(Anzeige) Erstes Auto gekauft | Unterstützung für Autofahrer – NÜRNBERGER

 

Wir haben seit diesem Montag unser erstes Auto – es war für uns super aufregend und vor allem das Thema Versicherung hat uns leicht überfordert, da wir ja absolute Neulinge in Sachen Autoversicherung sind.

Ich habe schon damals beim Kauf von Kindersitzen darauf geachtet, dass es so sicher wie nur möglich ist (Restrisiko bleibt natürlich immer) – wir haben uns also damals schon für Reboarder entschieden und wollen sie auch hoffentlich noch eine ganze Weile nutzen.

Als ich von dieser Kooperation hörte, war ich absolut begeistert – ich möchte euch hier einige Bilder zeigen, welche ich zugeschickt bekommen habe, und mir geholfen haben zu verstehen was in der NÜRNBERGER Versicherung alles enthalten ist ohne ellenlange Texte lesen zu müssen.
Und all diese Begriffe wie Kasko, Schutzbrief etc haben bei mir nur lauter Fragezeichen im Kopf hervorgerufen – ja ich gebe zu, ich kenne mich damit auch absolut nicht ab. Mein Auto hat vier Räder, das ist für mich oft genug Information 😀

Die NÜRNBERGER Versicherung bietet sogar elf Zusatzleistungen an – wie zB der Schutzbrief, Fahrerplus , und vieles mehr. Absolut lohnenswert!
Hier eine Darstellung was es als Zusatzleistungen gibt und was sie bedeuten :

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Ich habe lange nicht verstanden was der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko ist – braucht man das überhaupt?!
Hier mal ein Bild was alles in der jeweiligen Leistung der KFZ-Versicherung enthalten ist:

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Wir haben uns für die Teilkasko entschlossen, da wir keinen Neuwagen haben und es auch tatsächlich schon älter als zehn Jahre ist. Für uns war aber Teilkasko unverzichtbar , da wir ländlich leben und es hier dementsprechend viele Pferde, Kühe, Rehe und weitere Tiere gibt – da wollten wir uns absichern, denn passieren kann immer etwas.

Wir haben auch den Fahrerschutz, denn wenn mir (oder später auch meinem Mann) etwas passiert, dann wollen wir nicht auf vermeidbaren Kosten sitzen bleiben , in einer Situation, in der es uns wahrscheinlich mehr als schlecht geht.

Ich bin froh, dass es eine Pflicht für eine Autoversicherung gibt und dass es auch viele (Zusatz)Leistungen gibt und vieles gut verständlich ist ohne dass man ein Autoprofi sein muss.

 

Die NÜRNBERGER Versicherung wurde im März diesen Jahres sogar vom TÜV ausgezeichnet

– dies liegt wahrscheinlich an den vielen Zusatzleistungen, die man buchen kann, und an dem 10% Bonus beim abschließen einer Versicherung. Zehn Prozent kann als Fahranfänger schon viel sein – vor allem , wenn die Versicherung nicht noch über die Eltern läuft, so wie es bei mir der Fall ist. Ich bin also glücklich, ein gutes Paket an Versicherung zu erhalten , aber trotzdem ein paar Euro sparen zu können.

Wie lange habt ihr denn schon ein Auto – und habt ihr euch auch für Zusatzleistungen, wie z.B. den Fahrerschutz, entschieden?

Warum wir auf Tischmanieren verzichten

Bei der lieben Sonnenshyn.de läuft gerade eine Blogparade unter dem Titel „Müssen Kinder Tischmanieren lernen“ – als ich den Beitrag der Rabenmutter gesehen habe, dachte ich mir, dass ich direkt mal mitmachen muss – denn ich sehe dieses Thema so ziemlich anders als sie.

Bei uns kommt auf den Tisch, was gegessen werden will

 

Ja , tatsächlich bin ich diejenige, die Pizza, Lasgane oder sonst was vom Vortag gerne mal zum Frühstück esse. Warum? Weil es lecker ist. Und weil es gegessen werden muss, damit es nicht im Müll landet.

Natürlich könnte ich es auch zum Mittag essen, aber da ich meistens sowieso nochmal kochen muss, da es nicht für uns alle reicht, gibt es das halt dann, wenn jemand Bock drauf hat. Dieses Recht zu bestimmen, wer was wann isst, hat jeder in unserer Familie. Nur der Hund nicht *hust*

Aber unsere Kinder dürfen es entscheiden ob sie zum Frühstück Kekse, Müsli, Brot, Nudeln oder sonst was essen möchten. Auch vor dem ‚eigentlichen‘ Mittagessen dürfen meine Kinder Eis oder sonstiges essen. Alles was wir an Lebensmitteln zuhause haben, haben wir aus einem Grund: um gegessen zu werden. Um uns satt zu machen. Um uns letzen Endes am Leben zu halten. Und weil es uns schmeckt.

Daher ist dem Essen und mir so ziemlich egal, zu welchem Zeitpunkt dies ist.

Natürlich mag es immer Lebensmittel geben, die zu bestimmter Tageszeit ‚gesünder‘ erscheinen – ich denke aber, dass es bei einem normal gebauten, gesunden Menschen mit ausreichend Bewegung ziemlich egal ist, wann es was isst.

Müssen meine Kinder mit Besteck essen?

Nö. Meine Kinder sind jetzt drei und fast zwei Jahre alt und sie werden sicherlich noch ihr ganzes Leben lang mit Besteck essen.
Ich gebe ihnen immer Gabel/Löffel und Messer, aber ob sie es nutzen oder nicht, ist mir egal. Sie essen so, dass auch etwas in ihrem Magen landet – und wenn ihnen die Erbsen immer wieder von der Gabel fallen, dann funktioniert es mit den Fingern viel besser.

Mir ist es ebenso wenig wichtig, dass sie „ordentlich“ essen – soll heißen, ohne zu kleckern – denn ehrlich, was fordern wir denn noch alles von unseren Kindern?! Uns unerzogene ermahnt man, dass wir unsere Kinder wie ‚kleine Erwachsene‘ behandeln – doch was ist mit den Kindern, die perfekte Tischmanieren mit 2,5 Jahren beherrschen? Genau sie sind es, die sich wie kleine Erwachsene verhalten sollen.

Im übrigen lernen Menschen mit den Händen viel ’sauberer‘ zu essen – zu sehen ist dies in Afrika und Indien, wo es ganz normal ist mit den Händen zu essen (sicherlich gibt es auch dort Regionen, in denen mit Besteck oder anderen Hilfsmitteln, gegessen wird.).

Feste Mahlzeiten

Feste Mahlzeiten halte ich nur für Menschen mit einer Essstörung für sinnvoll.

Bei allen anderen Menschen – vor allem aber bei Babys und Kindern – empfinde ich es als viel besser, wenn der Mensch auf sein Hungergefühl achtet und zu den Zeiten isst, wann er/sie Hunger verspürt.

Ich bin sehr froh, dass es langsam aber sicher beim Stillen und des Fütterns per Fläschchen erkannt wird, dass das Füttern nach Bedarf, der Entwicklung des Babys zugutekommt. Denn ein Baby hat nicht pünktlich alle 3-4 Stunden hunger (ja, auch hier gibt es sicherlich Ausnahmen, aber auch da wird sich der Rhythmus bzw das Hungergefühl mit der Zeit ändern), sondern zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Ebenso Clustern Stillbabys, womit sowieso nicht ganz gesagt werden kann, ob es nun Hunger hat oder die Milch für den nächsten Tag bestellt – aber hier wieder: Clustern ist unglaublich wichtig , daher nicht denken „Ach, du hast bestimmt keinen Hunger“, sondern anlegen! Denn nur so kann dann der ‚richtige‘ Hunger bei der nächsten Stillmahlzeit gestillt werden.

Nun ist das Kind kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Stillt vielleicht noch mehrmals am Tag (bzw bekommt ein Fläschchen) und den Rest des Tages isst das Kind feste Nahrung. Die allermeisten Menschen bringen dem Kind direkt einen Rhythmus bei: Morgens 8 Uhr Müsli, Mittags 12 Uhr warmes Essen, Abends 18 Uhr Brot. Dazwischen (auch zu festen Zeiten) Obst/Gemüse.

Und wenn es dann zu einer festen Zeit keinen Hunger hat? Pech gehabt – dann muss es bis zur nächsten (Zwischen-)Mahlzeit eben warten. Das Kind lernt dadurch, sein Hungergefühl zu übergehen – und das ist es, was ich für meine Kinder (und auch mich persönlich) nicht möchte!

Sie sollen ihre Bedürfnisse ganz genau selbst erkennen und nicht auf eine Uhr hören, die sagt , wann es Zeit ist, das Bedürfnis zu stillen.

Zusammen essen und aufstehen obwohl noch gegessen wird

Da wir meistens alle essen wenn wir hunger haben, essen wir häufig auch nicht zusammen. Mich stört es ehrlich gesagt nicht so sehr, da wir den ganzen Tag zusammen sind und ich daher nicht sehe, dass wir unbedingt alle zusammen am Tisch sitzen müssen – wie man es halt macht, so als Familie.

Ebenso wenig müssen meine Kinder am Tisch essen, oft machen wir es uns auf der Couch gemütlich und essen dort. Oder auch im Bett. Da, wo wir halt gerade hunger bekommen.

Tischmanieren

Sie dürfen auch mit Essen in der Hand in der Wohnung rumlaufen – gut, hier gibt es tatsächlich Ausnahmen, denn ich möchte nicht die komplette Wohnung sauber machen müssen, weil Joghurt oder sonst was aus Versehen verschüttet worden ist oder zu Dekorationszwecken irgendwo rangeschmiert wurde. Das ist so meine persönliche (Ekel)Grenze, aber das akzeptieren meine Herzenmenschen sehr gut.

Wie is(s)t es denn bei euch? Habt ihr klare Regeln, und dürfen eure Kinder (und auch ihr selbst) essen, was da ist und wann sie Hunger haben? Schreibt es mir mal in die Kommentare! 🙂

Eure Lisa

P.S.: Bevor ausufernde Kommentare kommen , dass sich meine Kinder im vollen Restaurant wie Neanderthaler auf der Jagd verhalten: nein. Sie können tatsächlich sehr gut mit Besteck umgehen und ‚benehmen‘ sich tatsächlich wie ganz normale Menschen beim Essen. Sollten sie trotzallem im Restaurant mit den Fingern essen wollen, so habe ich immer Feuchttücher mit, um Tisch, Hände und Gesicht sauber zu machen – dies sollte aber denke ich sowieso vorhanden sein bei Kleinkindern. 🙂

Anzeige | Einzigartige Momente als Eltern | Pampers – Unvergessliche Momente

Wisst ihr noch, wie es für euch war, als ihr all diese „Ersten Momente“ in der Schwangerschaft und nach der Geburt hattet? Ich weiß es noch, als wäre es gestern..

Unvergessliche Momente

Für mich war es damals erstmal ein kleiner Schock, dass der Schwangerschaftstest in meinen Händen plötzlich Positiv anzeigte – ich war nicht ganz zwanzig Jahre alt und war gar nicht darauf vorbereitet.

Doch ich freute mich kurz darauf. Von ganzem Herzen. Ich war so aufgeregt, dass ich bald ein neugeborenes Baby in meinen Armen halten darf und ich Mama genannt werden würde.

