Osterferien-Special | Ausmisten

Jetzt sind offiziell Osterferien – zumindest in Schleswig-Holstein – und ich freue mich darauf, dass ich mein Osterspecial mit euch teilen kann! <3
Wir hatten ja vor ca 1,5 Wochen unseren Frühjahrsputz beendet – falls du den Beitrag dazu verpasst haben solltest, dann klicke gerne hier – und nun ist zwar alles schick, aber irgendwas fehlt..

Puh, mein Dachboden ist so krass voll und unordentlich, da hilft der beste Frühjahrsputz nicht. Dafür aber eine Woche anpacken und aussortieren. Da ich kein Fan vom wegschmeißen bin, gebe ich etwas weiter unten im Beitrag noch Vorschläge um vielleicht sogar anderen Menschen mit unserem „Schrott“ (natürlich kein richtiger Schrott, you know what I mean.) nochmals glücklich machen zu können.

Die Ferien gehen natürlich nicht ewig und großartig viel Zeit und Lust haben wir alle wahrscheinlich nicht, unsere (und von unseren Kindern) freie Zeit nur mit aussortieren und aufräumen zu verbringen. Wie immer geht das Ganze also über mehrere Tage, damit wir zwar viel schaffen, aber trotzdem auch noch was von den Ferien und vor allem unseren Liebsten haben.

Ich finde die Marie Kondo Methode relativ gut um einen Raum auszusortieren – eine ganze Wohnung finde ich damit eher schwierig, außer man mag für mehrere Tage im Chaos leben oder macht so viel, dass man völlig ausgelaugt ist und keine Energie mehr da ist um weiter zu machen. Vielleicht gehts ja auch nur mir so ^-^

Es muss nicht perfekt aussehen! Oder leer sein. Oder alles schön in Kisten sortiert etc. 
Auch bei mir stehen Sachen rum, die ich noch loswerden möchte, es aber einfach etwas dauert. Hauptsache es ist schon etwas weggekommen, man kommt durch und hat einen guten Überblick über seine Sachen.

Was brauche ich um anzufangen?

Zeit und Lust. Zweites muss nicht mal unbedingt vorhanden sein, aber mit macht es natürlich auch etwas Spaß. 😀 Aber nachdem einige Sachen schon mal rausgeflogen sind, wird die Motivation direkt dabei sein. Vielleicht kannst du ja auch 1-2 Personen als Hilfe organisieren oder es übernimmt jemand deine Kinder, damit du dich voll und ganz zumindest 2 Stunden täglich auf diese Aufgaben konzentrieren kannst und nich ständig schauen musst, wie du Kinder, Haushalt, kochen und aussortieren unter einen Hut bekommst – und selbst wenn, bist du eine Powerfrau/ein Powermann! Sitzen im gleichen Boot, das hält uns aber nicht ab!

Brauche ich Kisten um Ordnung zu schaffen?

Jein. Natürlich ist es praktisch. Regale, Schränke etc sind auch praktisch aber nicht zwingend notwendig. Falls du Kisten, Kartons oder was auch immer bereits hast – super! Damit kannst du arbeiten. Kaufe aber (zumindest noch nicht im voraus) irgendwelche Kisten , denn dann kann es vorkommen, dass du viel mehr behältst als du ohne würdest. Kisten wollen ja schließlich gefüllt werden 😉

Müll, eBay & co

Wie schon erwähnt, bin ich kein riesiger Freund vom wegschmeißen, es sei denn, der Gegenstand ist in einem so schlechtem Zustand, dass er weder repariert noch weiterhin genutzt werden kann – ist denke ich jedem klar, ich schreib es trotzdem hinzu. Manchmal dauert es aber auch einfach zu lange um viele Sachen bei eBay oder sonst wo loszuwerden und es gibt nicht über all für Dinge aller Art einen Spendencontainer – die Möglichkeit besteht also trotzdem auch bei “guten“ Sachen den Wertstoffhof im Hinterkopf zu behalten.

Durch das Internet gibt es natürlich auch super viele Möglichkeiten, den eigenen Kram loszuwerden.
Sei es durch eBay Kleinanzeigen, Vinted, keine Ahnung, mehr kenne ich auch nicht 😀
Ihr kennt bestimmt noch viele andere coole Seiten um Sachen loszuwerden, gerne in die Kommentare schreiben und ich füge es dann später in den Beitrag mit ein.

Eine andere Sache – bisschen DIY – ist ein Tauschschrank. In unserer Umgebung gibt es davon echt einige und wir finden sowas einfach eine mega Idee. Somit haben wir nun sogar einen eigenen – Danke an Johanna 😀 – und der kommt hier auch echt gut an.
Bücher, gute Kleidungsstücke, Spielzeug, Deko, Cds & DVDs – alles rein da und irgendjemand freut sich darüber.

Vielleicht gibt es so einen Schrank ja auch in deiner Nähe – oder du machst es wie wir und holst dir auf ebay einen Schrank/Kommode/alten Kleintierstall und stellst ihn vor/auf dein Grundstück, sodass jeder der vorbeigeht, reinschauen kann und sich was nehmen kann oder auch selbst etwas reinpacken kann. Mit viel Glück hast du vielleicht sogar einen alten Schrank auf dem Dachboden, den du dafür nutzen kannst. Win-Win-Situation 😉

Nun will ich dich gar nicht länger aufhalten. Hier kommt mein vorerst fertiger Plan zum Ausmisten – ganz zufrieden bin ich damit noch nicht, viel lieber hätte ich einen zeitlichen Plan (also Tage und Aufgaben), doch vielleicht ist so ein kurz und knapp beschriebener Plan viel besser – festlegen, welche Sachen du wann aussortierst, tust ja schließlich du. 🙂

In meinem Newsletter werde ich nochmal mehr auf die Aufgaben eingehen und ein paar Arschtri... ich meine Inspirationen geben. :D 
Falls du dich noch nicht dazu angemeldet hast, tu das jetzt gerne und schreibe mir gerne einen Kommentar oder eine Mail, dass du zu diesem Thema gerne benachrichtigt werden möchtest.

Bis zum nächsten Mal. 
Lisa

Was tun, wenn das Kind nicht in die Kita möchte?

Es ist 7:50 und ich sage meiner 6-jährigen Tochter, dass wir uns jetzt die Schuhe anziehen müssen, da wir jetzt zum Kindergarten gehen wollen.
Sie trödelt und ich werde genervter.

Mittlerweile ist es 8:05 – zum Glück haben wir an diesem Tag bis 9 Uhr Zeit um am Kindergarten anzukommen. Der Weg ist nur ca 10-15 Min Fußmarsch. Doch die Zeit verfliegt nur so und wir sind immer noch nicht aus dem Haus.
Endlich sind wir mal im Flur angelangt um uns die Schuhe anzuziehen, da sagt sie es plötzlich. “Mama, ich will aber gar nicht in den Kindergarten.“

Bestimmt kennt jedes Elternteil diesen Satz und nicht immer reagieren wir darauf, wie wir es gerne hätten. Mit Empathie und irgendwelchen Lösungen, mit denen wir alle zufrieden sind. Denn da sitzt vielleicht der Chef im Nacken, oder vielleicht hast du dich auch einfach auf etwas freie Zeit ohne Kind gefreut (was absolut legitim ist, möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen!).

Wieso will mein Kind nicht in den Kindergarten?

Zuerst schaue genau hin. Ist im Kindergarten etwas geschehen, wodurch dein Kind gerade keine Lust hat hinzugehen?
Das kann etwas super ‚banales‘ in unseren Augen sein, ein Streit mit einem anderen Kind, das Essen dort, die Aktivitäten machen keinen Spaß derzeit usw.

Befindet sich dein Kind vielleicht in einem Schub?

Gerade im 6 Jahres Schub, in dem sich so unglaublich viel für dein Kind ändert, kommt es öfters vor, dass das Kind lieber bei Mama und/oder Papa bleiben möchte.
Denn in dieser Zeit (oft auch Wackelzahnpubertät genannt) verlieren sie die ersten Zähne, kommen (bald) in die Schule, sind so klein und doch so groß wie nie zuvor.

Meine Tochter hatte Anfang des Jahres eine ganz schwere Phase (also zu gleichen Teilen schwer für sie wie auch für mich), in der sie von jetzt auf gleich nicht mehr in den Kindergarten wollte. So überhaupt nicht. Es war ihr egal, dass ihre Freunde dort sind oder sie sonst ja auch viel Spaß dort hatte. Ich ließ sie also einige Tage zuhause (dank meiner Situation ging es – ist natürlich nicht bei jedem möglich), wenn nicht sogar ca 2 Wochen. All meine Motivationsversuche scheiterten. Es gab mehrere Gespräche mit ihrer Erzieherin, auch in ihrem Beisein, da uns wichtig war, dass sie sagen konnte, was sie möchte oder auch nicht möchte.

