzw ein Mensch) !

Niemand wird rassistisch geboren – ich habe das Gefühl, dass zu viele ihre Kinder (vielleicht auch unbeabsichtigt) zu Rassisten erziehen. Durch diese kleinen, fiesen Sprüche , die wohl einfach so nebenher laufen.

Ich möchte nicht, dass jemand so was sagt. Vor meinen Kindern. Vor mir.

Es gibt kein schwarz/weiß. Es gibt Menschen. Über all auf der Welt. Und es macht uns nicht unsere Hautfarbe oder unser Heimatland besonders. Das besondere an uns ist , dass wir sind, wie wir sind.
Kein anerzogener Hass auf Menschen die anders aussehen. Sei es die Hautfarbe, die Kleidung, die Nase, die Bildung. Überall ist Hass und Rassismus.

Doch genug davon. Hier hat Rassismus keine Chance.
Ich möchte Euch nun eine ganz tolle Geschichte aus meinem kleinen Familienleben erzählen.

Shhhht!!!
Ich saß am Esstisch. Nichts ahnend kam die Große zu mir- Zeigefinger vor dem Mund und shhhht!!! flüsternd.
Dann zeigte sie auf ihre Puppe.
“Oh, schläft deine Puppe gerade?” Fragte ich leise.
“Jaaaa.” Flüsterte sie heftig nickend.
“Achso, Entschuldigung, ich bin nun leiser. Ich glaube deinem Baby ist kalt. Willst du sie zudecken?” Fragte ich wieder um mit ins Spiel einzutauchen.
Wieder nickte sie und sie suchte eine Decke.
Ich gab ihr eine und sie deckte sie behutsam zu.

image

“Oh, dein Baby weint! Hol mal schnell deinen Schnuller, vielleicht möchte sie den haben.”
Schnell holte sie ihren Schnuller, nahm ihre Puppe in den Arm , wog sie auf und ab .
“Shhh” sagte sie zu ihrer Puppe, gab ihr den Schnuller und begann zu singen:

“Laaaa….Luuuu…” (LaLeLu)
Ich sang mit ihr und füllte den Text , den sie noch nicht sagen konnte.

“La…luuu… Sht sht sht” pustete sie.
Sie vermischte lalelu und das Pusteblumenlied – aber ihrer Puppe gefiel das wohl und sie legte sie wieder ins Bett und deckte sie wieder zu.

Das ganze ging sicher eine Stunde lang so – später wurde sie noch im Kinderwagen durch die Wohnung kutschiert.

Es freut mich so sehr, sie so spielen zu sehen. Ohne Rassismus im Verstand und Herzen. Einfach wie ein Mensch, der mit einer Puppe spielt. Egal wie sie aussieht .

Schlafverhalten eines Babys/Kleinkindes

Meine Töchter sind zwanzig und sieben Monate alt – und keine der beiden schläft durch.
Es gab mal eine (kurze) Phase in der meine ältere Tochter so gut wie ‘durchschlief’ (so von circa 19 bis 7 Uhr morgens ) – doch ich weiß jetzt, dass es nicht ‘gut’ war bzw das ein Kind gar nicht durchschlafen kann.
Damals wurde mir ’empfohlen’ , erst den Schnuller anzubieten und danach die Brust (später dann die Flasche , warum und wieso könnt Ihr hier lesen) .

Was ich in diesen fast zwei Jahren lernen ,oder besser, erfahren durfte: es gibt immer wieder Phasen , wo das Kind (oder als man selber als Erwachsener) besser oder mal schlechter schläft.

Woran das alles liegt und ob man das Schlafverhalten eines Babys/Kleinkindes verbessern kann , könnt Ihr hier lesen.

image

Der Überlebensinstinkt

Wie auch das gemeinsame Schlafen (Co-Sleeping) ist auch das nächtliche Aufwachen ein reiner Überlebensinstinkt. Babys brauchen Nachts Nahrung – die Muttermilch ist gut und schnell Verdaubar und es bedarf daher eine ‘schnelle’ Wiederaufnahme und da der Magen eines Babys noch sehr klein ist, benötigt es auch Nachts die wohltuende und überlebenswichtige Nahrungsaufnahme.
Im übrigen schützt das nächtliche Aufwachen auch vor dem Erfrieren – denn auch dann melden sich Babys und die Mutter wärmt ihr Baby während des Stillens und kuschelns.

Entwicklungsschub,Wachstum und Zähne

Vor allem Nachts werden die Wachstumshormone ausgeschüttet – Kinder die gerade wachsen sagen oft, dass ihnen ihre Beine/Arme etc weh tun , Babys und Kleinkinder können einem das noch nicht mitteilen , doch auch sie haben Wachstumsschmerzen und das weckt sie oft in der nächtlichen Ruhe auf.
Auch Entwicklungsschübe sind verantwortlich dafür, dass Babys und Kleinkinder Nachts vermehrt wach sind.

Meine beiden Töchter machen zur Zeit wahnsinnige Sprünge – die Große erweitert ihren Wortschatz und auch ihre feinmotorischen Fähigkeiten verbessern sich. Die Kleine will ‘hoch hinaus ‘ und zieht sich an Sachen hoch und ruft laut ‘BaBaBa’ – da passiert also auch ganz viel zur Zeit , das ganze macht sich vor allem Nachts bemerkbar , beide sind Nacht sehr oft wach und wollen gestillt werden (bzw bekommt die Große die Flasche).

Und auch die Zähne, die durch das Zahnfleisch brechen tun sehr weh und auch die machen die Nacht manchmal zum Tag.
Bei meinen beiden Töchtern habe ich es tagsüber gar nicht gemerkt wenn sich ein Zahn angekündigt hat – hier wurde bzw wird Abends und Nachts dann viel geweint und bis ich endlich weiß warum und weshalb , ja , da vergehen dann ein paar Nächte und dann ist der Zahn auch schon da.

REM-Schlaf und Non-REM-Schlaf

Es gibt zwei Schlafphasen – Tiefschlaf kennt wohl jeder (Non-REM-Schlaf , ist aber auch nochmal in drei Kategorien eingeteilt). In diese Tiefschlafphase gelangen Erwachsene viel schneller – komisch, ich brauche Ewigkeiten zum einschlafen 😉

REM steht für rapid eye movement und heißt übersetzt ‘schnelles Augenrollen’ – kann man deutlich sehen, wenn man die Kinder oder den Partner beobachtet. Meist zuckt auch nochmal die Hand oder ein Fuß.
In dieser Phase befinden sich Neugeborene zu 50% des ganzen Schlafes über.
Mit zunehmenden Alter verkürzt sich diese Phase und man gelangt schneller in den Non-REM-Schlaf.
Die Schlafzyklen halten bei einem Baby gerade mal 50 Minuten an , bei einem Erwachsenen sind es circa  70-110 Minuten.

