Pause. Hormonelle Veränderung. Abstand von Facebook.

Ich habe es schon auf Facebook und Instagram gepostet: Pause.
Die nehme ich mir gerade (haha, warum schreibe ich dann einen Beitrag?! *auf die Finger hau*) , von Facebook, von Instagram und Twitter. Eigentlich von so ziemlich allen Social Media Kanälen – denn das brauche ich gerade.

Ich war am überlegen ob ich überhaupt einen Beitrag dazu schreiben soll – und auch jetzt beim Tippen, bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das ganze überhaupt online gehen wird.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich verloren. So richtig. Ich weiß nicht wo ich bin. Wer ich bin. Wofür ich stehe. Ich weiß, wer ich nicht sein will und wer ich sein will. Ich weiß, wofür ich stehen möchte. Viel -ich- bezogenes Zeugs. Egoistisch, das dachte ich, doch das bin ich nicht.

Ich bin der einzige Mensch, mit dem ich das ganze restliche Leben verbringen muss. Ich muss mich kennen. Ich muss mich zu schätzen wissen. Ich muss mich mögen und mich akzeptieren.

Ich erzähle euch heute mal etwas von mir. Viel persönliches. Denn einiges davon sind Tabuthemen, die keine sein dürfen. Und deshalb spreche ich sie an, auch wenn ich Angst habe. Scham fühle. Doch whatever, I’m just a human.

Wenn das Internet überhand nimmt und die Freunde gehen

Natürlich besitze ich ein Handy und einen Laptop. Einen Fernseher natürlich auch. Und es wird wahrscheinlich auch all diese Dinge weiterhin in meinem Leben geben.
„Natürlich“ schreibe ich, weil ich einen Online-Blog betreibe und ja auch auf Facebook und co präsent bin.

Und , versteht mich nicht falsch, ich liebe das alles. Sonst würde ich auch hier und jetzt nicht schreiben.

Doch es ist zu viel geworden. Ich habe mich sehr eingeigelt und war sehr viel bei Facebook. Und das war kein „oh, ein neuer Beitrag von XY, da kommentiere und lese ich mal.“ , sondern ein „scroll, scroll, scroll, scroll…..“ App öffnen, App schließen, langeweile vertreiben – Langeweile? Ich habe doch verdammt viel zu tun!

Ich habe mich natürlich zwischendrin um meine Kinder gekümmert, habe Haushalt gemacht, den Hund rausgelassen, gekocht etc… doch das Handy ist oder war mein ständiger Begleiter.

Bei Frau Mierau hatte ich erst kürzlich einen Beitrag zum Smartphone gelesen und dachte „Cool! Also ist es „erlaubt“ den halben Tag am Handy zu gammeln“ – doch, ich will es mir nicht erlauben. Ich möchte mir nicht erlauben sinnfrei an diesem Ding rum zudaddeln und das restliche Leben zieht an mir vorbei.

Denn das ist es.

Ich kämmte meine Haare nur noch so alle 3-4 Tage (bei meinen Haaren ist das der größte Fehler überhaupt!). Ich schminkte mich nicht mehr – weder für andere (wobei ich das eher nie gemacht habe) noch für mich selbst. Meine Beinhaare sahen aus wie ein 2 Wochen Bart von einem Mann. Mehr Details? Nööö. 😉 Ich war mir selbst schlichtweg ziemlich scheiß egal. Hauptsache ich verhungere nicht.

Und da ich mich nicht mal um mich selbst kümmer(t)e , kümmer(t)e ich mich noch weniger um meine Freunde. Habe ich überhaupt noch welche? Wahrscheinlich schon, doch Freundschaften wollen auch gepflegt werden.

Was muss sich ändern? Wie muss ich mich verändern? 

Da sträubt sich immer noch ganz viel in mir. Ich möchte mich nicht erziehen. Ich möchte mich nicht zwingen um mich zu verändern. Aber ich möchte mich ändern um ein schöneres Leben zu leben und mir selbst auch zu „erlauben“ glücklich sein zu dürfen.