Abgemacht wurde dann mit ihr, dass sie jeden zweiten Tag hingeht, damit sie , da sie Vorschülerin ist, und ohnehin auch sehr viel alleine spielt, nicht den Kontakt zu ihren möglichen baldigen Klassenkameraden verliert.
Nach ca 1,5 Wochen ist sie dann von alleine wieder täglich hingegangen, hat neue, stärkere Freundschaften mit Kindern in ihrem Alter geschlossen und geht wieder gerne hin.

Das klingt jetzt so einfach, es war aber extrem anstrengend und ging gefühlt eine Ewigkeit. Es ist auch eher sehr knapp geschrieben, was alles in der Zeit passiert ist, doch ja, manchmal hat sie mich echt in den Wahnsinn getrieben – komplette Hilflosigkeit bei uns beiden. Boar, ich dachte ihre Autonomiephase war anstrengend. Aber das war krasser als ich es je erlebt habe. So ein typischer “Sowas seh ich nur bei anderen, aber meeeein Kind…..“
Sie hatte in dieser Zeit viele “Kleinkind Phasen“, in denen sie sich kleiner verhalten hat , als sie ist. Zum Ende hin (in dieser Zeit hat sie 3! Zähne verloren 😉 ) wurde sie immer ‘größer‘ von ihrem Verhalten her. Sie wollte vieles alleine machen, wollte Rechnen lernen, freut sich auf die Schule und freute sich plötzlich wieder auf den Kindergarten um ihre Freunde zu sehen.

Was also tun in solchen Phasen?

Definitiv zuhören und viel miteinander sprechen. Wenn es geht, das Kind auch mal zuhause lassen. Laut den Erzieherinnen in unserem (und auch in anderen) Kindergarten ist dies eine schlechte Methode („Wenn sie bald in die Schule geht, kann sie ja auch nicht einfach zuhause bleiben!“), aber das sehe ich anders. Nur weil ein Kind auch später arbeiten ‘muss‘ , bedeutet es nicht, dass ich es von Anfang an zu allem zwingen muss, nur weil es später auch keine andere Wahl haben wird. Der Besuch eines Kindergartens ist keine Pflicht! Auch wenn Erzieher/innen es gerne so darstellen wollen, um den Übergang in die Schule zu ‘erleichtern‘(?)

Natürlich habe ich mit meinem Kind darüber gesprochen, dass sie ab der Schulzeit nicht mehr einfach so Zuhause bleiben kann, da es eine Schulpflicht gibt. Da sie ja auch eine große Schwester hat, weiß sie das ohnehin schon. Und da es meist nur eine Phase ist, dass ein Kind nicht in den Kindergarten gehen möchte, sehe ich auch da keine Probleme für die spätere Zeit in der Schule.

Was, wenn es keine Phase ist?

Ganz wichtig ist genau hinzuschauen und sich zu fragen, ob das Kind vielleicht nicht nur in einer doofen Phase steckt, sondern ob mehr dahinter steckt. Gegebenenfalls gab es einen Vorfall im Kindergarten, der nicht besprochen wurde und dein Kind es auch nicht erzählt hat (Scham oder Angst kann dahinter stecken), aber es kann auch einfach sein, dass dein Kind kein ‘Kindergartenkind‘ sein möchte. Eventuell ist es Hochsensibel und kommt nicht mit der Lautstärke und den vielen Persönlichkeiten, die im Kindergarten zusammen kommen, zurecht. So oder so würde ich ein Gespräch mit den Bezugspersonen im Kindergarten sprechen und gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Wenn es die Möglichkeit gibt das Kind aus dem Kindergarten rauszuholen und zuhause zu betreuen: perfekt! Das lässt sich in den meisten Fällen sicher nicht so einfach gestalten. Beide Eltern sind ggf berufstätig und Oma und Opa nicht in der Lage zu helfen.

Vielleicht findet sich aber ein geeigneter Kindergarten für dein Kind und nicht der ‘Konventionelle‘. Waldkindergärten bringen mehr Ruhe rein oder vielleicht gibt es eine tolle Tagesmutter in der Nähe, die nur eine Handvoll Kinder betreut und genug Ruhemöglichkeiten bietet.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es eine individuelle Lösung geben muss. Zu sagen, dass das Kind ohne wenn und aber in den Kindergarten gehen muss, führt nicht nur beim Elternteil zu Bauchschmerzen, sondern kann sich (langfristig gesehen) negativ auf das Selbstwertgefühl des Kindes auswirken („Anderen ist es egal wie ich mich fühle. Ich muss mich anpassen um andere glücklich zu machen.“).

Leider ist es nicht immer leicht eine Lösung zu finden, die in die jeweilige Lebenssituation der Familie passt oder es lässt sich nicht einfach so ein neuer Kindergartenplatz (falls nötig) aus dem Ärmel schütteln.

Falls du darüber nachdenkst, dein Kind aus dem Kindergarten zu nehmen, weil es für dein Kind und dich die bestmögliche Lösung ist, dann tue dies! Ich habe schon oft von anderen gehört, und auch selbst zu hören bekommen, dass es das schlechteste/schlimmste ist, was man einem Kind antun kann („zur Arbeit/Schule muss es ja auch“ Augen verdreh), doch solange ihr soziale Kontakte (Freunde treffen oder auch Hobbies) habt, sehe ich da überhaupt kein Problem!

Wenn es ‚nur‘ eine Phase ist, helfen die oben genannten Dinge, wie z.B. mal ein paar Tage zuhause lassen und die gemeinsame Zeit genießen (falls möglich natürlich), oder besprechen warum das Kind in den Kindergarten ‘muss‘ („Mama und Papa müssen arbeiten, aber schau mal, wenn ich dich nachher wieder abhole, könnten wir doch was tolles zusammen machen, fällt dir etwas ein, was du gerne machen würdest?“)

Ansonsten durchhalten, öfters mal in den Arm nehmen, Gefühle benennen und besprechen, Ernst nehmen, in ein Kissen schreien (beide). (Die Gefühle in dieser Phase sind sehr überwältigend für‘s Kind und anstrengend für beide Parteien)

Ich hoffe, dass dir der Beitrag gefallen hat – würde mich natürlich freuen, wenn du ihn teilst.

Lisa

Frühjahrsputz 2022

Es ist schon fast April, die Sonne scheint deutlich öfter und es bleibt länger hell und wird auch früher hell – die Uhrumstellung war dieses Jahr tatsächlich echt fies für unsere Familie. Hattest du das auch?
Mach dir gerne einen Kaffee/Tee und lies den Beitrag in Ruhe, danach kannst du dann direkt starten *juhu*

Seit einigen Jahren frage ich mich, was uns Menschen im Frühjahr dazu treibt immer alles sauber machen zu wollen – naja nicht alle, aber eben viele. Vor allem Frauen. 😀
Hat irgendwie Ähnlichkeit mit dem Nestbautrieb – was ja bei den Vögeln auch im Frühjahr ist. 😉

Dieses Jahr habe ich die Aufgaben zum Frühjahrsputz per Newsletter verschickt und hier kommt nun eine Zusammenfassung der ganzen Tage.
Da die allermeisten LeserInnen meines Blogs Familien sind, habe ich ganz bewusst die Räume auf Tage aufgeteilt – wer hat schon Zeit, den ganzen Tag die Wohnung oder gar ein riesiges Haus zu putzen – ganz zu schweigen von der fehlenden Motivation, die sich irgendwann dazugesellt.

Doch den inneren Schweinehund werden wir genauso wie die alten Spinnweben und den Staub wegwischen und uns erfreuen, dass wir wieder aus den Fenstern schauen können – richtig mit klarer Sicht, sollte zumindest einige Minuten bestehen bleiben – liebe Grüße an alle Mütter mit Baby 😀

Nun haben wir genug geschnackt, der Kaffee ist bestimmt noch nicht leer, aber das hält uns ja nicht auf einige Aufgaben schon mal abzuarbeiten.

Täglich wiederkehrende Aufgaben

  • Fenster und Fensterbänke putzen
  • Fußleisten, Steckdosen, Lampenschirme & Lichtschalter sauber machen
  • Spinnweben und Staub entfernen
  • Staubsaugen – Möbel vorziehen und saugen & Möbel absaugen (Couch etc)

Tag 1 – Küche

In der Küche kannst du direkt erstmal mit dem herumstehenden Geschirr anfangen. Sollte nichts rumstehen: perfekt. Du kannst diesen Schritt dann überspringen und einen Schluck Wasser trinken – ausreichend Wasser trinken ist ja so wichtig! 😀

Wenn alles abgewaschen bzw in der Spülmaschine ist, geht es weiter mit den Ablageflächen.
Alles einmal auf den Esstisch (zur Not auf den Boden) räumen – oder bestenfalls direkt an den Ort, an den die Sache gehört – und die Flächen der Küche mit dem Produkt deiner Wahl reinigen.
Vergiss die Spüle nicht!