Ich kaufte also die ersten Babyklamotten und Windeln für mein noch ungeborenes Baby und war sichtlich erstaunt darüber, dass selbst nach der Geburt diese ganzen Sachen noch viel zu groß waren. Das erste Mal in meinem Leben hielt ich ein kleines Baby in meinen Armen – und es war mein eigenes. Ich war unglaublich glücklich, die Muttergefühle waren direkt zu spüren und ich wollte sie gar nicht mehr hergeben. Sie ist und war das größte Geschenk (mit ihrer kleinen Schwester natürlich 😉 ) , welches ich je bekommen habe.

Unvergessliche Momente

Nicht nur, dass unsere große Tochter ein absolut entspanntes Baby war, ich lernte durch sie so viele (für mich) neue und absolut natürliche Sachen kennen – z.B. Thema Familienbett, das Schreien immer einen Grund hat, Durchschlafen etwas mit Hirnreife zu tun hat etc.

 

(Werbung) Dieses Video von Pampers ist absolut genial gemacht worden – Pooface kennt doch jedes Elternteil, oder? 😀

Übrigens findet ihr auf der Webseite von Pampers (normalerweise empfehle ich sowas ja nicht, sondern schreibe lieber selbst meine Meinung, aber ich war mal so neugierig und habe gestöbert 😉 ) echt tolle Tipps bzw Hinweise z.B. über den Schlaf(rhythmus) eines Neugeborenen und auch die Erwähnung, dass Babys ganz genau wissen wie viel und wann sie Hunger haben, finde ich einfach super!

Das erste Mal von allem

Ich weiß noch, wie meine Tochter das erste Mal richtig laut lachte. Ich war so erschrocken und zitterte vor Glück am ganzen Körper. Tränen liefen über meine Wangen und ich schloss meine Tochter eng in meine Arme.

Das erste Mal frei sitzen, krabbeln und später laufen, waren wieder absolut voller Freude und Glück – wir konnten mit ansehen, wie ein kleiner Mensch sich so viele Sachen selbst beibrachte und wir sie dabei begleiteten – ein tolles Gefühl!

Als sie das erste Mal ‚Mama‘ sagte, da platzte ich natürlich vor Stolz – nicht nur, dass sie ‚Mama‘ sagen konnte, sondern mich als Mama ansieht, mich so nennt und mich dabei an strahlte wie die Sonne.

Und auch jetzt, obwohl meine Kinder schon drei und fast zwei Jahre alt ist, werde ich immer noch von unvergesslichen Momenten überrascht – und sei es nur, dass die beiden immer mehr sprechen , plötzlich Dinge machen, von denen ich nicht wusste, dass sie es schon können etc. Die Entwicklung von Kindern geht nicht nur wahnsinnig schnell, sie ist auch absolut interessant. 🙂

Was hast Du gefühlt, als du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hast? Oder als dein Kind dich das erste Mal Mama/Papa genannt hat?

Schreib es mir gerne in die Kommentare. 🙂

Eure Lisa

 

 

 

 

Zähne putzen sollte niemals Zwang sein (& unser erster Zahnarztbesuch)

Zähne putzen

In einer Apotheken Zeitschrift kursiert ein Artikel , in dem dazu geraten wird, (Klein-)Kinder ‚liebevoll‘ zu fixieren und gegen den Willen die Zähne zu putzen – denn: „Zähne putzen ist ein absolutes MUSS“, so sagen es die „Expertinnen“ in diesem Artikel.

Warum ich davon absolut nichts halte, wie unsere Zahnputz-Routine ist und wie unser erster Zahnarztbesuch vor einigen Wochen war, möchte ich euch heute erzählen.

Zähne putzen
Zahnpasta mit Xylit. Lavera ohne und Nenedent mit Fluorid.

Muss Zähne putzen – ohne wenn und aber – wirklich sein?

Nein!

Wenn ein Kind deutlich zeigt , dass es dies nicht möchte (und jegliche spielerische Überredungskünste haben versagt), dann ist dies zu akzeptieren.
Ein Nein eines Kindes sollte immer ernst genommen werden!

Viele sagen immer „Es ist aber wichtig, dass die Zähne gesund bleiben, daher benötigt es die Zahnpflege!“

An sich ein ganz logischer Einwand – aber, was ist , wenn das Kind trotz täglichem Zähne putzens Karies oder anderes bekommt?

Gehen wir also mal davon aus, dass ein Mensch schon zu kariogenen Zähnen neigt, nun kommen die Eltern und fixieren das Kind (Kind hat dadurch natürlich schon Angst, versteift, schreit, weint, versucht sich zu wehren) und putzen gegen den Willen des Kindes die ohnehin schon kaputten Zähne (damit möchte ich nicht sagen, dass erkrankte Zähne nicht geputzt werden sollten!).

Was wird dabei dem Kind signalisiert?

  • Dein Nein ist nichts wert
  • Wir sind immer stärker als du
  • Du darfst dich nicht wehren

Wer jetzt einen Schritt weiter geht, wird die Konsequenzen dieser Handlung sehen können:

  • Das Kind wird sich nicht mehr (oder weniger) wehren, wenn es das sollte (Gefahrensituation)
  • Dem Kind wird signalisiert, dass es weniger wert ist und hat dadurch für das weitere Leben mit dem Selbstwertgefühl zu kämpfen
  • Dem Kind wird vorgelebt, dass es in Ordnung ist, gegen den Willen, Gegenstände in den Mund (oder auch andere Körperöffnungen) zu stecken (und wird ggf sich nicht zur Wehr setzen, da es gelernt hat, dass die Anderen stärker sind)

Es sind alles Möglichkeiten und keine in Stein gemeißelte Fakten, die auf jeden einzelnen Menschen genau so zutreffen werden – aber(!) , alleine diese Möglichkeiten sind so ernst zu nehmen, um sie nicht erst herauszufordern.

Kein Mensch der Welt, sollte so etwas erfahren müssen (Gegenstände in den Mund oä gesteckt bekommen) „nur“ weil jemand anderes meint, die Zähne könnten etwas sauberer sein.
Kein Mensch der Welt, sollte sich so ausgeliefert , Machtlos, Wertlos und Schwach fühlen, weil jemand anderes meint, er könne die Macht über einen anderen Körper erlangen!

Die heutige (Zahn)Medizin ist so weit, dass es „ein Klacks“ ist, die Zähne zu heilen – dies wird mit Sicherheit auch günstiger, als eine Therapie , die meist erst später im Erwachsenenalter in Anspruch genommen wird, da der Mensch erst dann merkt, dass diese Handlungen nicht „normal“ waren und tiefe Wunden in der Psyche hinterlassen haben. (Auch hier wieder: ein kann, kein muss. Viele Erwachsene merken auch gar nicht, dass es nicht richtig war, was ihnen geschehen ist, da ihnen ja etwas anderes eingetrichtert wurde. Ich möchte hiermit sagen: NEIN! Es ist niemals normal, einen anderen Menschen zu irgendetwas zu zwingen, ihn gewaltsam festzuhalten, ihm irgendwas in Körperöffnungen zu stecken!)

Können Menschen Karies oder ähnliches nur bekommen, wenn unregelmäßig , oder gar nie, geputzt wird?

Nein!

Ich kenne sehr viele Menschen, die absolut regelmäßig putzen, auf ihre Ernährung achten, Zahnseide, Zahnspülung und sonst was nutzen, und immer wieder Probleme mit Zahn und Zahnfleisch haben.
Es ist auch eine Sache der genetischen Veranlagung, und kann auch einfach durch einen kleineren Unfall geschehen.

Meine Tochter hat einen Zahnschmelzdefekt und hat dadurch ein erhöhtes Risiko Karies zu bekommen.

Dieser Zahnschmelzdefekt kam nicht nur zu weniges putzen, zu säurehaltige Lebensmittel, sondern ganz simpel: sie fiel hin, auf ihre gerade herauskommenden Schneidezähne. Zahnschmelz kaputt, Schneide Zähne bröckeln ab.

Ist scheiße, ist passiert, wir versuchen das Beste draus zu machen.

Und das ist: sie putzen zu lassen, nachputzen lassen will sie nicht (unangenehm) und wenn sie keinen Bock hat, dann bekommt sie einen Löffel Xylit und dann war das unsere „Zahnputzroutine“ für sie.

Was sagt der Zahnarzt dazu?

Vor einigen Wochen waren wir bei unserem ersten Zahnarztbesuch.

Ich habe vorher erklärt wohin wir gehen, was gemacht wird (Arzt möchte die Zähne zählen, das machen wir oft zusammen) und dadurch lief wirklich alles sehr entspannt ab. Und das obwohl meine Kinder bei Ärzten bzw fremden Menschen absolut unkooperativ sind.

Arzt hat uns nichts neues gesagt als wir ohnehin schon wussten: Zahnschmelzdefekt.

Nun hatte ich natürlich doch bedenken ob das wenige Zähne putzen weiteren Schaden angerichtet hat – absolutes Gegenteil. Beide Kinder haben wunderbare Milchzähne und selbst beim Zahnschmelzdefekt (den es nun seit etwa 1,5 Jahren gibt) ist kein Karies.
Auch zu erwähnen ist, dass ich meine Tochter noch stille, womit ich auch nochmal sagen möchte, dass Muttermilch nicht kariogen ist – wobei dieses Thema gar nicht aufkam beim Zahnarzt.

Natürlich kann es bei Mensch XY ganz anders ausfallen. Natürlich kann ein anderes Kind mit Zahnschmelzdefekt super schnell Karies bekommen obwohl jeden Tag drei Minuten geputzt wird.

Das „kann“ war mir aber niemals so wichtig die Integrität meines Kindes zu verletzen und meine Macht zu missbrauchen damit meine „Angst“ eventuell niemals ernst wird. Denn wer verspricht mir, dass durch ständig geputzte Zähne niemals Karies oder andere Zahnerkrankungen entstehen?

Ist Zähne putzen wichtig?

Ja. Aber niemals so wichtig, um die Würde eines anderen Menschen zu verachten. Nicht so wichtig, einem anderen Menschen Gewalt anzutun. Nicht so wichtig, einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen. Nicht so wichtig, ein Nein eines anderen Menschen zu ignorieren.

Zähne lassen sich heilen – zur Not gibt es Prothesen.

Doch gibt es das auch für die Seele?

Möglichkeiten um die Zähne zu putzen/Karies vorzubeugen

  • Mit dem Kind vor dem Spiegel Zähne putzen
  • Gegenseitig Zähne putzen
  • Das Kind selbst putzen lassen
  • Xylit * pur geben (Teelöffel) , Xylit ist Kariesvorbeugend und steckt auch in einigen Zahnpasten
  • Lustige Lieder singen (Milchmonster-Lied ausdenken)
  • Kind selbst putzen lassen und fragen(!) ob nachgeputzt werden darf
  • Zahnbürste selbst aussuchen lassen
  • verschiedene Zahnpasten ausprobieren, ggf liegt es am Geschmack

Ich persönlich(!) würde dem Kind nicht im Schlaf die Zähne putzen – denn was das Kind im wachen Zustand nicht möchte, sollte nicht in einem Zustand gemacht werden, wo der Mensch noch hilfloser ist als ohnehin schon. Aber das entscheidet, wie alles andere auch , jedes Elternteil für sich.

Suizid sollte niemals eine Option sein!

Ich setze hier eine Triggerwarnung und bitte Menschen, die das Thema Suizid, unterlassene Hilfeleistung und Mobbing (zu sehr) triggert, diesen Beitrag bitte nicht zu lesen!