Wie lange ist Durchschlafen überhaupt?

Vorab sollte jedem klar sein oder werden, dass auch ein erwachsener Mensch nicht von 22 bis 8 Uhr durchschläft. Jeder Mensch , egal welchen Alters , wacht Nachts mindestens einmal auf. Manche sind nur wenige Sekunden/Minuten wach und erinnern sich daher gar nicht daran. Andere wiederum sind mehrere Minuten wach , schauen eventuell auf das Handy, gehen zur Toilette oder trinken etwas.

Und ich gestehe , ich gehöre zu der zweiten Gruppe und bin eine Nachts-auf’s-Handy-schauende. Egal ob das Kind aufwacht oder nicht, ich bin mindestens einmal (meist sogar öfter) wach.

Und wer kennt es nicht – der extrem trockene Mund und man hat das Gefühl zu verdursten und dann ext man gefühlt erstmal einen Liter Wasser , um dann eine halbe Stunde später auf die Toilette zu rennen , weil wegen : Harndrang! Hatte ich erst letzte Nacht (oder nennt man das diese/heute Nacht?!)

Übrigens sagt auch der Dr. William Sears, dass Durchschlafen (also richtig durchschlafen nicht nur Schlafen-kurz wach- weiter schlafen ) nur um die fünf bis sechs Stunden andauert.
Ein Mensch kann also gar nicht von 19 Uhr bis 7 Uhr durchschlafen – daher ist die Forderung, dass ein Kind das können und machen soll viel zu Hoch angesetzt. Aus dem Nichts soll es das können.

Abendliches Essen sagt nichts aus

Viele geben sehr früh den sehr hoch gepriesenen Grießbrei – denn der soll das Durchschlafen versprechen.
Doch merkt man es doch auch selbst : es ist egal ob man nun eine Pizza, einen Salat oder ein Brot isst – man schläft deshalb nicht unbedingt besser .
Das Schlafverhalten liegt an der Hirnreife – es entwickelt sich immer weiter (daher ist auch die nächtliche Nahrungsaufnahme wichtig!) und sorgt dafür, dass das Baby / Kind aufwacht.
Das Gehirn eines Babys / Kleinkindes vollbringt Hochleistungen , kein Wunder, dass man dann nicht schlafen kann.
Mein Hirn hält manchmal auch einfach nicht die klappe – andauernd will es mir sagen was in alles noch zu tun hab – wer kann denn schon bei dem Krach im Kopf schlafen?

Schlaftrainings sollten nicht mal der letzte Ausweg sein!

Es gibt es leider immer noch zu kaufen – dessen Name nicht genannt werden sollte, und doch Tu ich es trotzdem, damit Du davor gewarnt bist! : Jedes Kind kann schlafen lernen.
Alleine der Titel. “Lernen” .
Ist lernen nicht etwas, was man freiwillig machen sollte?
Jeder kann (freiwillig) etwas lernen , aber niemand muss (zwanghaft) etwas lernen.
Ich fand den Satz aus Sibylle Lüpolds Buch perfekt : “Schlaftrainings erfüllen die Bedürfnisse der Eltern, nicht die der Kinder.”
Und es stimmt – ich kann da nur nicken und laut ‘Ja, verdammt!’ rufen.

Diesen Satz würde ich gerne auf Plakate drucken und über all in Deutschland aufhängen ! Denn , dass das Schlafverhalten der Kinder , insbesondere der Babys, als Schlafstörung hingestellt wird, ist ein eher westliches Phänomen. Das muss sich doch mal ändern !

Auch diesen Brief und dieses Video sollten mehrfach geteilt werden – damit es auch in die hinterste Ecke gelangt.

Ich kann Nachts nicht alleine schlafen!

Ja, es stimmt – ich schlafe lieber in ‘Begleitung’ als alleine. Ich grusel mich Nachts alleine (übrigens wurde ich auch schreien gelassen und habe ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett ‘genossen’). Geht es Dir vielleicht auch so? Und glaubst Du , dass ein Baby- welches noch nicht die kognitive Fähigkeit besitzt zu verstehen, das Mutter und/oder Vater noch da sind – glücklich ist , ganz alleine in einem dunklen Zimmer ohne die Sicherheit und Nähe der Eltern?
Ein Kuscheltier und der Schnuller können zwar das Saugbedürfnis und das Kuschelbedürfnis etwas beruhigen – aber es ist nie vollends zufrieden damit. Wie denn auch?
Das ist wie, wenn ich Lust auf ein richtig leckeres, großes Softeis mit Schokoguss und Streuseln habe , aber nur ein Wassereis bekomme – es reicht mir zwar aus , aber zufrieden und glücklich bin ich damit nicht.

Auch kann ein plötzliches / zu frühes Abstillen oder auch ‘abschieben’ ins eigene Zimmer zu Verlustängsten führen – doch nur wenn ein Kind (vor allem tagsüber) sich voll und ganz auf die Eltern verlassen kann und sich geborgen und geliebt fühlt , dann kann es sich auch Nachts so fühlen und die Nächte werden vielleicht zwar wach aber ruhig verbracht.

Fazit

Ein Baby – ach Quark.
Ein Mensch, egal welchen Alters muss und kann nicht von Uhrzeit xy bis yz durchschlafen!
Jeder hat seine kleinen Wachphasen – und das ist gut und wichtig.
Nächtliches Stillen ist wichtig für die Hirnreifung und Muttermilch ist schnell verdaulich, daher auch Nachts weiter nach Bedarf stillen .

Was allerdings etwas ruhigere oder entspanntere Nächte bringt ist zum einen Co-Sleeping – auch das nächtliche Stillen geht dann viel einfacher.
Zum anderen ist es auch sehr Kräfte raubend , wenn ein Elternteil immer in ein anderes Zimmer rennen muss um das Kind zuberuhigen .

Einschlafbegleiten gibt auch den älteren Kindern (oder Kleinkindern ) die Sicherheit und Geborgenheit , die sie zum Einschlafen brauchen.

Unsere Kinder werden auch bei jedem nächtlichen Aufwachen wieder in den Schlaf begleitet – alleine wieder einschlafen (wobei wir eh ein Familienbett haben) ist einfach schwer.

image
http://www.psyheu.de/wp-content/uploads/ich-will-bei-euch-schlafen-440x420.png

Für jeden, der sich ein bisschen mehr mit dem Thema Co-Sleeping beschäftigen möchte , denn kann ich das Buch “Ich will bei Euch schlafen!” Von Sibylle Lüpold empfehlen.