Mein Tipp gegen Kalk am Wasserhahn:

Gieße etwas (Apfel)Essig über die kalkhaltigen Stellen, wickle ein Geschirrtuch rum und gieße auch dort noch einmal etwas Essig rauf. Das ganze jetzt mindestens eine Stunde einwirken lassen, danach abwischen und trocknen.

Sollte deine Spülmaschine bereits leer sein, (Filter sauber machen vorher) kannst du halbierte Zitronen oben reinlegen, etwas wirken lassen und dann auf den Boden der Spülmaschine Backpulver oder Natron verteilen und die Spülmaschine in einem heißen Programm durchlaufen lassen. 
Falls die Spülmaschine nun laufen sollte – oder du hast gar keine – dann räume deinen Besteckkasten aus und wisch dort mal gründlich durch – vielleicht hast du dir ja auch vor längerer Zeit mal vorgenommen, etwas Besteck auszusortieren? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt!

Die Zitronenhälften eignen sich übrigens auch für die Mikrowelle, solltest du eine haben.
Einfach für ca 1-3 Minuten erhitzen lassen und feucht auswischen.

Den Kühlschrank ausräumen (ggf aussortieren) und auswischen. Essig(-reiniger) eignet sich super um Schimmelsporen zu entfernen, sollte doch mal ein Gemüse oä angefangen haben zu schimmeln. 

Die Küche kannst du optional auch auf zwei Tage verteilen, da es relativ viele Großgeräte, wie Herd, Kühlschrank und Ofen hat. 

Tag 2 – Badezimmer

Zuerst solltest du Dusche/Badewanne, Spülbecken und Toilette (mit Klobürste) schon mal ‚einweichen‘, gerade gegen Kalk ist diese kleine Extrazeit super. Hier eignet sich mein Tipp mit dem Essig und einem Tuch natürlich wieder super um Kalk beim Wasserhahn, Duschbrause und/oder Badewannenhahn (nennt sich das so?) zu entfernen.

Falls möglich, lasse deine Waschmaschine in einem Programm einmal reinigen, sobald es fertig ist, kannst du unten das Flusensieb öffnen ( Handtücher drunterlegen) und dort einmal Klarschiff machen. 
Wenn du damit fertig bist einfach eine Ladung vom Mount Washmore nehmen und direkt waschen. 
Danach die oben genannten Dinge sauber machen und trocken abwischen, bevor direkt wieder Kalk zu sehen ist. 

Regale ausräumen und abwischen, vielleicht auch alle Handtücher nochmal neu zusammenlegen, falls „das muss da doch noch reinpassen *quetsch rein“ überhand genommen hat. 

Tag 3 – Wohnzimmer

Im Wohnzimmer versuchen wir vor allem die Sofa-Gegend sauber und ordentlich zu bekommen.
Alle Kissenbezüge und Decken waschen – vielleicht hast du ja Glück und kannst es in der Sonne trocknen lassen. Das Sofa etwas nach vorne ziehen und jeglichen Müll – oder verloren geglaubte Schätze – wegräumen und ordentlich saugen und wischen.

Alle Regale und Möbel ausräumen und auswischen. Ganz wichtig ist auch, die Deko anzuheben und drunter zu wischen.

Filme und CD‘s bei Lust und Bedarf gerne (aus)sortieren und abwischen.

Tag 4 – Flur / Balkon / Terrasse

Der Flur ist bei vielen ja nur ein kleiner Raum – in dem sich viel zu viel ansammelt.
Winterkleidung bei Bedarf durchwaschen und wegräumen – es ist Frühling, wir wollen warmes Wetter!

In meinem Flur befinden sich auch meine Handtaschen – deine auch? Toll, dann hast du jetzt die optimale Chance endlich auszusortieren. Alte Kassenbons, Haargummis, Einkaufschips und all der andere komische Müll, der irgendwie immer in der Handtasche landet.

Falls du einen Teppich im Flur liegen hast, dann schüttele den draußen ordentlich aus und dann drinnen nochmal gründlich absaugen.

Balkon / Terrasse

Falls du einen Balkon oder eine Terrasse besitzt, soll dies natürlich auch endlich aus der Winterstarre raus und bereit für den Frühling gemacht werden.

Wenn möglich, schiebe alle Möbel an eine Seite (dann geht fegen/Staubsaugen einfacher) und befolge die Aufgabe, die ich gerade in die Klammer geschrieben habe. 😀
Danach wieder alles an seinen Platz.

Blumenkästen können endlich neu befüllt werden und dann sind wir auch schon fertig, yeah. (Denk an die Aufgaben von ganz oben.)

Tag 5 – Kinderzimmer

Das Kinderzimmer halte ich sehr simpel – da es auf‘s Kind ankommt, ob es das mag, wenn du einfach aufräumst etc.
Meine Kinder freuen sich immer sehr, wenn ich alle paar Wochen mal richtig aufräume, aber das ist natürlich nicht über all so – und kommt auch ganz auf‘s Alter des Kindes an.

Egal ob aufgeräumt oder nicht:

Das Bett kann neu bezogen werden und alles an Staub kann weggewischt werden. Ebenso erfreut sich das Fenster, wenn es geputzt wird.  

Tag 6 – Schlafzimmer

Auch im Schlafzimmer wird natürlich einmal das Bett neu bezogen – in der Zwischenzeit kann die Bettwäsche am offenem Fenster ausgelüftet werden.

Alle Schränke und Möbel werden ausgewischt – das musst du natürlich nicht bei einem riesengroßen Kleiderschrank machen, wobei sich es immer lohnt, den Kleiderschrank bei der Gelegenheit zu sortieren und ggf auch auszusortieren. Ist allerdings optional.

An meinem Bett sind gefühlt tausende Kabel – Handyladekabel, Nachttischlampe, Kabel vom Wecker…
Wenn wir ohnehin schon den Nachttisch aufräumen, können wir ja direkt auch die Kabel entwirren und ordentlich hinlegen.

Und schon ist die Woche um und deine Wohnung sicher ein Stück ordentlicher und sauberer. 
Falls du jetzt total motiviert bist (oder auch nicht), dann kannst du dich freuen, denn bei uns starten nächste Woche die Osterferien und ich habe ein richtig cooles Special für diese Specialzeit ;-) 

Du kannst dich auf ein mega Osterferien-Ausmist-Special freuen. Denn den Keller & Dachboden haben wir ja noch gar nicht angegriffen - das werden wir definitiv und natürlich sortieren wir auch so nochmals aus. 

Ich freue mich super drauf, wenn du dabei bist. Melde dich gerne bei meinem Newsletter an und/oder schreibe eine Mail an geborgenundgeliebt@gmail.com mit “Bin dabei!“ o.ä. und ich füge dich dann einer Gruppe des Newsletters hinzu, die dann zu diesem Osterspecial mehr Infos bekommen.

Bis dahin!
Lisa

Organisiert bleiben mit Kindern

Ein endloses Thema wie es scheint. Was machen, wenn Kinder nicht super ordentlich sind und es aus den Fugen gerät?

Gefühlt stelle ich mir diese Frage alle zwei Wochen. Also ziemlich regelmäßig. 😀
Und ich weiß, dass ich mir diese Frage nicht stellen müsse, wenn ich weiter daran arbeite, dass ich organisierter und entspannter bin.

Gestern habe ich mal wieder Sachen aussortiert, denn 2021 ist mein Jahr was Minimalismus betrifft (kommt auch bald ein Beitrag dazu), und ich habe mich gefragt, wann es um mich geschehen ist. Wann ist es passiert, dass mein Stresspegel steigt bei Unordnung? Dass mich das tägliche Spielzeugchaos im Kinderzimmer nervt und stresst?

Ich bin zum Entschluss gekommen, dass es nicht das Chaos an sich ist, sondern nur die Menge der Dinge, die wir besitzen. Dass das Aufräumen so lange dauert, weil wir gar keinen Platz für all das Zeug haben. Jeden Monat kommt mehr ins Haus geflattert (damit meine ich nicht die Post, die ich leider auch aufbewahren muss) ohne, dass wir es richtig wahrnehmen.

Wenn ich mich also frage, wie ich organisierter werden kann, habe ich schon die falsche Frage gestellt. Denn ich kann so organisiert sein, wie ich will. Der Tag wird nie mehr als 24 Stunden haben und meine Motivation wird keine 24 Stunden lang anhalten. Und die Lust zum Aufräumen (ohne putzen!) wird auch ziemlich schnell verfliegen, wenn ich gegen einen Tornado ankämpfe.

Die Frage ist also eher, was muss ich tun, um mich organisieren zu können? Die Antwort: Für alles einen festen Platz finden und AUSSORTIEREN. (Wenn der zweite Schritt für dich schon abgeharkt ist: toll!) Ebenso darauf achten was ins Haus geht. Natürlich möchte ich meine Kinder nicht dazu zwingen auf alles zu verzichten, damit ich ein tolles aufgeräumtes Zuhause habe.
Allerdings lernen wir nicht mit Konsum umzugehen, wenn wir alles kaufen, was wir uns kaufen können. (Macht das Sinn?).