Letzte Woche habe ich mit meinem Partner die relativ neue Serie auf Netflix geschaut – „Tote Mädchen lügen nicht“ (engl. Titel „13 Reasons Why“) .

Kurze Beschreibung: eine Jugendliche (17-18 Jahre) wird von Klassenkameraden gemobbt – sie wird als Objekt gesehen und auch so behandelt – sie bekommt Suizidgedanken, nimmt mehrere Kassetten auf mit Gründen , weshalb es so weit kommt – warum sie sich umbringt.

Nach der Serie ging es mir nicht sonderlich gut – es triggerte mich , dass der Vertrauenslehrer ihren „Hilferuf“ nicht sah und ihr sagte , dass „sie sich damit abfinden muss“.

Noch schlimmer fand ich, dass sich ein sehr junges Mädchen einen Tag nachdem ich die Serie geschaut habe, sich das Leben genommen hat.

Was ist ihr passiert, dass sie keinen anderen Ausweg gesehen hat?
Hat sie sich niemandem anvertraut?
Hat sie sich anvertraut und es hat ihr niemand geholfen ? 

Laut Statistik sterben jedes Jahr um die 800.000(!) Menschen weltweit durch Suizid. Statistisch gesehen sind es pro Land mehr Männer als Frauen.

Der zweitmeiste Todesgrund bei Menschen im Alter zwischen 15-29 Jahren ist Suizid.

Was sind Gründe für Suizid(Gedanken)?

Es gibt sehr viele Gründe für Suizid(Gedanken) und es sollte klar gestellt werden, dass auch Menschen , welche nur Gedanken an Suizid haben, Hilfe brauchen!

Mögliche Gründe:

  • Mobbing
  • Opfer von Gewalttaten (physisch und psychisch!)
  • Schuldgefühle
  • Trennungen
  • Unterdrücke Gefühlsausbrüche und Aggressionen
  • Biologische Krisenzeiten: Pubertät (!), Schwangerschaft, Stillzeit etc
  • Depression bzw depressive Phasen
  • Süchte/Abhängigkeiten :Alkohol, Drogen etc
  • Traumatische Erlebnisse in der Kindheit (!) – dazu kann auch eine Trennung der Eltern zählen
  •  Berufliche und finanzielle Schwierigkeiten – für Jugendliche Schwierigkeiten in der Schule
  • Ziellosigkeit

Ich möchte hier gerne den Fokus etwas auf die Kindheit lenken, da (die meisten) meine LeserInnen Kinder (im Jugendalter) haben.

Gerade Kinder sind absolut beeinflussbar – das Selbstwertgefühl ist unglaublich wichtig! Wenn Kindern oft suggeriert wird, dass sie nicht gut genug sind, viel falsch machen und eigentlich nicht so akzeptiert werden (können) wie sie sind, dann sinkt das Selbstwertgefühl.

Kommen sie dann mit einem niedrigen Selbstwertgefühl in den Kindergarten, Schule und weiterführende Schule, dann sind sie ‚anfälliger‘ für Mobbing* (*gemobbt werden kann jeder, bei einem sehr selbstbewussten Menschen mit gutem Selbstwertgefühl prallen Mobbingversuche besser ab als bei einem Menschen, der sowieso schon an sich zweifelt.)

Das Selbstwertgefühl (sich selbst etwas wert zu sein, sich Lieben, sich akzeptieren) sinkt immer weiter.

Hat das Kind in der Kindheit ein gutes Selbstwertgefühl vermittelt bekommen und es wird in der Schule massiv gemobbt, ist alleine und die Eltern haben gerade “ ihre eigenen Probleme“ , so kann das Selbstwertgefühl innerhalb kürzester Zeit sinken.

Vor allem Pubertäre haben extrem emotionale Phasen, in der sie angreifbarer, verletzlicher und schwächer sind – daher liegt die Suizidrate bei 15-24 Jährigen bei 512* Toten. (*Stand 2015)

Hinweise darauf, dass es einem Menschen nicht gut geht sind:

  • Emotionsloser Blick
  • Isoliert sich
  • Verletzt sich selbst
  • Redet sehr wenig
  • (Und sehr Ordnungsbewusste Menschen haben ihr Inneres Chaos nun auch in der Wohnung/im Zimmer)*

*es gibt Sachen, die sind ein kann und Meißel ich nicht in Stein, daher ist es in Klammern.

Was ist mir passiert?

Als ich etwa 15 Jahre alt war, habe ich mich in der Schule an einen Vertrauenslehrer gewandt und ihm erzählt was bei mir Zuhause so passierte. 

Er gab mir (nach viel Mut meinerseits) lediglich eine Nummer des Jugendamtes – alles weitere müsse schon ich machen.

Letztes Jahr war ich bei mehreren Therapeuten und habe wieder „unterlassene Hilfeleistung“ erleben müssen.

Nicht nur, dass ich in einer stark depressiven Phase steckte – nein – ich musste mir dann tatsächlich noch seitens einer professionellen Person anhören, das Victim Blaming gerade In ist (ich sei selbst Schuld gewesen in der Schule gemobbt worden zu sein) und ich wurde  ganz professionell und sachlich „Glucke“ und „Helikoptermutter“ genannt, weil ich meine Kinder nicht mit einem Jahr in die Krippe gebe.

Und um dem ganzen noch eines oben drauf zu setzen , haben mir drei Personen in etwa fünf Minuten diagnostiziert, dass ich nur eine überforderte , junge Mutter sei.

„Stell dich nicht so an.“

Kommt mir da spontan in den Sinn.

Und ja, ich habe Glück, dass ich bisher keine richtigen Suizidgedanken hatte – denn nach all dem hätte ein Suizidgefährdeter die Hilfesuche aufgegeben!

Dies soll nun auf gar keinen Fall (!) sämtliche Therapeuten über einen Kamm scheren (ich hatte einfach Pech und bin am unprofessionelle Menschen geraten) – sucht euch Hilfe, auch wenn ihr lange sucht bis ihr den richtigen Menschen gefunden habt! 

Was würde Betroffenen wirklich helfen? 

Genaue Fragen:

„Hasst du jemanden? Wirst du gehasst?Hattest du schon mal Gedanken an Suizid ? ..“

Eine gute Beziehung – sprich wirkliche Vertrauenspersonen (Mutter, Vater, beste_r FreundIn…) , jemand, der wirklich zuhört und auch genau fragt (s.o.).

Jemanden, der seine Hilfe aktiv anbietet und ggf nicht nur anbietet sondern diese Hilfe auch umsetzt – vor allem depressive Menschen können nicht um Hilfe fragen oder sich aktiv darum bemühen etwas zu ändern (sprich Hilfe zu suchen), da ist eine vertrauensvolle Person , die diesen Part übernimmt oder ggf nur zur starken Unterstützung dabei ist, sehr viel Wert und zeigt dem betroffenen Menschen, dass er etwas wert ist.

Was ich Dir sagen möchte, falls es Dir nicht gut geht und Du ggf an Suizid denkst/ Dich einsam fühlst oder sonstiges: 

Es gibt viele Telefonnummern, die Du kostenlos und anonym anrufen kannst. Du kannst dein komplettes Herz ausschütten, nach Anlaufstellen und Lösungen fragen.

Caritas – dort kannst Du auch einfach hinschreiben , ich weiß wie schwer es einem fällt mit jemandem zu sprechen – schreiben geht einfacher.

0800-1110111

0800-1110222

0800-1110333
Dies sind die Nummern der Telefonseelsorge – dahinter stecken wunderbare Menschen, die Dir genau zuhören werden und für Dich da sind.

0921-283301 ist die Nummer der Gesellschaft speziell für Suizide Prävention.

Und denke bitte daran: Du bist nicht allein! Du bist nicht wertlos! Du bist nicht schuld ! 

Du bist ein einzigartiger Mensch, der eine wichtige Aufgabe auf dieser Welt hat – und manchmal dauert es etwas bis Du erkennst welchen Platz du einnehmen wirst. Es gibt immer einen Menschen , der dir zuhören wird, der dir helfen wird – und sei es die Telefonseelsorge oder ein E-Mail-Kontakt. Du bist nicht allein!

Für Trauernde :

Es gibt auch eine Hotline (kostenpflichtig), welche ihr anrufen könnt (0700-70400400) oder ihr könnt euch bei eurem Hausarzt des Vertrauens eine Überweisung zu einem Therapeuten/Psychologen ausstellen lassen.

Der Verlust eines geliebten Menschen muss verarbeitet werden und sollte unter keinen Umständen nur beiseite geschoben werden und Du solltest auch nicht versuchen „stark“ zu bleiben. Deine Gefühle haben eine Berechtigung und diese sollten mithilfe von vertrauenswürdigen Personen verarbeitet werden.

#SuicideShouldNeverBeAnOption !


Quellen:

WHO Statistik (engl)
Statista
Wikipedia Suizid

Notfallnummern
Caritas Suizid Prävention
Psychosoziale Gesundheit

Fenster putzen leicht gemacht – mit dem Fenstersauger von Kärcher

Wisst ihr was ich hasse? Fenster putzen .

Damals, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich glaube ich nur bei Einzug in eine Wohnung mal die Fenster mit Glasreiniger „sauber“ gemacht.
Also nichts gründliches, regelmäßiges oder sonst irgendwie was spannendes .

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir dann aber mal den Fenstersauger von Kärcher gekauft – und ich bin begeistert!

Wir haben doch so einige Fenster und vor allem die großen Terrassenfenster/türen sehen eigentlich jeden Tag ziemlich schmierig aus – Kinderhände und Hundenasen finde ich ja ganz süß, aber auf den Fenstern sieht es einfach nur dreckig aus und nicht mehr so niedlich.

Nun mag ich also total schöne saubere Fenster, wollte aber nicht viel Zeit damit verbringen – denn, Zeit ist Geld, oder zumindest gleichermaßen kostbar. Ich habe ehrlich gesagt bei Youtube von der Marke ‚Kärcher‘ erfahren und fand es genial – auch alle anderen Geräte! – und vor allem der Fenstersauger hat es mir angetan.

Im Freundeskreis haben auch schon einige diesen Fenstersauger und sind auch super begeistert. Beim Fensterputzen Zeit zu sparen ist einfach super und da können alle Eltern sicher nur nicken.

Auch, dass ich kein „Wischwasser“ rumstehen habe, sondern eine kleine Sprühflasche zum direkt aufsprühen, finde ich einen absoluten Pluspunkt! Nicht nur, dass ich Angst hätte, dass meine Kinder ihre Hände und Gesichter darin waschen oder es versuchen würden zu trinken, nein, auch meine Fellnase ist absolut neugierig und ich möchte mir nicht ausmalen, war passieren würde, wenn er seine Nase in solches Wasser stecken würde – daher: einfach super gelöst.

Wie funktioniert der Fenstersauger von Kärcher?

Das ist eigentlich ganz einfach.
Es besteht aus zwei Sachen:

  1. Der Sprühflasche , wo ein Aufsatz drauf ist, auf den der „Wischer“ rüber gespannt wird.
  2. Der Fenstersauger, mit dem man dann das Fenster „absaugt“.

Nun wird zuerst mit der Sprühflasche das Fenster eingesprüht und dann mit dem Wischer alles verteilt – halt ganz normal Fenster reinigen halt.