Quellen:

Buch: “Ich will bei Euch schlafen!” Sibylle Lüpold

http://www.nestling.org/der-traum-vom-durchschlafen/

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Non-REM-Schlaf

https://de.m.wikipedia.org/wiki/REM-Schlaf

http://www.stillkinder.de/brief-eines-babys-das-schlafen-lernen-musste/?utm_campaign=shareaholic&utm_medium=facebook&utm_source=socialnetwork

#Zwei unter Zwei bei Öko-Hippie-Rabenmütter

Über Twitter hatte die liebe Kathrin von ÖkoHippieRabenmütter nach Müttern mit zwei Kindern unter zwei Jahren gefragt.
Ich habe mich sofort ‚gemeldet‘ , schließlich sind meine ja nur dreizehn Monate auseinander.

image

Also habe ich kurzerhand für sie einen Artikel über meine Erfahrungen mit zwei Kindern geschrieben.
Wie die Schwangerschaft verlief,wie ich die Geburt plante und wie es jetzt ist .

Ihr wollt sicher erfahren ob das alles so geplant war – dann lest meinen Gastbeitrag bei Öko-Hippie-Rabenmütter.

Stoffwindeln VS Wegwerfwindeln | Vor- und Nachteile

Wegwerfwindeln regieren seit den sechziger Jahren den ‘Wickel’-Markt – Stoffwindeln zu nutzen war damals mühsam , da sie ausgekocht werden mussten. Dieses Denken gibt es auch heutzutage noch – viele stellen sich Hausfrauen in Schürzen vor dem Herd vor. In einem großen Topf werden die Mullwindeln gekocht und danach auf der Wäscheleine getrocknet.
Erzählt man dann, dass es heutzutage dank der vollautomatischen Waschmaschine alles etwas leichter ist, dann kommen meist Kommentare wie:

Das ist ja widerlich! Eine vollgekackte Windeln in der Waschmaschine?!”

Oder auch

“Habt ihr dann zwei Waschmaschinen oder wascht ihr alles zusammen? Das ist doch voll eklig!”

Ich muss zugeben, dass diese Aussagen oder Fragen irgendwo berechtigt sind – denn wer sich mit dieser Materie nicht auseinander setzt, kann ja nicht wissen, dass eben jene ‘vollgekackten’ Windeln nicht in der Waschmaschine landen.

Hier in diesem Artikel erzähle ich Euch die Vor und Nachteile der Stoffwindeln, Ökologisches, Preisliches und ganz am Ende verlinke ich Euch noch Shops, in denen Ihr Stoffwindeln kaufen könnt.
Und wer Lust auf selbst machen hat: dem verlinke ich auch einige Schnittmuster , dann könnt Ihr mit dem Projekt ‘DIY Stoffwindel’ beginnen.

Warum wir Stoffwindeln nutzen habe ich hier bereits kurz erwähnt- und jedes Stoffwindel System hat seine eigenen Vor- und Nachteile , aber es gibt im ganzen Überbegriff ‘Stoffwindeln’ auch Vor- und Nachteile.

Ökologischer
Zum einen der ökologische Aspekt – den haben die meisten vor Augen und nutzen daher Stoffwindeln. Die Herstellung von Einmalwindeln und die sehr langsame Zersetzung dieser Windeln verleiht einem graue Haare. Erst nach circa einem halben Jahrhundert fängt die Einmalwindel an sich langsam zu zersetzen – nochmal: sie fängt an, bis sie vollständig zersetzt ist , vergehen noch die ein oder anderen Jahrzehnte eventuell sogar Jahrhunderte.

Natürlich benötigt man auch Wasser um die Windeln zu waschen – und durch das Waschmittel ist das auch alles andere als ökologisch , es gelangt schließlich alles irgendwann in die Meere. Aber wenn man sich vorstellt, das auch Wasser benötigt wird um eine Einmalwindel herzustellen , Erdöl in so einer Windel steckt und noch ganz andere chemische Sachen, die niemand am Körper haben möchte – ja, dann kann man über das bisschen Wasser aus der Waschmaschine hinwegsehen.

Zudem muss man auch sagen, dass es ökologisches Waschmittel gibt – lässt sich auch selbst herstellen. (z.B. aus Kastanien)

Geld Ersparnis
Gerade bei mehr als einem Wickelkind spart man unheimlich stark – aber auch bei einem Kind merkt man einen Unterschied.

image

Mehr dazu auf schickgewickelt.de

Abgesehen von dem ständigen Windelkauf und des eventuellen Kisten schleppens – manchmal sind zehn Euro einfach viel – was ist, wenn man mal knapp bei Kasse ist und die Windeln sind leer? Und dann kennt man kein Windelfrei – da sind die Probleme vorprogrammiert. Es wird sich Geld geliehen oder vielleicht werden Freunde mit Wickelkindern um ein paar Windeln gefragt.

image
http://www.pannolinieco.it/content/9-come-si-lavano-i-pannolini-lavabili

Alles nicht das Nonplusultra, wenn Ihr mich fragt.

Und die Menge an Wegwerfwindeln , die man benötigt ist unglaublich

image
http://sabiiluna.com/2015/06/02/wir-wickeln-mit-stoffys-die-grunde-dafur/

Ich kann Euch hier noch zehn weitere Bilder reinpacken, noch mehr Grafiken zeigen, aber jetzt mal zu meinen Erfahrungen : mir haben die Stoffwindeln schon das ein oder andere mal sehr geholfen. Gerade jetzt (so kurz nach dem Umzug) wächst das Geld (noch) nicht auf Bäumen und wir wären echt aufgeschmissen gewesen, hätten wir noch Windeln kaufen müssen – und das dann ja für zwei Kinder!
Wir sparen unglaublich viel Geld und auch der ein oder andere Nervenstrang ist nicht mehr so hauchdünn.

Gesundheit
Wie schon in meinem anderen Artikel habe ich erzählt , dass meine älteste Tochter unter einem Pilz im Windelbereich litt- um genau zu sein zehn Monate lang. Viel zu lang! Doch mit Kauf und Gebrauch der Stoffwindeln hat sich einfach alles gebessert!

Natürlich ist auch sie ab und zu wund – Zahnungsurin und Stuhlgang sind dann aber die Verursacher – das sind Phasen, sie sind nicht schön und lassen sich mit Teilzeit Windelfrei etwas bessern.

Nun, wodurch kommt es, dass diese Hautirritationen und Krankheiten entstehen?

Die Einweg- oder Wegwerfwindel hat eine Aussenhülle aus Polyethylen (PE) und einen Saugkörper. Letzter besteht aus Zellstoffmaterial (wasserdichten Vliesen und Schutzfolien), der bei heutigen modernen Windeln oft mit mehreren Lagen Superabsorber (Polymersalze) angereichert ist. Dadurch können Flüssigkeitsmengen im Vielfachen des Eigenvolumens gebunden werden. Zudem bestehen die wasserdichten Vliesen und Schutzofolien aus den Kunststoffen Polypropylen (PP) undPolyethylen (PE).
Weitere Bestandteile können Copolymeraus AcrylsäureVaselineStearylalkohol, dünnflüssige Paraffine und Extrakte der Aloe barbadensisis sein.Synthetischer Kautschuk wird ebenfalls in einigen Windeln verarbeitet.”

