Wie ich gelernt habe Verantwortung zu übernehmen

Letztens war ich mit meinen Töchtern und einer Freundin mit deren Tochter auf einem Spielplatz. Wir waren wirklich sehr lange dort – so um die 4-5 Stunden – und von meiner Freundin die Tochter, wollte gerne nach Hause.
Ich glaube, wir alle waren sehr müde.

Ich sagte also meinen Kindern Bescheid, dass sie ja nochmal rutschen gehen können und dann wollen wir los. Dann will ich los.

Doch, ehrlich. Zwei Kleinkinder. Zwei autonome Kleinkinder. Ach was sag ich da – zwei völlig überdrehte, müde autonome Kleinkinder, die schon so über dem Punkt waren, dass sie nur noch vorwärts, weiter, höher konnten. Es war ihnen schlichtweg egal was ich wollte. Oder was irgendjemand wollte. Ich glaube, sie wussten selbst nicht, was genau sie wollten – außer: auf dem Spielplatz bleiben.

Ich schaute zu meiner Freundin rüber und fragte:

„Was würdest du jetzt machen? Wie würdest du das lösen?“

Sie fragte, ob ich hinter meiner Entscheidung stehe, dass ich jetzt nachhause fahren möchte. Ja, das tat ich. Denn ich wusste, sobald wir nur losfahren, werden beide einschlafen. Ich kenne sie. Ich kenne meine Kinder, ich kenne ihre Bedürfnisse und ich sehe , wenn sie ihre Bedürfnisse manchmal zu sehr ausreizen und ignorieren.

Doch wie übernehme ich da Verantwortung? Wie verhalte ich mich ‚richtig‘, ohne Grenzüberschreitend zu sein? Wie übernehme ich Verantwortung, ohne Gewalt anzuwenden?

Wenn meine Kinder ‚Nein‘ sagen, dann respektiere und akzeptiere ich das. Doch, ich kann ein Nein nicht noch akzeptieren, wenn ich merke mein Kind kann sich selbst gerade nicht selbst einschätzen. Und ja auch das ist normal und ist kein Grund von wegen „Selbstbestimmung schön und gut, aber….“ oder „Da siehst du, dass Kinder nicht wissen was ihnen gut tut…“

Bei einem Kind ist es meistens auch noch ganz einfach – man nimmt sich einfach die Zeit. Die Zeit, bis das Kind dann doch merkt , dass es erschöpft ist und Ruhe braucht. Das kann auch nur ein Bruchteil einer Minute sein und dann spielt das Kind doch weiter – in diesen paar Sekunden gut zu reagieren mit Tasche packen etc schafft man bzw schaffe ich einfach nicht mit zwei Kindern. Denn, zeigt mir Kind 1 , dass es müde ist und ich versuche nun alle Hebel umzulegen, damit wir nachhause können, dann will Kind 2 so gar nicht. Nicht, weil es nicht auch müde ist, sondern weil es mir das nicht gezeigt hat. Weil es das vielleicht für diesen Bruchteil einer Sekunde, in der es gerade Mal nur da saß, gar nicht spürte. Oder einfach nur zu kurz spürte.

Es ist meistens ein: Ich versuche ein Kind zu fangen und dann das nächste. Wie oft bin ich schon mit unkooperativen , schreienden Kindern vom Spielplatz gegangen und war einfach nur froh, als wir alle beim Auto angekommen sind. Verschwitzt, gestresst, frustriert, müde.

Verantwortung übernehmen, Lisa verdammt. Es muss doch auch ohne Tränen, ohne Schweiß an der Stirn und ohne schreien der Kinder und mir gehen. Jeder sagt „Übernimm Verantwortung!“ , wieso kann ich es nicht?!

Doch genau das tat ich. Ich habe Verantwortung übernommen. Ich hätte auch noch früher einlenken können, für den Fall der Fälle, dass meine Kinder gerade noch nicht müde sind und ich gerade einen guten Zeitpunkt erwische sie ‚fröhlich‘ vom Spielplatz zu locken – aber ehrlich. Sie sollen ja auf dem Spielplatz spielen. So lange sie wollen. Aber…

Ja, es gibt dann doch das aber. Das aber fängt an, wenn ich merke, dass es nicht mehr klappt. Wenn eine oder beide so müde ist/sind, dass jedes Staubkorn sie zum wüten bringen kann. Dann geht einfach nichts mehr. Dann bringt es keinen Spaß , weder den Kindern, noch mir, die versucht jegliche Wutanfälle zu begleiten ohne selbst fast auszurasten, weil es einfach nervt. Ja. Mich nerven übermüdete, schreiende, dauerwütende Kinder. Und sie tun mir so unendlich Leid, dass sie diesen Ausweg gar nicht sehen. Vor Tatendrang, vor Entdeckerdrang. Vor Kind-sein.

Ich hab Verantwortung übernommen. Indem ich sagte „Ich will jetzt nachhause fahren. Ich weiß, dass ihr gerne noch hier bleiben möchtet, aber ich sehe, dass ihr sehr müde seid. Wir können bald nochmal herkommen.“

Und dann habe ich mein tobendes, schreiendes, sich wehrendes Kind auf den Arm genommen. Sie versucht zu trösten. Sie zu verstehen. Ihr den Raum für Wut und Trauer gegeben. Und sie dann ins Auto gesetzt, ihr eine kleine Brezel gegeben und zugesehen, wie ein immer fröhlicheres Kind vor mir sitzt. Ich habe dafür Verantwortung übernommen, dass sie es ziemlich scheiße findet, dass ich meine Macht ausnutze und mit meiner Größe und Stärke sie zum Auto trage. Dass ich meinen Willen über ihren gestellt habe.

Der Unterschied liegt aber im wie: ich habe sie weder zum Auto gezerrt, noch sie angebrüllt, dass sie sich nicht so anstellen soll , noch habe ich ihr gesagt „siehst du, das hast du jetzt davon. Hättest du mal auf mich gehört“ – das alles wäre für mich nicht ‚Verantwortung übernehmen‘ gewesen. Sondern Überforderung und dem Kind die Verantwortung zu zuschieben.

Und doch – manchmal möchte ich es mir einfach machen und ihnen diese Verantwortung zuschieben. Ihnen mal einen Spiegel vorhalten, dass sie verdammt nochmal müde sind und einfach mal genau das machen, was ich sage.

Doch, sie sind keine Soldaten. Sie sind auch keine Roboter. Sie sind kleine Menschen, die ihre Gefühle und Bedürfnisse erst noch richtig kennen lernen müssen, in jeglichen Situationen. Und dass es in manchen Situationen schwieriger fällt eben diese wahrzunehmen und diese zu erfüllen, ist für mich nur nachvollziehbar und logisch.

Was ich mit meinem Beitrag sagen möchte ist : macht euch klar, dass Verantwortung übernehmen nicht nur bedeutet, dass ich für mein Kind entscheide, sondern eben auch das wie. Wie authentisch bin ich mit meinem Gesagten? Handele ich für das Bedürfnis des Kindes bzw für mein eigenes Bedürfnis?
Ich bleibe trotz allem auf Augenhöhe, bin empathisch, verständnisvoll, der Seelentröster und bringe mein Kind behutsam in eine andere Situation. Um runter zu kommen. Um mich wahrzunehmen. Um meine Worte zu hören. Um das eigene Bedürfnis zu spüren.

P.S.: Wer sich übrigens fragt, ob meine Kinder denn dann geschlafen hätten – jap. sie haben nach einigen Minuten beide die Augen geschlossen und sind im Auto eingeschlafen. Ganz zufrieden. Ohne weitere Tränen. Und ich habe verstanden, dass ich genau richtig gehandelt habe – und das ganz ruhig und klar. 

 

 

Wir sind nicht nur Eltern sondern auch Vorbilder

Und es liegt in unserer Verantwortung (wie eigentlich so ziemlich alles , was unser Kind betrifft) , welche Werte wir unseren Kindern vorleben. Was uns wichtig ist. Was wir möchten, wie oder womit unser Kind aufwächst und es nachahmt – denn das tun Kinder, nachahmen.

Wenn ich mein Kind also anschreie (und ja, das kommt vor, ist scheisse und versuche ich durch Geduld, Nachdenken und Vernunft zu ersetzen) brauche ich mich nicht wundern, weshalb mein Kind zum Geschwisterchen oder Kind auf dem Spielplatz genauso ist.

Die meisten Eltern fragen dann „Warum/Wieso hast du das gemacht?!“ – naja, warum denn nicht?! Es hat genau DAS ja von uns gelernt. Es hat gelernt bei unangenehmen Situationen einfach mal zu brüllen und den Frust so am anderen rauszulassen.

WIR wissen, dass es scheisse ist. Unser Kind weiß es in der Situation sicherlich auch, aber es findet es trotzdem normal und ahmt uns nach.

Und es weiß gar nicht, wie es stattdessen reagieren kann – denn wir haben die Alternative nicht gezeigt. Wir haben nicht gezeigt, dass wir empathisch und ruhig auf absolut nervige und anstrengende Situationen reagieren können , denn ein „Boar, kannst du es jetzt mal sein lassen!!“ Ist viel schneller gesagt, als der Verstand und die Vernunft da einmal kurz ‚Stop‘ rufen kann.

Und das ist nur eines von sehr vielen Beispielen , wir können es auf so viele weitere Sachen beziehen, aber gerade in der Erziehung sehe ich immer wieder , wie Kinder andere Kinder versuchen zu erpressen, manipulieren etc.

Da sprachen die Eltern aus ihm

Als K2 zwei Jahre alt wurde, waren wir im Zoo. Wir waren gerade auf dem Spielplatz und K2 ging in ein Spielhäusschen – bis auf eine Bank war dort nichts drin. Ein etwas älterer Junge (ich schätze ihn auf 4-5) gesellte sich zu ihr. Und so wie sie ist, redete sie fröhlich und versuchte irgendwie Kontakt aufzunehmen.

Und nur ein ‚falsches‘ Wort löste bei ihm einen Trigger aus. Die Worte seiner Eltern/Großeltern/Erzieher sprachen aus ihm :

“ ‚Aber , aber, aber‘ es gibt kein ‚ aber‘ , wenn du noch einmal ‚aber‘ sagt, dann raste ich aus! Dann Schubs ich dich richtig doll! Hör auf ‚aber‘ zu sagen!!!“

Puh, harte Kost, ich stand direkt daneben und war wütend. Wie konnte er es wagen so etwas zu ihr zu sagen? Sie so zu bedrohen.

Und doch – er kannte es sicherlich nicht anders. Es waren nicht ’seine‘ Worte. Es waren die Worte, die er gelernt hatte. Die er zu hören bekam. Und er spielte das gleiche Machtspiel, welches mit ihm gespielt wurde.

Es ist also nicht mit dem „ich (nicht-)erziehe meine Kinder ganz fürsorglich“ getan, sondern es ist verdammt wichtig welche Worte, Mimik, Gestik etc. ich gebrauche. Vor allem ‚gegen‘ mein Kind. Mir muss bewusst werden, dass meine Worte und meine Handlungen die Welt meines Kindes nicht nur beeinflussen sondern auch bilden.

Mir muss bewusst werden, dass Gewalt nicht mit derselben Gewalt (oder Gewalt im Allgemeinen) gelöst werden kann. Dass Druck immer Gegendruck erzeugt.

Und natürlich verteilen Kinder hier und da mal Schläge, Bisse etc. ohne dass sie es vorgelebt bekommen haben – hier bedarf es ganz enge Begleitung, Erklärungen und kein erhobener Zeigefinger (oder erhobene Hand) mit „das macht man nicht“.

Das macht man nicht“ ist so unpersönlich wie es nur geht.

„Ich möchte nicht, dass du XY haust, dass tut ihm/ihr weh. Wolltest du mit XY spielen ?“ Denn Schlagen, Beißen, Schubsen ist nicht nur ein Zeichen von „Hey , lass mich in Ruhe “ (weil es sich nicht anders zu helfen wusste zB) sondern auch „hey, ich möchte mit dir spielen, kann es aber nicht ausdrücken“.

