Morgens früher aufstehen und warum es mir letztes Jahr nicht gut ging.

Morgens früher aufstehen und warum es mir letztes Jahr nicht gut ging.

23. Januar 2019 0 Von Lisa

Es hat mich das ganze Jahr 2018 gekostet um heute sagen zu können, dass ich wieder glücklich bin. Oder glücklicher als vor einem Jahr.
Dass ich weniger depressive Phasen habe, einige Routinen wieder habe und wieder positiver denke.

2018 war gefühlsmäßig chaotisch

Ein ganzes Jahr, in dem ich mich so schlecht gefühlt habe. Natürlich nicht immer, und ich hatte einen total tollen Sommer und Herbst. Aber oft habe ich mich unglaublich schlecht gefühlt.

Wir haben uns größtenteils sehr ungesund ernährt, ich hatte meine (Haushalts-)Routine oft völlig schleifen gelassen, ich fühlte mich schlapp und mir war alles zu viel.
Der Grund, warum ich am Blog nicht mehr schrieb und mich für nichts mehr interessierte, was Kinder betrifft. Mir war einfach alles zu viel. 24/7 mit meinen eigenen Kindern, keine Pause, Abends mit beiden zusammen eingeschlafen, morgens mit ihnen aufgewacht. Ich konnte nicht mehr und ich wollte nicht mehr. Ich deabonnierte Gruppen auf Facebook, ich entfolgte viiiielen Menschen auf Instagram, ich wollte von all dem meine Ruhe.

Die Tage an denen es super heiß war konnte ich dafür total genießen. Wir waren von morgens bis abends draußen, haben Eis und Wassermelone gemampft und am Strand gelegen und es uns einfach gut gehen lassen. An solchen Tagen (und es waren viiiele) habe ich das Leben genießen können, und auch vor allem genießen können, dass ich meinen Kindern es ermöglichen konnte – so ganz ohne Kindergarten. Einfach leben, das kühle Wasser genießen, mit anderen Kindern spielen und sich von der Sonne küssen lassen.

Warum habe ich mich dann schlecht gefühlt, wenn ich diese Zeit doch so genossen habe?
Ich war das komplette Jahr auf einem Ego-/Selbstfindungstrip. Habe die Kinder, sobald es ging, an meine Eltern abgegeben und war einfach so super glücklich endlich ‚alleine‘ zu sein. Ruhe zu haben. Das machen zu können, worauf ICH gerade Lust hatte, ohne immer Rücksicht auf meine Kinder nehmen zu müssen.

Jetzt weiß ich, dass es normal ist und auch wichtig ist, sich Zeit für sich zu nehmen. Und zu dieser Zeit brauchte ich sie ganz dringend und mental war ich so kaputt, dass ich davon ganz viel brauchte. Mittlerweile ist es für mich in Ordnung, wenn ich sie alle zwei-drei Wochen mal für einige Stunden abgeben kann, sollte es gerade passen. Vor einem halben Jahr war das kaum auszuhalten für mich.

Wie wichtig diese Me-Time einfach ist. Selbstfürsorge. Selbstfindung. Was muss ich machen , damit es mir gut geht? Was brauche ich jetzt, um wieder normal zu ‚funktionieren‘?
Es kann so frustrierend sein, Tag aus Tag ein, gefühlt immer nur das gleiche zu machen und vom Aufstehen bis zum Einschlafen mit den Kindern zusammen zu sein ohne einmal richtig zur Ruhe zu kommen.

Dieses Jahr wird toll. Universum, hast du mich gehört?!

Dieses Jahr – und es hat ja erst begonnen – hat sich schon total viel geändert. Ich wollte unbedingt wieder früher aufstehen, damit ich mindestens eine Stunde vor den Kindern wach bin. Vor zwei Jahren bin ich täglich um 5:45 Uhr aufgestanden und es tat einfach so gut den Tag ‚in Ruhe‘ zu starten und sich erstmal um sich selbst zu kümmern. Kaffee oder Tee aufsetzen, ein paar Seiten in einem Buch lesen, etwas schreiben und ggf auch schon gemütlich Frühstücken.
Letztes Jahr – bzw bis vor ca zwei Wochen – war es etwas anders. Da habe ich mich ‚müde‘ geschlafen und bin zusammen mit meinen Kindern aufgestanden. Und dann war da direkt dieser innerliche Stress:
Die Kinder wollen was essen, auf’s Klo und hier und da und alles sofort und ich habe doch nur zwei Arme und möchte nicht hektisch umher laufen!

Dank Ruth (<3) stehe ich jetzt wieder um sechs Uhr auf. Ich schrieb ihr, dass ich wieder früher aufstehen möchte, weil es mir dann einfach viel besser geht. Und da ich wusste, dass sie ein Frühaufsteher ist – aus den gleichen Gründen, wie ich sie habe – bat ich sie, dass ich die ‚Pflicht‘ habe ihr morgens zu schreiben, damit ich wach bin.
Und tatsächlich war ich sogar kurz vor dem Wecker klingeln schon total wach. Manchmal braucht es einfach nur jemanden, der einem mental Kraft gibt , damit man etwas erreicht. Und zudem hab ich jetzt morgens jemanden, mit dem ich schreiben kann 😀

Ich stehe also morgens um sechs auf und trinke erstmal ordentlich viel Wasser und danach einen Tee oder einen Latte Macchiato (große Liebe und so.) und schreibe dann an meinem Bullet Journal (wobei mir gerade die Ideen ausgehen) oder schaue ein bisschen was auf YouTube. Füttere mein Katerchen , mache ggf schon Sport und mich fertig für den Tag.

Ich bin glücklich. Ich fühl mich mehr im reinen mit mir selbst. Und ich glaube, dass es wichtig war, dass das letzte Jahr viele Höhen und Tiefen hatte, denn ich habe einfach viele Monate gebraucht um mir klar werden zu lassen und verschiedene Strategien zu durchleben um zu schauen was zu mir passt und was ich brauche , damit es mir seelisch gut geht. Und vor allem das frühe aufstehen ist etwas, was unglaublich wichtig für mich ist. Der ganze Tag wird viel produktiver genutzt und ich bin soo viel entspannter , was sich positiv auf die Kinder auswirkt.

Ebenfalls versuche ich einmal am Tag, gemeinsam mit meinen Kindern, für mindestens 30 Min. raus zugehen, auch wenn es einfach mega kalt ist und wir im Winter definitiv keine Draußen-Menschen sind.

Wie macht ihr das, um seelisch mit euch im reinen zu bleiben? Reicht euch abends, wenn eure Kinder schlafen, eure Me-Time? Und wie gestaltet ihr diese Zeit für euch selbst? Schreibt es mir mal in die Kommentare oder schickt mir eine Mail 🙂