Danach wird der Fenstersauger angeschaltet und es wird langsam abgezogen – ähnlich wie mit einem Fensterabzieher , nur, dass es eben aufgesaugt wird.

Kärcher Fenstersauger

Er hinterlässt manchmal streifen

Der Sauger hinterlässt leider manchmal Streifen (was mich allerdings nicht sonderlich stört im Gegensatz zu Handabdrücken und Fellnasenschnodderzeugs) , doch mit einem Mikrofasertuch lassen die sich auch super schnell wegwischen – und: beim normalen Fensterreinigen kommen auch Streifen, so what?! Es lässt sich also kaum vermeiden , ohne nochmals mit einem Tuch rüber zu gehen.

Habt ihr auch einen Fenstersauger? Wie reinigt ihr eure Fenster? 

Mir gefällt er auf jeden Fall sehr und ich möchte ihn nicht mehr missen! 🙂

Übrigens ist dieser Beitrag keine Kooperation, sondern ist durch völlige Begeisterung und Motivation entstanden. Bald kommt nämlich wieder etwas zum Thema Organisation/Haushalt und die richtigen (bzw guten) Utensilien, die einem Arbeit abnehmen , helfen einem da ungemein.

Mandelmilch selber machen

Ich bin schon vor einigen Monaten auf pflanzliche Milch umgestiegen, aber oft geht die so schnell leer, dass ich gar nicht so schnell wieder welche kaufen kann. 

Also hab ich mal das Netz durchforstet , wie und ob man zB Mandelmilch selber machen kann.

Ja es geht tatsächlich ganz einfach und schnell.

Was ihr braucht:

  • 200g Mandeln (bei Lidl gibt es recht günstige Packungen)
  • 600ml Wasser
  • Mixer
  • Schüssel
  • Geschirrhandtuch oder extra solche Beutel zum „aussieben“

In die Schüssel füllt ihr die Mandeln und füllt Wasser drüber – nicht die 600ml – und lasst es über Nacht stehen.

Dadurch gehen die Mandeln auf und die Milch kann besser hergestellt werden.

Am nächsten Morgen gießt ihr das Wasser ab, macht die Mandeln und die 600ml Wasser in den Mixer und mixt es um die 30 Sekunden – solange, bis ihr keine ganzen Mandeln mehr sehen könnt. 

 Über die Schüssel legt ihr jetzt das Geschirrtuch/Beutel , drückt es etwas rein, und gebt nun die Flüssigkeit hinein. 

Nun greift ihr alle Enden des Geschirrtuchs und drückt die Milch heraus. Achtet bitte darauf, dass von dem Mandelmus nichts herauskommt – mir ist beim ersten Mal ein kleiner Fehler unterlaufen und beim greifen aller Enden ist ein Teil in die Milch gekommen. An sich nicht all zu schlimm 😉 

Nun könnt ihr die Milch in eine Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen – oder natürlich direkt verzehren. 

Das Mandelmus/Pulver könnt ihr super für Müsli oder zum backen nutzen 🙂 

Habt ihr auch schonmal pflanzliche Milch gemacht? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare 😊

Mit dem kranken Kind zum Arzt | Gastbeitrag von einer Ärztin und Mutter

Hallo, ich bin Mareile, Mama und Ärztin in einer Hausarztpraxis. Lisa hat mich eingeladen einen Gastbeitrag auf ihrem Blog zu schreiben- vielen Dank für diese Möglichkeit!

Mit dem kranken Kind zum Arzt

Welche Mutter kennt das nicht? Das Kind kränkelt schon seit ein paar Tagen vor sich hin, die letzte Nacht war dann die totale Katastrophe, alle haben kaum geschlafen, es wurde viel geweint und getragen und am nächsten Morgen sind alle so fix und fertig, dass fest steht so kann es nicht weiter gehen, wir müssen zum Arzt. 

Kurz angerufen- für heute natürlich kein Termin mehr frei, also hinfahren und Wartezeit mitbringen. Das fiebernde Kind ins Auto verfrachtet und in die volle Praxis- im Wartezimmer ist es eng und laut, die ohnehin schon angespannten Nerven werden vom Warten noch weiter strapaziert. Bis man an der Reihe ist, hat das Kind die Nase voll und Mama ist eigentlich schon so mit kuscheln und trösten ausgelastet, dass der Bericht an den Arzt eher nebenher erfolgt, die Untersuchung dann unter viel Geschrei und Protest, die Mutter schwitzt und schwankt zwischen Mitleid fürs Kind und Scham über das vermeintlich „schlechte Benehmen“ des Kindes. 

Am Ende noch schnell mit den Rezepten in die Apotheke, nur um Zuhause festzustellen, dass man dem Kind jetzt mehrere Tage lang irgendein Zeug dreimal täglich eingeben soll, das es schon bei der ersten Gabe wieder ausspuckt und überhaupt hat man vergessen nach einer Bescheinigung für den Arbeitgeber zu fragen und was man tun soll wenn es in der nächsten Nacht wieder so schlimm wird wie in der davor…. Muss das sein?

Was können wir tun um die Situation „krankes Kind beim Arzt“ zu entspannen?

Punkt 1: Beginnt lange bevor unser Kind krank wird- die Wahl des „richtigen“ Arztes! 

Am besten sucht man sich einen Arzt der einem selbst und dem Kind sympathisch ist und wertschätzend und achtsam mit Eltern und Kind umgeht. Außerdem sollte man sich fachlich gut aufgehoben fühlen, möglichst keine allzu weite Anfahrt haben und optimal sind Praxen in denen auch telefonische Beratung und zur Not Hausbesuche angeboten werden. Das kann den ein- oder anderen Praxisbesuch ganz überflüssig machen. Ich persönlich finde auch die Mitbetreuung der Kinder in der Hausarztpraxis der Eltern gut (klar- so machen wir es bei uns in der Praxis…) denn dann gibt es die Möglichkeit, dass die Kinder die Eltern beim Arztbesuch begleiten können ohne, dass es um sie selber geht und sie können den Arzt erstmal in Ruhe kennen lernen und Ängste abbauen.

Punkt 2: Das Kind in unserem Beispiel kränkelt schon seit ein paar Tagen- wieso nicht gleich einen Termin vereinbaren? 

Wenn die Krankheit sich in 2 Tagen als nicht so schlimm heraus stellt, kann man den Termin ja schnell und unkompliziert telefonisch wieder absagen! Sollte sich die Krankheit aber verschlimmern hat man den Termin schon vereinbart, hat weniger Wartezeit und konnte vielleicht sogar auf den Rhythmus des Kindes (Schlafzeiten!) Rücksicht nehmen.

Punkt 3: Was verspreche ich mir vom Arztbesuch? Was möchte ich klären? Geht es um eine Bescheinigung für den Arbeitgeber, dass das Kind krank ist? Fehlen Medikamente? Bin ich unsicher ob die Erkrankung weiter mit Hausmitteln zu behandeln ist oder stärkere Medikamente eingesetzt werden müssen? Ob mein Kind in die Betreuung gehen kann? Brauche ich Tipps für den Fall, dass sich der Zustand verschlechtert? 

Viele Fragen können schon mit einem Telefonat mit dem Arzt geklärt werden oder Rezepte können unter Umständen von der Praxis an die Apotheke gefaxt und von dieser evtl sogar nach Hause geliefert werden! Also am besten schon am Telefon den Sprechstundenhilfen genau sagen worum es einem geht und was man gerne hätte! Oft ist es möglich, dass der Arzt am Ende der Sprechstunde zurück ruft und die Fragen telefonisch klärt.

Punkt 4: Mit dem gesunden Kind üben- einen Arztkoffer sollte jedes Kind zuhause haben! Dann kann man spielerisch üben „Ahhhhhh“ zu sagen, abzuhören und in die Ohren zu schauen. Die Mama beim Kind, das Kind bei der Mama, zusammen beim Teddy- Übung macht den Meister und baut Ängste ab!

Punkt 5: Positiv über den Arzt sprechen! 

Die Formulierung: „Wenn es Morgen nicht besser ist, müssen wir zum Arzt“ erzeugt unnötig Druck und stellte den Arzt als etwas Negatives dar! Besser könnte man sagen „Wir bitten den Arzt uns zu helfen.“ oder „der Arzt untersucht dich um einen Weg zu finden, dass du schnell wieder gesund wirst.“ Auch „Wenn du deine Medikamente nicht nimmst, musst du ins Krankenhaus/bekommst du eine Spritze!“ sind ungeeignete Aussagen- da sie Krankenhaus oder Spritze als unangenehme Strafe dastehen lassen! Sollte dann tatsächlich mal eine Spritze oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein, braucht man nicht verwundert sein, wenn das Kind Angst davor hat!

Punkt 6: Vorbereitung ist Alles!!! Die Situation beim Arzt ist Stress für Mutter und Kind- da vergisst man leicht das Eine oder Andere! 

Einfach Notizen machen- dann kann man im Behandlungszimmer ganz für sein Kind da sein und muss nicht überlegen ob man irgendetwas Wichtiges vergessen hat zu fragen! Stichpunktartig den Verlauf der Erkrankung aufschreiben, was man selber schon unternommen hat, Sorgen und Fragen die man hat, eine Liste mit Medikamenten oder Überweisungen die man braucht!


Punkt 7: Sagen worum es geht!! So wichtig und gar nicht selbstverständlich! 

Ich will gar nicht wissen, wie viele Patienten bei mir mit einem Rezept für ein Medikament raus gehen, dass sie nie einnehmen werden, weil sie eigentlich keine Medis nehmen wollen sondern nur eine Krankschreibung brauchten… Ganz ehrlich- das ist okay!!! Nur sagt es dem Arzt!! Der kann nicht hellsehen 😉 

Wenn man also mit seinem Kind zum Arzt geht weil es hustet und es schon einmal eine Lungenentzündung hatte und man nur wissen will „sind die Bronchien frei?“ und das Kind eh keinen Hustensaft nimmt und ansonsten auch nicht doll krank ist sondern man eben nur diese eine Frage klären will- dann ist es ok dem Arzt das ganz genau so zu sagen!!! 

Und sobald der Arzt gesagt hat „alles frei!“ zu sagen- „ok, Dankeschön, das ist alles was ich hören wollte, dann kommen wir alleine damit klar!“. Und auch wenn man dann nach 2 oder 3 Tagen nochmal hingeht um das Gleiche zu klären darf man dem Arzt sagen, dass dies nicht als Reklamation zu verstehen ist oder als Aufforderung „nun aber doch endlich was zu tun und gar ein Antibiotikum zu verschreiben“ sondern lediglich der Absicherung dienen soll weiter auf dem richtigen Wege zu sein.

Punkt 8: Jetzt wird’s wichtig! Begleitet euer Kind! Steht eurem Kind bei! Steht hinter eurem Kind! 

Es fühlt sich eh schon schlecht und wäre wahrscheinlich am liebsten zuhause im Bett an euch gekuschelt, in ruhiger Umgebung. Stattdessen sitzt es nun in der Praxis im grellen Licht und soll sich von einem fremden Menschen an den verschiedensten Stellen anfassen lassen- wovon die meisten auch noch weh tun oder die Untersuchungen zumindest unangenehm und kalt sind.

Die meisten Kinder bemühen sich wirklich zu kooperieren beim Arzt aber gerade wenn schon schlechte Erfahrungen gemacht wurden oder die Beschwerden sehr stark sind, sind die Kinder mit der Situation einfach überfordert. 