Auch Sand/kleine Steine werfen kann ein Spiel sein. Wir waren auf einem Spielplatz und es waren kleine Kieselsteine dort und meine Töchter waren dabei, diese Steinchen auf eine Rutsche zu machen und dann durch zu rutschen. Ein Mädchen in K2’s Alter kam dazu und machte es ihnen gleich – „das macht man nicht!“ Kam direkt vom Opa. Die Kleine hörte auf. Meine Töchter natürlich nicht – warum auch, es gehörte zum Spiel, tat niemandem weh und machte Spaß. Als der Opa sich dann öfters einmischte, gingen sie alle ein Spielgerät weiter und K2 fing wieder an darauf die Steinchen zu packen und wieder runter zu wischen. Das Mädchen machte es ihr gleich und ratet was geschah. Genau. Der Opa kam wieder an und sagte, dass man das nicht mache. Das Mädchen warf mit den Steinchen – und wieder „Das macht man nicht! Das tut weh, siehst du (wirft sie etwas mit Steinchen ab)“ What?! Wer lernen will muss fühlen , oder was ? Meine Töchter machten trotz allem mit ihrem Spiel weiter , daraufhin kam das Mädchen zu ihnen, Strecke den Zeigefinger nach oben und sagte „Du, Du , Du!!“ . Nun könnte ich meinen, dass das ja ganz süß ist, wenn ein kleines Kind von 1,5-2 Jahren sowas sagt und macht, doch ehrlich sind es auch nur die Erfahrungen , die das Mädchen gemacht hat. Und tatsächlich , kurz darauf machte der Opa genau das Gleiche zum Mädchen. Ich frage mich bei all den Sachen, ob ich mit meinem Mann auch so sprechen würde. Oder mit Freunden. Mit meinem Chef. Mit Menschen im Allgemeinen. Kinder sind nicht dumm. Kinder lernen nicht durch selbst mal spüren – sondern durch Empathie und dem richtigen Alter. Ein Kind braucht kein „Du, Du, Du “ und andere entwürdigende Maßnahmen , weil es zB einen eigenen Willen hat und nicht gehorchen will, wie der Polizeihund auf dem Revier. Die Situation auf dem Spielplatz hat mir nochmals verdeutlich, wie wichtig meine Vorbildfunktion ist. Denn ich bin Vorbild. Als Erwachsener habe ich immer eine Vorbildfunktion. Egal ob ich eigene Kinder habe oder nicht. Mit meinen Worten und Handlungen präge ich immer jemanden – ich kann also überlegen was ich möchte:

  • diese Macht als Erwachsene ausnutzen, damit meine Kinder gehorchen
  • an mir arbeiten, dass meine Gefühle und Glaubenssätze nicht ungefiltert an mein Kind gelangen.

Denn tatsächlich sind das meiste Glaubenssätze, die wir in uns tragen, Gefühle, die wir als Kind unterdrücken sollten und die jetzt hochkommen , wenn die Situation mit dem eigenen Kind ähnlich ist. Und es ist auch nicht egal wie wir mit unseren Kindern oder anderen Kindern reden. Jeder Satz, jedes Wort kann verletzten. Es kann prägen . Und es kann nachgeahmt werden. Und genau da können wir handeln. Wir können nachdenken, bevor wir ungefiltert unser Kind anschreien. Wir können nachdenken, bevor wir ungefiltert unser Kind Maßregeln.Achtsamkeit ist wichtig. Achtsam in der Wortwahl sein. Achtsam mit unseren Kindern umgehen. Auf Augenhöhe begeben. Wertschätzend reden. Als würden wir mit einem guten Freund reden – denn unser Kinder, sind nicht unsere Kinder – sie sind unsere besten Freunde, die zu uns aufschauen, erwarten dass wir Ihnen auf ehrliche Weise die Welt erklären, sie behandeln , wie Menschen behalten werden sollten – gut, wertschätzend, auf Augenhöhe, achtsam, empathisch.Nimm dein Kind an die Hand und es zeigt dir die Welt.

Auf geht’s an die ZONEN mit FlyLady

Hallo ihr Lieben 🙂

Heute mal etwas später, denn mir ist erst heute morgen eingefallen , dass irgendwas fehlte, an diesem Montag.. *da war ja was*..

Nun sind wir schon in der dritten Woche und wir starten diese Woche direkt in ZONE 4 , denn jede Woche hat eine Zone. In diesem Monat befinden wir uns in der vierten Woche, d.h. dass es die vierte Zone ist. Ganz einfach, oder?

Nun werden sicher einige fragen „Aber was ist wenn die erste oder die letzte Woche nur 2-3 Tage hat?“, ja genau das ist der Clou – die erste und die letzte Zone sind extra ‚kleiner‘ bzw schneller zu entrümpeln und aufzuräumen.

Die Zonen bestehen aus:

  1. Flur / Terrasse/Balkon
  2. Küche
  3. Badezimmer/Kinderzimmer/Büro/ Gäste-WC
  4. Schlafzimmer / Kleiderschrank
  5. Wohnzimmer

Ihr seht, in einer Woche gibt es manchmal mehrere Zimmer, aber keine Panik, es sieht viel schlimmer aus als es letzten Endes ist. Wir schaffen das schon zusammen 😉

Seid ihr schon Mitglied in meiner Gruppe? Wenn nicht, dann husch husch, denn dort erfahrt ihr JEDEN Tag was alles zu tun ist und ihr bekommt von den Mitgliedern und mir genug Motivation, damit auch euer Zuhause bald entrümpelt und dauerhaft aufgeräumt ist. 🙂


Hier kommt ihr zu Woche eins, Woche zwei und dem perfekten Haushalt mit FlyLady.

Entrümpeln nach KonMari !

Wuhu! Die erste Woche ist tatsächlich schon um und bisher läuft es (zumindest bei mir und den Leuten, die ich regelmäßig in der Gruppe lese) echt super!
Die Routine sitzt soweit und jetzt muss natürlich ordentlich entrümpelt werden – denn „Gerümpel lässt sich nicht aufräumen„, ist ein sehr kluger Spruch von Marla Cilley (FlyLady) und es stimmt einfach.

Nicht nur, dass wir meistens viel zu viel Zeugs besitzen, das meiste nutzen wir ja nicht mal. Wir behalten es trotzdem, falls wir es doch irgendwann nochmal benötigen. SCHLUSS DAMIT!

In dieser Woche widmen wir uns jeden Tag einer neuen Kategorie , die entrümpelt werden möchte.

  1. Kleidungsstücke & Handtücher & Bettwäsche
  2. Bücher & Filme & CD’s
  3. Papier
  4. Kleinkram

Ihr seht: eigentlich sind es nur ca vier Tage – genug Puffer, falls jemand bei 1 & 2 noch noch einen weiteren Tag braucht – wir haben ja (fast) alle Kinder, somit auch nur begrenzt Zeit. Aber das hält uns natürlich nicht auf!

In der Gruppe erfahrt ihr alle Details und Motivation – nicht nur von mir, sondern auch von den anderen Mitgliedern – also , falls ihr noch nicht drin seid, dann könnt ihr gerne eine Anfrage schicken und euch inspirieren lassen. 🙂

Wenn ihr tatsächlich nach Tag vier fertig seid mit Entrümpeln, dann geht’s in den Tagen fünf bis sieben ans Organisieren – denn jedes Teil braucht seinen festen Platz, ansonsten entstehen ‚HotSpots‘, und die haben wir in Woche eins erfolgreich vernichtet.

Ich wünsche dir viel Spaß und Glück beim Entrümpeln und weiterhin aufräumen! 🙂

„Kein Mitleid! Die trotzt nur!“

Wir waren im Zoo.
Ihr kennt das sicherlich – es war brechend voll, über all waren gestresste, meckernde Eltern und weinende Kinder und plötzlich geht es eigentlich nicht mehr um den Familienspaß und dass die Kinder den Zoo-Tag genießen können, toben können und einfach mal Kind-sein können, sondern es muss nach striktem Plan laufen , der so aussieht:

Tiere angucken – aber bitte nicht zu lange an einem Gehege stehen bleiben. 
Spielplatz , ja – aber bitte nur so lange , bis wir (Eltern) wieder Tiere angucken wollen. 

Puh, ich will ja nicht behaupten, dass ich die entspannteste Mutter der Welt bin, wenn ich eine drei-jährige übermüdete Tochter vor mir habe, die nur noch am schreien ist, weil sie gerade etwas möchte, was so gerade nicht geht.

Aber als ich ein kleines Mädchen, etwa im selben Alter wie meine Große, alleine auf dem Boden weinen gesehen habe und sich niemand drum scherte und ich sie also ansprach : „Wo ist denn deine Mama und dein Papa?“ , da kam dann direkt (und damit meine ich wirklich direkt, wie ein Löwe aus dem Savannengras gehüpft) der Vater des Kindes – natürlich ganz lässig und meeeega cool – mit den Worten:

Bloß kein Mitleid! 
Die will bloß …. (hab ich nicht genau verstanden) , die ist in der Trotzphase.“

Da wollte mir also ein Papa ganz lässig und cool sagen, dass seine Tochter, die weinend auf dem Boden sitzt, keine Empathie von anderen Menschen zu erfahren hat, weil sie seiner Meinung nach einfach nur trotzt und sich nicht seinem Willen beugen wollte!?

Und da frage ich mich, wie aus einem kleinen Menschen ein empathiefähiger Erwachsener werden kann, wenn es keine Empathie erfahren darf. Wenn man direkt angefahren wird, dass man bloß kein Mitleid haben darf – zumal dieses kleine Kind wirklich alleine dort saß und es ja auch einfach hätte sein können, dass sie ihre Eltern verloren hat.

Ich möchte hier nicht nur darauf aufmerksam machen, dass ihr aufmerksamer durch das Leben gehen solltet – viele Menschen haben das Kind dort auf dem Boden sitzen sehen und keiner ist auf die Idee gekommen mal zu fragen ob etwas passiert ist – sondern auch darauf, wie ihr über euer Kind denkt.

Es muss schrecklich sein, wenn man seinen Willen hat, diesen nicht bekommen kann/darf (und es ging hier nur um ein Kleidungsstück was an/ausgezogen werden wollte!) und dann auch noch allein gelassen wird und es als ‚trotzen‘ abgestempelt wird.

Ich kann absolut jedes Elternteil verstehen, der nicht immer die Nerven hat um sich kurz mal zu besinnen und drüber nachzudenken ob das ‚Nein‘ wirklich gerade sein muss – aber das Kind in seiner Not alleine zu lassen und es auch noch insgeheim ins lächerliche zu ziehen und es nicht ernst zu nehmen, nur weil es für das Elternteil nichts wichtiges ist , empfinde ich als … einfach scheiße finde ich das, um es mal auf den Punkt zu bringen.

 

Es gibt keine Trotzphase

Als ich dieses Wort schon hörte -Trotzphase- da schlackerten schon meine Ohren – ich bin dann allerdings nur wütend und traurig zu meinen Kindern abgedampft.

Traurig, weil mir das kleine Kind furchtbar leid tat, denn es hat gehört was ihr Vater gerade zu mir sagte. Traurig, weil ihr nicht geholfen wurde, sie nicht getröstet wurde und beim Wüten allein gelassen wurde. (Klar, ‚alleine‘ war sie nicht. Für mich als Außenstehende, die nicht wusste wer zu wem gehörte, war absolut nicht ersichtlich, dass der Mann, der 15m entfernt stand, zu dem Kind gehörte – und ‚alleine‘, weil sie nicht begleitet wurde sondern wie beim ferbern ‚muss das Kind lernen/sich alleine regulieren’… )

Wütend, weil ich es absolut dreist finde, vor dem Kind (oder auch in Abwesenheit des Kindes) so über diesen Menschen zu sprechen. Das ist wie Lästern – nur dass die Person ‚mit im Kreis steht‘.
Wütend, weil der Vater nicht mal versucht hat sein Kind zu verstehen, sondern nur seinen eigenen Willen sehen konnte und nicht sein Kind, welches seinen eigenen Willen hat.

