Wieso wir unsere Kinder nicht auf die Zukunft vorbereiten dürfen

Wieso wir unsere Kinder nicht auf die Zukunft vorbereiten dürfen

24. November 2016 1 Von Lisa

„Ein Kind muss erzogen werden – es muss auf die Zukunft vorbereitet werden.“

 „Die Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder.“

Und doch sollen unsere Kinder brav an der Hand laufen, den Blick gesenkt , bloß nicht nach links und rechts schauen. Dem eisernen Weg folgen, den schon mehrere Generationen gegangen sind. 

Eine Zukunft , von der niemand weiß , wie sie aussehen wird – doch lässt es sich erahnen, wie sie aussehen könnte : Konsum, Krieg, Stress, Depressionen, Erfolg.. – die Liste scheint endlos. 

Ich könnte jetzt einen Vortrag darüber halten, wie wir unsere Erde zerstören , doch darauf möchte ich nicht hinaus – sondern viel mehr darauf, dass all der Erfolg und Konsum uns nichts bringen wird. 

Wir arbeiten das ganze Leben , erziehen unsere Kinder so, dass auch sie ihr ganzes Leben arbeiten , um irgendwie erfolgreich zu werden. 

Wir konsumieren jegliche Sachen, kaufen immer mehr um Liebe zu erkaufen.

Doch was bleibt ist eine zerstörte Erde, auf der es kein Leben mehr gibt. 

Nicht dich, nicht mich und das schlimmste: nicht unsere geliebten Kinder, Enkel, Urenkel..

Wofür also das alles? Wir arbeiten geradewegs daraufhin alles zu zerstören. Wir erziehen unsere Kinder dazu, alles zu geben um letzten Endes alles zu verlieren, weil wir nicht achtsam genug waren. 

Achtsamkeit fängt nicht bei mir an und hört bei meinen Kindern auf.

Eine gute Zukunft haben

„Ich erziehe mein Kind, damit es eine gute Zukunft hat.“

Doch woher will jemand wissen, wie eine gute Zukunft ausschaut, wenn eben dieser jemand nicht weiß, was an der Vergangenheit „falsch“ war? 

Was muss ich heute ändern um eine gute Zukunft zu haben? 

Konsum, Gewalt, Stress. Minimieren, so schnell und gut es geht. 

„Aber nur weil ich weniger konsumiere , machen es trotzdem alle anderen wie bisher.“ – sei Vorbild! Vor allem für deine Kinder! Für deine Mitmenschen – für dich! 

Stell dir vor, die Zukunft liegt in deinen Händen. Stell dir vor, du könntest die Welt vor dem Zerfall retten, indem du weniger konsumierst, empathischer bist, Empathie vorlebst , Streit schlichtest , den Stummen eine Stimme gibst , den Schwachen deine Stärke gibst. 

Würdest du es machen? 

Wenn es ganz alleine von dir abhängig wäre – würdest du es wollen? 

Ich ja. 

Denn es wird sich auch nichts ändern, wenn jeder denkt „Aber ich kann die Welt nicht ändern“ – DOCH, kannst du! Kann jeder von uns! 

Die Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder

Dann lasst uns unsere Kinder das sein, was sie sind: Weltentdecker. Forscher. Wissenschaftler. 

Kinder sind Tyrannen?!

Nein, im Gegenteil – wir Eltern sind es. 

Wir wissen was mit der Erde geschieht, was uns für eine Zukunft in etwa blüht.

Unsere Kinder haben von alle dem keine Ahnung und wir lassen sie mit offenen Armen in die Hölle spazieren , finden es auch noch gut und drillen sie dazu , noch schlimmer zu werden, als wir es schon sind.

Empathie, Entschleunigung und Achtsamkeit

Gebe deinem Kind Empathie mit auf den Weg, für eine Zukunft , in der die Erwachsenen und die Kinder jegliche Gefühle wieder fühlen dürfen.

Entschleunige euer Leben – damit die Zukunft nicht voller gestresster Kinder und Erwachsener ist. 

Sei achtsam – zu dir, deinen Nächsten und der Umwelt, damit es überhaupt eine Zukunft für deine Kinder und deren Kinder gibt. 

Die Zukunft liegt nicht in den Händen unserer Kinder – wir als Erwachsene tragen die Verantwortung!