Und das weiß euer Arzt! Und er weiß auch, dass eure Kinder „sonst nicht so sind“ (Zumindest wenn ihr Punkt 1 umgesetzt habt…) also entspannt euch! Es ist ok wenn euer Kind weint! Und wenn es sich wehrt! Und wenn es „Nein“ sagt! Es ist ok! Und es ist wichtig, dass ihr für euer Kind da seid und es unterstützt und es tröstet und ihm sagt, dass diese Gefühle ok sind!!! 

Die meisten Untersuchungen lassen sich zur Not auch am weinenden Kind durchführen- es muss also gar nicht unbedingt „still“ sein dafür! Und die allermeisten Untersuchungen lassen sich auch problemlos auf dem Schoß der Eltern durchführen! Das solltet ihr unbedingt nutzen, denn der Körperkontakt gibt euren Kindern Sicherheit! Den meisten Kindern hilft außerdem Mitbestimmungsrecht- z.B. „Soll der Arzt zuerst in die Ohren schauen oder erst abhorchen?“, „Erst das rechte oder erst das linke Ohr?“- bietet den Vorteil, dass das Kind gefragt wurde aber nicht sofort die „Ja“ oder „Nein“ Auswahl da ist, bei der die meisten kleinen Patienten eher „Nein“ wählen (etwa wenn man sagt „der Arzt hört dich jetzt ab!“). 

 Grundsätzlich lege ich Wert darauf, dass auch beim Arzt die Grenzen der Kinder gewahrt werden! Ein ganz klares „Nein“ sollte aus meiner Sicht nicht übergangen werden (bis auf ganz wenige Indikationen bei denen es darum geht schwerste Gesundheitsschäden zu vermeiden)!  Die Kinder dann fest zu halten und Untersuchungen gegen ihren erklärten Willen durch zusetzen ist auf lange Sicht kontraproduktiv und verletzt die Grenzen der Kinder massiv. Hier ist es an den Eltern die Grenzen des Kindes zu schützen und gegebenenfalls einzuschreiten und die Interessen des Kindes zu schützen. 

In diesem Zusammenhang werden viele Eltern manipulativ oder Drohen ihren Kindern um sie zur Kooperation zu zwingen. Das sollte unbedingt vermieden werden! Die meisten Untersuchungen bekommt man mit Ruhe und gutem Zureden so über die Bühne, dass der Arzt sich ein Bild von der Schwere der Erkrankung machen kann ohne, dass das Kind zu irgendetwas gezwungen werden muss! 

Ansonsten ist es „das Problem des Arztes“ das Kind zum Mitmachen zu bewegen- eure Aufgabe besteht darin eurem Kind den Rücken zu stärken, es zu trösten und es zu begleiten! Wichtig: Mindestens so wichtig wie die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung ist die „Anamnese“ also euer Bericht über den bisherigen Krankheitsverlauf, geäußerte Symptome, Höhe des Fiebers etc- wenn ihr da gründlich seid, ist es halb so schlimm wenn euer Kind sich mal nicht in die Ohren schauen oder abhören lassen möchte!!!

Punkt 9: Festhalten- gerade kleine Kinder müssen für manche Untersuchungen/Maßnahmen festgehalten werden! Nicht, um etwas gegen ihren Willen zu unternehmen, sondern damit sie sich nicht durch plötzliche Bewegungen verletzen oder wehtun können, beispielsweise beim Untersuchen der Ohren oder des Rachens. 

Hierfür bietet es sich an, dass die Mutter das Kind auf dem Schoß sitzen hat und mit einer Hand den Kopf des Kindes an der Stirn an ihre Brust drückt und mit der zweiten Hand den Oberkörper samt der Arme umarmt, so kann dem Kind nichts passieren und der Arzt kann untersuchen. Dabei kann man wunderbar den Kopf des Kindes küssen oder beruhigende Worte murmeln.

Punkt 10: Du kennst dein Kind am besten!

Gib die wichtigen Informationen an den Arzt weiter! Denk dir nicht im Stillen „das Medikament schluckt er sowieso nicht!“ sondern sag dem Arzt, dass dein Kind ungern Medikamente schluckt, dass das Medikament nicht bitter sein darf oder dass ein Bestimmtes sonst immer gut funktioniert hat! Auch wenn zB 3-malige Gabe am Tag ein Problem darstellt- fragt ruhig ob es Alternativen gibt! Oftmals gibt es die nämlich! Auch wenn der Arzt die Lage als nicht schlimm einschätzt und euer Bauchgefühl euch aber etwas anderes sagt oder ihr euch eine bestimmte Untersuchung zur Absicherung wünscht- sagt das!!!! Der Arzt kennt euer Kind nicht so gut wie ihr! Und wenn euer Gefühl euch sagt, dass es eurem Kind wirklich richtig schlecht geht- dann verleiht diesem Gefühl Nachdruck!

 So, das waren meine Gedanken zum „entspannteren Arztbesuch“. Vielleicht war ja auch für euch ein guter Anstoß dabei! 

Erzählt doch mal, wie ihr das so handhabt beim Arzt, was ihr für Tipps und Tricks auf Lager habt oder welche Punkte schwierig umzusetzen sind! Auch wenn ihr Wünsche habt für mehr Artikel von der Ärztin die auch Mama ist, dann freue ich mich sehr, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst!

 

Liebe Grüße und vielleicht bis bald,

Mareile

 

 

Wieso dein Kind ganz genau weiß, was ihm gut tut.

Gut tut

Ich lese oft, dass vor allem Kindergärten für viel Struktur und starre Regeln sind.
Vor allem was das Kind betrifft: Essen, Schlafen, Bewegung etc

Heute geht es mal speziell ums Thema Essen.

Viele – wenn nicht sogar die meisten – Erwachsenen sind sich einig: ein Kind muss probieren, ein Kind muss sitzen bleiben, ein Kind muss still sitzen, ein Kind muss aufessen. Und was für viele das allerwichtigste ist: ein Kind muss zu geregelten, also festen, Zeiten essen.

Es fängt schon im Babyalter an, dass gesagt wird, dass ein Rhythmus von vier Stunden optimal ist. Und da auf der Brust keine Messlatte ist, gibt das Füttern per Flasche nochmal mehr Kontrolle.

Weiter geht es dann im Kleinkindalter, wenn das Kind drei große Mahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen soll. Wenn es zum Essen keinen Hunger hat, wird es entweder gezwungen oder es muss warten, bis es die nächste Mahlzeit gibt.

Das natürliche Hungergefühl wird durch diese Methoden abtrainiert – und auch das Sättigungsgefühl kann dadurch geschädigt werden. Vor allem Menschen, welche gezwungen wurden aufzuessen, leiden heute noch darunter, dass sie kein natürliches Sättigungsgefühl mehr haben, oder es erst dann eintritt, wenn es eigentlich schon ‚zu spät‘ ist und Bauchschmerzen sich ankündigen.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Dieses Sprichwort, oder was es auch immer ist, kennt doch sicherlich jeder. Und auch im Bezug zum Essen wird den Kindern nicht vertraut, dass sie dann essen, wenn sie Hunger haben.

Natürlich sollte unbedingt nach einer Ursache geschaut werden, sollte ein Kind über längerem Zeitraum keinen Hunger haben – Stress (durch Zwang und Druck von außen) kann eine Ursache sein oder aber auch eine Erkrankung. Beobachtung sollte also hier angebracht sein.

Ein Kind isst kleinere Mengen als ein Erwachsener – der Magen ist natürlich dem kindlichen Körper angepasst. Auch isst ein Kind noch ganz nach seinen (körperlichen) Bedürfnissen. Z.B. hat der Körper ein „System“ der sagt „Eisen fehlt“, und das verleitet dann zum essen von eisenhaltigen Lebensmitteln. Dies ist bei vielen Lebensmitteln so, wo es uns Erwachsene innerlich schüttelt – Eltern berichten von ihren Kindern, welche pure Butter essen etc.

Kinder holen sich also genau das, was sie brauchen.

Bitterrezeptoren sollen warnen

Wer kennt es nicht? Kinder wollen einfach kein Gemüse essen – jedenfalls etwas bitteres , meist grünes Gemüse.
Woher kommt das? Ganz einfach: Bitterrezeptoren können vor dem Verzehr warnen , dass etwas giftig ist. Menschen essen also von Natur aus eher süße Speisen, denn die Gefahr, dass etwas süßes giftig ist, ist gering(er).

Menschen verhungern nicht vor der gefüllten Buffet

Kein Mensch wird jemals vor einem gefüllten Buffet verhungern – auch hier wieder: ja natürlich kann es Gründe haben, warum und wieso jemand tatsächlich nichts isst! – und genauso wird auch kein Kleinkind verhungern, wenn immer etwas greifbar ist bzw immer angeboten wird. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, dass jemand (ohne Erkrankung) daran erinnert und dazu gezwungen werden muss, Nahrung zu sich zu nehmen. Es ist ein ganz natürliches , angeborenes und überlebenswichtiges Bedürfnis, dass der Mensch etwas isst. Und auch Babys, Kleinkinder, etc haben dieses Gefühl dafür, wann sie Hunger haben und wann sie satt sind.

Dazu braucht es keine Belehrungen von Erwachsenen und auch keinen Zeitplan – all das geschieht von ganz alleine.

Gut zu beobachten ist es bei Säuglingen, welche nach Bedarf gestillt bzw gefüttert werden – sie machen sich von selbst bemerkbar (winden, später auch schreien und weinen) , sobald sie Hunger haben. Wird immer dann auch reagiert und das Bedürfnis gestillt, dann wird sich das Baby genau das und auch genau die perfekte Menge holen, die es braucht. Und das ist mal öfter am Tag und mal etwas weniger.

Füttert man das Baby nach der Uhrzeit , dann lernt das Baby, dass es sein Hungergefühl ignorieren muss, da es sowieso noch nichts bekommt. Das zieht sich dann auch durch die Kleinkindzeit, in der es auch um bestimmte Uhrzeiten etwas zu Essen bekommt. Mit der Zeit wird das Kind nicht mehr wissen, wann es wirklich Hunger hat , sondern isst weiterhin nach vorgegeben Zeiten – zur Not „hungert“ es bis zu nächsten Mahlzeit, da es noch keine „Essenszeit“ ist.

Nächtliche Nahrungsaufnahme ist normal und wichtig

Wie ich auch schon in dem Artikel über das Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern schrieb, ist es normal und sogar sehr wichtig, dass Babys und Kleinkinder auch Nachts Nahrung in Form von Muttermilch oder Pre (oder halt andere Nahrungsmittel) zu sich nimmt.

Vor allem Nachts arbeitet das Hirn eines Menschen sehr stark – es wächst, verarbeitet, der Körper wächst. Der ganze Reifungsprozess eines Babys/Kleinkindes findet vor allem Nachts statt. Das benötigt Energie und Energie holt sich ein Mensch nicht nur durch Ruhe, sondern auch durch die Nahrungsaufnahme.

Wem also gesagt wird, dass das Baby/Kleinkind Nachts ab sofort nichts mehr zu trinken (außer Wasser) bekommen soll, sollte auf diesen „gut gemeinten Ratschlag“ lieber verzichten. Es mag anstrengend sein , dass das Kind nicht durchschläft und Nachts etwas zu trinken/essen fordert, doch es ist für die (Gehirn)Entwicklung unglaublich wichtig, dass das Kind mit Nahrung versorgt wird.