Ein Kind kommt in die Autonomiephase – gerne ja auch Trotzphase genannt, weil das Kind dann seinen eigenen Willen entwickelt und eben diesen auch durchbringen möchte.

Was mir hier bei einfällt, ist, dass Eltern ihren Willen durchsetzen wollen, weil sie es können. Weil deren Eltern es auch schon so bei ihnen gemacht haben. Egal ob es Sinn gemacht hat (weil Gefahr bestand) oder nicht (was in den meisten Fällen so ist).

Die Autonomiephase ist ein riesen Schritt in die Selbständigkeit – Selbstständig bedeutet nicht alleine, oder das jemand es auch sofort kann, z.B. anziehen, Fahrrad fahren etc.

„Ich bebab“, sagt meine fast zweijährige sehr oft. Heißt: “ Ich selber“.

Doch oft klappt es doch nicht ohne Hilfe und dann zerbricht die Vorstellungsblase und Gefühle von Wut und Trauer überkommen diesen kleinen Körper. „Neeeein! Ich bebab!!!!!!“ – und jetzt kommt der Punkt, an dem viele sagen würden, dass meine Tochter trotzt.

Wie kann man bloß so bockig sein und sich nicht helfen lassen?“ – ich hab da so eine Stimme im Kopf, die mir das früher immer gesagt hat 😉

Es ist nicht trotzig, dass meine Tochter etwas selbstständig schaffen möchte. Sie möchte es lernen. Sie möchte es schaffen. Und seien wir mal ehrlich: wenn wir etwas machen wollen, versuchen wir es auch so lange selbst, bis wir einsehen, dass wir Hilfe brauchen. Und das ist ja auch genau richtig so! Würden wir direkt beim ersten Problem immer direkt nach Hilfe fragen, dann würden wir uns nie weiter entwickeln, dann würden wir nie lernen.

Wir würden nie ’selbstständig‘ werden. Nie unseren Willen alleine bekommen können, weil wir dazu andere Menschen bräuchten.

Ich sehe die Autonomiephase als eine absolute Bereicherung – ja, es ist oft verdammt anstrengend, aber ich freue mich auch jedes Mal, wie gut meine Kinder sich selbst kennen und wie sehr ich ihnen vertrauen kann – das wäre definitiv nicht so, wenn ich aus ‚trotz‘ einfach nur nein gesagt hätte.

Ein schreiendes, tobendes Kind, welches seinen Willen durchsetzen will, kämpft. Für seinen Willen. Dafür, dass es ernst genommen wird. Das sein Wille ernst genommen wird. Es respektiert wird. Es eine eigene Meinung haben darf. Und da darf es auch mal laut werden – denn, wenn wir schon ein laut schreiendes Kind nicht ernst nehmen können, was soll es dann machen, damit wir es tun..?

Und zu guter Letzt:

„Reagiere auf deine Kinder stets liebevoll,
in ihren schlimmsten Momenten,
in ihren freudlosen Momenten,
in ihren mürrischen Momenten,
in ihren egoistischen Momenten,
in ihren frustrierten Momenten,
in ihren einsamen Momenten,
in ihren unangenehmsten Momenten,

… denn genau in solchen 
weniger liebenswerten
menschlichen Momenten 
brauchen sie das Gefühl,
geliebt zu werden,
am meisten.

– L.R. Knost

In 4 Wochen zu einem organisierten Haushalt mit FlyLady & KonMari

Wie schon sehr lange angekündigt, gibt es endlich mal wieder einen Artikel über Haushalt – denn tatsächlich läuft es hier gerade nicht so richtig und ich brauche mal wieder ein ordentliche Challenge mit anderen Leuten um sich gegenseitig Feuer untern Hintern zu machen! 😉

Wie schon in meinem ‚In 30 Tagen zu einem schönen Zuhause‘ Artikel (der anscheinend gelöscht ist 🙁 ), werde ich jede Woche dann einen neuen Post veröffentlichen (letztes Mal lief es jeden Tag per Mail ab, das ist mir ehrlich gesagt etwas zu Zeitintensiv, da ich es nicht einen Tag vorher vorbereitet habe *mein Fehler*) – ich werde aber jede Woche dann sozusagen für jeden Tag Aufgaben stellen, wie das aussehen wird, seht ihr weiter unten.

Ihr könnt dann auch in meine kleine (und noch ziemlich am Anfang stehende und ruhige) Gruppe bei Facebook beitreten, dort werde ich für jeden Tag einen „Arbeitsthread“ erstellen – also die einzelnen Aufgaben für den Tag zusammen gefasst – dort könnt ihr eure Erfolge, Schwierigkeiten, Bilder etc mit uns teilen und somit andere bestärken, ermutigen und vielleicht selbst auch motivierter werden.

Da heute Montag ist, beginnt diese Challenge auch heute und geht bis zum 04.09.2017 – und bis dahin haben wir alle hoffentlich mit KonMari* viel entrümpelt und mit der FlyLady* eine super Routine aufgebaut, die wir trotz Kinder, Aktivitäten etc locker flockig mal nebenher machen werden.

Hier nun die ersten Aufgaben und denkt dran : es geht um MINISchritte , gerade in der ersten Woche! Das Haus/die Wohnung, soll nicht am ersten Tag wie aus dem Katalog aussehen, sonst denken wir am zweiten, dritten und vierten Tag, dass wir uns ja jetzt ausruhen können, da es ja sauber und ordentlich ist – das ist einer der größten Fehler, beim extrem-aufräumen-an-einem-Tag!

FlyLady KonMari
Was 15 Minuten alles bewirken können.

Montag:

Heute starten wir ganz gemütlich nur am Abend – die Kinder sind vielleicht ja schon im Bett und ihr seid mal nicht mit eingeschlafen (ich kenn das 😉 ) oder sie sind noch was – auf jeden Fall legt ihr für euch und ggf auch für eure Kinder Klamotten raus (das Wetter für den nächsten Tag checken hilft da schon etwas ).

In der Küche bringt ihr die Spüle zum glänzen – wenn ihr keinen Geschirrspüler habt, stellt ihr das dreckige Geschirr erstmal beiseite und wenn ihr nach der Spüle dann noch Lust habt auf abwaschen (& abtrocknen!) , dann tut das. Morgens in eine saubere Küche zu gehen ist ein unglaublich tolles Gefühl!

Das war’s auch schon für den Montag! (Falls ihr in meiner Gruppe seid, dann seht ihr für den Montag eine komplette Routine – siehe Dienstag)

Dienstag:

Heute macht ihr dann schon etwas mehr:

Morgens:

  • Die gestern Abend rausgelegte Kleidung anziehen und für den Tag fertig machen.
  • Waschmaschine starten – wenn die fertig ist, ab in den Trockner bzw auf den Wäscheständer.
  • Staubsaugen
  • Bett machen (Räume sehen dadurch ordentlicher aus)
  • Badezimmer sauber machen (mit dem Lappen Waschbecken und Toilette einmal fix drüber wischen, fertig!)

Abends:

  • abwaschen & abtrocken (bzw Geschirrspüler anschalten und ausräumen)
  • Küche sauber machen (Spüle zum glänzen bringen!)
  • ggf Wohnzimmer (oder dort wo eure Kinder viel spielen) aufräumen
  • Kleidung rauslegen (oder die gleiche Kleidung nochmals ordentlich hinlegen und nicht nur auf dem Boden liegen lassen)

Mittwoch:

Heute werden weitere Räume aufgeräumt (Die Routine von Dienstag jeden Tag machen – dies schreibe ich nicht immer wieder auf):

  • Stellt einen Wecker/Timer auf 5-15 Minuten (kommt auf Größe und (Un)Ordnung des Zimmers an) und räumt jeweils immer ein Zimmer in dieser Zeit auf. Du kannst jeden Tag ein Zimmer machen oder an einem Tag mehrere Zimmer – kommt auf deine Zeit und Motivation an, Du solltest es auch nicht übertreiben!
  • Schnappt euch eine Mülltüte oder einen Korb und sortiert in den 5-15 Minuten nochmal 10-27 Dinge aus dem Zimmer aus (entweder wegschmeißen, weil es Müll ist (Tüte) oder spenden (Korb) – sollte aber dann zügig aus dem Haus verschwinden !)

Donnerstag – Sonntag

  • Routinen
  • nochmals Wecker stellen zum einzelne Zimmer aufräumen – diese Zeit nutze ich oft für das Kinderzimmer oder Wohnzimmer, da dort am meisten gespielt wird.
  • Tüte schnappen und aussortieren – in der zweiten Woche fangen wir dann an nach der KonMari Methode auszusortieren , also alles was ihr bisher aussortiert habt, seid stolz!

Ihr seht: Eigentlich ist es nicht viel. Und es geht echt fix. Das Einzige, was wir benötigen ist Motivation um die erste Woche durchzustehen. Die zweite Woche wird einfacher gehen, wir werden Erfolge sehen und uns wird alles schneller von der Hand gehen. Auch die dritte Woche wird wieder besser – doch zum Ende hin werden wir es ‚auf die leichte Schulter‘ nehmen und genau da müssen wir diszipliniert sein und nicht denken „XY mache ich nachher“ , denn dann machen wir es nicht und die Routine ist im Eimer.

Aber bis dahin ist es ja noch etwas Zeit 😉

Also: guten Flug euch FlyBabies <3


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(Anzeige) Erstes Auto gekauft | Unterstützung für Autofahrer – NÜRNBERGER

 

Wir haben seit diesem Montag unser erstes Auto – es war für uns super aufregend und vor allem das Thema Versicherung hat uns leicht überfordert, da wir ja absolute Neulinge in Sachen Autoversicherung sind.

Ich habe schon damals beim Kauf von Kindersitzen darauf geachtet, dass es so sicher wie nur möglich ist (Restrisiko bleibt natürlich immer) – wir haben uns also damals schon für Reboarder entschieden und wollen sie auch hoffentlich noch eine ganze Weile nutzen.

Als ich von dieser Kooperation hörte, war ich absolut begeistert – ich möchte euch hier einige Bilder zeigen, welche ich zugeschickt bekommen habe, und mir geholfen haben zu verstehen was in der NÜRNBERGER Versicherung alles enthalten ist ohne ellenlange Texte lesen zu müssen.
Und all diese Begriffe wie Kasko, Schutzbrief etc haben bei mir nur lauter Fragezeichen im Kopf hervorgerufen – ja ich gebe zu, ich kenne mich damit auch absolut nicht ab. Mein Auto hat vier Räder, das ist für mich oft genug Information 😀

Die NÜRNBERGER Versicherung bietet sogar elf Zusatzleistungen an – wie zB der Schutzbrief, Fahrerplus , und vieles mehr. Absolut lohnenswert!
Hier eine Darstellung was es als Zusatzleistungen gibt und was sie bedeuten :

NÜRNBERGERversicherung.jpg

Ich habe lange nicht verstanden was der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko ist – braucht man das überhaupt?!
Hier mal ein Bild was alles in der jeweiligen Leistung der KFZ-Versicherung enthalten ist:

NÜRNBERGER.jpg

Wir haben uns für die Teilkasko entschlossen, da wir keinen Neuwagen haben und es auch tatsächlich schon älter als zehn Jahre ist. Für uns war aber Teilkasko unverzichtbar , da wir ländlich leben und es hier dementsprechend viele Pferde, Kühe, Rehe und weitere Tiere gibt – da wollten wir uns absichern, denn passieren kann immer etwas.

Wir haben auch den Fahrerschutz, denn wenn mir (oder später auch meinem Mann) etwas passiert, dann wollen wir nicht auf vermeidbaren Kosten sitzen bleiben , in einer Situation, in der es uns wahrscheinlich mehr als schlecht geht.