Beispiel: Kind sieht im Schaufenster zwei Sachen. 5 Plastik Pferde, beim Anblick springt einem die schlechte Verarbeitung, aber auch der niedrige Preis ins Auge. Daneben ein(!) gut verarbeitetes (Plastik oder Holz, as you wish) Pferd, dessen Preis höher ist.

Wunsch vom Kind ist schon lange ein Pferd zum spielen. Was würdest du nehmen, und warum?

Im heutigen Zustand würde ich zu Nr. 2 greifen – und wenn ich dafür noch sparen müsste, dann wäre es so.
Zugegebener Maßen habe ich in der Vergangenheit zu Nr.1 gegriffen – weil günstig und „viel“. Also habe ich eigentlich für Müll (im wahrsten Sinne des Wortes, leider) Geld ausgegeben (die Höhe ist egal). Klar, Kind war glücklich, aber zu welchem Preis? Kind war nämlich unglücklich als es (zu erwarten) kaputt ging. Eins nach dem anderen.

Und dann wird Ersatz geschaffen (nicht immer, aber ja doch oft). Und so entsteht dann dieser Kreislauf, dass es immer mehr und mehr Zeug gibt. Und das gilt ja nicht nur für Kinderspielzeug.
Wie oft sagst du zu dir selbst, dass X,Y und Z ja noch zu gebrauchen sind und wie oft hast du diese Dinge dann tatsächlich in den letzten 2 Jahren genutzt? Und wie hoch ist die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, dass du es in den kommenden 12 Monaten nutzen wirst, wenn du es jetzt auch nicht genutzt hast? Und wenn du es tatsächlich in den kommenden Monaten davon Nutzen haben wirst, wie hoch wird die Wahrscheinlichkeit sein, dass du vergessen hast XY zu besitzen und dir diese Sache dann Neu (der Gebraucht) kaufen wirst? (Denk an all die Batterien, die du dir unwissentlich gekauft hast um dann Zuhause, beim verstauen, zu bemerken, dass du noch zwei volle Packungen hast.)

So, lange Rede kurzer Sinn.
Du kannst so viel Aufräumen wie du willst. Schreibe dir 500 To Do Listen. Kaufe dir 10 neue Boxen zum verstauen. Wenn das Chaos materiell nicht schrumpft, wirst du es nie richtig bändigen können.

Mein Tipp zum organisierter werden lautet also: ausmisten und dann weitersehen. Ausmisten fällt den meisten schwer. Sie sehen nur, wie sie „Geld“ in den Müll schmeißen (oder verschenken). Dabei sehen sie nicht, dass ein großer imaginärer Container in ihrer Wohnung ist mit all den Sachen, die sie nie benutzen. Großzügig wie sie sind, nähren sie diesen Container und erwägen gar nicht die Idee, den Container zum Wertstoffhof zu bringen. Als ob der Container Zuhause mehr Wert hätte als woanders. 😉

Nicht, dass ich dieses Denken nicht nachvollziehen kann. Ich kann es nur so aufschreiben, weil ich schon an diesem Punkt war in meinem Leben.

Schritt Nr.1 ist also auszusortieren. Mache nicht den Fehler und kaufe dir am Anfang deiner „Reise“ einige Boxen, damit du „für alles einen Platz hast“. Denn dann landen in diesen Kisten Dinge, von denen du dich eigentlich beherzt trennen könntest.

Schritt Nr. 2 (nur wenn du Schritt Nr. 1 zumindest schon angefangen hast) ist dir eine To Do Liste zu schreiben und sei so detailliert wie möglich. Denn dein Hirn möchte glücklich werden und vieles abharken. Schreib Sachen auf, die du ohnehin täglich machst. Betten machen, check. Geschirr, check. Wäsche, check. Schreibe dir Sachen auf, die du schon so lange vor dir aufschiebst, denn wenn erstmal einige Sachen abgearbeitet sind, wirst du plötzlich mehr innere Motivation spüren, um die ‚unangenehmen‘ Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Noch ein Tipp von mir:

Nimm dir einen Timer und stelle ihn auf 10 (maximal 15) Minuten und konzentriere dich beim Aufräumen auf diesen einen Raum.
Ein Wäschekorb kann dir helfen, Dinge, die nicht in diesen Raum gehören, später leichter weg zu sortieren.
Während diesen wenigen Minuten, solltest du den Raum nicht verlassen um ‚mal schnell‘ Sachen wegzupacken.

Und wenn du schon einiges aussortiert hast, wirst du merken, wie viel schneller du aufräumen kannst und dann ist so eine Spielzeug Explosion nur ein Farbklecks im Kinderzimmer (oder wo auch immer es ist). Du wirst gelassener sein und dich darüber freuen, dass du auch mit Chaos fertig wirst und nicht in Stress gerätst.

Routinen werden dir in Zukunft dann helfen bei einer gewissen Ordnung (so wie es für euch als Familie gut tut) zu bleiben, oder sie zumindest immer wieder schnell zu erreichen.

Im stetigen Wandel sein

Der Mensch verändert sich. Eigentlich immer. Und sehr oft. Er bildet sich weiter, reflektiert und wandelt sich. Nicht jeder, sei dazu gesagt 😀

Auch mir geht es so. Mal mehr mal weniger. Gerade wieder mehr. Ich bin sehr nachdenklich. Was möchte ich preisgeben, was nicht. Ich kann das Rad nicht neu erfinden, aber zu allem gibt es doch schon was. Und trotzdem ist mein Wille und meine Begeisterung da um zu schreiben. Zu kreieren. Zu gestalten, mitzureißen, Kopfnicken zu erzeugen und vielleicht ein Lächeln oder auch eine Träne auf dem Gesicht zaubern zu lassen.

Und trotzdem ist es schwer für mich.
Ich weiß noch, im Jahr 2017, hatte ich einen so unglaublich dämlichen Troll auf meinem Blog, dass ich mich seit dem völlig zurückgezogen habe – nicht nur deswegen, aber es hat mich so verletzt, denn hey, ich gebe mich hier Preis und das macht halt verletzlich. Und es gibt Menschen, die denken das Internet ist ein Rechtsfreier Ort um Menschen, echte Menschen, fertig zu machen.

Keine Ahnung ob es eine dieser „Mutproben“ war, der der es übersteht kann auch wirklich im Bloggerbusiness überleben.. oder so. Was ein Quatsch. Ich schreibe gerne und lasse mir diese Leidenschaft nicht wegnehmen. Ich habe als Kind schon gerne geschrieben, wollte immer Schriftstellerin werden, schrieb meine eigenen Geschichten auf und in der Schule glänzte ich bei freien Aufsätzen. Weil es meine Passion ist und ich es einfach verdammt nochmal liebe!

Der Mensch wandelt sich immer wieder. Du und ich. Und nun da ich einfach mal Dampf abgelassen habe, mich wieder verletzlich und angreifbar gemacht habe, werde ich so richtig durchstarten. Und dieses Mal klicke ich bei jedem scheiß Kommentar, welches mir nicht passt auf löschen und blockieren – denn hey, ich bezahle diese Website und es ist mein kleines Baby und da möchte ich keinen Platz für negative Kommentare lassen. BUJAH! 😀

So, viel Spaß euch noch ihr süßen Schnecken und Schneckerichs (bin mir ziemlich sicher, dass es die männliche Bezeichnung für Schnecke ist 😉 .

Verteilt bisschen Liebe.

Selbstbestimmtes Fernsehen – warum nicht der TV der Feind ist

Ich erhalte immer wieder Mails und Kommentare zum selbstbestimmten Medienkonsum. Sei es Fernseher, Tablet oder vielleicht sogar schon das Handy.
Meist von doch besorgten Eltern mit der Aussage : Feste Zeiten zum Fernsehen sind doch aber nicht schlimm, oder?

Was ist denn schlimm? Und woran setzt Du genau fest, wann etwas schlimm ist? Oder wenn etwas zu viel ist?

In meinem heutigen Beitrag soll es um einige Glaubenssätze und Ängste geben, an denen Du selbst als Elternteil arbeiten solltest, damit auch im Bereich Medienkonsum dein Kind selbstbestimmen kann. Und warum sagt eigentlich nie jemand: „Kind, du hast viel zu wenig Fern gesehen, ab vor den Bildschirm mit dir!“?

Meine Kinder gucken gerne Fernsehen und meist auch „viel“, wobei das ja sehr subjektiv ist.
Das bedeutet in unserem Fall nicht, dass sie 24/7 still auf dem Sofa sitzen (oder der TV dauerhaft angeschaltet ist, das wäre mir sicher auch auf Dauer zu teuer, habe ich auch so kommuniziert) und sich berieseln lassen. Hier wird getanzt, gemalt (ganz toll, wenn durch Serien/Filme die Fantasie angeregt wird zum malen!) , anderweitig gespielt.