Vertrau deinem Kind

Vertraue deinem Kind. Und wenn du Angst hast: Lass die Blutwerte kontrollieren. Stelle viel abwechslungsreiches Essen zur Verfügung, biete vor allem Sachen an, wo du weißt, dass dein Kind es gerne isst.

Lasse deinem Kind das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl und vertraue darauf, dass sich dein Kind das holt, was es gerade braucht.

Denn es ist viel wichtiger, dass deinem Kind diese natürlichen Gefühle beibehalten bleiben, als das jemand sagt, wann dein Kind Hunger haben muss und wie viel es von was gegessen hat. Es geht letzten Endes nämlich um das Wohlbefinden deines Kindes und nicht um die Komfortzone eines anderen Menschen – im übrigen entscheiden genau diese Menschen (Kinderärzte, Erzieher etc) ganz alleine wann sie etwas essen, und würden sicherlich nicht absichtlich Hungern, wenn es noch 2-3 Stunden bis zur nächsten Mahlzeit ist – und wenn sie das ehrlich tun, dann ist es einfach reichlich dumm *sorry not sorry* seine Bedürfnisse so komplett zu ignorieren und seinem Körper, seinem eigenen Wohlbefinden so zu schaden.


Quellen:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7394-2007-11-15.html

Rewild Schuhe von Wildling

Rewild Schuhe von Wildling

Dieser Text ist eine persönliche Meinung und ist keine bezahlte Kooperation.

Ich habe mir vor zwei Wochen neue Schuhe bestellt – nicht nur weil der Hund die Schnürsenkel der alten Schuhe gerne abknabberte, sondern weil mir auch oft ein Fuß weh tat , beim längeren gehen.

Barfußschuhe sollten es werden.

Ich hatte mir schon öfter mal welche von Vivobarefoot und Leguano angeschaut, aber ehrlich gefielen mir die Designs absolut gar nicht.

Und ab diesem Jahr gab bzw gibt es die Erwachsenengrößen von den Wildlingen – und sie sind so schön schlicht , aber trotzdem schick. Versteht mich wer?

Auf der Webseite kann man verschiedene Designs aussuchen – einmal mit hohem Schaft und einmal mit niedrigem. Die Schuhe haben witzig-süße Namen und schöne Farben.

Ich habe mich für die „Haselmaus“ entschieden, da ich den Beigen/Erdfarbenen Ton sehr gerne habe.

Rewild Schuhe

Passform

Ich wusste ehrlich nicht, welche Größe ich bestellen sollte – in „normalen“ Schuhen trage ich mal Größe 36 und mal Größe 37 – kommt halt auf den Schuh an.

Letzten Endes entschied ich mich für Größe 37 – lieber etwas zu groß, als zu klein. 😉

Als sie ankamen habe ich sie natürlich direkt anprobiert – vorne an den Zehenspitzen war schon noch etwas Platz – aber eine Nummer kleiner wäre definitiv zu klein gewesen.

 

Sie sind daaaaa! 😍 #barfussschuhe #barefoot #barefootshoes

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Nach 2-3 Tagen sind meine Zehen auch fast ganz vorne am Schuh – sie sind also „gewachsen“ und es war eine gute Entscheidung, lieber die größere Größe genommen zu haben.

Probleme?

An den ersten Tagen hat es mir ziemlich an der Sehne über der Hacke gescheuert – aber das kennen wahrscheinlich viele Menschen bei neuen Schuhen. Von daher habe ich einfach drauf geachtet, dass die Socke noch über der Sehne ist und es somit nicht zu stark scheuert.

Tragegefühl

Ich finde das Gefühl in den Schuhen ist wirklich sehr angenehm , es ist auch ein „anderes“ Gehen, denn nach ein paar Tagen und ein bisschen längeren Strecken, habe ich es in den Waden gemerkt, dass Muskeln bewegt werden – oder anders bewegt – , die in anderen Schuhen eher zur Ruhe kommen.

Nichts drastisches und gibt ein gutes, durchtrainiertes Gefühl . 😀

Die Sohle ist so dünn, dass es sich wirklich anfühlt, als würde ich Barfuß bzw Sockfuß rumlaufen – allerdings einfach mit etwas mehr „Polsterung“ bzw Schutz. Wenn ich auf Steinen gehe, dann wäre es um einiges unangenehmer, würde ich die Schuhe nicht tragen. Ich spüre den Boden unter mir, aber nicht negativ 🙂

Mit oder ohne Socken?!

Haha, ehrlich, diese Frage habe ich mir und auch anderen gestellt. Trägt man in Barfußschuhen Socken?!
Sowohl als auch. Vor allem in der „Eingewöhnungszeit“ empfehle ich Socken – oder ein Blasenpflaster – damit es an der Hacke nicht so scheuert.

Aber du musst nicht zwangsläufig Barfuß sein – es gibt übrigens auch Membransocken extra für die Schuhe.

Preis

Der Preis ist natürlich schon hoch – aber der Qualität entsprechend.

Wenn ich meine komplette Familie mit diesen Barfußschuhen ausstatten möchte, dann darf ich erstmal eine Runde sparen.

Sie lohnen sich definitiv und ich empfehle sie absolut jedem, der gerade am überlegen ist , sich neue Schuhe zu kaufen.

Hast du auch Barfußschuhe? Wenn ja, welche hast du und wie zufrieden bist du mit ihnen?

HILFE! Stoffwindeln laufen aus – was ihr machen könnt.

Stoffwindeln laufen aus

Stoffwindeln laufen aus

– das kennen doch sicherlich fast alle neuen Stoffwickler, oder?

Heute trage ich mal jegliche Gründe für’s auslaufen zusammen und möchte euch alle Tipps und Tricks an die Hand geben, die ich kenne.

Auch bei mir lief zu aller erst jegliche Windel aus – woran das lag, erkläre ich euch.

Einlagen einwaschen?!

Ja, tatsächlich müssen Einlagen erstmal eingewaschen werden , damit sie ihre vollständige Saugfähigkeit erreichen können.
Nun, was heißt denn einwaschen?

Einmal waschen? Vielleicht zwei mal?

Nein, neue Einlagen müssen circa zehn Mal gewaschen und getrocknet werden, damit sie richtig saugen können und nicht nach 20-30 Minuten auslaufen.

Du kannst auch einen Eimer mit Wasser füllen und die Einlagen dann für 24+ Stunden dort einweichen – habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, da ich die Einlagen brauchte 😉
Aber du kannst halt auch einfach relativ schnell wickeln, damit die Einlagen auch fix in der Wäsche sind und du waschen kannst.

Wie du es letzten Endes machst, ist egal – merk‘ dir nur, dass sie eingewaschen werden müssen , damit sie gut saugen.

Falsche Einlagen

Tatsächlich kannst du in die Windel auch ‚falsche‘ Einlagen reinlegen.

An Einlagen gibt es jede Menge, da den Überblick zu behalten ist ja fast unmöglich.
Hauptsache eine Einlage rein und gut ist?!

Nicht so schnell!

Es gibt große Unterschiede bei den Einlagen:

Hanf und Bambus z.B. haben ein großes Saugvolumen, aber dafür saugen sie auch nicht so schnell. Soll heißen, dass Bambus und Hanf immer ganz unten in der Windel liegen müssen.

Baumwolle saugt nicht so viel, dafür sehr schnell – Baumwolle sollte also oben liegen.

Was passiert, wenn Hanf oben liegt und Baumwolle unten?

Wenn das Kind jetzt uriniert , und gehen wir mal einfach davon aus, dass es ein ‚Vielpinkler‘ ist, also auch in einem großen Schwall piescht, dann trifft also ein kleiner See auf die Hanfeinlage. Die kann zwar normalerweise die Menge an Urin aufsaugen, aber nicht in so kurzer Zeit. Ein Teil sickert also durch zur Baumwolleinlage und der Rest wartet darauf, dass die Hanfeinlage weiter einsaugt.

Jetzt ist schon eine Menge bei der Baumwolleinlage angekommen und sie macht ihren Dienst – sie saugt schnell auf. Nun kommt aber der ganze Rest und das übersteigt einfach die Kapazitäten der Baumwolleinlage – bedeutet also, dass die Windel ausläuft.

Merke: Einlagen, die viel saugen können legst Du nach unten, Einlagen, die schnell saugen können , aber nicht viel aufnehmen können, legst Du immer nach oben.

Zu wenig Einlagen

Auch das passiert ganz oft – vor allem mit der Zeit, wenn das Kind plötzlich mit einem Schwall uriniert.

Da muss man ein bisschen rum tricksen, schauen wie/wann das Kind in die Windel macht.
Wenn das Kind im Schwall macht, dann ist es wichtig, dass es mindestens eine Einlage hat, die viel saugt , und eine Einlage, die schnell saugt. Also z.B. Baumwolle und Bambus.

Ich musste ein bisschen rumprobieren, bis ich das passende für meine Kinder gefunden habe (aktuell ein Ikea Waschlappen und ein Gästehandtuch/Bambuseinlage). Deshalb gib nicht direkt auf, sondern teste verschiedene Kombinationen, Windeln, Größen etc.

Die falsche Größe?!

Oft hat die Windel auch einfach die falsche Größe für das Kind – zu groß, zu klein, zu weit, zu eng.

Die wirklich passende Größe zu finden bedarf manchmal einiger proben. Die Windelhersteller/Verkäufer haben zwar eine Liste mit Größen für jedes Alter der Kinder, doch natürlich ist das eine dreimonatige Baby speckiger an den Beinen, als ein anderes.

Also, probiert aus – auch verschiedene Windeln. Nicht jede Windel, passt zu jedem Kind. Auch das kann sich im Laufe der Monate noch öfter ändern, denn das Kind bleibt nicht immer so klein, sondern wächst, nimmt zu, wird irgendwo schmaler wo es vorher viel Babyspeck hatte etc.

Fleece als Einlage

Fleece ist in dem Sinne keine Einlage. Sie dient nicht dazu, dass sie saugt, sondern ist lediglich dazu da, dass der Po des Kindes trocken bleibt.

Es leitet also jegliche Flüssigkeit weiter zu den Saugeinlagen.

Auch Vlies ist keine Saugeinlage – macht auch den Po des Kindes nicht trocken, sondern fängt den Stuhlgang auf.

Merke: Nicht Fleece/Vlies als Saugeinlage sehen und nutzen. Nur zum weiterleiten von Flüssigkeit/auffangen von Stuhl.

Kaputte Windel?

Vor allem bei gebrauchten Windeln gibt es immer ein Risiko, dass man kaputte Windeln bekommt. Ja, auch ich musste diese Erfahrung schon machen, allerdings möchte ich damit nicht sagen, dass ihr eure WIndeln von jetzt an nur noch neu kaufen sollt! 😉

Aber ja, es kann immer vorkommen, dass Windeln in den Trockner landen, in der prallen Sonne liegen oder oder.. Dann verabschiedet sich das PUL sehr gerne und somit halten die Windeln auch nicht mehr dicht. Somit müsste also eine neue Windel her, denn mit weiteren Einlagen lässt sich dieses Problem leider nicht beheben.

„Mein Problem war, dass sie auf einmal so schnell ausgelaufen sind und ich dachte das PUL wäre nicht mehr dicht.

Am Ende hab ich die Windeln gestrippt, das Waschmittel gewechselt und festgestellt, dass Jo mehr pinkelt, wenn er gestillt und Wasser/Tee/Saft getrunken hat.“ , sagte Lisa.