Ich bin froh, dass es eine Pflicht für eine Autoversicherung gibt und dass es auch viele (Zusatz)Leistungen gibt und vieles gut verständlich ist ohne dass man ein Autoprofi sein muss.

 

Die NÜRNBERGER Versicherung wurde im März diesen Jahres sogar vom TÜV ausgezeichnet

– dies liegt wahrscheinlich an den vielen Zusatzleistungen, die man buchen kann, und an dem 10% Bonus beim abschließen einer Versicherung. Zehn Prozent kann als Fahranfänger schon viel sein – vor allem , wenn die Versicherung nicht noch über die Eltern läuft, so wie es bei mir der Fall ist. Ich bin also glücklich, ein gutes Paket an Versicherung zu erhalten , aber trotzdem ein paar Euro sparen zu können.

Wie lange habt ihr denn schon ein Auto – und habt ihr euch auch für Zusatzleistungen, wie z.B. den Fahrerschutz, entschieden?

Warum wir auf Tischmanieren verzichten

Bei der lieben Sonnenshyn.de läuft gerade eine Blogparade unter dem Titel „Müssen Kinder Tischmanieren lernen“ – als ich den Beitrag der Rabenmutter gesehen habe, dachte ich mir, dass ich direkt mal mitmachen muss – denn ich sehe dieses Thema so ziemlich anders als sie.

Bei uns kommt auf den Tisch, was gegessen werden will

 

Ja , tatsächlich bin ich diejenige, die Pizza, Lasgane oder sonst was vom Vortag gerne mal zum Frühstück esse. Warum? Weil es lecker ist. Und weil es gegessen werden muss, damit es nicht im Müll landet.

Natürlich könnte ich es auch zum Mittag essen, aber da ich meistens sowieso nochmal kochen muss, da es nicht für uns alle reicht, gibt es das halt dann, wenn jemand Bock drauf hat. Dieses Recht zu bestimmen, wer was wann isst, hat jeder in unserer Familie. Nur der Hund nicht *hust*

Aber unsere Kinder dürfen es entscheiden ob sie zum Frühstück Kekse, Müsli, Brot, Nudeln oder sonst was essen möchten. Auch vor dem ‚eigentlichen‘ Mittagessen dürfen meine Kinder Eis oder sonstiges essen. Alles was wir an Lebensmitteln zuhause haben, haben wir aus einem Grund: um gegessen zu werden. Um uns satt zu machen. Um uns letzen Endes am Leben zu halten. Und weil es uns schmeckt.

Daher ist dem Essen und mir so ziemlich egal, zu welchem Zeitpunkt dies ist.

Natürlich mag es immer Lebensmittel geben, die zu bestimmter Tageszeit ‚gesünder‘ erscheinen – ich denke aber, dass es bei einem normal gebauten, gesunden Menschen mit ausreichend Bewegung ziemlich egal ist, wann es was isst.

Müssen meine Kinder mit Besteck essen?

Nö. Meine Kinder sind jetzt drei und fast zwei Jahre alt und sie werden sicherlich noch ihr ganzes Leben lang mit Besteck essen.
Ich gebe ihnen immer Gabel/Löffel und Messer, aber ob sie es nutzen oder nicht, ist mir egal. Sie essen so, dass auch etwas in ihrem Magen landet – und wenn ihnen die Erbsen immer wieder von der Gabel fallen, dann funktioniert es mit den Fingern viel besser.

Mir ist es ebenso wenig wichtig, dass sie „ordentlich“ essen – soll heißen, ohne zu kleckern – denn ehrlich, was fordern wir denn noch alles von unseren Kindern?! Uns unerzogene ermahnt man, dass wir unsere Kinder wie ‚kleine Erwachsene‘ behandeln – doch was ist mit den Kindern, die perfekte Tischmanieren mit 2,5 Jahren beherrschen? Genau sie sind es, die sich wie kleine Erwachsene verhalten sollen.

Im übrigen lernen Menschen mit den Händen viel ’sauberer‘ zu essen – zu sehen ist dies in Afrika und Indien, wo es ganz normal ist mit den Händen zu essen (sicherlich gibt es auch dort Regionen, in denen mit Besteck oder anderen Hilfsmitteln, gegessen wird.).

Feste Mahlzeiten

Feste Mahlzeiten halte ich nur für Menschen mit einer Essstörung für sinnvoll.

Bei allen anderen Menschen – vor allem aber bei Babys und Kindern – empfinde ich es als viel besser, wenn der Mensch auf sein Hungergefühl achtet und zu den Zeiten isst, wann er/sie Hunger verspürt.

Ich bin sehr froh, dass es langsam aber sicher beim Stillen und des Fütterns per Fläschchen erkannt wird, dass das Füttern nach Bedarf, der Entwicklung des Babys zugutekommt. Denn ein Baby hat nicht pünktlich alle 3-4 Stunden hunger (ja, auch hier gibt es sicherlich Ausnahmen, aber auch da wird sich der Rhythmus bzw das Hungergefühl mit der Zeit ändern), sondern zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Ebenso Clustern Stillbabys, womit sowieso nicht ganz gesagt werden kann, ob es nun Hunger hat oder die Milch für den nächsten Tag bestellt – aber hier wieder: Clustern ist unglaublich wichtig , daher nicht denken „Ach, du hast bestimmt keinen Hunger“, sondern anlegen! Denn nur so kann dann der ‚richtige‘ Hunger bei der nächsten Stillmahlzeit gestillt werden.

Nun ist das Kind kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Stillt vielleicht noch mehrmals am Tag (bzw bekommt ein Fläschchen) und den Rest des Tages isst das Kind feste Nahrung. Die allermeisten Menschen bringen dem Kind direkt einen Rhythmus bei: Morgens 8 Uhr Müsli, Mittags 12 Uhr warmes Essen, Abends 18 Uhr Brot. Dazwischen (auch zu festen Zeiten) Obst/Gemüse.

Und wenn es dann zu einer festen Zeit keinen Hunger hat? Pech gehabt – dann muss es bis zur nächsten (Zwischen-)Mahlzeit eben warten. Das Kind lernt dadurch, sein Hungergefühl zu übergehen – und das ist es, was ich für meine Kinder (und auch mich persönlich) nicht möchte!

Sie sollen ihre Bedürfnisse ganz genau selbst erkennen und nicht auf eine Uhr hören, die sagt , wann es Zeit ist, das Bedürfnis zu stillen.

Zusammen essen und aufstehen obwohl noch gegessen wird

Da wir meistens alle essen wenn wir hunger haben, essen wir häufig auch nicht zusammen. Mich stört es ehrlich gesagt nicht so sehr, da wir den ganzen Tag zusammen sind und ich daher nicht sehe, dass wir unbedingt alle zusammen am Tisch sitzen müssen – wie man es halt macht, so als Familie.

Ebenso wenig müssen meine Kinder am Tisch essen, oft machen wir es uns auf der Couch gemütlich und essen dort. Oder auch im Bett. Da, wo wir halt gerade hunger bekommen.

Tischmanieren

Sie dürfen auch mit Essen in der Hand in der Wohnung rumlaufen – gut, hier gibt es tatsächlich Ausnahmen, denn ich möchte nicht die komplette Wohnung sauber machen müssen, weil Joghurt oder sonst was aus Versehen verschüttet worden ist oder zu Dekorationszwecken irgendwo rangeschmiert wurde. Das ist so meine persönliche (Ekel)Grenze, aber das akzeptieren meine Herzenmenschen sehr gut.

Wie is(s)t es denn bei euch? Habt ihr klare Regeln, und dürfen eure Kinder (und auch ihr selbst) essen, was da ist und wann sie Hunger haben? Schreibt es mir mal in die Kommentare! 🙂

Eure Lisa

P.S.: Bevor ausufernde Kommentare kommen , dass sich meine Kinder im vollen Restaurant wie Neanderthaler auf der Jagd verhalten: nein. Sie können tatsächlich sehr gut mit Besteck umgehen und ‚benehmen‘ sich tatsächlich wie ganz normale Menschen beim Essen. Sollten sie trotzallem im Restaurant mit den Fingern essen wollen, so habe ich immer Feuchttücher mit, um Tisch, Hände und Gesicht sauber zu machen – dies sollte aber denke ich sowieso vorhanden sein bei Kleinkindern. 🙂

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Wisst ihr noch, wie es für euch war, als ihr all diese „Ersten Momente“ in der Schwangerschaft und nach der Geburt hattet? Ich weiß es noch, als wäre es gestern..

Unvergessliche Momente

Für mich war es damals erstmal ein kleiner Schock, dass der Schwangerschaftstest in meinen Händen plötzlich Positiv anzeigte – ich war nicht ganz zwanzig Jahre alt und war gar nicht darauf vorbereitet.

Doch ich freute mich kurz darauf. Von ganzem Herzen. Ich war so aufgeregt, dass ich bald ein neugeborenes Baby in meinen Armen halten darf und ich Mama genannt werden würde.

Ich kaufte also die ersten Babyklamotten und Windeln für mein noch ungeborenes Baby und war sichtlich erstaunt darüber, dass selbst nach der Geburt diese ganzen Sachen noch viel zu groß waren. Das erste Mal in meinem Leben hielt ich ein kleines Baby in meinen Armen – und es war mein eigenes. Ich war unglaublich glücklich, die Muttergefühle waren direkt zu spüren und ich wollte sie gar nicht mehr hergeben. Sie ist und war das größte Geschenk (mit ihrer kleinen Schwester natürlich 😉 ) , welches ich je bekommen habe.

Unvergessliche Momente

Nicht nur, dass unsere große Tochter ein absolut entspanntes Baby war, ich lernte durch sie so viele (für mich) neue und absolut natürliche Sachen kennen – z.B. Thema Familienbett, das Schreien immer einen Grund hat, Durchschlafen etwas mit Hirnreife zu tun hat etc.

 

(Werbung) Dieses Video von Pampers ist absolut genial gemacht worden – Pooface kennt doch jedes Elternteil, oder? 😀

Übrigens findet ihr auf der Webseite von Pampers (normalerweise empfehle ich sowas ja nicht, sondern schreibe lieber selbst meine Meinung, aber ich war mal so neugierig und habe gestöbert 😉 ) echt tolle Tipps bzw Hinweise z.B. über den Schlaf(rhythmus) eines Neugeborenen und auch die Erwähnung, dass Babys ganz genau wissen wie viel und wann sie Hunger haben, finde ich einfach super!

Das erste Mal von allem

Ich weiß noch, wie meine Tochter das erste Mal richtig laut lachte. Ich war so erschrocken und zitterte vor Glück am ganzen Körper. Tränen liefen über meine Wangen und ich schloss meine Tochter eng in meine Arme.

Das erste Mal frei sitzen, krabbeln und später laufen, waren wieder absolut voller Freude und Glück – wir konnten mit ansehen, wie ein kleiner Mensch sich so viele Sachen selbst beibrachte und wir sie dabei begleiteten – ein tolles Gefühl!

Als sie das erste Mal ‚Mama‘ sagte, da platzte ich natürlich vor Stolz – nicht nur, dass sie ‚Mama‘ sagen konnte, sondern mich als Mama ansieht, mich so nennt und mich dabei an strahlte wie die Sonne.

Und auch jetzt, obwohl meine Kinder schon drei und fast zwei Jahre alt ist, werde ich immer noch von unvergesslichen Momenten überrascht – und sei es nur, dass die beiden immer mehr sprechen , plötzlich Dinge machen, von denen ich nicht wusste, dass sie es schon können etc. Die Entwicklung von Kindern geht nicht nur wahnsinnig schnell, sie ist auch absolut interessant. 🙂

Was hast Du gefühlt, als du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten hast? Oder als dein Kind dich das erste Mal Mama/Papa genannt hat?

Schreib es mir gerne in die Kommentare. 🙂

Eure Lisa

 

 

 

 

Zähne putzen sollte niemals Zwang sein (& unser erster Zahnarztbesuch)

Zähne putzen

In einer Apotheken Zeitschrift kursiert ein Artikel , in dem dazu geraten wird, (Klein-)Kinder ‚liebevoll‘ zu fixieren und gegen den Willen die Zähne zu putzen – denn: „Zähne putzen ist ein absolutes MUSS“, so sagen es die „Expertinnen“ in diesem Artikel.