Natürlich geistern auch in meinen Gedanken Sätze wie „Mensch, das muss doch mal genug sein, lies doch lieber ein Buch, spiel was …“ Aber all das tun sie nebenbei. Und beide haben total großes Interesse an Büchern, anderen Spielsachen, lieben es mit anderen Kindern zu spielen, aber der Fernseher ist trotzdem auch Teil des Lebens, einfach auch, weil wir allgemein ein „modernes“ Leben führen.

Glaubenssätze & Ängste sollten nicht Teil Deiner Argumentation sein.

Kommen wir mal zu den Glaubenssätzen.

Wenn das Kind so viel TV guckt, dann verpasst es wichtige Dinge und womöglich lernt es auch weniger (weniger Zeit=weniger lernen, durch andere Beschäftigungen).
Ja, mag sein, dass Mensch andere Sachen verpasst, wenn es vorm TV sitzt. Genauso gut könnte es halt auch beim Buch lesen oder mit Kindern spielen andere tolle Sachen verpassen.

Wir haben Mal den Eismann verpasst, weil wir lieber unterwegs waren. Shit happens. So ganz ohne TV ist das halt tatsächlich einfach immer so , dass wir nur eine Sache aktiv wahrnehmen können und dafür was anderes „verpassen“, mal ganz davon abgesehen, dass uns das meist nicht mal klar ist – wichtig finde ich, dass, wenn Du ganz genau weißt, dass der Eismann (oder anderes gutes Beispiel bitte selbst ausdenken) gleich um die Ecke kommt, dem Kind die Wahl lässt: Du, der Eiswagen kommt gleich – möchtest Du jetzt XY weitermachen oder eine kurze Eispause machen?

Zum Lernen ist es fast das Gleiche: verschiedene Dinge können zu verschiedenen Zeiten/Momenten erlernt werden. Und ich möchte gerne nochmal sagen, dass meine Kinder wunderbar dazu angeregt werden ihre Lieblingsfiguren nachzuzeichnen, sie spielen Szenen nach und schalten sogar extra Serien ein, bei denen Experimente etc gezeigt werden. (Zu letzterem: Selbst wenn nicht, ich stelle den TV zur Verfügung, aber nicht mit dem Hintergedanken, dass sie doch bitte bitte nur „sinnvolles“ schauen. Denn niemand kann sagen, was sinnvoll ist oder nicht. Auch ich finde manches echt bescheuert, aber meine Kinder finden Gilmore Girls nun auch nicht prickelnd. Müssen sie ja nicht sehen 😀 )

Ein Film soll was Besonderes bleiben – daher nur am Wochenende


Lasst uns Mal ‚Film‘ mit anderen Sachen ersetzen.

“Ein Buch soll noch was Besonderes bleiben – daher nur am Wochenende“
“Ein Freundebesuch soll noch was Besonderes bleiben…“
“Ein Eis soll…“
“Fahrrad fahren soll..“

Oder für Eltern:
“Ein Kaffee…“ NEIN?! 😀

Natürlich schreien wieder Menschen auf, dass man Äpfel mit Birnen nicht vergleichen kann. Doch, kann man. Und sind es keine Äpfel und Birnen, sondern lediglich verschiedene Aktivitäten und können daher super miteinander verglichen werden.

Warum ist es Dir wichtig, wie viel Dein Kind worin macht?
Würdest Du Dein Kind auch in anderen Aktivitäten bremsen?
Woher genau kommt deine Angst und was bereitet Dir Sorgen?

Die Angst von der Du sicher sprichst, ist die, von der „die Gesellschaft“ spricht. Irgendeine irrationale Angst, die unbegründet ist, solange Du im Kontakt mit Deinem Kind bist. Solange Du über die Dinge sprichst, die im TV oder sonstigen Aktivitäten entstehen.

Ich kann Deine Angst verstehen. Du bist da ja auch nicht allein. Aber bremse Dein Kind nicht, weil Du Sorge hast, dass xy eventuell geschehen könnte.
Wenn Du merkst, dass dein Kind Co-Regulation benötigt, dann versuche gewaltfrei zu kommunizieren, warum Du denkst, dass für heute der TV ausgeschaltet werden sollte.

Wenn Du Deinem Kind die Mediennutzung nur zu bestimmten Tagen und Zeiten gestatten möchtest, sei klar in dem Warum. Warum willst Du das? Wenn Deine Antwort eine Angst/Sorge ist, dann ist es kein Grund sondern da spricht nur ein Gefühl. Dein Gefühl hat sicher Berechtigung, allerdings lässt Du Dein Kind sicher auch Fahrrad fahren, obwohl Du weißt, dass es hinfallen und sich schwer verletzen könntest. Nicht einmal hast Du einen Gedanken daran verschwendet, ob Du ein Fahrrad kaufen sollst oder lieber nicht, weil… Oder hast Dir Zeiten überlegt, wann es Fahrrad fahren darf und wie lange.

Schreibe Dir Deine Ängste und Sorgen und ggf Glaubenssätze auf. Schaue wie DU daran arbeiten kannst und nicht wie Dein Kind diese Sorgen in Zaum halten kann.

Falls Du noch neu im Thema bist, dann empfehle ich Dir meinen Artikel über Selbstbestimmung, Co-Regulation etc.
Und über Erziehung, Unerzogen und AP kannst du hier alles nachlesen.

Wie Du es schaffst Ordnung zu (be)halten

Guten Morgen ☺️

Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich, denn heute startet meine neue Haushaltsserie. Wenn du dich für meinen Newsletter angemeldet hast oder in meiner Facebook Gruppe bist, dann weißt du sicher schon längst bescheid.

Hier auf meinem Blog möchte ich es nur ankündigen, du kannst dich also gerne für den Newsletter anmelden oder der Gruppe beitreten um alle (täglichen und wöchentlichen) Infos und ‚Aufgaben‘ zu bekommen.

Ich freue mich , wenn Du dabei bist ☺️
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Lisa

Wie gesagt geht es darum, den Haushalt ordentlich erhalten zu können. Das mag vielen sicher einfach gelingen, aber vielen auch so absolut gar nicht. (*tippt sie zwischen Chaos und Kartons*)
Ich habe Pläne gemacht um Dir in den nächsten 5-9 Wochen zu helfen. Deine Routine zu festigen, auszumisten und deep cleaning (zählt Früjahrsputz noch zur Mitte des Jahres?😜) zu machen.

Die Welt retten – geht das überhaupt?

Der Klimawandel und deren Versuch zur ‘Rettung’ der Welt ist in aller Munde – aber geht das überhaupt?
Auf Fleisch und andere tierische Erzeugnisse verzichten, auf Billigflüge (oder allgemein das Fliegen) verzichten und hier und da an tollen Spenden teilnehmen, die doch für das Gute sind. Oder? Das alles bringt doch ganz viel schon. Nicht wahr?

Ja. Es bringt was. Aber nicht genug.
Auf der Welt leben ca 7,75 Milliarden Menschen (Stand 2019) und viele hundertausende Menschen sind da sicherlich nicht mitgezählt aus diversen Gründen.

Es gibt viele erwachsene Menschen, die möchten jetzt sofort etwas ändern. Ernährung ändern, Einkaufsstil ändern. Andere Menschen zwingen, es ihnen gleich zu tun. Vorwiegend die eigenen Kinder, denn die können ja nicht anders, als mitzuziehen.

Was genau daran Mist ist? Einiges.
Zum ersten natürlich, dass es erstmal Aufklärung benötigt. Für alle Menschen, vor allem für Erwachsene. Denn es reicht nicht jetzt nur noch Obst, Gemüse und vegane/vegetarische Ersatzprodukte zu konsumieren.

Tipp: kauft saisonal/regional ein. Versucht auf Plastik beim Einkauf zu verzichten – wenn es nicht geht, dann geht es nicht und auch das ist in Ordnung. Die Welt wird nicht morgen untergehen, nur weil du nicht von heut auf morgen komplett auf Plastik verzichten kannst. Respekt an alle, die in einer Gegend wohnen, in der es möglich ist, komplett Plastikfrei auszukommen. Aber dieses Privileg haben nicht alle.

Warum saisonal und regional?
Im Supermarkt ist euch sicher aufgefallen, dass es eine unglaubliche Anzahl an Gemüse- und Obstsorten gibt, die es 1. gar nicht in Deutschland gibt und 2. gar nicht zu einer bestimmten Jahreszeit.
Z.B. Tomaten oder Gurken – im Winter kommen sie extra aus Spanien.
Drachenfrucht kommt aus Vietnam. Vieles kommt aus den USA oder von sonst wo her.
Hier findet ihr einige Listen, was wann Saison hat.
Ebenso gibt es hier alternative ‘Superfood’-Lebensmittel, die gesund und günstig sind.