Die Windeln müssen also nicht immer kaputt sein, sondern letzten Endes waren es auch schlichtweg die falschen Einlagen für Lisas Kind.

Zu viel Waschmittel

Waschen ist auch so ein Thema für sich.
Du kannst eigentlich nicht viel falsch machen – du brauchst einfach nur Vollwaschmittel, ggf Essig (als Entkalker) und Waschnatron.

Kein teures „Stoffwindel Waschmittel“ (da werden mich die Verkäufer jetzt hassen, sooorry) wird benötigt. Wichtig ist, dass die Windeln bei 60° gewaschen werden (Enzyme etc pp)

Du solltest auch darauf achten, dass Du nicht zu viel Waschmittel nutzt und dass die Windeln „seifenfrei“ aus der Waschmaschine kommen.
Solltest du also Windeln haben, die noch voller Waschmittel sind, dann lasse sie nochmal einen Schnellwaschgang ohne Waschmittel durchlaufen.

Oder du strippst deine Windeln (kannst Du übrigens auch machen, wenn sie trotz waschen noch nach Ammoniak riechen) – ein bisschen Essig oder Zitronensäure in einen Eimer mit warmen Wasser geben und die Windeln einige Stunden darin einweichen. Danach gut ausspülen.

Hast du noch ein Problem, welches ich hier nicht aufgelistet habe? Dann schreibe es mir gerne in die Kommentare und ich ergänze es. 🙂

Wieso ihr eure Kinder nicht an den Armen „schaukeln“ solltet. |Blogparade #Schreckmoment

Auf elternkram.blog habe ich die Blogparade #Schreckmoment gesehen und ja als zweifach Mutter ist uns natürlich auch schon so einiges passiert – und ja, einige Sachen hätten definitiv vermieden werden können und sind aus Unwissenheit, Übermut und Spaß entstanden. 

An den Armen schaukeln

Das kennt doch sicherlich jeder oder? Mama, Papa oder sonst wer links und rechts ans Kind, Hände halten und dann 1,2,3 und huiiii schaukeln/hochschleudern, wie ihr es nennen wollt. 

Das habe ich schon als Kind geliebt – und ja , auch meine Kinder finden es super. 

Doch tatsächlich kann dabei jede Menge passieren, mussten wir schon erfahren . 

Bänder können verrutschen und Knochen können brechen

Meine Große hatte Glück im Unglück. Bei ihr ist „nur“ das Band beim Ellbogen oder Handgelenkt rausgerutscht. 

Sie konnte ihren Arm nicht mehr bewegen, bzw nur unter Schmerzen . Wir dachten sofort, dass er gebrochen sei. 

Krankenwagen gerufen und ab in die Kinderklinik. 

Es brauchte zwei Ärzte, bis das Band wieder zurückrutschte , wo es hingehört. 

Wir haben uns wahnsinnige Vorwürfe gemacht – haben eine ganze Zeit lang unglaublich aufgepasst bei allem was wir machen : denn ehrlich, damit hätten wir nicht gerechnet!

Nach diesem Unfall habe ich mich informiert – und es können sogar Knochenbrüche bei diesem schwingen passieren. Die Schulter kann auskugeln, die Schlüsselbeine gebrochen werden etc. 

Wenn, dann vorsichtig !

Wir machen es weiterhin – aber , und das ist ein großes ABER, wirklich vorsichtig, nicht so hoch und schwungvoll. 

Dann lieber ab auf den Spielplatz/ in den Garten und auf der Schaukel stundenlang schaukeln 😊

Ist euch bzw euren Kindern auch mal etwas passiert, wo ihr dachtet , dass gar keine Gefahr lauert? Dann macht doch mit bei der Blogparade #Schreckmoment !


Babys können nicht manipulieren!

Babys manipulieren nicht

Eben sah ich, dass auf meiner Seite gesucht wurde „Ab wann können Babys manipulieren?“ – puh, da wurde mir schon anders.

Mich schockiert immer wieder, dass von Babys und Kindern fast nur negativ gedacht wird. Sie manipulieren, sind Tyrannen, tanzen auf der Nase rum, wollen immer ihren Willen, …

Babys manipulieren nicht!

Babys haben, wie auch größere Menschen , Bedürfnisse.

Aber vor allem Babys (und Kleinkinder) sind auf uns erwachsene angewiesen. Nur durch uns können sie überleben.

Wir geben ihnen alles, was sie zum überleben benötigen: Nahrung, frische Windeln / Windelfrei , Nähe…

Doch immer wieder höre ich:

 „Der manipuliert euch , damit der bei euch schlafen kann. Der weiß wann er heulen muss und ihr springt sofort .“

Natürlich schreit und weint ein Baby. Es kann schliesslich noch nicht sprechen und ist also darauf angewiesen, dass auch reagiert wird bei schreien und weinen.

Nähe – und vor allem das nächtliche Beisammensein – ist ein Bedürfnis, welches, wenn es ungestillt bleibt, durchaus zum Tod führen kann.

Ein Baby schreit also wirklich, damit es bei den Eltern sein kann – allerdings ist hier der Unterschied, dass es damit nicht manipuliert, sondern sich sein Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit stillen möchte – um am Leben zu bleiben.

„Es kann ja nicht immer nach dem Willen des Kindes gehen!“

Doch , kann es. Ob ich das möchte, steht auf einem anderen Blatt.

Ein kleines Baby ist auf uns angewiesen. Es kann sich nicht selbst bedienen, sich nicht selbst anziehen , nicht sprechen , erst mit zunehmendem Alter krabbeln/laufen – es braucht also uns. Es braucht Sicherheit in dieser großen Welt , in der auch tatsächlich noch Gefahren lauern .

Also wenn ein Baby nur auf Mamas Arm sein will -in der eigenen Wohnung, bei Freunden, über all – dann liegt es nicht daran, dass es nur rumgeschleppt werden will und es nach seinem Willen gehen soll sonst schreit es , sondern es braucht die Sicherheit und Nähe und ja, dass darf es auch 24/7 bekommen.

Du kannst ein Baby nicht verwöhnen

Mit einher geht eigentlich auch das Verwöhnen von Babys. Wenn es nicht gerade manipuliert, dann verwöhnen die Eltern ihr Kind viel zu sehr – Schlussfolgerung davon ist, dass das Kind irgendwann auf der Nase rumtanzt und es die Eltern manipuliert.

Also – egal was du tust, du machst es falsch. 

Richtig wäre ,laut diesen Menschen ,also , dass du dein Kind vernachlässigst und ständig die Bedürfnisse des Kindes missachtest.

Da wird das Kind zum schreien in die Küche geschoben, Körperkontakt (also Nähe) findet kaum statt, gefüttert wird nach der Uhr und nicht nach Bedarf – ihr könntet die Liste sicherlich auch endlos weiter führen.

Ist es aber wirklich das, was wir für unsere Kinder wollen? Wir bekommen doch tatsächlich keine Kinder, um Ihnen das Leben noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon für sie ist.

Am verwöhnen gibt es übrigens auch so absolut gar nichts auszusetzen.

Ich kuschel auch gerne mit meinem Partner, lasse mich im Restaurant bedienen, könnte jederzeit eine Massage etc. buchen und lasse mich mal komplett verwöhnen.

Höre auf deinen Bauch und reflektiere

Das möchte ich jedem Elternteil – und vor allem Erstlingseltern – ans Herz legen.

Hört nicht auf „gute gemeinte Ratschläge“ – sondern hört auf euren Bauch , reflektiert , belest euch , fragt andere Menschen – und am wichtigsten – schaut euer Kind an! 

Wenn es deutlich zeigt (schreien, weinen , verkrampfen …) , dass es etwas absolut nicht mag, dann macht es so, dass es eurem Baby gefällt und besser geht.

Denn das ist wichtiger als die Erwartungen anderer zu erfüllen. 


Spielplätze – Traumhaft oder wahrgewordener Albtraum?

Lara von dreamingtoday hat zur Blogparade aufgerufen – und da ich die letzten Tage zusammen mit meinen Kindern auf den Spielplatz in der Stadt gehe, wollte ich einfach mal mitmachen.

Gibt es hier überhaupt Kinder?!

Wie gesagt waren wir die letzten Tage immer mal für ein bis zwei Stunden auf dem Spielplatz – doch eines hat gefehlt: Kinder.

Außer meinen Kindern und mir war es absolut leer. Kinder? Nirgends.
Es sind vormittags alle Kinder in den Kindergärten und Nachmittags wohl zu kaputt oder anderweitig beschäftigt.

Mich stört es in soweit nicht, da es somit auch kein Konfliktpotenzial gibt – ja, ich bin ehrlich froh, wenn nicht ganz so viele Kinder auf einem Haufen sind und jeder „Meins!“ schreit und ich schlichten muss und andere Eltern zum teilen zwingen wollen.

Doch andererseits macht es mich natürlich auch traurig, dass die kleinen Kinder im zarten Alter von 2-5 Jahren einen vollen Terminplaner haben – oder jedenfalls ihre Eltern. So bleibt auch keine Chance darauf, dass meine Kinder mal außerhalb von ‚geplanten‘ Spielegruppen auf andere Kinder treffen (außer Kinder aus der Familie).

Hier gibt es zu wenig Spielplätze!

In meinem Dorf gibt es keinerlei Spielplätze – gut, jetzt laufe ich also knappe 45-60 Minuten zum nächsten Spielplatz. Und auch der ist eigentlich eine bittere Enttäuschung aus Eltern-Augen – es gibt eine Rutsche, eine Schaukel, ein Wippdingsbums und ein riesen Katzenklo aka Sandkasten.

Meinen Kindern reicht das völlig aus – noch. Denn die Kleine ist am Schaukeln noch nicht sonderlich interessiert, doch was passiert, wenn sie es mal ist? Dann können die beiden sich abwechseln und dass sowas in ihrem Alter völlig absurd und die Vorstellungskraft des Kindes weit überschreitet ist wohl klar.

Wir haben also Glück, dass bisher keine Kinder dort anzutreffen waren, denn dann hätten sich die Kinder über den winzigen Spielplatz gestritten. Das ist nicht nur fürchterlich anstrengend, sondern eigentlich auch vermeidbar, würde die Stadt ein bisschen mehr Geld für öffentliche Spielplätze investieren, anstatt für neue Straßenschilder, oder sonstiges.

Gibt es überhaupt einen guten Spielplatz in der Nähe?

Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Es kommt natürlich drauf an, was man sich vorstellt.
In meiner Nähe gibt es noch einen mit einem großen Schiff, einer Rutsche etc – doch das wären dann sicher zwei Stunden , die wir unterwegs wären , nur für einen Spielplatz.

Die Spielplätze die ich kenne, die sind leider alle sehr ungepflegt – soll heißen, dass viel Müll rumliegt, kaum Spielgeräte dort sind und alles auf minimalistischem Raum als wolle man damit schon ausdrücken “ Eigentlich wollen wir hier keinen Spielplatz, aber es haben sich Eltern beschwert.“.

Als ich noch keine Kinder hatte, da hat mich so ein Spielplatz gar nicht interessiert. Doch seit ich selbst Kinder habe und gelegentlich auf Spielplätze mit ihnen gehe, hat sich der Blick für diese Welt wieder etwas geändert.