Hormonelle Veränderungen machen mich fertig

Meine kleine Tochter ist im August zwei Jahre alt geworden. Ich stille noch – von ganzem Herzen. Naja, mal mehr, mal weniger gerne.

Zwei Monate vor ihrem zweiten Geburtstag habe ich meine Periode wieder bekommen – wow, was ein Glück ich doch habe, so lange eine Pause gehabt zu haben!

But, wait! Meine Hormone bringen mich um den Verstand!

Denn ich habe schon Monate (!) vorher mit hormonellen Veränderungen zu kämpfen gehabt. Ich habe zugenommen, war launisch, habe sehr viel gegessen, meine Haut veränderte sich extrem.

Und letztens habe ich auf YouTube ein Video von „The View“ gesehen – ich liebe Whoopie Goldberg einfach! –  und dort sprachen sie von hormonellen Veränderungen. Und das betrifft keine Pickel, Gewichtszunahmen sondern Trockenheit im Intimbereich, Hitzewallungen, kein Bock auf Sex haben.

Und das sind absolute Tabuthemen!

Ja, ich habe keine Lust auf Sex. Ja, mir tut mein partner ggf auch Leid, aber ehrlich…ich habe keine Lust. Ich möchte einfach nicht. So what?!

Ich habe mir wirklich lange(!) den Kopf darüber zerbrochen. Vor allem, wenn Kommentare kommen, wie „Das kann ja nicht normal sein, du solltest zum Arzt gehen“ oder auch gelesene Kommentare wie „Naja, du musst dann halt einfach mal dadurch, dann kommt die Lust auch irgendwann wieder..“

What the hell?

Nach dem Video war ich mir meiner selbst ein Stückchen bewusster:

Es ist normal. Ich brauche nicht zum Arzt rennen oder mich dazu zwingen. Das einzige was mein Körper und ich brauchen ist: Akzeptanz.

Denn der weibliche Körper geht durch verdammt viele hormonelle Veränderungen. Und manchmal ist es toll und dann gibt es Zeiten, da ist es eben ziemlich Scheiße. Aber auch das ist in Ordnung. Ich akzeptiere mich jetzt so wie ich bin.

Und ich weiß, dass ich nicht die einzige Frau bin, die solche hormonellen Veränderungen hat. Bitte sprecht darüber. Nicht, damit ihr euch verändert, sondern damit auch andere verstehen, dass es normal ist, nichts worum sich jemand schämen muss.

Ich beginne jetzt meine kleine Reise um mich selbst wieder zu finden. Mich so zu akzeptieren wie ich bin. Und mich selbst wieder lieben zu lernen.

Bis dann.

1 Kommentare

  1. Liebe Lisa,

    Ich kämme meine Haare auf Grund von Naturlocken meistens auch nur vor und nach der Haarwäsche, sonst kämme ich mir die Locken raus und das Fett von der Kopfhaut rein. Daher finde ich das nicht schlimm. Ich schminke mich auch nur selten und rasiere mich hauptsächlich wenn ich vorhabe schwimme zu gehen oder wenn’s mir mal zu viel Haare werden. Also auch das finde ich ist kein „sich gehen lassen“. Ich bin auch viel am Handy und werde nervös wenn das Ding nicht in meiner Nähe ist. Das gehört aber auch zu meinem Beruf, denn darauf geht eine Hotline für MonthlyCup, für die ich arbeite – womit wir beim Thema Hormone und Menstruation wären: Meine Zyklen werden länger seit ich 30 bin, ich habe stärkeres PMS bin launisch und spüre den Eisprung und die Hormonumstellungen im Körper stärkere und ja auch ich habe weniger Lust als früher: Es sind andere Dinge in den Vordergrund gerückt. Zum Beispiel neben dem Stress mit den Kindern noch genug Schlaf zu bekommen. Es ist ein guter Vorsatz sich selbst wichtig zu nehmen und zu akzeptieren. Denn es gibt in diesem Fall kein Falsch! Liebe Grüße, Ella

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.