Wenn man plötzlich alleine ist..

Es traf mich wie ein Schlag.

Plötzlich Alleinerziehend.

Mit zwei Kindern unter zwei Jahren und einem Haushalt.

Kein Auto. Nichts.

Und als wäre das alles nicht schon genug, bekommt meine kleinste Tochter noch eine Mittelohrentzündung.

alleine

Beide schreien, und ich bin kurz vorm ausrasten. Ich schreie rum, als wäre das die Lösung damit beide ruhig sind. Nein, natürlich nicht. Sie schreien noch mehr, weil sie nun Angst hatten. Und scheiße, die hatte ich auch.

Ruhig atmen.

Ich ließ die beiden kurz schreien, machte meiner Großen eine Flasche Milch, gab sie ihr, nahm die Kleine und legte mich auch ins Bett.

Ruhe. Endlich.

Ich fühlte mich leer. Ausgelutscht, um ehrlich zu sein.
Nur noch am funktionieren.

Zu meinem Erstaunen waren die Nächte viel ruhiger als sonst.
Und auch das Einschlafen erfolgte viel schneller als normalerweise.

Ich wurde verlassen. Allein gelassen.

Dieser Post soll kein Hetz oder Hasspost sein. Wir sind Freunde.

Ich möchte meinen Gedanken endlich freien Lauf lassen.
Und einen auf heile Familie machen – Nein, nicht auf meinem Blog. Wozu? Wem bringt das etwas?

Meine Art gefällt ihm nicht mehr. Bedürfnisorientiertes Handeln fällt ihm oft schwer oder er mag es einfach nicht.

Unerzogen ist auch nicht so ganz seins.
Und reden ist absolut keine Stärke seinerseits.

Tja, nun sitze ich hier. Mit zwei Kindern.
Die Nächte werden ruhiger – Fieber der Kleinen ist endlich weg und das Antibiotika schlägt an.

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Der Haushalt lässt sich Super nebenbei machen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es gar nicht mehr so viel zu tun gibt.

Ein neues Leben erwartet mich. Uns.

Seid ihr dabei?

34 Kommentare

  1. Ich bleibe!
    Und ich glaube, dass du das wunderbar meistern wirst.

    Wenn der Schock erstmal vorüber ist, wirst du sicher wunderbar damit leben.

    Ich wünsche dir alles alles Gute für den weiteren Weg!

  2. Hey Du Liebe,

    Ich hatte auf Twitter schon mitgelesen. Ich wünschte, ich könnte Dir irgendwie helfen.fühl dich gedrückt. Auch wenn es jetzt blöd klingt, aber es kommen auch wieder bessere Tage. Und oftmals kann man auf den ersten Blick negativ scheinenden Dingen im Nachhinein viel positives Abgewinnen. Jemand der so mit dir umgeht hat Dich nicht verdient. Und ich bin sicher, du findest jemanden, der das hat.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und einen baldigen Lichtblick.

    Viele liebe Grüße
    Susanne

  3. Ich finde das sehe traurig.
    vor allem weil es sich so liest, als wäre die Erziehungseinstellung der Mutter hauptsächlicher Grund für die Trennung?! Ja, Beziehung ist Erziehung. Die Beziehungen die wir zu unseren Kindern pflegen, aber auch jene die wir ihnen vorleben.
    Spätestens wenn das Festhalten eines Elternteils an Erziehungsvorstellungen und Ideen/Konzepten wie AP oder dieser „unerzogen“-Hype die wichtigste Vorbildbeziehung, nämlich die der Eltern gefährdet, sollte man also doch ins Grübeln kommen und einlenken!!!!
    Zudem sind eben in der Regel immer beide Eltern erziehungsberechtigt und müssen dann even Kompromisse finden wenn sie sich nicht einig sind. Bzw. wie ja auch Juul sagt, ist es ja auch garnicht schlecht wenn in Familien unterschiedliche Erziehungsstile zusammenkommen.

    Summa summarum: kein AP, kein „unerzogen“ und kein anderes bescheuertes Erziehungsdeal kann je die Beziehung zum Vater und eine intakte Familiengemeinschaft ersetzen. Traurig.
    Ich wünsche euch so sehr, dass ihr euch aussprecht, wieder als Familie zusammenfindet und einen eigenen gemeinsamen Weg findet.