Zudem enthält die Windel eine Lotion – ihre Inhaltsstoffe treiben mir Blässe ins Gesicht.
Einige dieser Inhalsstoffe werden für Haarfärbemittel genutzt , zudem enthalten sie das günstig gewonnene Erdöl.

Abschreckend, wie ich finde. – kein Mensch würde sich so was freiwillig an die Haut machen – doch, wieso tun es so viele ?

Unwissenheit.

Es sollte mehr aufgeklärt und informiert werden und nicht blauäugig so hingenommen wie es hingestellt wird.

Das waren nun alles Vorteile – wo bleiben nun die Nachteile?

Ein Nachteil ist natürlich die Anschaffung. Gerade wenn man sich für ein Recht teures System entschieden hat, ist die einmalige Anschaffung recht teuer (hochgerechnet ist es trotzdem günstiger als Wegwerfwindeln zu nutzen.)

Der Waschaufwand kann hin und wieder auch zu einem Nachteil werden – ich merke es hier an einem vier Personen Haushalt : manchmal muss ich täglich Windeln waschen , da wir sonst keine mehr haben – und unsere Kleidung ruft auch schon ‘Ich will gewaschen werden!’ .

Es ist manchmal lästig , aber zu schaffen und ist daher ein ‘Mittelding’ – kommt auch sehr auf den Gemütszustand an.

Kaum passende Klamotten
Ja, auch das ist leider ein Nachteil – die Hosen die sonst passen, sind nun zu eng und zu klein.
Ein bis zwei Nummer größer sind am Po dann super , aber an den Beinen viel zu lang und es muss dreimal umgekrempelt werden.
Auch hier möchte ich erwähnen, dass es natürlich Stoffwindel gerechte Kleidung gibt ( oder auch Stoffwindeln, die ein kleines Paket machen) – wenn man sich aber nicht zusätzlich zu den Windeln noch neue Kleidung kaufen möchte , ist es definitiv ein Nachteil. Man muss dann viel rumprobieren bis man passende Sachen hat – auch das kann ab und zu nervig sein.

Unterm Strich ist es also trotzdem von Vorteil die Stoffwindeln zu nutzen. Wer nicht an die ökologischen Aspekte glaubt , der kann es ja dann jedenfalls wegen der Gesundheit und der Geld Ersparnis sich überlegen.
Übrigens: eine bunte Stoffwindel im Lieblingsdesign ist so viel schicker als eine langweilige Wegwerfwindel. 😉
Hier habe ich mal einige Systeme vorgestellt.

Wie versprochen liste ich nun einige Shops auf, bei denen Ihr alle möglichen Windeln und Zubehör kaufen könnt:

my-windelshop.de

hug-and-grow.de

http://die-besten-stoffwindeln.de/

babysnatur.de

http://www.stoffywelt.de/

blumenkinder.eu

windelmanufaktur.com

stoffwindel-design.net (Österreich)

Christine Bendel

storchenkinder.de

Und ich wollte Euch noch den günstigsten (China) Shop zeigen:
AliExpress

Stoffwindeln selber nähen:

Überhose nähen – YouTube

http://stoffwindelwerkstatt.blogspot.de/

Dawanda

Quellen:
http://frauenheute.com/2015/07/28/windeln-das-ist-wirklich-drin/
http://www.schickgewickelt.de/kostenvergleich/
http://leben-ohne-plastik.blogspot.de/2011/10/wie-man-aus-kastanien-waschmittel-macht.html
http://sabiiluna.com/2015/06/02/wir-wickeln-mit-stoffys-die-grunde-dafur/
http://www.pannolinieco.it/content/9-come-si-lavano-i-pannolini-lavabili

Kaffeesirup und Milchschaum | Rezept

Vor ein paar Tagen habe ich auf Instagram ein paar Bilder geteilt :

Ich wollte schon immer Mal Pancakes mit Sirup Essen – aber seien wird mal ehrlich 5€ für Ahornsirup? Das muss doch günstiger gehen !

image

Auch gehe ich gerne ins Café und trinke einen Caramel Latte Macchiato – der Burner! Könnte ich den ganzen Tag trinken! Aber auf Dauer viiiel zu teuer.

image

Hier habe ich mal ein paar Sachen für Euch getestet – vielleicht auch einfach für mich, aber ich teile es mit Euch!

Zu allererst der Kaffeesirup – mal ehrlich, ich habe anfangs gedacht, dass der super eklig schmecken wird , da ich den typisch, herben Kaffeegeschmack absolut nicht leiden kann. Aber nichts da: es schmeckt total süß und wie ich finde, auch gar nicht nach Kaffee! Das hat mich überrascht. Ebenso die Herstellung (Zeit und Aufwand) ist Anfängertauglich – allerdings braucht das ganze schon Ca 15-20 Minuten, lässt sich aber gut ‘nebenbei’ machen – wenn man eh gerade am Herd steht z.B.

Was Ihr dafür braucht:

150ml schwarzen Kaffee
100g Puderzucker

Einen Topf und einen Schneebesen.

Mehr nicht – daher auch vom Budget her super preiswert !

Man gibt den Kaffee und den Puderzucker in den Topf und erhitzt das ganze – dabei schön rühren und das für 15-20 Minuten.
Füllt es direkt in ein verschließbares Gefäß (Marmeladenglas z.B  ) , dann ist es Ca 4-6 Wochen haltbar – wenn es denn nicht schon vorher aufgebraucht ist ?

Fazit: Super easy , schnell, günstig und vor allem : lecker!

Passt wie gesagt zu Pancakes oder auch Kaffee.

Nun zum Milchschaum – ein Muss für jeden Kaffee-Liebhaber!

Tja, aber nicht jeder hat einen Milchaufschäumer  – Und dabei ist es doch so lecker !

Auch da habe ich bisschen herumprobiert :

Man nehme einen Topf, füllt die Menge Milch hinein , die man möchte (nicht zu viel, es wird nicht alles zu Milchschaum!) Und rührt bzw schlägt die Milch auf, während es erhitzt. Schon nach kurzer Zeit bildet sich der Milchschaum.

Mithilfe eines Löffels , hält man den Schaum zurück während man die noch flüssige Milch in den Kaffee gibt. Vorsichtig gibt man nun den Schaum auf den Kaffee .

Et voilà ! Fertig ist der Kaffee mit Milchschaum. Ohne Milchaufschäumer in ca einer Minute.

image

Oben drüber gebe ich etwas Kaffeesirup und das ergibt dann eine Geschmacksexplosion vom feinsten.

Habt Ihr auch ein ähnliches Rezept? Lasst es mich gerne wissen!