Einen weiteren ‘Trend’ den ich persönlich beobachten kann, ist, plötzlich alles in Bioqualität einzukaufen. Bio ist nicht gleich Bio, es gibt da einen ganzen Haufen zu beachten. Ebenso muss auch nicht ausschließlich alles in Bio gekauft werden. Mal ganz davon abgesehen, dass auch hier nicht alle das Privileg haben um alles in Bioqualität (und da reden wir von Marken wie Rapunzel etc nicht Aldi , Lidl Bio) zu finanzieren. Und da braucht auch niemand den Zeigefinger heben oder etwas anderes belehren. Es muss auch niemand noch mehr verzichten um den Ansprüchen anderer zu genügen.

Da wären wir beim Thema Flüge reduzieren oder gar abschaffen – dann bleibt der ständige Flugverkehr (und auch Schiffsverkehr!) wodurch Lebensmittel (die Menschen in deren Ländern sicher mehr benötigen als wir) nach Deutschland (oder auch andere Länder) gebracht wird. Und somit bleibt das Problem. Es ist halt ein kratzen an der Oberfläche.

Mehr zu Fuß gehen, weniger Autos nutzen.
Ja, auch das geht. Aber auch nicht bei allen – ich grüße alle Dorfbewohner, die ohne Auto ziemlich aufgeschmissen sind.
Wir sind auch hier beim Thema : “Wenn ich das kann, dann kann das doch jeder!”.
Nö. So einfach ist es leider nicht immer. Es geht nicht darum eine Rutsche runterzusegeln, sondern auf eine Art der Fortbewegung zu verzichten, auf die eine Vielzahl der Menschen einfach angewiesen ist.
Wer zu Fuß gehen kann und möchte – der tut es.
Wer nicht, der nicht.

Mag kacke sein, ist es sicher auch. Gibt aber viel größere Kacke die über all dampft und vor denen wir unsere Augen verschließen.

Andere Menschen bei der eigenen Lebensstil-Wandlung zwingen mitzumachen ist genauso wie Menschen eintrichtern zu wollen, der Klaps auf den Po wäre keine Gewalt. Kann klappen, tut’s meistens nicht. Zwang ist genauso Gewalt wie der ach so harmlose Klaps.
Wenn ihr jemanden von eurem Lebensstil überzeugen wollt, dann lebt vor. Zeigt Alternativen an. Aber wenn all das abgelehnt wird: akzeptiert es, egal wie blöd ihr das findet. Blöd ist es halt auch, wenn sich jemand andauernd in euer Leben einmischt und meint, dass ihr ja absolut alles falsch macht und doch mal ans Klima denken müsst. Auch Kinder dürfen entscheiden, wenn sie gerne Fleisch essen wollen oder den Joghurt in der bunten Verpackung. Vielleicht lässt sich euer Kind auf einen Kompromiss ein, oder auf eine Alternative. Wenn nicht, dann ist es so.

Tipp: Wenn ihr z.B. auf Nestlé Produkte verzichten möchtet, gibt es hier eine kleine Liste von den Firmen, die Nestlé mittlerweile gekauft hat und weshalb es nicht zu unterstützen ist.
Wenn euer Kind also nun etwas von Nestlé haben möchte , könnt ihr eurem Kind erklären warum ihr Nestlé nicht unterstützen möchtet und schaut nach Alternativen. Zu sagen “Nein, gibt’s nicht.” ist einfach, aber nicht sinnvoll und respektvoll gegenüber anderen Menschen.

Meiner Meinung nach sollte vor allem drauf geachtet werden, was für Produkte gekauft werden. Jemanden zu unterstützen, obwohl viele viele andere Menschen darunter leiden, kommt für mich nicht in Frage. Natürlich kaufe ich nicht perfekt ein. Um ‘perfekt’ geht es auch gar nicht. Es geht eher darum, achtsam zu sein. Brauche ich alles, was ich einkaufe? Kann ich etwas besserer kaufen? Kann ich es ggf selber herstellen? Aller Anfang ist schwer.. und alles von jetzt auf gleich umzustellen ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich könnte noch unendlich viele Themen aufschreiben, aber was ich eigentlich sagen möchte: kleine Schritte bringen etwas. Versucht nicht andere Menschen von eurer Meinung zu überzeugen, sondern versucht aufzuklären, wenn jemand aufgeklärt werden möchte.

Die Welt hat so unglaublich viele Baustellen, an denen wir kaum etwas ändern können. So sehr wir auch wollen. Es gibt so viel Hass und Ungerechtigkeit und Ausbeutung auf dieser Welt, von denen die meisten nichts ahnen oder es sich kaum ausmalen können – auch ich nicht.

Versucht nicht, alles in eurem Leben heute zu ändern und im Leben eurer Kinder und anderen Mitmenschen. Vorleben, recherchieren, ausprobieren, Ersatz finden (falls Ersatz gebraucht wird). Es ist ein kleiner Schritt, für eine riesen große Welt.

Zum Abschluss möchte ich euch einen Artikel, eine Studie von Dr. oec. troph. Karl von Koerber , hier zum lesen da lassen. Es geht vorwiegend um die Ernährung, aber halt darum, warum saisonal, regional und auch pflanzliche Ernährung ‘besser’ für die Zukunft ist, als das umhergeschiffe von tropischen Obstsorten und dem extremen Fleischverbrauch, der in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat.
Zum Artikel hier klicken.

Du bist gut, so wie du bist.

Mich überkommt in letzter Zeit immer wieder dieses Gefühl.. ein Gefühl von ‘nicht genug’ sein. Nicht gut genug sein. Auf viele Lebensbereiche bezogen. Auf’s Mama sein. Auf diesen Blog. Auf so einiges was ich aufgegeben/gelöscht habe, und es jetzt vielleicht sogar bereue.

Das, was ich meinen Kindern und auch anderen oft sage ist: DU bist gut, genau so wie du bist.
Warum sag ich mir das nicht?
Ein weiterer Satz, den ich meinen Kindern immer sage ist: Es ist schön, wenn Du mich und andere so doll lieb hast, aber vergiss nicht, dass es auch soo wichtig ist, dich selbst lieb zu haben.

Ich glaube ohne selbstliebe, funktioniert die ganze ‘Ich bin gut, so wie ich bin’ Sache nicht. Mich akzeptieren, wie schwer das ist, wenn das ganze vorherige Leben einem aufgezeigt wurde, was alles schlecht oder verbesserungsbedürftig ist.
Positive Eigenschaften und Stärken von sich selbst aufzählen.. kennt ihr das? MAcht ihr das?

Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch sollte ich meine Stärken und Schwächen aufschreiben. Meine Schwächen wusste ich sofort. Meine Stärken? Hab ich welche?
Dieses Ding mit der Selbstliebe ist gar nicht so einfach, wenn man es nicht gesagt bekommt, was alles toll und genau richtig an einem ist.

Das könnte hier ein langer Beitrag werden, warum es in der Kindheit also so unglaublich wichtig ist, den Kindern zu sagen, wie toll und genau richtig und gut sie eigentlich sind. Dass sie zwar hier und da Fehler machen, aber das jedem passiert. Dass nicht alles eine böse Absicht hat.

Doch ich möchte einfach mal nur für uns Erwachsene sprechen. Denn heute habe ich einen schlechten Tag. Einen ‘Ich bin nicht gut genug’-Tag.

Und mir hat jemand gesagt: Denk immer dran, du bist gut genug.

Ihr bitte folgen. 🙂


Danke. Wirklich, von Herzen, danke. Es ist so schwer, dieses negative, selbstverletzende Denken in positive Gedanken zu verwandeln.

An alle die heute einen schlechten Tag hatten:
Ihr seid nicht alleine. Ihr seid nicht schlecht. Nur eure Gedanken kamen heute vom Weg ab. Und vielleicht gab es blöde Situationen heute und wahrscheinlich wird es noch ganz oft solche Situationen geben. Aber das sind Augenblicke.

Wird diese Situation unser ganzes Leben zerstören? Also, mal ernst gemeint… wahrscheinlich eher nicht. Im fast schlimmsten Fall wird diese Situation negative Gedanken hervorrufen und uns weiß machen, dass der ganze Tag schlecht ist und wir selbst ziemlich blöd sind.

Wir sind gut so wie wir sind. Mit unseren Macken und Fehlern, die jedem von uns passieren. Findet einen Weg eure negativen Gedanken umzuleiten.
Schreibt euren Freunden, auch wenn ihr denkt, dass ihr sie nicht belasten wollt mit euren Problemen. Hört ein trauriges Lied und danach eins , was euch immer super motiviert. Trinkt einen Kaffee/Tee oder für die ganz harten unter euch ein Glas Wasser.

Atmet ein, atmet aus. Schaut eure Kinder an, denen ihr sagt, dass sie gut sind so wie sie sind.
Ihr seid’s auch.

Aufräumen mit Flylady und KonMari

Hallo ihr wundervollen Menschen!

Es ist mal wieder soweit: Weihnachten steht schon fast vor der Tür und neben all den Geschenke kaufen, mit den Kindern basteln und backen , möchte der Haushalt ja auch seine Aufmerksamkeit bekommen.