Warum ich davon absolut nichts halte, wie unsere Zahnputz-Routine ist und wie unser erster Zahnarztbesuch vor einigen Wochen war, möchte ich euch heute erzählen.

Zähne putzen
Zahnpasta mit Xylit. Lavera ohne und Nenedent mit Fluorid.

Muss Zähne putzen – ohne wenn und aber – wirklich sein?

Nein!

Wenn ein Kind deutlich zeigt , dass es dies nicht möchte (und jegliche spielerische Überredungskünste haben versagt), dann ist dies zu akzeptieren.
Ein Nein eines Kindes sollte immer ernst genommen werden!

Viele sagen immer „Es ist aber wichtig, dass die Zähne gesund bleiben, daher benötigt es die Zahnpflege!“

An sich ein ganz logischer Einwand – aber, was ist , wenn das Kind trotz täglichem Zähne putzens Karies oder anderes bekommt?

Gehen wir also mal davon aus, dass ein Mensch schon zu kariogenen Zähnen neigt, nun kommen die Eltern und fixieren das Kind (Kind hat dadurch natürlich schon Angst, versteift, schreit, weint, versucht sich zu wehren) und putzen gegen den Willen des Kindes die ohnehin schon kaputten Zähne (damit möchte ich nicht sagen, dass erkrankte Zähne nicht geputzt werden sollten!).

Was wird dabei dem Kind signalisiert?

  • Dein Nein ist nichts wert
  • Wir sind immer stärker als du
  • Du darfst dich nicht wehren

Wer jetzt einen Schritt weiter geht, wird die Konsequenzen dieser Handlung sehen können:

  • Das Kind wird sich nicht mehr (oder weniger) wehren, wenn es das sollte (Gefahrensituation)
  • Dem Kind wird signalisiert, dass es weniger wert ist und hat dadurch für das weitere Leben mit dem Selbstwertgefühl zu kämpfen
  • Dem Kind wird vorgelebt, dass es in Ordnung ist, gegen den Willen, Gegenstände in den Mund (oder auch andere Körperöffnungen) zu stecken (und wird ggf sich nicht zur Wehr setzen, da es gelernt hat, dass die Anderen stärker sind)

Es sind alles Möglichkeiten und keine in Stein gemeißelte Fakten, die auf jeden einzelnen Menschen genau so zutreffen werden – aber(!) , alleine diese Möglichkeiten sind so ernst zu nehmen, um sie nicht erst herauszufordern.

Kein Mensch der Welt, sollte so etwas erfahren müssen (Gegenstände in den Mund oä gesteckt bekommen) „nur“ weil jemand anderes meint, die Zähne könnten etwas sauberer sein.
Kein Mensch der Welt, sollte sich so ausgeliefert , Machtlos, Wertlos und Schwach fühlen, weil jemand anderes meint, er könne die Macht über einen anderen Körper erlangen!

Die heutige (Zahn)Medizin ist so weit, dass es „ein Klacks“ ist, die Zähne zu heilen – dies wird mit Sicherheit auch günstiger, als eine Therapie , die meist erst später im Erwachsenenalter in Anspruch genommen wird, da der Mensch erst dann merkt, dass diese Handlungen nicht „normal“ waren und tiefe Wunden in der Psyche hinterlassen haben. (Auch hier wieder: ein kann, kein muss. Viele Erwachsene merken auch gar nicht, dass es nicht richtig war, was ihnen geschehen ist, da ihnen ja etwas anderes eingetrichtert wurde. Ich möchte hiermit sagen: NEIN! Es ist niemals normal, einen anderen Menschen zu irgendetwas zu zwingen, ihn gewaltsam festzuhalten, ihm irgendwas in Körperöffnungen zu stecken!)

Können Menschen Karies oder ähnliches nur bekommen, wenn unregelmäßig , oder gar nie, geputzt wird?

Nein!

Ich kenne sehr viele Menschen, die absolut regelmäßig putzen, auf ihre Ernährung achten, Zahnseide, Zahnspülung und sonst was nutzen, und immer wieder Probleme mit Zahn und Zahnfleisch haben.
Es ist auch eine Sache der genetischen Veranlagung, und kann auch einfach durch einen kleineren Unfall geschehen.

Meine Tochter hat einen Zahnschmelzdefekt und hat dadurch ein erhöhtes Risiko Karies zu bekommen.

Dieser Zahnschmelzdefekt kam nicht nur zu weniges putzen, zu säurehaltige Lebensmittel, sondern ganz simpel: sie fiel hin, auf ihre gerade herauskommenden Schneidezähne. Zahnschmelz kaputt, Schneide Zähne bröckeln ab.

Ist scheiße, ist passiert, wir versuchen das Beste draus zu machen.

Und das ist: sie putzen zu lassen, nachputzen lassen will sie nicht (unangenehm) und wenn sie keinen Bock hat, dann bekommt sie einen Löffel Xylit und dann war das unsere „Zahnputzroutine“ für sie.

Was sagt der Zahnarzt dazu?

Vor einigen Wochen waren wir bei unserem ersten Zahnarztbesuch.

Ich habe vorher erklärt wohin wir gehen, was gemacht wird (Arzt möchte die Zähne zählen, das machen wir oft zusammen) und dadurch lief wirklich alles sehr entspannt ab. Und das obwohl meine Kinder bei Ärzten bzw fremden Menschen absolut unkooperativ sind.

Arzt hat uns nichts neues gesagt als wir ohnehin schon wussten: Zahnschmelzdefekt.

Nun hatte ich natürlich doch bedenken ob das wenige Zähne putzen weiteren Schaden angerichtet hat – absolutes Gegenteil. Beide Kinder haben wunderbare Milchzähne und selbst beim Zahnschmelzdefekt (den es nun seit etwa 1,5 Jahren gibt) ist kein Karies.
Auch zu erwähnen ist, dass ich meine Tochter noch stille, womit ich auch nochmal sagen möchte, dass Muttermilch nicht kariogen ist – wobei dieses Thema gar nicht aufkam beim Zahnarzt.

Natürlich kann es bei Mensch XY ganz anders ausfallen. Natürlich kann ein anderes Kind mit Zahnschmelzdefekt super schnell Karies bekommen obwohl jeden Tag drei Minuten geputzt wird.

Das „kann“ war mir aber niemals so wichtig die Integrität meines Kindes zu verletzen und meine Macht zu missbrauchen damit meine „Angst“ eventuell niemals ernst wird. Denn wer verspricht mir, dass durch ständig geputzte Zähne niemals Karies oder andere Zahnerkrankungen entstehen?

Ist Zähne putzen wichtig?

Ja. Aber niemals so wichtig, um die Würde eines anderen Menschen zu verachten. Nicht so wichtig, einem anderen Menschen Gewalt anzutun. Nicht so wichtig, einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen. Nicht so wichtig, ein Nein eines anderen Menschen zu ignorieren.

Zähne lassen sich heilen – zur Not gibt es Prothesen.

Doch gibt es das auch für die Seele?

Möglichkeiten um die Zähne zu putzen/Karies vorzubeugen

  • Mit dem Kind vor dem Spiegel Zähne putzen
  • Gegenseitig Zähne putzen
  • Das Kind selbst putzen lassen
  • Xylit * pur geben (Teelöffel) , Xylit ist Kariesvorbeugend und steckt auch in einigen Zahnpasten
  • Lustige Lieder singen (Milchmonster-Lied ausdenken)
  • Kind selbst putzen lassen und fragen(!) ob nachgeputzt werden darf
  • Zahnbürste selbst aussuchen lassen
  • verschiedene Zahnpasten ausprobieren, ggf liegt es am Geschmack

Ich persönlich(!) würde dem Kind nicht im Schlaf die Zähne putzen – denn was das Kind im wachen Zustand nicht möchte, sollte nicht in einem Zustand gemacht werden, wo der Mensch noch hilfloser ist als ohnehin schon. Aber das entscheidet, wie alles andere auch , jedes Elternteil für sich.

Suizid sollte niemals eine Option sein!

Ich setze hier eine Triggerwarnung und bitte Menschen, die das Thema Suizid, unterlassene Hilfeleistung und Mobbing (zu sehr) triggert, diesen Beitrag bitte nicht zu lesen!

Letzte Woche habe ich mit meinem Partner die relativ neue Serie auf Netflix geschaut – „Tote Mädchen lügen nicht“ (engl. Titel „13 Reasons Why“) .

Kurze Beschreibung: eine Jugendliche (17-18 Jahre) wird von Klassenkameraden gemobbt – sie wird als Objekt gesehen und auch so behandelt – sie bekommt Suizidgedanken, nimmt mehrere Kassetten auf mit Gründen , weshalb es so weit kommt – warum sie sich umbringt.

Nach der Serie ging es mir nicht sonderlich gut – es triggerte mich , dass der Vertrauenslehrer ihren „Hilferuf“ nicht sah und ihr sagte , dass „sie sich damit abfinden muss“.

Noch schlimmer fand ich, dass sich ein sehr junges Mädchen einen Tag nachdem ich die Serie geschaut habe, sich das Leben genommen hat.

Was ist ihr passiert, dass sie keinen anderen Ausweg gesehen hat?
Hat sie sich niemandem anvertraut?
Hat sie sich anvertraut und es hat ihr niemand geholfen ? 

Laut Statistik sterben jedes Jahr um die 800.000(!) Menschen weltweit durch Suizid. Statistisch gesehen sind es pro Land mehr Männer als Frauen.

Der zweitmeiste Todesgrund bei Menschen im Alter zwischen 15-29 Jahren ist Suizid.

Was sind Gründe für Suizid(Gedanken)?

Es gibt sehr viele Gründe für Suizid(Gedanken) und es sollte klar gestellt werden, dass auch Menschen , welche nur Gedanken an Suizid haben, Hilfe brauchen!

Mögliche Gründe:

  • Mobbing
  • Opfer von Gewalttaten (physisch und psychisch!)
  • Schuldgefühle
  • Trennungen
  • Unterdrücke Gefühlsausbrüche und Aggressionen
  • Biologische Krisenzeiten: Pubertät (!), Schwangerschaft, Stillzeit etc
  • Depression bzw depressive Phasen
  • Süchte/Abhängigkeiten :Alkohol, Drogen etc
  • Traumatische Erlebnisse in der Kindheit (!) – dazu kann auch eine Trennung der Eltern zählen
  •  Berufliche und finanzielle Schwierigkeiten – für Jugendliche Schwierigkeiten in der Schule
  • Ziellosigkeit

Ich möchte hier gerne den Fokus etwas auf die Kindheit lenken, da (die meisten) meine LeserInnen Kinder (im Jugendalter) haben.

Gerade Kinder sind absolut beeinflussbar – das Selbstwertgefühl ist unglaublich wichtig! Wenn Kindern oft suggeriert wird, dass sie nicht gut genug sind, viel falsch machen und eigentlich nicht so akzeptiert werden (können) wie sie sind, dann sinkt das Selbstwertgefühl.

Kommen sie dann mit einem niedrigen Selbstwertgefühl in den Kindergarten, Schule und weiterführende Schule, dann sind sie ‚anfälliger‘ für Mobbing* (*gemobbt werden kann jeder, bei einem sehr selbstbewussten Menschen mit gutem Selbstwertgefühl prallen Mobbingversuche besser ab als bei einem Menschen, der sowieso schon an sich zweifelt.)

Das Selbstwertgefühl (sich selbst etwas wert zu sein, sich Lieben, sich akzeptieren) sinkt immer weiter.

Hat das Kind in der Kindheit ein gutes Selbstwertgefühl vermittelt bekommen und es wird in der Schule massiv gemobbt, ist alleine und die Eltern haben gerade “ ihre eigenen Probleme“ , so kann das Selbstwertgefühl innerhalb kürzester Zeit sinken.