Überhose, Höschenwindel & co. | Unterschiede – was man wissen muss.

Es gibt einfach viele verschiedene Windelsysteme – da erstmal die Unterschiede zu kennen braucht seine Zeit und meist klappt das erst so richtig, wenn man diese verschiedenen Systeme in der Hand hält.

Letztens wurde ich gefragt ob die Überhose nicht das gleiche wäre wie die Höschenwindel – Nein, so vom Namen her könnte man es denken, aber so ist es nicht.

Hier in diesem Beitrag werde ich Euch zeigen , welche Unterschiede es zwischen einigen Systemen gibt, wie man diese am besten kombiniert und welche Einlagen man verwenden kann (bzw zeige ich Euch , welche wir nutzen) 

Höschenwindeln
Zu aller erst habe ich Euch mal drei verschiedene Höschenwindeln fotografiert – auch Höschenwindeln können Unterschiede haben (nicht nur von der Optik her) .
image

Höschenwindeln bestehen meist aus Baumwolle oder Bambus und die meisten haben einen integrierten, saugfähigen Kern. Da viele aber nicht unendlich viel aufsaugen ist es immer zu empfehlen noch eine oder mehrere Einlagen reinzulegen. (Vorallem dann, wenn die Höschenwindel für die Nacht gedacht ist, und einige Stunden halten soll.)
Sie haben allerdings keine PUL-Schicht oder anderes , welches daran hindert auszulaufen – diese Windel benötigt daher eine Überhose.
Die Höschenwindeln müssen nach jeder Benutzung gewaschen werden.
image

Überhosen -PUL und Wollhose
Überhosen saugen nicht – Null Komma Nichts. – daher müssen auf jeden Fall Einlagen reingelegt werden (falls dafür vorgesehene Laschen vorhanden sind) oder eine Höschenwindel , gefaltete Mullwindel oder Bindewindel drunter getragen werden.
Die Überhose dient lediglich die oben genannten Windeln vor dem auslaufen zu schützen.
image

image

image

Auch bei den Überhosen gibt es Unterschiede – es gibt welche mit PUL und aus Schurwolle.
Überhosen brauchen nicht nach jedem Windel wechseln “entsorgt” werden, sie können entweder gelüftet werden oder direkt wieder verwendet werden. Ein kurzes durchwischen der Windel empfiehlt sich, wenn die Windel Kontakt mit Stuhlgang hatte. (Ich persönlich gebe die Windel dann aber in die Wäsche – ist vielleicht so ein Tick von mir.)

image

Auch die Wollüberhosen brauchen nur gelüftet werden. Die Überhosen brauchen nur alle 2-4 Wochen gewaschen werden, oder je nach Empfinden auch früher oder später.

Molton und Mull – wo ist der Unterschied?!
Ganz ehrlich, ich dachte am Anfang, dass es da gar keinen Unterschied gibt, außer im Namen.
Hier mal ein Bild – unten ist Molton und obendrauf ist Mull.
image

Molton ist eher ein sehr steifer, fester Stoff – geeignet für Feuchttücher (habe sie zugeschnitten und vernäht) , als Spucktuch , Wickelunterlage oder auch als ziemlich dicke, steife Einlage (eher nicht zu empfehlen, aber wenn man nichts anderes hat auf jeden Fall gut).
Mull sieht eher knuddelig aus, ist recht dünn und weich – eignet sich um es um’s Kind zu wickeln, als Einlage faltbar, für Feuchttücher, Spucktuch usw.

Molton und Mull bestehen meistens aus 100% Baumwolle, wobei es auch bei den Mullwindeln welche aus Bambus gibt.
An sich finde ich Moltontücher schöner, sie haben ein schickes Design (jedenfalls die, die wir haben) aber für die Stoffwindeln sind sie eher ungeeignet.
Nach dem Waschen sind aber beide Tücher fast ganz trocken, daher ist die Trocknungszeit eher gering und daher zu empfehlen.

Pockets
Wie Ihr schon in meinem Stoffwindel-Review gesehen habt, nutzen wir Pockets.
image

Was das ist? – in Pockets werden Einlagen ‘reingestopft’ , somit muss diese Windel nach Gebrauch gewaschen werden.
image

Eine Pocket kann man aber auch als Überhose (Einlagen rauflegen statt reinstopfen) oder als Schwimmwindel nutzen – entweder schneidet man das ‘Innenleben’ (Fleece, Bambus oder ein Netz) raus oder man lässt sie halt so.
Der Außenstoff einer Pocket besteht aus PUL und ist daher Wasserundurchlässig (aber atmungsaktiv!).
Pockets haben verschiedene Designs und ganz verschiedene Preisklassen.

Einlagen
Auf dem Stoffwindelmarkt gibt es so viele verschiedene Einlagen – wo liegen da die Unterschiede?!
Es gibt welche, die saugen viel , aber brauchen einige Zeit bis sie eine gewisse Menge aufgesaugt haben – dann gibt es welche, die saugen schnell, dafür aber weniger.

Bambus und Hanf sind Einlagen, die saugen sehr viel, brauchen dementsprechend aber auch etwas länger – daher empfiehlt es sich , eine Einlage, die schnell saugt über diese zu legen.
Mikrofaser und Baumwolle eignen sich dafür sehr gut. Auch Mullwindeln oder Gästehandtücher/Waschlappen von IKEA sind dafür sehr gut geeignet.

Wir nutzen die Bambuseinlagen von LittleBloom , sie passen perfekt in unsere Windeln und vom Preis- Leistungsverhältnis sind sie kaum zu toppen.
image

Oben drüber legen wir meist einen Waschlappen von Ikea oder eine weitere Bambuseinlage von LittleLamb (welche wie ich finde nicht ganz soo gut sind, da sind recht klein und schmal sind.)
image

image

Fertig gefaltete Einlage aus einem Waschlappen
image

Es gibt unteranderem auch Fleeceliner , diese sind nicht dazu da um Urin aufzusaugen sondern sollen den (manchmal sehr empfindlichen) Po des Babys vor Nässe ‘schützen’.
image

Es leitet also die Flüssigkeit direkt weiter und sollte daher nicht eingesetzt werden in der Hoffnung, dass sie den Urin aufsaugt.
Fleeceliner sind auch wiederverwendbar.

Nicht zu verwechseln mit Vliesliner – Fleece und Vlies, ja , man könnte denken es wäre das selbe mit einer anderen Schreibweise, aber es sind wirklich zwei verschiedene Sachen!
Vlies ist dafür da um den Stuhlgang ‘aufzufangen’ und ihn so einfacher zu entsorgen.
Vlies sieht aus wie ein sehr dünnes Papier (Taschentuch o.ä.) und gibt es von z.B. LittleLamb oder TotsBots (in meinem Review findet Ihr nochmal genaueres darüber)
Einige Vlies’arten’ kann man auch mitwaschen (man kann allerdings auch fertige Feuchttücher waschen und als Vlieseinlage nutzen)

Also: Fleece und Vlies sind dazu da um den Urin und den Stuhlgang zu ‘entfernen’ – um es mal auf den Punkt zu bringen. 