Es scheint, als wären Kinder , welche ein freies Spiel, oder halt Spiel auf dem Spielplatz, haben, gar nicht erwünscht. Es wird nichts erneuert und nur so etwas gebaut, sodass vielleicht zwei – drei Kinder spielen können.

Ich würde mir also für meine Kinder und andere Kinder, welche noch die Freizeit für so etwas haben, wünschen, dass mehr Gelder in Projekte wie kleine Spieleparadise wandern.

Habt ihr einen tollen Spielplatz in der Nähe und habt Lust darüber zu schreiben? Dann macht doch gerne bei Laras Blogparade mit!

 

Wie verändert sich das Familienleben mit Hund?

Im November letzten Jahres haben wir unseren Hund bekommen, warum und wieso und wie sich unser Familienleben mit Hund verändert hat, erzähle ich euch heute.

Ich wollte einen Wachhund

Ich hatte in meinem Leben eine Phase, bei denen ich fiese Panikattacken – oder fast – hatte. Wir wollten daher einen ‚Wachhund‘ haben. Einen Hund, der bellt, wenn jemand an unserer Tür ist oder so.

Aber auch so wollten wir schon immer einen Hund haben – ich wollte immer einen Akita Inu, doch diese Rasse ist in unserer Umgebung eher selten, jedenfalls Züchter gibt es hier meines Wissens kaum.
Es blieb dann noch Australien Sheperds, Schäferhunde, Border Collie, Labrador oder Husky. Unsere Favoriten unter den Hunderassen.

Wir haben jetzt von allem (naja fast) etwas und einen tollen Mischlingshund – das Muttertier ist ein Labrador-Münsterländer und das Vatertier ein Schäferhund-Husky.

Wir haben uns bewusst für einen Welpen entschieden – mir war es ein zu großes Risiko einen Hund aus dem Tierheim zu holen ohne die komplette Vorgeschichte zu wissen. Ich habe da sehr Sorge um meine Kinder gehabt und wollte daher einen Hund, der noch ‚keine‘ Vorgeschichte (vor allem was Kinder betrifft) hat.

Manche mögen darüber streiten und viele finden es sicherlich besser einen Hund aus dem Tierheim zu holen (und das finde ich super und iiiiirgendwann werden wir uns sicher auch einen noch holen) , aber das soll hier nicht Thema sein. Jede Familie hat ja ihre Gründe warum sie aus dem Tierheim oder beim Züchter sich einen Hund kauft.

Egal wofür ihr euch entscheidet – schaut wirklich genau ob der Hund zu euch passt, und das nicht vom Aussehen her, sondern vom Charakter. Schaut euch Züchter/Tierheim an, fragt nach der Sozialisierung, Vorgeschichte etc.

Wir wollten mehr raus

Ja auch das war ein weiterer Grund – durch den langen Winter waren wir zu extremen Couchpotatoes mutiert. (Wobei ich einen größeren Vitamin D Mangel habe, vielleicht solltet ihr euch auch (im Winter) dazu testen lassen, solltet ihr auch nicht so in die Puschen kommen)

Mein Ziel war es also, dass ich durch den Hund wieder mehr draußen bin.

Nach kurzer Zeit ging es bergab

Ein Welpe ist anstrengend – ja!
Dazu dann noch Kinder, Haushalt und alles andere , es ist echt anstrengend gewesen , die erste Zeit.

Nachts aufstehen und den Hund rauslassen, über Tag manches Mal Pipi vom Boden wischen und dann hier und da toben.

Ich bin irgendwann am Stock gelaufen – unser Hund war direkt nach ein-zwei Tagen Stubenrein, doch er war nicht ausgelastet. Er hat unglaublich viel Power – er tobt und will immer und immer mehr.

Er hörte am Anfang super und dann nahm auch das ab. Ich wollte nicht mehr mit ihm raus, ich war so frustriert, dass ich es mit dem Hunde halten nicht auf die Reihe bekam.

Gut gemeinte Ratschläge sind nicht immer gut

Mir hat man sehr oft gesagt „Der muss mehr ausgelastet werden. Mehr toben, mehr laufen…“

Doch was ich nicht wusste: Ein Welpe braucht zwischen 20-22 Stunden Schlaf/Ruhephasen!

What?! Das kann doch nicht stimmen!

Doch, es ist tatsächlich so. Vor allem die aufgedrehten Hunde müssen aktiv lernen sich zu entspannen und mal ’nichts‘ zu machen.
Meine Hundetrainerin erklärte es mir so:

„Je mehr ich einen Hund auslaste, desto mehr braucht und fordert er das. Er kann gar nicht mehr abschalten und zur Ruhe kommen.“

So gesehen wie ein Hund auf Drogen – er braucht immer mehr ‚Stoff‘ um sein Energielevel hoch zu halten.

Als ich das gesagt bekommen habe, hat es bei mir klick gemacht – mein Hund war so aufgedreht, weil ich immer mehr und immer länger und weiter gemacht habe. Er hatte keine Ruhephasen , bzw nicht so lange wie er nötig hätte.

Familienleben mit Hund

Nach ein paar Tagen ohne großartiges Spielen kam er zur Ruhe. Wir alle kamen wieder zur Ruhe.

Was ist wirklich wichtig?

Wenn ich mit meinem Hund draußen bin ist vor allem eines wichtig: der Rückruf.

Ich habe meinen Futterbeutel voller Leckerli und rufe ihn immer wieder zu mir und belohne ihn sehr viel. Denn die Bindung muss natürlich erstmal gestärkt werden – zum einen durch viel Kuscheln, Belohnung , neue Wege erkunden, Spielen etc..

Ich habe meinem Hund aber auch die anderen ‚Standard Kommandos‘ wie Sitz und Platz beigebracht.
Auch ein Hund sollte Mental beschäftigt werden, das können vor allem größere Kinder wunderbar machen. Aber auch kleinere Kinder können z.B. den Hund für vollbrachte Leistungen loben und belohnen.

Was verändert sich im Familienleben mit Hund?

In meiner Familie hat sich nicht sooo viel verändert.

Natürlich müssen wir jetzt immer mal anders planen – „Kann der Hund mit in den Urlaub?“, „Darf der Hund mit in den Freizeitpark“…
Aber ansonsten genießen wir es nun eine 5-Köpfige-Familie zu sein. 🙂

Durch das tolle Frühlingswetter sind wir den halben Tag draußen (ja, da bekommt der Hund wieder nicht genug Ruhe!) und auch sonst klappt alles gut.

Erstaunlicher Weise sind meine Kinder nicht sonderlich interessiert am Hund.
Hier und da wird mal gestreichelt und „Feiiiiiin!“ gesagt, aber das war es dann auch schon.
Sie sind meistens froh, wenn er nicht in ihrer Nähe ist oder sich halb auf sie legt. 😀

Doch natürlich hat sich an unserem Budget einiges geändert. Wir sind ‚froh‘, dass wir in einer Gegend wohnen, in der die Hundesteuer nicht sonderlich teuer ist – doch gerade in der Anfangszeit gibt es jede Menge zu besorgen – und wir haben durch Fehlkäufe oder kaputte Gegenstände immer noch nicht alles.

Mit Kindern musste ich schon immer jeden Tag saugen und wischen – jetzt mit haarendem Hund könnte ich alle halbe Stunde den Staubsauger anwerfen – der arme Kerl, der hat auch keinen Bock mehr auf die ganzen Haare. Auch einen guten Staubsauger sollte man sich zulegen, wenn man sich einen Hund kauft, der viel Fell verliert. 😉

Einer Familie – oder auch einer Einzelperson – empfehle ich aber definitiv eine Hundeschule oder einen Hundetrainer (von Trainieren statt Dominieren) , denn die erstellen einen genauen Trainingsplan, der zu deiner Familie passt.

Und nochmal : ja, es ist anstrengend, wie sicherlich vieles im Leben. Doch ein Hund bereichert das Leben ungemein. Aber: du brauchst Zeit, Geduld, starke Nerven und viele viele viele Leckerlis. 😉

Unser Hunde Zubehör | Werbung

Hunde Zubehör

Hallo ihr lieben Hundeliebhaber!

Heute habe ich endlich mal einen Post über unser Hunde Zubehör! Ich habe noch nicht aaaaalles was ich euch vorstellen möchte, denn ja tatsächlich ist auch unser Budget leicht begrenzt – vor allem weil letzte Woche eine tolle Hundetrainerin bei uns war, von ihr erzähle ich euch in nächster Zeit mehr 🙂

Aber jetzt erstmal etwas über einige Artikel von denen ich wirklich begeistert bin und euch gerne empfehlen möchte 🙂

Hunde Zubehör

Spielzeug – fangen wir doch einfach mal mit dem wohl wichtigstem Hunde Zubehör an 😉

Wir sind echt überzeugt und begeistert von den Chuck it! Bällen*.
Sie lassen sich gut werfen und – was vor allem toll für mich ist – sie fliegen echt weit! Dazu machen sie dank einiger ‚Löcher‘ auch einen nicht all zu lauten Pfeiffton, dann hört der Hund auch wo der Ball hinfliegt – z.B. im Dunklen auch ganz gut. Wobei es auch einen leuchtenden Ball gibt – allerdings haben wir den auch schon öfters mal im Dunklen verloren, der muss richtig stark aufgeladen sein und sollte nicht auf ein großes Feld geworfen werden.

Dann haben wir einen einfachen Clicker * gekauft und haben ohne groß rum zu überlegen angefangen mit dem Clicker-Training.

Wer die „Clicker-Methode“ noch nicht kennt, dem erkläre ich es kurz:
Du möchtest deinem Hund einen Trick beibringen oder gewünschtes Verhalten belohnen, dann clickst du in dem Moment, wo dein Hund es richtig gemacht hat. Dadurch hast du ein bisschen mehr Zeit ein Leckerli aus der Tasche zu kramen , aber der Hund hat schon sein Zeichen bekommen, dass er etwas richtig gemacht hat. 

Eine super Methode und wirklich nützlich dieses kleine, günstige Utensil.

Mein absoluter Lieblingsladen in Sachen Hundezubehör, Nahrung etc ist Natur4Pets. Sie haben einfach alles, was ich benötige und vor allem setzen sie auf hochwertiges Futter und geben auch Tipps für’s Barfen.
Von ihnen habe ich diese kuschelige Decke – und die liebt nicht nur der Hund sondern auch meine Kinder 😉 😀

Die Decke könnt ihr ganz einfach über ihre Webseite kaufen (oder natürlich in den Laden gehen) , es gibt viele verschiedene Designs und Größen.

Sie ist wirklich wunderbar weich und kuschelig.

Die Decke liegt in seinem absolut riesigem Körbchen * – worin sogar mein Kleinkind passt – und auch das liebt er bisher.

 

 

Zuletzt haben wir noch eine Trainingstasche von Hunter*, in die man Leckerlis reinpacken kann, einen Clicker befestigen kann und ggf noch eine Hundepfeife o.ä. hineinstecken kann.

Sie lohnt sich definitiv und ermöglicht es, dass die Hosentasche oder Jackentasche nicht nach Hundefutter riecht.

Und wie man auf dem Foto sehen kann, ist unsere Tasche auch echt häufig in Gebrauch und hat schon einige Flecken.

Ich hoffe es war für den ein oder anderen was nützliches dabei – und es wird auch hoffentlich bald ein Update geben.

Was sind denn eure Must-Haves für Hunde? Lasst mich das gerne in den Kommentaren wissen.

Eure Lisa


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