Vor allem Pubertäre haben extrem emotionale Phasen, in der sie angreifbarer, verletzlicher und schwächer sind – daher liegt die Suizidrate bei 15-24 Jährigen bei 512* Toten. (*Stand 2015)

Hinweise darauf, dass es einem Menschen nicht gut geht sind:

  • Emotionsloser Blick
  • Isoliert sich
  • Verletzt sich selbst
  • Redet sehr wenig
  • (Und sehr Ordnungsbewusste Menschen haben ihr Inneres Chaos nun auch in der Wohnung/im Zimmer)*

*es gibt Sachen, die sind ein kann und Meißel ich nicht in Stein, daher ist es in Klammern.

Was ist mir passiert?

Als ich etwa 15 Jahre alt war, habe ich mich in der Schule an einen Vertrauenslehrer gewandt und ihm erzählt was bei mir Zuhause so passierte. 

Er gab mir (nach viel Mut meinerseits) lediglich eine Nummer des Jugendamtes – alles weitere müsse schon ich machen.

Letztes Jahr war ich bei mehreren Therapeuten und habe wieder „unterlassene Hilfeleistung“ erleben müssen.

Nicht nur, dass ich in einer stark depressiven Phase steckte – nein – ich musste mir dann tatsächlich noch seitens einer professionellen Person anhören, das Victim Blaming gerade In ist (ich sei selbst Schuld gewesen in der Schule gemobbt worden zu sein) und ich wurde  ganz professionell und sachlich „Glucke“ und „Helikoptermutter“ genannt, weil ich meine Kinder nicht mit einem Jahr in die Krippe gebe.

Und um dem ganzen noch eines oben drauf zu setzen , haben mir drei Personen in etwa fünf Minuten diagnostiziert, dass ich nur eine überforderte , junge Mutter sei.

„Stell dich nicht so an.“

Kommt mir da spontan in den Sinn.

Und ja, ich habe Glück, dass ich bisher keine richtigen Suizidgedanken hatte – denn nach all dem hätte ein Suizidgefährdeter die Hilfesuche aufgegeben!

Dies soll nun auf gar keinen Fall (!) sämtliche Therapeuten über einen Kamm scheren (ich hatte einfach Pech und bin am unprofessionelle Menschen geraten) – sucht euch Hilfe, auch wenn ihr lange sucht bis ihr den richtigen Menschen gefunden habt! 

Was würde Betroffenen wirklich helfen? 

Genaue Fragen:

„Hasst du jemanden? Wirst du gehasst?Hattest du schon mal Gedanken an Suizid ? ..“

Eine gute Beziehung – sprich wirkliche Vertrauenspersonen (Mutter, Vater, beste_r FreundIn…) , jemand, der wirklich zuhört und auch genau fragt (s.o.).

Jemanden, der seine Hilfe aktiv anbietet und ggf nicht nur anbietet sondern diese Hilfe auch umsetzt – vor allem depressive Menschen können nicht um Hilfe fragen oder sich aktiv darum bemühen etwas zu ändern (sprich Hilfe zu suchen), da ist eine vertrauensvolle Person , die diesen Part übernimmt oder ggf nur zur starken Unterstützung dabei ist, sehr viel Wert und zeigt dem betroffenen Menschen, dass er etwas wert ist.

Was ich Dir sagen möchte, falls es Dir nicht gut geht und Du ggf an Suizid denkst/ Dich einsam fühlst oder sonstiges: 

Es gibt viele Telefonnummern, die Du kostenlos und anonym anrufen kannst. Du kannst dein komplettes Herz ausschütten, nach Anlaufstellen und Lösungen fragen.

Caritas – dort kannst Du auch einfach hinschreiben , ich weiß wie schwer es einem fällt mit jemandem zu sprechen – schreiben geht einfacher.

0800-1110111

0800-1110222

0800-1110333
Dies sind die Nummern der Telefonseelsorge – dahinter stecken wunderbare Menschen, die Dir genau zuhören werden und für Dich da sind.

0921-283301 ist die Nummer der Gesellschaft speziell für Suizide Prävention.

Und denke bitte daran: Du bist nicht allein! Du bist nicht wertlos! Du bist nicht schuld ! 

Du bist ein einzigartiger Mensch, der eine wichtige Aufgabe auf dieser Welt hat – und manchmal dauert es etwas bis Du erkennst welchen Platz du einnehmen wirst. Es gibt immer einen Menschen , der dir zuhören wird, der dir helfen wird – und sei es die Telefonseelsorge oder ein E-Mail-Kontakt. Du bist nicht allein!

Für Trauernde :

Es gibt auch eine Hotline (kostenpflichtig), welche ihr anrufen könnt (0700-70400400) oder ihr könnt euch bei eurem Hausarzt des Vertrauens eine Überweisung zu einem Therapeuten/Psychologen ausstellen lassen.

Der Verlust eines geliebten Menschen muss verarbeitet werden und sollte unter keinen Umständen nur beiseite geschoben werden und Du solltest auch nicht versuchen „stark“ zu bleiben. Deine Gefühle haben eine Berechtigung und diese sollten mithilfe von vertrauenswürdigen Personen verarbeitet werden.

#SuicideShouldNeverBeAnOption !


Quellen:

WHO Statistik (engl)
Statista
Wikipedia Suizid

Notfallnummern
Caritas Suizid Prävention
Psychosoziale Gesundheit

Fenster putzen leicht gemacht – mit dem Fenstersauger von Kärcher

Wisst ihr was ich hasse? Fenster putzen .

Damals, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich glaube ich nur bei Einzug in eine Wohnung mal die Fenster mit Glasreiniger „sauber“ gemacht.
Also nichts gründliches, regelmäßiges oder sonst irgendwie was spannendes .

Letztes Jahr im Sommer habe ich mir dann aber mal den Fenstersauger von Kärcher gekauft – und ich bin begeistert!

Wir haben doch so einige Fenster und vor allem die großen Terrassenfenster/türen sehen eigentlich jeden Tag ziemlich schmierig aus – Kinderhände und Hundenasen finde ich ja ganz süß, aber auf den Fenstern sieht es einfach nur dreckig aus und nicht mehr so niedlich.

Nun mag ich also total schöne saubere Fenster, wollte aber nicht viel Zeit damit verbringen – denn, Zeit ist Geld, oder zumindest gleichermaßen kostbar. Ich habe ehrlich gesagt bei Youtube von der Marke ‚Kärcher‘ erfahren und fand es genial – auch alle anderen Geräte! – und vor allem der Fenstersauger hat es mir angetan.

Im Freundeskreis haben auch schon einige diesen Fenstersauger und sind auch super begeistert. Beim Fensterputzen Zeit zu sparen ist einfach super und da können alle Eltern sicher nur nicken.

Auch, dass ich kein „Wischwasser“ rumstehen habe, sondern eine kleine Sprühflasche zum direkt aufsprühen, finde ich einen absoluten Pluspunkt! Nicht nur, dass ich Angst hätte, dass meine Kinder ihre Hände und Gesichter darin waschen oder es versuchen würden zu trinken, nein, auch meine Fellnase ist absolut neugierig und ich möchte mir nicht ausmalen, war passieren würde, wenn er seine Nase in solches Wasser stecken würde – daher: einfach super gelöst.

Wie funktioniert der Fenstersauger von Kärcher?

Das ist eigentlich ganz einfach.
Es besteht aus zwei Sachen:

  1. Der Sprühflasche , wo ein Aufsatz drauf ist, auf den der „Wischer“ rüber gespannt wird.
  2. Der Fenstersauger, mit dem man dann das Fenster „absaugt“.

Nun wird zuerst mit der Sprühflasche das Fenster eingesprüht und dann mit dem Wischer alles verteilt – halt ganz normal Fenster reinigen halt.

Danach wird der Fenstersauger angeschaltet und es wird langsam abgezogen – ähnlich wie mit einem Fensterabzieher , nur, dass es eben aufgesaugt wird.

Kärcher Fenstersauger

Er hinterlässt manchmal streifen

Der Sauger hinterlässt leider manchmal Streifen (was mich allerdings nicht sonderlich stört im Gegensatz zu Handabdrücken und Fellnasenschnodderzeugs) , doch mit einem Mikrofasertuch lassen die sich auch super schnell wegwischen – und: beim normalen Fensterreinigen kommen auch Streifen, so what?! Es lässt sich also kaum vermeiden , ohne nochmals mit einem Tuch rüber zu gehen.

Habt ihr auch einen Fenstersauger? Wie reinigt ihr eure Fenster? 

Mir gefällt er auf jeden Fall sehr und ich möchte ihn nicht mehr missen! 🙂

Übrigens ist dieser Beitrag keine Kooperation, sondern ist durch völlige Begeisterung und Motivation entstanden. Bald kommt nämlich wieder etwas zum Thema Organisation/Haushalt und die richtigen (bzw guten) Utensilien, die einem Arbeit abnehmen , helfen einem da ungemein.

Mandelmilch selber machen

Ich bin schon vor einigen Monaten auf pflanzliche Milch umgestiegen, aber oft geht die so schnell leer, dass ich gar nicht so schnell wieder welche kaufen kann. 

Also hab ich mal das Netz durchforstet , wie und ob man zB Mandelmilch selber machen kann.

Ja es geht tatsächlich ganz einfach und schnell.

Was ihr braucht:

  • 200g Mandeln (bei Lidl gibt es recht günstige Packungen)
  • 600ml Wasser
  • Mixer
  • Schüssel
  • Geschirrhandtuch oder extra solche Beutel zum „aussieben“

In die Schüssel füllt ihr die Mandeln und füllt Wasser drüber – nicht die 600ml – und lasst es über Nacht stehen.

Dadurch gehen die Mandeln auf und die Milch kann besser hergestellt werden.

Am nächsten Morgen gießt ihr das Wasser ab, macht die Mandeln und die 600ml Wasser in den Mixer und mixt es um die 30 Sekunden – solange, bis ihr keine ganzen Mandeln mehr sehen könnt. 

 Über die Schüssel legt ihr jetzt das Geschirrtuch/Beutel , drückt es etwas rein, und gebt nun die Flüssigkeit hinein. 

Nun greift ihr alle Enden des Geschirrtuchs und drückt die Milch heraus. Achtet bitte darauf, dass von dem Mandelmus nichts herauskommt – mir ist beim ersten Mal ein kleiner Fehler unterlaufen und beim greifen aller Enden ist ein Teil in die Milch gekommen. An sich nicht all zu schlimm 😉 

Nun könnt ihr die Milch in eine Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen – oder natürlich direkt verzehren. 

Das Mandelmus/Pulver könnt ihr super für Müsli oder zum backen nutzen 🙂 

Habt ihr auch schonmal pflanzliche Milch gemacht? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare 😊

Mit dem kranken Kind zum Arzt | Gastbeitrag von einer Ärztin und Mutter

Hallo, ich bin Mareile, Mama und Ärztin in einer Hausarztpraxis. Lisa hat mich eingeladen einen Gastbeitrag auf ihrem Blog zu schreiben- vielen Dank für diese Möglichkeit!

Mit dem kranken Kind zum Arzt

Welche Mutter kennt das nicht? Das Kind kränkelt schon seit ein paar Tagen vor sich hin, die letzte Nacht war dann die totale Katastrophe, alle haben kaum geschlafen, es wurde viel geweint und getragen und am nächsten Morgen sind alle so fix und fertig, dass fest steht so kann es nicht weiter gehen, wir müssen zum Arzt. 

Kurz angerufen- für heute natürlich kein Termin mehr frei, also hinfahren und Wartezeit mitbringen. Das fiebernde Kind ins Auto verfrachtet und in die volle Praxis- im Wartezimmer ist es eng und laut, die ohnehin schon angespannten Nerven werden vom Warten noch weiter strapaziert. Bis man an der Reihe ist, hat das Kind die Nase voll und Mama ist eigentlich schon so mit kuscheln und trösten ausgelastet, dass der Bericht an den Arzt eher nebenher erfolgt, die Untersuchung dann unter viel Geschrei und Protest, die Mutter schwitzt und schwankt zwischen Mitleid fürs Kind und Scham über das vermeintlich „schlechte Benehmen“ des Kindes. 