Wetbag
Ein Wetbag hat auch die atmungsaktive PUL-Schicht und eignet sich daher super für Unterwegs oder auch für zuhause als Windelaufbewahrung bis sie in die Waschmaschine kommen.
Auch bei den Wetbags gibt es verschiedene Designs und Preisklassen (zu kaufen gibt es welche bei Ebay, in allen Stoffwindelshops, AliExpress und Amazon).
image

Unter anderem gibt es auch verschiedene Größen – von S (oder sogar XS) bis XL oder sogar größer.
Es gibt sie mit einem oder mehreren Fächern – und Geruchsundurchlässig sind sie (meinen ‘Tests’ zufolge) auch.

Mama auf Zeit? Wann muss ein Baby unabhängig werden? | Gastbeitrag Hanna von rubbelbatz.de

In den ersten Wochen und Monaten tun viele Eltern alles für ihr Kind– aber dann soll das Baby plötzlich am besten von heute auf morgen unabhängig werden: im eigenen Bett schlafen, alleine einschlafen, durchschlafen, alleine spielen, feste Nahrung zu sich nehmen, sich von Milch entwöhnen. Viele dieser Dinge schaffen vor allem eins: Distanz zwischen Mutter und Kind. Sie sollen sich an den Kinderwagen gewöhnen, ans eigene Bettchen, den Laufstall, Schnuller oder Fläschchen.

Mütterliche Wünsche vs. Baby’s Grundbedürfnisse?

Ich kenne z.B. viele Mütter die zwar die ersten Monate leidenschaftlich gestillt haben – weil es ja das Beste für’s Kind ist -, wollen dann aber, dass das Baby so schnell wie möglich selbst isst. Zuerst wird es langsam an Brei gewöhnt und dann sollen schrittweise ganze Mahlzeiten ersetzt werden. Dieser Prozess führt langsam aber sicher dazu, dass die Brust weniger Milch produziert und, wenn das Baby ein williger Esser ist, gibt es über kurz oder lang gar keine Muttermilch mehr. Ersatzlos gestrichen. Statt inniger Nähe an der Brust gibt es künftig den Hochstuhl und den Plastiklöffel. Statt Mama rund um die Uhr kann jetzt jeder die Betreuung und Fütterung übernehmen. Die Mutter hat „ihr Leben zurück“.

Warum machen das so viele? Hat eine Mutter ein Recht, nach ein paar Monaten wieder unabhängig zu sein, Freundinnen zu treffen, shoppen zu gehen? Ich finde nicht. Zumindest nicht, wenn das auf Kosten des Babys geht. Denn das Baby hat sich nicht entschieden, zur Welt zu kommen, wir haben das! Deshalb ‚muss‘ es auch nicht Dinge lernen, für die es eigentlich noch nicht bereit ist. Es ist nicht die Pflicht des Babys, die Mutter schnellstmöglich in Ruhe zu lassen und allein zurecht zu kommen. Es ist die Pflicht der Mutter, sich so lange um das Kleine zu kümmern, bis sie weniger gebraucht wird. Wer nach ein paar Monaten wieder in Ruhe seinem Alltag nachgehen möchte, der sollte bitte nicht schwanger werden, sondern sich einen Hundewelpen zulegen. Bei denen ist die Erziehungsphase schnell rum.

image

An alle Mütter, die sich jetzt getriggert fühlen: ja, natürlich hat die Mutter auch Bedürfnisse und es ist wichtig, dass es ihr auch gut geht. Aber ich finde, dass das auch möglich ist, ohne dem Baby dabei etwas aufzuzwingen. Warum kann man sich nicht mal Zeit für sich nehmen, obwohl man stillt? Oder Zeit zu zweit verleben, obwohl das Baby im Familienbett schläft? Ich sehe nicht, was dagegen spricht. Die andere Version ist nur der einfachere Weg. Für die Eltern.

Ein Beispiel: Abstillen

Heute in der Krabbelgruppe: Anke erzählt über ihren Sohn Marius (11 Monate, sitzt vor ihr). Sie müsse ihn immer noch stillen, damit er einschläft, aber da muss sich jetzt was ändern, das geht so nicht mehr. Sie werde jetzt abstillen. Ich frage mich warum. Nur, weil „das nicht mehr so geht“? Ich frage nicht nach, denn die Meinung scheint so fest zu sein, sie sich so richtig in ihrer Ansicht zu fühlen, dass man da etwas ändern müsse. Aber ich für mich frage mich, warum. Warum darf Marius nicht weiter jeden Abend zum Bettgehen diese wunderbare Nähe zu seiner Mutter genießen, die er offensichtlich nach wie vor braucht? Warum „muss“ er mit einem bestimmten Alter das nicht mehr brauchen?

Weil sich das Kind dann an die Nähe und Geborgenheit gewöhnt? Was ist denn so schlimm daran, wenn sich das Baby regelmäßig so wohl fühlt? Warum darf ein Kind sich nicht an viel Nähe und Liebe gewöhnen? Weil es „verweichlicht“ und „verwöhnt“ wird? Das sind leider Argumente, die aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen. (vgl. http://rubbelbatz.de/johanna-haarer-und-nazis-sollen-mich-und-mein-baby-in-ruhe-lassen/). Tatsächlich weiß man in der Psychologie von heute, dass ein Kind, das sicher gebunden aufwächst, dessen Bedürfnisse respektiert und in ausgewogenem Maße erfüllt werden, später umso unabhängiger und selbstbewusster wird. In dem Wissen, dass die Eltern es lieben und es dort alles an Wärme, Liebe und Schutz bekommt, das es braucht, kann ein Kind sich ohne Angst und Scheu aufmachen, die Welt zu erkunden. Denn das wollen die Kleinen: unabhängig werden, lernen, erfahren. Kein Kind möchte auf unbestimmte Zeit an der Brust der Mutter hängen, im Elternbett schlafen und getragen werden. Es gibt für alles den Zeitpunkt, an dem sie selbst machen wollen. Dazu müssen wir nichts unternehmen, ihnen nichts beibringen, es passiert von ganz alleine. Eines Tages werden sie sogar so selbständig sein, dass sie ausziehen und ein eigenes Leben beginnen. Und dann werden wir uns schmerzlich die Zeit zurücksehnen, in der sie unsere Nähe so sehr gebraucht und gewollt haben. Ich persönlich würde mir die Frage stellen, warum ich sie vorzeitig dazu gebracht habe, diese Nähe aufzugeben.