Und für viele heißt es dieses Jahr zu Weihnachten wieder: viel Besuch. Und nach Weihnachten folgt Silvester, was ja auch bei den meisten nochmal für Besuch sorgt.
Viele Menschen geraten in Hektik und Stress, denn es soll in ihrem Zuhause an solchen Feiertagen noch schöner und ordentlicher sein, als das restliche Jahr.

Ich möchte hiermit eine neue ‘Challenge’ (irgendwie mag ich das Wort nicht mehr, hat jemand eine andere Idee?) ankündigen , aber auch gleichzeitig noch mein kleines Statement abgeben.

An Weihnachten geht es nicht darum, wer den schönsten und größten Weihnachtsbaum hat. Oder wer die meisten Kekse gebacken und die coolsten Fensterbilder hat. Es geht auch nicht darum, wer die ordentlichste Wohnung hat, um seinen Besuch vor Neid zu erröten.

Es geht einzig und allein darum, miteinander Zeit zu verbringen.

Natürlich soll sich jeder in seinen eigenen vier Wänden wohl fühlen, und daher ist es dieses Mal keine Challenge, die bis Weihnachten geht und ab Januar geht dann das Chaos wieder los. Wir starten extra vor Weihnachten, aber mit dem Mindset, dass wir es nicht einig und allein für Weihnachten und unseren Besuch machen, sondern auf Vorbereitung auf das kommende Jahr und dass wir uns doch das ganze Jahr über wohl fühlen und zum Weihnachtsstress nicht noch der Aufräum- und Putzstress kommt.

Bei der Challenge vor zwei Jahren (oh Gott, ist das schon so lange her?) haben wir mit den Routinen angefangen. Das möchte ich dieses Mal etwas ändern.
Wir fangen mit einem kompletten Raum an und arbeiten uns so von Raum zu Raum. Nebenbei werden täglich zwei Sachen der Routine erledigt und erst wenn jeder Raum komplett abgearbeitet ist, fangen wir mit der richtigen Routine an.
Natürlich Babysteps (und familienfreundlich!), denn es ist schwer neue Gewohnheiten dauerhaft ins Leben zu integrieren. Menschen sind halt absolute Gewohnheitstiere – genauso der Stress kurz vor Weihnachten. Irgendwie bekommen wir es immer so vorgelebt, als ob dieser Stress einfach dazugehören müsse.

Ich denke ich habe vorerst genug geschrieben.
Zum Ende hin aber noch ein paar Informationen an alle Interessierten.

Ihr könnt euch liebend gern für den Newsletter anmelden. Somit bekommt ihr für jeden neuen Beitrag auch direkt eine kleine persönliche Mail.
Und auch jetzt für solche ‘Challenges’ bietet sich die Anmeldung an (ist natürlich keine Pflicht) , denn dann bekommt ihr hin und wieder eine Mail , in der neue Anregungen sind – z.B. welcher Raum, eine kleine Liste mit Aufgaben etc. (Anmelden für den Newsletter könnt ihr euch an der Seite (PC) oder ganz unten (Smartphone) )

Zu der neuen Facebook Gruppe kommt ihr über diesen Link.

So, das war es erstmal von mir.
Am 11.11.2019 starten wir – bis dahin könnt ihr euch ja schon einmal mental drauf vorbereiten :p

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag!
Lisa

4 Gewohnheiten für ein schönes Zuhause

Hallo meine Lieben!
Heute endlich mal wieder ein neuer Artikel über Haushalt. Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken drüber gemacht, ob die Flylady Routine wirklich zu jedem passt oder passen kann. Denn in meiner Gruppe habe ich schon öfter gelesen, dass es einigen einfach zu viel ist , vor allem , wenn sie Vollzeitarbeit und Kinder haben.

Daher habe ich überlegt, was wirklich wichtig ist im Haushalt, welche Sachen jeden Tag zu erledigen sind, damit das Haus einen ticken ordentlicher und sauberer ist und angenehm riecht.

Die derzeitige Routine enthält zwar gar nicht sooo viele Aufgaben, aber auch ich als Alleinerziehende merke, dass die Zeit manchmal nicht reicht, oder die Kinder mich dann doch fordern, wenn ich gerade starten will oder mitten drin bin – hier sei nochmals gesagt: Familie geht vor. Immer.

Ebenso halte ich nichts davon, die Kinder zum mithelfen zu zwingen – dann ist es ja keine “Hilfe” , wie sie eigentlich eben sein sollte. Ich frage meine Kinder sehr oft ob wir fix die Spielsachen zusammen wegräumen wollen, meist kommt ein Nein, weil sie gar nicht wissen was sie eigentlich machen sollen – hier hilft dann zu sagen, was genau wohin kommt. Sprich: Kind 1 räumt das Puzzle in die Schachtel zurück und Kind 2 sammelt die Sachen für die Spielküche zusammen. und ich mach dann meist schnell den Rest. 😀

Die Routine bisher war:

  • Bett, Lüften, anziehen
  • Badezimmer sauber machen
  • Wäsche waschen, trocknen, wegräumen
  • Staubsaugen und wischen
  • Abwasch/Geschirrspüler
  • Spüle sauber machen
  • allgemein Aufräumen und Hotspots beseitigen
  • Kleidung für den nächsten Tag rauslegen

Wenn diese Sachen jeden Tag erledigt werden (und man dann noch tolle Helferlein wie Trockner, Geschirrspüler und Saugroboter* hat), dann geht es relativ schnell – und ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass jeder irgendwann zu dieser Routine ankommen “sollte” um wirklich ein dauerhaftes Wohlfühlzuhause zu haben. Allerdings kann es am Anfang einfach überfordern und so viele neue Sachen als neue Angewohnheiten zu erarbeiten, kann auch schnell zu Frust führen, weil es am Anfang einfach lange dauert, die Zeit dafür manchmal fehlt und es gefühlt kaum anders aussieht.

Daher meine 4 neuen Angewohnheiten für alle Neustarter:

  1. Bett machen

    Weiterhin bleibt das Bett machen in der Routine – ein Raum sieht direkt ordentlicher aus, wenn das Bett gemacht ist.

  2. Wäsche
    Auch das Wäsche machen bleibt in der Routine – “One Load per Day keeps Chaos away” sagt die Flylady. Ich versuche mindestens eine Maschine am Tag zu waschen – wenn der Wäscheberg erstmal weg ist, reicht meist sogar alle zwei Tage.
  3. Müll
    Täglich Müll rausbringen – zumindest wenn es sich um Windelmüll handelt. Müll stinkt einfach sehr schnell und was ist schlimmer als ein stinkender Raum?
  4. Abwasch
    Auch hier bleibt der Abwasch in der Routine – einfach weil es sein “muss”. Die Küche sieht ordentlicher/sauberer aus, wenn kein dreckiges (oder auch sauberes) Geschirr rumsteht und es entstehen ebenfalls keine schlechten Gerüche, wenn tagelang benutztes Geschirr sich stapelt.

Das sind die vier Angewohnheiten um zumindest in die Richtung eines ordentlichen Zuhauses zu gelangen. Für viele scheint das jetzt völlig selbstverständlich diese Dinge jeden Tag zu erledigen, aber für andere ist es das nicht.
Nebenbei kann dann noch aufgeräumt werden und wenn gerade der Abwasch erledigt ist, ist man gerade im Flow um noch die Küchenzeilen abzuwischen. Nachdem das Bett gemacht wurde, werden die herumliegenden Sachen noch weggeräumt und um die Waschmaschine zu starten werden überall herumliegende Kleidungsstücke aufgesammelt. So fix ist dann eigentlich auch schon der gesamte Haushalt gemacht.

Das war nun auch schon die kleine aber feine “neue” Routine.
Ich finde, sie ist sehr gut um erstmal wieder in den Flow zu kommen. Manchmal sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr – oder vor lauter Wäsche die Waschmaschine? 😉
Mir helfen diese kleinen Schritte immer wieder um mich erstmal auf das Nötigste zu konzentrieren. Klar, ein perfekter Haushalt wäre .. perfekt, jedoch ist es halt einfach oftmals nicht der Fall.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag gefallen und konnte dir etwas helfen. 🙂

Lisa

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Für die Weihnachtszeit: leckere vegane Cookies backen

Morgen ist der erste Advent und die meisten von uns bekommen an diesen Tagen Advents-Besuch, oder?
Was ist also passender als ein paar sehr leckere vegane Cookies, bei denen ihr die Zusatz-Zutaten je nach Geschmack und Vorlieben variieren könnt?! 🙂

Meine Kinder und ich lieben derzeit Kekse in allen möglichen Formen und Farben und seit einigen Tagen möchte meine große Tochter immer wieder unbedingt selbst Kekse backen – nun werden ja die meisten Teige mit Eiern gemacht, welche wir aber nicht kaufen und bisher fand ich auch den Eiersatz in Keksen nicht so pralle – also musste ein Teig her, der ohne Ei auskommt und trotzdem ganz toll schmeckt.