Am Ende noch schnell mit den Rezepten in die Apotheke, nur um Zuhause festzustellen, dass man dem Kind jetzt mehrere Tage lang irgendein Zeug dreimal täglich eingeben soll, das es schon bei der ersten Gabe wieder ausspuckt und überhaupt hat man vergessen nach einer Bescheinigung für den Arbeitgeber zu fragen und was man tun soll wenn es in der nächsten Nacht wieder so schlimm wird wie in der davor…. Muss das sein?

Was können wir tun um die Situation „krankes Kind beim Arzt“ zu entspannen?

Punkt 1: Beginnt lange bevor unser Kind krank wird- die Wahl des „richtigen“ Arztes! 

Am besten sucht man sich einen Arzt der einem selbst und dem Kind sympathisch ist und wertschätzend und achtsam mit Eltern und Kind umgeht. Außerdem sollte man sich fachlich gut aufgehoben fühlen, möglichst keine allzu weite Anfahrt haben und optimal sind Praxen in denen auch telefonische Beratung und zur Not Hausbesuche angeboten werden. Das kann den ein- oder anderen Praxisbesuch ganz überflüssig machen. Ich persönlich finde auch die Mitbetreuung der Kinder in der Hausarztpraxis der Eltern gut (klar- so machen wir es bei uns in der Praxis…) denn dann gibt es die Möglichkeit, dass die Kinder die Eltern beim Arztbesuch begleiten können ohne, dass es um sie selber geht und sie können den Arzt erstmal in Ruhe kennen lernen und Ängste abbauen.

Punkt 2: Das Kind in unserem Beispiel kränkelt schon seit ein paar Tagen- wieso nicht gleich einen Termin vereinbaren? 

Wenn die Krankheit sich in 2 Tagen als nicht so schlimm heraus stellt, kann man den Termin ja schnell und unkompliziert telefonisch wieder absagen! Sollte sich die Krankheit aber verschlimmern hat man den Termin schon vereinbart, hat weniger Wartezeit und konnte vielleicht sogar auf den Rhythmus des Kindes (Schlafzeiten!) Rücksicht nehmen.

Punkt 3: Was verspreche ich mir vom Arztbesuch? Was möchte ich klären? Geht es um eine Bescheinigung für den Arbeitgeber, dass das Kind krank ist? Fehlen Medikamente? Bin ich unsicher ob die Erkrankung weiter mit Hausmitteln zu behandeln ist oder stärkere Medikamente eingesetzt werden müssen? Ob mein Kind in die Betreuung gehen kann? Brauche ich Tipps für den Fall, dass sich der Zustand verschlechtert? 

Viele Fragen können schon mit einem Telefonat mit dem Arzt geklärt werden oder Rezepte können unter Umständen von der Praxis an die Apotheke gefaxt und von dieser evtl sogar nach Hause geliefert werden! Also am besten schon am Telefon den Sprechstundenhilfen genau sagen worum es einem geht und was man gerne hätte! Oft ist es möglich, dass der Arzt am Ende der Sprechstunde zurück ruft und die Fragen telefonisch klärt.

Punkt 4: Mit dem gesunden Kind üben- einen Arztkoffer sollte jedes Kind zuhause haben! Dann kann man spielerisch üben „Ahhhhhh“ zu sagen, abzuhören und in die Ohren zu schauen. Die Mama beim Kind, das Kind bei der Mama, zusammen beim Teddy- Übung macht den Meister und baut Ängste ab!

Punkt 5: Positiv über den Arzt sprechen! 

Die Formulierung: „Wenn es Morgen nicht besser ist, müssen wir zum Arzt“ erzeugt unnötig Druck und stellte den Arzt als etwas Negatives dar! Besser könnte man sagen „Wir bitten den Arzt uns zu helfen.“ oder „der Arzt untersucht dich um einen Weg zu finden, dass du schnell wieder gesund wirst.“ Auch „Wenn du deine Medikamente nicht nimmst, musst du ins Krankenhaus/bekommst du eine Spritze!“ sind ungeeignete Aussagen- da sie Krankenhaus oder Spritze als unangenehme Strafe dastehen lassen! Sollte dann tatsächlich mal eine Spritze oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein, braucht man nicht verwundert sein, wenn das Kind Angst davor hat!

Punkt 6: Vorbereitung ist Alles!!! Die Situation beim Arzt ist Stress für Mutter und Kind- da vergisst man leicht das Eine oder Andere! 

Einfach Notizen machen- dann kann man im Behandlungszimmer ganz für sein Kind da sein und muss nicht überlegen ob man irgendetwas Wichtiges vergessen hat zu fragen! Stichpunktartig den Verlauf der Erkrankung aufschreiben, was man selber schon unternommen hat, Sorgen und Fragen die man hat, eine Liste mit Medikamenten oder Überweisungen die man braucht!


Punkt 7: Sagen worum es geht!! So wichtig und gar nicht selbstverständlich! 

Ich will gar nicht wissen, wie viele Patienten bei mir mit einem Rezept für ein Medikament raus gehen, dass sie nie einnehmen werden, weil sie eigentlich keine Medis nehmen wollen sondern nur eine Krankschreibung brauchten… Ganz ehrlich- das ist okay!!! Nur sagt es dem Arzt!! Der kann nicht hellsehen 😉 

Wenn man also mit seinem Kind zum Arzt geht weil es hustet und es schon einmal eine Lungenentzündung hatte und man nur wissen will „sind die Bronchien frei?“ und das Kind eh keinen Hustensaft nimmt und ansonsten auch nicht doll krank ist sondern man eben nur diese eine Frage klären will- dann ist es ok dem Arzt das ganz genau so zu sagen!!! 

Und sobald der Arzt gesagt hat „alles frei!“ zu sagen- „ok, Dankeschön, das ist alles was ich hören wollte, dann kommen wir alleine damit klar!“. Und auch wenn man dann nach 2 oder 3 Tagen nochmal hingeht um das Gleiche zu klären darf man dem Arzt sagen, dass dies nicht als Reklamation zu verstehen ist oder als Aufforderung „nun aber doch endlich was zu tun und gar ein Antibiotikum zu verschreiben“ sondern lediglich der Absicherung dienen soll weiter auf dem richtigen Wege zu sein.

Punkt 8: Jetzt wird’s wichtig! Begleitet euer Kind! Steht eurem Kind bei! Steht hinter eurem Kind! 

Es fühlt sich eh schon schlecht und wäre wahrscheinlich am liebsten zuhause im Bett an euch gekuschelt, in ruhiger Umgebung. Stattdessen sitzt es nun in der Praxis im grellen Licht und soll sich von einem fremden Menschen an den verschiedensten Stellen anfassen lassen- wovon die meisten auch noch weh tun oder die Untersuchungen zumindest unangenehm und kalt sind.

Die meisten Kinder bemühen sich wirklich zu kooperieren beim Arzt aber gerade wenn schon schlechte Erfahrungen gemacht wurden oder die Beschwerden sehr stark sind, sind die Kinder mit der Situation einfach überfordert. 

Und das weiß euer Arzt! Und er weiß auch, dass eure Kinder „sonst nicht so sind“ (Zumindest wenn ihr Punkt 1 umgesetzt habt…) also entspannt euch! Es ist ok wenn euer Kind weint! Und wenn es sich wehrt! Und wenn es „Nein“ sagt! Es ist ok! Und es ist wichtig, dass ihr für euer Kind da seid und es unterstützt und es tröstet und ihm sagt, dass diese Gefühle ok sind!!! 

Die meisten Untersuchungen lassen sich zur Not auch am weinenden Kind durchführen- es muss also gar nicht unbedingt „still“ sein dafür! Und die allermeisten Untersuchungen lassen sich auch problemlos auf dem Schoß der Eltern durchführen! Das solltet ihr unbedingt nutzen, denn der Körperkontakt gibt euren Kindern Sicherheit! Den meisten Kindern hilft außerdem Mitbestimmungsrecht- z.B. „Soll der Arzt zuerst in die Ohren schauen oder erst abhorchen?“, „Erst das rechte oder erst das linke Ohr?“- bietet den Vorteil, dass das Kind gefragt wurde aber nicht sofort die „Ja“ oder „Nein“ Auswahl da ist, bei der die meisten kleinen Patienten eher „Nein“ wählen (etwa wenn man sagt „der Arzt hört dich jetzt ab!“). 

 Grundsätzlich lege ich Wert darauf, dass auch beim Arzt die Grenzen der Kinder gewahrt werden! Ein ganz klares „Nein“ sollte aus meiner Sicht nicht übergangen werden (bis auf ganz wenige Indikationen bei denen es darum geht schwerste Gesundheitsschäden zu vermeiden)!  Die Kinder dann fest zu halten und Untersuchungen gegen ihren erklärten Willen durch zusetzen ist auf lange Sicht kontraproduktiv und verletzt die Grenzen der Kinder massiv. Hier ist es an den Eltern die Grenzen des Kindes zu schützen und gegebenenfalls einzuschreiten und die Interessen des Kindes zu schützen. 

In diesem Zusammenhang werden viele Eltern manipulativ oder Drohen ihren Kindern um sie zur Kooperation zu zwingen. Das sollte unbedingt vermieden werden! Die meisten Untersuchungen bekommt man mit Ruhe und gutem Zureden so über die Bühne, dass der Arzt sich ein Bild von der Schwere der Erkrankung machen kann ohne, dass das Kind zu irgendetwas gezwungen werden muss! 

Ansonsten ist es „das Problem des Arztes“ das Kind zum Mitmachen zu bewegen- eure Aufgabe besteht darin eurem Kind den Rücken zu stärken, es zu trösten und es zu begleiten! Wichtig: Mindestens so wichtig wie die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung ist die „Anamnese“ also euer Bericht über den bisherigen Krankheitsverlauf, geäußerte Symptome, Höhe des Fiebers etc- wenn ihr da gründlich seid, ist es halb so schlimm wenn euer Kind sich mal nicht in die Ohren schauen oder abhören lassen möchte!!!

Punkt 9: Festhalten- gerade kleine Kinder müssen für manche Untersuchungen/Maßnahmen festgehalten werden! Nicht, um etwas gegen ihren Willen zu unternehmen, sondern damit sie sich nicht durch plötzliche Bewegungen verletzen oder wehtun können, beispielsweise beim Untersuchen der Ohren oder des Rachens. 

Hierfür bietet es sich an, dass die Mutter das Kind auf dem Schoß sitzen hat und mit einer Hand den Kopf des Kindes an der Stirn an ihre Brust drückt und mit der zweiten Hand den Oberkörper samt der Arme umarmt, so kann dem Kind nichts passieren und der Arzt kann untersuchen. Dabei kann man wunderbar den Kopf des Kindes küssen oder beruhigende Worte murmeln.

Punkt 10: Du kennst dein Kind am besten!

Gib die wichtigen Informationen an den Arzt weiter! Denk dir nicht im Stillen „das Medikament schluckt er sowieso nicht!“ sondern sag dem Arzt, dass dein Kind ungern Medikamente schluckt, dass das Medikament nicht bitter sein darf oder dass ein Bestimmtes sonst immer gut funktioniert hat! Auch wenn zB 3-malige Gabe am Tag ein Problem darstellt- fragt ruhig ob es Alternativen gibt! Oftmals gibt es die nämlich! Auch wenn der Arzt die Lage als nicht schlimm einschätzt und euer Bauchgefühl euch aber etwas anderes sagt oder ihr euch eine bestimmte Untersuchung zur Absicherung wünscht- sagt das!!!! Der Arzt kennt euer Kind nicht so gut wie ihr! Und wenn euer Gefühl euch sagt, dass es eurem Kind wirklich richtig schlecht geht- dann verleiht diesem Gefühl Nachdruck!