Natürlich werden jetzt viele Argumente vorbringen, warum es reicht, 6 Monate zu stillen. Dass danach die Milch ohnehin nicht mehr ausreicht, um das Kind satt zu bekommen. Dass ein Kind dann zusätzliches Eisen braucht, dass sich die Zähne verformen, wenn man zu lange stillt und so weiter. Tatsächlich sind all diese „Argumente“ leicht zu entkräften. Ein Menschenbaby ist ein Säuger, bei dem der Sauginstinkt nicht nach ein paar Monaten verschwindet, sondern die ersten paar Lebensjahre anhält. Es scheint also von der Natur so vorgesehen zu sein, dass das Kind länger als ein paar Monate gestillt wird. (http://www.stillkinder.de/haeufige-fragen-zum-langzeitstillen/) Auch die WHO empfiehlt, für 2 Jahre und drüber hinaus zu stillen – die ersten 6 Monate davon voll.

Für das frühzeitige Abstillen – und damit meine ich alles, was im ersten Lebensjahr des Babys passiert, wo es ja noch hauptsächlich von Milch leben soll – gibt es meiner Meinung nach vor allem zwei Gründe: Egoismus und die Gesellschaft. Also zum einen das Bedürfnis der Mutter, unabhängiger zu sein, das über die Grundbedürfnisse des Kindes gestellt wird, und zum anderen die Tatsache, dass man überall hört und sieht, wie andere Mütter das so machen. Die Angst, schief angeschaut zu werden, wenn man tatsächlich 2 Jahre lang stillt.

Intuitive Elternschaft

Deshalb möchte ich heute ein Plädoyer aussprechen für das, was ich Intuitive Elternschaft nenne. Bitte, liebe Eltern, hört auf, Dinge zu tun, weil sie eben so gemacht wurden, weil ihr sie so vorgelebt bekommen habt, weil ihr das Gefühl habt, irgendjemand erwartet das so von euch. Eigentlich hat uns die Natur fast alles, was wir brauchen, um gute Eltern zu sein, mitgegeben: unsere Intuition. Wer anfängt, darauf zu hören, statt auf ältere Generationen, unser Umfeld, Erziehungsratgeber usw., dem werden viele Entscheidungen, die er bisher einfach so hingenommen hat, nahezu grotesk erscheinen. Der wird sehen, dass es eigentlich keinen Grund gibt, seinem Kind irgendetwas an Geborgenheit und Nähe zu verweigern, das es sich wünscht.

   

Ich – einfach alleinerziehend. | Gastbeitrag

Als bei meiner Frau vor knapp zwei Jahren Krebs diagnostiziert wurde, brach unsere heile Welt komplett zusammen.
Schon während der Zeit der Krebstherapie mit Operationen, Chemo, Bestrahlung, den ganzen Komplikationen war es an mir alles zu organisieren. Haushalt, Kind, Arbeit, Fahrten zum Krankenhaus und Ärzten.

Ich bin 42 Jahre alt, Krankenpfleger von Beruf, arbeite in einem Krankenhaus. Schichtdienst sowie Wochenenddienst werden von uns eigentlich als normal angesehen. Dank meiner Kollegen und dem Wohlwollen meines direkten Vorgesetzten konnte ich in dieser schweren Zeit meine Dienste etwas flexibler gestalten. Vollzeitarbeit wurde schnell zu einem utopischen Unterfangen.

Was konnte ich nur tun?
Ein wenig Internetrecherche brachte die Möglichkeit der Familienpflegezeit ans Licht. Zwar war eine wöchentliche Arbeitszeit von gut 19 Stunden nötig, aber diese konnte ich dann so legen, dass trotzdem immer jemand bei meiner Frau und meinem Töchterlein (damals knapp 7 Jahre alt) war und die Pflege und Betreuung übernahm.

Meine Frau ist mittlerweile an ihrem Krebsleiden verstorben. Rückblickend bin ich meinen Aufgaben stets nur hinterher gelaufen. Kaum hatte ich einen Erfolg zu verzeichnen, tauchten schon zwei weitere Probleme auf. Es war nie leicht. Ein Tag ist einfach zu kurz um sich um alles angemessen zu kümmern…

Heute läuft ein normaler Tag immer nach dem gleichen Schema ab. Aufstehen, Frühstück richten, Kind zur Schule bringen. Dann gehe ich zur Arbeit, danach hole ich meine Tochter wieder von der OGS (offene Ganztagesschule) ab. Manchmal müssen ein paar Sachen eingekauft werden. Die Infrastruktur ist hier so gut, dass alles zu Fuß erreichbar ist und ein Kaufladen quasi auf dem Heimweg liegt. Was es zum Abendbrot gibt entscheide ich meist spontan. Wenn ich keine Lust oder keine Zeit zum Kochen habe, wird schnell ein Salat gezaubert oder es gibt einfach Brotzeit. Da das Kind schon in der OGS ein warmes Mittagessen hatte finde ich das gar nicht schlimm.
Auch fordert das Kind natürlich ihre Zeit mit mir ein. Es wird also gespielt oder ein Film geguckt.

Trauerverarbeitung? Weder das Kind noch ich hatten bisher wirklich Zeit dazu. Wir befinden uns in einem Hamsterrad, das einen steilen Berg hinab rollt. Fatalerweise bietet mir dieses Hamsterrad Sicherheit. Solange ich mich darin befinde, läuft alles. Vielleicht auch nur weil es laufen muss. Ich habe Angst davor, aus diesem Hamsterrad auszubrechen, weil ich nicht weiß was dann passiert. Meine Familie und Freunde sagen immer: Denk mal an Dich. Das bedeutet aber, dass ich dann jemanden enttäuschen muss. Mein Kind, wenn ich einmal nicht mit ihr spielen will. Meine Arbeitskollegen, wenn ich einmal nicht einspringen kann. Meine Freunde, wenn ich einmal nicht zu Besuch komme. Auch mich selbst, wenn ich den Haushalt mal liegen lasse. Und das ist etwas, was ich echt nicht ausstehen kann.

Wir sind vor einem knappen halben Jahr umgezogen. Noch nicht alle Kartons sind ausgepackt. Teils weil die Zeit fehlt, teils weil die Kraft dazu fehlt…
Es ist verdammt schwer dieses Hamsterrad anzuhalten. Es ist fast wie ein Paralleluniversum. Obwohl in beiden Universen die Zeit gleichschnell abläuft, kommt man innerhalb ‘meines’ Universums immer wieder an den selben Punkten vorbei. Schmerz und Trauer. Da darf ich mich aber nicht zulange aufhalten. Also weiter. Funktionieren! Gut. Etwas ruhe. Schmerz, Trauer. Weiter! Funktionieren! Ein Teufelskreis.