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“Du brauchst doch gar keinen Schnuller mehr!” – warum ich meiner Tochter die Entscheidung lasse.

Meine Tochter ist etwas über drei Jahre alt und hat noch einen Schnuller. Naja, eigentlich sind es zwischen vier und sechs Schnuller. Und ja, sie braucht jeden einzelnen davon. Einen bestimmten hat sie immer im Mund und die restlichen in den Händen. Sie liebt sie abgöttisch. Sie will die Schnuller. Sie braucht sie.

Und doch sprechen uns vermehrt VerkäuferInnen an der Kasse an mit “Du brauchst den Schnuller doch gar nicht mehr. Du bist schon groß” WHAT THE HELL interessiert es dich überhaupt?!

Es steht weder ein Maßband neben meiner Tochter, noch steht ihr Alter auf ihrer Stirn. Aber ja – Schnuller ist was für Babys, das ist doch klar.
Dass auch größere Kinder noch ein absolut natürliches Saugbedürfnis haben, wissen leider die wenigsten, denn woher auch, wenn ab ca sechs Monaten versucht wird, dem Baby der antrainierte Schnuller wieder abzutrainieren?

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„Hört auf zu streiten!“ – und warum du das nicht sagen solltest

Ich übe mich ja immer wieder in Empathie. Und in Nerven bewahren – zweiteres fällt mir schwerer.

Meine Kinder sind jetzt drei und zwei Jahre alt und können sich ganz schön lieb haben – so richtig mit Kussi hier, Kussi da, Umarmung, Händchen halten …

Aber genauso gut können sie streiten – das ist mir ja echt das liebste. Ich könnte durchdrehen. Und tatsächlich tue ich es.

Hörst du dir manchmal zu?

Das hab ich mich gestern Abend gefragt. Die Kinder lagen schlafend neben mir und ich grübelte darüber nach, warum ich Streitigkeiten der Kinder so nervig finde. Und warum ich daraufhin mit anschreien reagiere.

Da fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen:

Anschreien bringt nichts. Anschreien erniedrigt, anschreien macht ein schlechtes Gewissen.

Und ich möchte nicht, dass sich meine Kinder schlecht fühlen. Nicht durch mich. Nicht, weil ich sie so unreflektiert und dumm angeschrien habe, weil ich nicht in der Lage war, sie einfach nur zu begleiten und beiden Empathie zu schenken. Weil Streiten normal ist. Und in Ordnung.

Warum fällt es mir schwer Streitigkeiten zu sehen/hören?

Ich habe mal tief in mich hinein gehorcht, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nie „gelernt“ habe einen Streit zu führen. Eine Diskussion zu lösen.

Ein Streit ist für alle Beteiligten einfach nur anstrengend , vor allem, wenn sich die Streitenden noch nicht so gut ausdrücken können, worum überhaupt gestritten wird und wie es gelöst werden kann.

Schreien hilft nicht und sendet falsche Signale

Bisher ist mir ziemlich schnell die Empathie flöten gegangen und die Hutschnur platzte – ich schrie beide an :

„Könnt ihr nicht eiiiiiinmal aufhören zu streiten?!!!! BITTE! Es n-e-r-v-t!“

Die sich gegenseitig anbrüllenden Kinder schwiegen nun und schauten mich mit großen Augen an.

Der Blick senkte sich. Stille.

Scheiße. So will ich nicht sein.

Wie kam ich auf die Idee, einen lautstarken Streit mit der doppelten Lautstärke zu schlichten?

Eigentlich, hatte ich ja nicht mal versucht den Streit zu schlichten, ich wollte einfach Ruhe. Ich wollte Frieden.

Aber so einfach ist es ja eben nicht.

Wer findet es nicht toll, wenn sich alle vertragen und den ganzen Tag Lächeln und friedlich zusammen spielen und … äh, und wo bleibt die Realität in der es Wut, Trauer und Zorn gibt? In der geflucht wird , gestritten und gebrüllt?

Warum nehmen wir uns Erwachsene eigentlich das Recht raus unsere Kinder anzubrüllen wenn uns was nicht passt, aber sie sollen den ganzen Tag wie glückliche Roboter spielen?

Wieso haben wir das Recht mit unseren Kindern und anderen Menschen zu streiten, aber unsere Kinder dürfen dies nicht?

Müssen Kinder streiten lernen?

Ich halte ja nicht so viel von „lernen müssen“ – das hat etwas von ‚antrainieren‘, ‚ zwingen‘ , ‚in eine Schablone pressen‘ ..

Doch, müssen Kinder streiten lernen?

Ich glaube nicht, dass sie streiten richtig lernen müssen, sondern viel mehr uns als Begleiter brauchen. Jemand, der von außen nochmal auf die Situation schaut, neutral ist, Lösungen findet und das dann alle gemeinsam aus dem Streit finden.

Denn ich glaube, dass es Menschen erst dann gelingt , konstruktive Diskussionen zu führen, wenn sie erfahren haben, wie sie konstruktiv in Streitigkeiten vorgehen. Wenn sie dabei begleitet wurden , Lösungsorientiert vorgegangen sind und mit zunehmendem Alter, braucht es dann eventuell keinen Begleiter mehr. (Nicht umsonst gibt es Streitschlichter oder auch Mediatoren)

Wie kann eine solche Begleitung denn aber aussehen?

„ Oh , streitet ihr euch gerade um XYZ?

Du wolltest damit gerne spielen und X hat es dir weggenommen?

(An X gewandt) Du wolltest gerade auch damit spielen? Weißt du, Y hatte das gerade und hat damit gespielt. Willst du ihr es zurück geben und wir suchen was anderes zum Spielen? „

Zwei Antwortmöglichkeiten stehen jetzt vor uns: entweder sagt das Kind ja, oder es sagt nein,

Bei Ja ist es natürlich klar. XYZ wird zurückgegeben und was anderes zum Spielen wird gesucht. Problem gelöst und alle sind glücklich – doch in den meisten Fällen ist es ja doch nicht ganz so einfach und es beharrt auf ein nein.

Das ist so der Zeitpunkt, bei dem mir die Nerven schon Geige spielen – das Kind schreit nein, das andere Kind schreit und weint immer lauter und ich weiß nicht was ich machen soll. Vertrösten?

(Zu Y gewandt) „ hmm, X will XYZ nicht wieder hergeben. Das ist jetzt richtig doof, oder? Möchtest du, dass wir was anderes spielen? Soll ich dich trösten? „

Die Problematik ist , finde ich, dass ich meine Kinder nicht dazu anleite zu teilen – bei anderen (fremden) Kindern. Doch , wie geht das bei Geschwistern?! Bei Sachen, die beiden Kindern gehören?

Prinzip ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst „?

Das finde ich ja ganz plausible , aber genauso blöd für das andere Kind – denn es gehört ja auch ihm.

Wegnehmen tolerieren und die Wut und Trauer vom anderen begleiten?

Ich denke , dass dies der bessere Weg bei Geschwistern ist.

  • Situation schildern
  • Fragen wegen zurückgeben und anderes suchen
  • Ggf Wut und Trauer begleiten

Das ist mein Weg, den ich versuche bei meinen Kindern zu gehen. Für Sachen, die ganz klar X oder Y gehören, würde ich aber eben auch genau das klarstellen „Tut mir Leid, aber das gehört X und sie möchte das zurückhaben. Komm, wir können dafür was anderes spielen.“ – daraufhin folgt ja doch meist ein Wutanfall, klar, das ist einfach Mist, wenn jemand etwas hat, was der andere auch gerne hätte (jetzt weiß ich wieder, warum wir so viele doppelte Sachen haben!).

Also mein Tipp:

Hör dir selbst öfter zu. Möchtest du so angeschrien werden? Möchtest du bei Streitereien angepöbelt werden oder würdest du es begrüßen, wenn jemand von außen dich sieht.

Dich sieht, wie verzweifelt du bist. Wie sehr du gerade XY willst oder eben auch nicht willst.

Der Streit löst sich nicht auf indem jemand schreit, dass der Streit aufhören solle, sondern eben indem der Streit zu Ende geführt wird – und da brauchen Kinder einfach noch enge Begleitung und eine Riesen Portion Empathie.

Und wir stärkere Nerven. ❤️

P.S. Wenn ich als Begleiter da bin, dann nehme ich niemals (!) meinem Kind etwas weg „weil XY es zuerst hatte“, das ist eine Macht, die ich nicht ausnutzen möchte. Ebenso möchte ich eben Begleiter sein und diesen Streit nicht *päng* auflösen, sondern der Streit darf gerade Raum haben. Die Kinder ‚sollen‘ es ,soweit es eben ohne Begleitung möglich ist , unter sich ausmachen – wenn es heißt, dass X das Spielzeug wieder an sich reißt , dann ist das in Ordnung.

Aber ich möchte auf Augenhöhe bleiben – und da sehe ich anschreien und/oder einfach wegnehmen nicht als Lösung an.

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