 So, das waren meine Gedanken zum „entspannteren Arztbesuch“. Vielleicht war ja auch für euch ein guter Anstoß dabei! 

Erzählt doch mal, wie ihr das so handhabt beim Arzt, was ihr für Tipps und Tricks auf Lager habt oder welche Punkte schwierig umzusetzen sind! Auch wenn ihr Wünsche habt für mehr Artikel von der Ärztin die auch Mama ist, dann freue ich mich sehr, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst!

 

Liebe Grüße und vielleicht bis bald,

Mareile

 

 

Wieso dein Kind ganz genau weiß, was ihm gut tut.

Gut tut

Ich lese oft, dass vor allem Kindergärten für viel Struktur und starre Regeln sind.
Vor allem was das Kind betrifft: Essen, Schlafen, Bewegung etc

Heute geht es mal speziell ums Thema Essen.

Viele – wenn nicht sogar die meisten – Erwachsenen sind sich einig: ein Kind muss probieren, ein Kind muss sitzen bleiben, ein Kind muss still sitzen, ein Kind muss aufessen. Und was für viele das allerwichtigste ist: ein Kind muss zu geregelten, also festen, Zeiten essen.

Es fängt schon im Babyalter an, dass gesagt wird, dass ein Rhythmus von vier Stunden optimal ist. Und da auf der Brust keine Messlatte ist, gibt das Füttern per Flasche nochmal mehr Kontrolle.

Weiter geht es dann im Kleinkindalter, wenn das Kind drei große Mahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen soll. Wenn es zum Essen keinen Hunger hat, wird es entweder gezwungen oder es muss warten, bis es die nächste Mahlzeit gibt.

Das natürliche Hungergefühl wird durch diese Methoden abtrainiert – und auch das Sättigungsgefühl kann dadurch geschädigt werden. Vor allem Menschen, welche gezwungen wurden aufzuessen, leiden heute noch darunter, dass sie kein natürliches Sättigungsgefühl mehr haben, oder es erst dann eintritt, wenn es eigentlich schon ‚zu spät‘ ist und Bauchschmerzen sich ankündigen.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Dieses Sprichwort, oder was es auch immer ist, kennt doch sicherlich jeder. Und auch im Bezug zum Essen wird den Kindern nicht vertraut, dass sie dann essen, wenn sie Hunger haben.

Natürlich sollte unbedingt nach einer Ursache geschaut werden, sollte ein Kind über längerem Zeitraum keinen Hunger haben – Stress (durch Zwang und Druck von außen) kann eine Ursache sein oder aber auch eine Erkrankung. Beobachtung sollte also hier angebracht sein.

Ein Kind isst kleinere Mengen als ein Erwachsener – der Magen ist natürlich dem kindlichen Körper angepasst. Auch isst ein Kind noch ganz nach seinen (körperlichen) Bedürfnissen. Z.B. hat der Körper ein „System“ der sagt „Eisen fehlt“, und das verleitet dann zum essen von eisenhaltigen Lebensmitteln. Dies ist bei vielen Lebensmitteln so, wo es uns Erwachsene innerlich schüttelt – Eltern berichten von ihren Kindern, welche pure Butter essen etc.

Kinder holen sich also genau das, was sie brauchen.

Bitterrezeptoren sollen warnen

Wer kennt es nicht? Kinder wollen einfach kein Gemüse essen – jedenfalls etwas bitteres , meist grünes Gemüse.
Woher kommt das? Ganz einfach: Bitterrezeptoren können vor dem Verzehr warnen , dass etwas giftig ist. Menschen essen also von Natur aus eher süße Speisen, denn die Gefahr, dass etwas süßes giftig ist, ist gering(er).

Menschen verhungern nicht vor der gefüllten Buffet

Kein Mensch wird jemals vor einem gefüllten Buffet verhungern – auch hier wieder: ja natürlich kann es Gründe haben, warum und wieso jemand tatsächlich nichts isst! – und genauso wird auch kein Kleinkind verhungern, wenn immer etwas greifbar ist bzw immer angeboten wird. Es liegt nicht in der Natur des Menschen, dass jemand (ohne Erkrankung) daran erinnert und dazu gezwungen werden muss, Nahrung zu sich zu nehmen. Es ist ein ganz natürliches , angeborenes und überlebenswichtiges Bedürfnis, dass der Mensch etwas isst. Und auch Babys, Kleinkinder, etc haben dieses Gefühl dafür, wann sie Hunger haben und wann sie satt sind.

Dazu braucht es keine Belehrungen von Erwachsenen und auch keinen Zeitplan – all das geschieht von ganz alleine.

Gut zu beobachten ist es bei Säuglingen, welche nach Bedarf gestillt bzw gefüttert werden – sie machen sich von selbst bemerkbar (winden, später auch schreien und weinen) , sobald sie Hunger haben. Wird immer dann auch reagiert und das Bedürfnis gestillt, dann wird sich das Baby genau das und auch genau die perfekte Menge holen, die es braucht. Und das ist mal öfter am Tag und mal etwas weniger.

Füttert man das Baby nach der Uhrzeit , dann lernt das Baby, dass es sein Hungergefühl ignorieren muss, da es sowieso noch nichts bekommt. Das zieht sich dann auch durch die Kleinkindzeit, in der es auch um bestimmte Uhrzeiten etwas zu Essen bekommt. Mit der Zeit wird das Kind nicht mehr wissen, wann es wirklich Hunger hat , sondern isst weiterhin nach vorgegeben Zeiten – zur Not „hungert“ es bis zu nächsten Mahlzeit, da es noch keine „Essenszeit“ ist.

Nächtliche Nahrungsaufnahme ist normal und wichtig

Wie ich auch schon in dem Artikel über das Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern schrieb, ist es normal und sogar sehr wichtig, dass Babys und Kleinkinder auch Nachts Nahrung in Form von Muttermilch oder Pre (oder halt andere Nahrungsmittel) zu sich nimmt.

Vor allem Nachts arbeitet das Hirn eines Menschen sehr stark – es wächst, verarbeitet, der Körper wächst. Der ganze Reifungsprozess eines Babys/Kleinkindes findet vor allem Nachts statt. Das benötigt Energie und Energie holt sich ein Mensch nicht nur durch Ruhe, sondern auch durch die Nahrungsaufnahme.

Wem also gesagt wird, dass das Baby/Kleinkind Nachts ab sofort nichts mehr zu trinken (außer Wasser) bekommen soll, sollte auf diesen „gut gemeinten Ratschlag“ lieber verzichten. Es mag anstrengend sein , dass das Kind nicht durchschläft und Nachts etwas zu trinken/essen fordert, doch es ist für die (Gehirn)Entwicklung unglaublich wichtig, dass das Kind mit Nahrung versorgt wird.

Vertrau deinem Kind

Vertraue deinem Kind. Und wenn du Angst hast: Lass die Blutwerte kontrollieren. Stelle viel abwechslungsreiches Essen zur Verfügung, biete vor allem Sachen an, wo du weißt, dass dein Kind es gerne isst.

Lasse deinem Kind das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl und vertraue darauf, dass sich dein Kind das holt, was es gerade braucht.

Denn es ist viel wichtiger, dass deinem Kind diese natürlichen Gefühle beibehalten bleiben, als das jemand sagt, wann dein Kind Hunger haben muss und wie viel es von was gegessen hat. Es geht letzten Endes nämlich um das Wohlbefinden deines Kindes und nicht um die Komfortzone eines anderen Menschen – im übrigen entscheiden genau diese Menschen (Kinderärzte, Erzieher etc) ganz alleine wann sie etwas essen, und würden sicherlich nicht absichtlich Hungern, wenn es noch 2-3 Stunden bis zur nächsten Mahlzeit ist – und wenn sie das ehrlich tun, dann ist es einfach reichlich dumm *sorry not sorry* seine Bedürfnisse so komplett zu ignorieren und seinem Körper, seinem eigenen Wohlbefinden so zu schaden.


Quellen:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7394-2007-11-15.html

Rewild Schuhe von Wildling

Rewild Schuhe von Wildling

Dieser Text ist eine persönliche Meinung und ist keine bezahlte Kooperation.

Ich habe mir vor zwei Wochen neue Schuhe bestellt – nicht nur weil der Hund die Schnürsenkel der alten Schuhe gerne abknabberte, sondern weil mir auch oft ein Fuß weh tat , beim längeren gehen.

Barfußschuhe sollten es werden.

Ich hatte mir schon öfter mal welche von Vivobarefoot und Leguano angeschaut, aber ehrlich gefielen mir die Designs absolut gar nicht.

Und ab diesem Jahr gab bzw gibt es die Erwachsenengrößen von den Wildlingen – und sie sind so schön schlicht , aber trotzdem schick. Versteht mich wer?

Auf der Webseite kann man verschiedene Designs aussuchen – einmal mit hohem Schaft und einmal mit niedrigem. Die Schuhe haben witzig-süße Namen und schöne Farben.

Ich habe mich für die „Haselmaus“ entschieden, da ich den Beigen/Erdfarbenen Ton sehr gerne habe.

Rewild Schuhe

Passform

Ich wusste ehrlich nicht, welche Größe ich bestellen sollte – in „normalen“ Schuhen trage ich mal Größe 36 und mal Größe 37 – kommt halt auf den Schuh an.

Letzten Endes entschied ich mich für Größe 37 – lieber etwas zu groß, als zu klein. 😉

Als sie ankamen habe ich sie natürlich direkt anprobiert – vorne an den Zehenspitzen war schon noch etwas Platz – aber eine Nummer kleiner wäre definitiv zu klein gewesen.

 

Sie sind daaaaa! 😍 #barfussschuhe #barefoot #barefootshoes

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Nach 2-3 Tagen sind meine Zehen auch fast ganz vorne am Schuh – sie sind also „gewachsen“ und es war eine gute Entscheidung, lieber die größere Größe genommen zu haben.

Probleme?

An den ersten Tagen hat es mir ziemlich an der Sehne über der Hacke gescheuert – aber das kennen wahrscheinlich viele Menschen bei neuen Schuhen. Von daher habe ich einfach drauf geachtet, dass die Socke noch über der Sehne ist und es somit nicht zu stark scheuert.

Tragegefühl

Ich finde das Gefühl in den Schuhen ist wirklich sehr angenehm , es ist auch ein „anderes“ Gehen, denn nach ein paar Tagen und ein bisschen längeren Strecken, habe ich es in den Waden gemerkt, dass Muskeln bewegt werden – oder anders bewegt – , die in anderen Schuhen eher zur Ruhe kommen.

Nichts drastisches und gibt ein gutes, durchtrainiertes Gefühl . 😀

Die Sohle ist so dünn, dass es sich wirklich anfühlt, als würde ich Barfuß bzw Sockfuß rumlaufen – allerdings einfach mit etwas mehr „Polsterung“ bzw Schutz. Wenn ich auf Steinen gehe, dann wäre es um einiges unangenehmer, würde ich die Schuhe nicht tragen. Ich spüre den Boden unter mir, aber nicht negativ 🙂

Mit oder ohne Socken?!

Haha, ehrlich, diese Frage habe ich mir und auch anderen gestellt. Trägt man in Barfußschuhen Socken?!
Sowohl als auch. Vor allem in der „Eingewöhnungszeit“ empfehle ich Socken – oder ein Blasenpflaster – damit es an der Hacke nicht so scheuert.

Aber du musst nicht zwangsläufig Barfuß sein – es gibt übrigens auch Membransocken extra für die Schuhe.

Preis

Der Preis ist natürlich schon hoch – aber der Qualität entsprechend.

Wenn ich meine komplette Familie mit diesen Barfußschuhen ausstatten möchte, dann darf ich erstmal eine Runde sparen.

Sie lohnen sich definitiv und ich empfehle sie absolut jedem, der gerade am überlegen ist , sich neue Schuhe zu kaufen.

Hast du auch Barfußschuhe? Wenn ja, welche hast du und wie zufrieden bist du mit ihnen?