Vor den Wochenenddiensten bin ich meist noch verschont, doch die Anfrage kommt immer häufiger. ‘Das Kind wird ja größer’ so der Tenor. Ich musste die Station wechseln, da das Arbeitszeitmodell das ich anbieten kann nicht zu den Modellen meiner ursprünglichen Station passte. Auf der neuen Station kann ich wochentags von 7:30 Uhr bis 15:20 Uhr arbeiten. Da die OGS früh erst um 7:30 Uhr aufmacht komme ich überwiegend zu spät, aber da meine Arbeitsstelle genau gegenüber der Schule liegt, sind das nur wenige Minuten. Montag bis Donnerstag habe ich Zeit bis 16 Uhr, bis ich mein Kind abgeholt haben muss, an diesen Tagen kann ich auch länger bleiben. Pünktlich Feierabend ist in meinem Beruf eh selten. Das einzige Problem ist der Freitag. Auch da muss ich bis 15:20 Uhr arbeiten, die OGS hat aber nur verkürzt bis 15 Uhr geöffnet. Inzwischen hat es sich dahingehend gefestigt, dass Freitags eine gute Freundin mein Kind in Empfang nimmt.

Im 75%-Teilzeit-Vertrag kommt es auch mal vor, dass ich unter der Woche frei habe. Das tut mir gut, das Hamsterrad läuft etwas langsamer. Meistens werden dann Dinge erledigt, die sonst liegen bleiben. Oft kommt es vor dass ich kurz was mache – wie den Abwasch zum Beispiel – dann brauche ich eine Pause. So alltägliche Sachen können teilweise sehr viel Kraft rauben.
Die Arbeitszeitverkürzung und die Tatsache dass ich nur in der Kernarbeitszeit tätig bin bringt natürlich auch finanzielle Einschnitte mit sich. Gerne würde ich mehr arbeiten. Aber nicht auf Kosten meines Kindes. Kein Geld der Welt kann mir die Zeit mit meinem Kind ersetzen.

Wie also meistert man in einer solchen Situation den Alltag?
Ich habe das nur durch setzen von Prioritäten geschafft. Für mich kommt mein Kind an erster Stelle, alles weitere ist nicht wichtig. Daraus mache ich auch meinen Vorgesetzten gegenüber keinen Hehl. Wenn mein Kind nicht betreut ist, kann ich nicht arbeiten gehen.

Tom

Es wird das gegessen was auf den Tisch kommt. – oder auch nicht | Blogparade

Jaaa, es ist an der Zeit um bei der Blogparade von Mama on the rocks mitzumachen!

Es geht ums Essen. Ich liebe Essen, ich liebe auch kochen (manchmal bestelle ich aber auch seeehr gerne!) und seit meine Kinder auf der Welt sind haben sich einige Sachen verändert.

Ich lebte ungesund bevor meine Kinder da waren
Damals gab es oft Fertigessen – all die ‘tollen’ Fixtüten womit das Essen ja so ‘schnell’ geht und ‘lecker’ schmeckt. Ich bin ehrlich, Ernährung war mir damals absolut nicht wichtig , kochen mochte ich nur teilweise und darüber informiert wie man etwas kocht – nein, dazu hatte ich keine Lust, gibt nun mal zu viele Fertigprodukte, das verleitet gerne dazu faul zu werden.

Durch meine Kinder lebe ich gesünder und ausgewogener
Erst seit meine erste Tochter bei uns mit isst, habe ich begonnen frisch zu kochen – mittlerweile koche ich fast nur noch vegetarisch und experimentiere auch gerne mal rum. Das kochen und essen so viel Spaß machen kann, weiß ich erst durch meine Kinder, dafür bin ich sehr dankbar.

Anfangs war es mir sehr wichtig, dass meine Tochter keinen oder nur ganz wenig Zucker bekommt (Süßigkeiten wollte ich auch lange ihr gar nicht geben) , aber sein wir mal ehrlich: ich und auch mein Mann essen Süßigkeiten, das unseren Kindern (bzw zur Zeit ja nur der Großen) vorzuenthalten nur weil sie “klein” ist, empfand ich als unfair.

Und ja, ich habe auch schon ein kleines ‘Experiment’ gemacht.
Man nehme eine Schüssel mit Obst/Gemüse (bei mir waren es Gurkenstücke) und eine Schüssel mit Süßigkeiten (bei mir waren es Chips *duck und weg*) und stelle sie genau vor das Kind.

Natürlich dachte ich , dass sie zu den Chips greifen würde, aber nein, sie hat tatsächlich die Gurken gegessen und nur ab und zu mal ein paar Chips genommen. DAS hätte ich nicht gedacht, aber ihr scheint frisches Obst und auch Gemüse wohl einfach besser zu schmecken.

wp-1457071535314.jpeg

Mir ist es nicht wichtig, wenn meine Kinder mein Essen nicht essen
Meine Tochter isst nicht immer alles. Oft isst sie Sachen und am nächsten Tag verweigert sie genau diese Sachen. Fragt mich nicht wieso, es ist so, und es stört mich nicht.
Oft isst sie nur das Gemüse und nicht das ‘ungesunde’ Zeugs welches direkt daneben liegt (z.B. Pommes oder so) – natürlich macht mich das irgendwo ‘glücklich’, aber es braucht mich auch nicht traurig machen, wenn sie es isst – ich habe es ihr ja schließlich auf den Teller getan und wenn ich es nicht mache, ja dann möchte sie halt von meinem Teller mitessen.

Manchmal hat sie Phasen, da verschlingt sie mehrere Birnen und möchte nichts anderes – wiederum gibt es auch Tage, da möchte sie nur ihre Milch oder nur etwas süßes oder oder oder.
Oft sind die Tage sehr abwechslungsreich – von jedem ein bisschen, ist hier das Motto.

Ich möchte ihr nicht vorschreiben , was sie essen soll/darf und ich kann in mich ‘reinstopfen’ worauf ich gerade Lust habe – natürlich achte ich drauf wie viel Süßes sie isst , biete ihr gerne immer Obst oder Gemüse an und noch habe ich das Glück, dass sie es auch gerne isst. Es kann sich jederzeit ändern, aber jeder hat so seine Phase, nech?! 😉

Alles in allem..
.. bin ich froh, wie sich meine Sichtweise gegenüber der Ernährung geändert hat und auch, dass meine Kinder soweit alles essen (was sie möchten) und auch alles probieren (wenn sie möchten :D).
Und frisch kochen macht so unglaublich Spaß – gut, die Arbeit (abwaschen etc) ist nervig und würde ich mir gerne weg wünschen – aber ich schätze dadurch auch das, was ich esse und konsumiere nicht mehr bis zum umfallen.
Schont übrigens auch den Geldbeutel 😉

Und , kocht Ihr lieber frisch oder nutzt Ihr Fertigprodukte? 🙂

Melde dich für meinen Newsletter an und Du bekommst meine “10 Tipps für mehr Ordnung im Familienhaushalt” kostenlos als E-Book!