    1. Kinder kommen durchaus damit klar, dass ihre Eltern unterschiedlich ticken. Sie wissen schnell genau, was sie wo dürfen und was sie wo lieber lassen. Es gäbe also keinen Grund, sich zu trennen, weil einem der Erziehungsstil des anderen nicht passt, außer diesen einen: man will ihn verändern. Und das passt so ganz und gar nicht zu unerzogen. Wenn man ein unerzogenes Kind in die Welt begleitet, signalisiert man von Beginn an, dass es so wie es ist wunderbar ist und nicht für ein System, für die Ehe der Eltern oder für die Welt verändert werden muss. Wenn aber ein Elternteil nicht fähig ist auf Erziehung zu verzichten ist es das eine – damit würde Kinder leben lernen. Wenn ein Elternteil aber nicht nur nicht fähig ist, auf Erziehung zu verzichten SONDERN auch noch VERLANGT, dass die Mutter ihr Erziehungskonzept und damit auch sich verändert, damit er bleibt, dann widerspricht das allen Grundsätzen einer guten Beziehung oder ehe! Und bei allem Respekt, anstatt sich mit Mutter und Familie an einen Tisch zu setzen, ggf. eine Ehetherapie zu machen oder eine Erziehungsberatung aufzusuchen, lieber den einfachen Weg gehen und abhauen, ist bei bestem Willen nicht fair. Es gibt tausende Wege eine Beziehung am Laufen zu Halten auch wenn man unterschiedlicher Ansicht ist!
      Doch er wollte, dass sie ihm zu liebe anders mit ihren Kindern umgeht und ganz ehrlich? Dafür muss man vielleicht Mutter sein um das zu verstehen aber kein Mensch auf diesem Planeten, nicht mal der Vater meiner Kinder, hat das Recht dazu, so etwas von mir zu verlangen. Meine Kinder stehen IMMER und ausnahmslos an allererster Stelle und ich persönlich erwarte sogar von meinem Mann, dass er das auch so sieht (was er tut). Ich lebe damit, dass er vieles, vielleicht sogar 80% anders macht als ich, solange es meinen Kindern nicht schadet. Aber nie und nimmer wäre ich bereit, die Beziehung zu einem / meinem Mann meinen Kindern vorzuziehen.
      Und Lisa: dass du das nicht getan hast zeugt von Stärke! Deine Kinder lernen, dass man für seine Überzeugung einstehen kann und alternative Wege gehen kann um glücklich zu sein.
      You have to stand for what you believe in – and sometimes you have to stand alone.
      Du schaffst das! Halt durch!

    2. 1 Was genau ist an AP „bescheuert“?
      2 wer sagt, dass er nicht vielleicht genauso stur an Vorstellungen festhält?
      3 zusammen bleiben um des Zusammenbleibens willen ist aber auch nicht das Non plus ultra
      4 mit Vorwürfen ist einem in der Situation natürlich besonders gut geholfen *Ironie*

  4. Liebe Lisa,

    ich werde natürlich treue Leserin bei dir bleiben <3
    Du zeigst in deinem Alter so viel Reife und Stärke, um die ich dich sehr beneide – ich hätte es in deinem Alter niemals geschafft. Ganz toll wie du bist! Du wirst deinen Weg gehen und dein Glück finden, da bin ich mir sicher!

    Ich drück dich ganz fest
    Mother Birth

  5. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Natürlich bin ichvdabei. Ich muss doch schauen, dass es dur gut geht ?
    Du schaffte das. Das Finanzielle ist das eine. Aber zumindest musst du jetzt deinen „Erziehungsstil“ nicht mehr rechtfertigen. Positiv denken, meine Liebe ?
    Lieben Gruß, Wiebke

  6. Du schaffst das, ganz bestimmt. Es ist erstmal hart, weil es weh tut, weil es plötzlich passiert ist und weil es herausfordert und auch mal überfordert. Fühl dich fest umarmt und lass dir ein „Du schaffst das!“ ins Ohr flüstern. & wenn du Hilfe brauchst, dann melde dich.

  7. Ich bin da ganz bei Svenny, zwei Kinder in kurzer Zeit da haben beide Elternteile dran zu knabbern und müssen Kompromisse finden. Wünsche euch das ihr es nochmal versucht.

    1. Svenny ist aber der Meinung , dass ICH mich ändern sollte in Erziehungssachen – wobei es gar nicht darum geht , also so ist der Stand der Dinge. Ihm gefällt meine Art nicht. Er möchte auch nichts ändern oder versuchen.

  8. Natürlich bin ich dabei. Hatte es direkt in meiner Mail-Benachrichtigung gelesen und musste wirklich schlucken. Ich verstehe nicht, wie einem so etwas Grundlegendes plötzlich so sehr stört, dass man geht – und das erst, wenn schon das 2. Kind da ist. Ich kapiere das einfach nicht… 🙁

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