Selbstbestimmt, Attachment Parenting & Unerzogen

Selbstbestimmt Leben.

Selbstbestimmt schlafen, selbstbestimmt essen, selbstbestimmt Fernsehen gucken – ihr wisst, die Liste könnte noch ewig so weiter gehen.

Was ist selbstbestimmt eigentlich?
Was ist Attachment Parenting eigentlich?
Und vorallem – was ist unerzogen?!

Das alles möchte ich euch heute erklären, näher bringen und vielleicht den ein oder anderen AHA-Effekt hervorrufen. Oder besser noch: ich möchte zum reflektieren anregen.

Was ist Attachment Parenting?

Ich fange mit AP (Kurzform für Attachment Parenting) an.

Unter AP verstehen die meisten eine bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung.
Doch, was ist überhaupt Bindungs- und Bedürfnisorientierung?!

Viele denken sofort an:

  • Tragen im Tragetuch oder einer Trage
  • Stillen
  • Familienbett
  • BLW (BabyLedWeaning)

Doch ist AP wirklich nur bisschen kuscheln hier und bisschen kuscheln da und lieber eine Möhre hinhalten anstatt einer fein pürierten Möhrenpaste aus dem Glas?

Jeder hat so seine eigene Definition – und natürlich habe auch ich meine.

Die oben genannten Stichtpunkte zähle auch ich zu einer bindungs- und bedürfnisorientierten Erziehung , ABER ich ganz persönlich sehe keine Altersbegrenzung.

Oft lese ich, dass Eltern nur ’nach dem AP Konzept‚ (ich schreibe es extra in Häkchen) leben, bis ihr Kind ein gewisses Alter erreicht hat – dieses ist meistens so bis zum 12 Lebensmonat.
Ab da ist dann das Kind ein Kleinkind, fängt urplötzlich an zu trotzen und nun kommt man als Eltern ja einfach nicht mehr an einer strengen und konsequenten Erziehung drumherum.

Die liebevolle Erziehung hat nun ein Ende – es wird abgestillt, denn das Kind ist nun groß genug und braucht all das ja gar nicht mehr – dann lieber Kuhmilch (ist auch immer besser, eine Muttermilch einer anderen Spezies anzubieten, als einfach weiter zu stillen – sorry, für alle, die sich gerade auf den Schlips getreten fühlen!)

Ich lese es auch immer und immer wieder :

„Das Kind will einfach nicht schlafen ohne Brust, es muss nun einfach mal abgestillt werden – kann ja nicht angehen, dass dieses Kind nicht ohne Brust einschlafen will!“

Ich frage mich, wieso wird so sehr differenziert? Wieso haben nur Kinder bis zu einem gewissen Alter eine bindungs- und bedürfnisorientierte Erziehung verdient? Lieben wir unsere Kinder nach dem ersten Geburtstag weniger ? Hören wir zu sehr auf die Gesellschaft , die Tag ein und Tag aus predigt, dass ein Kind nur ‚Mist baut‘ wenn es keine ’strenge und konsequente‘ Erziehung genießt? Hat nicht jeder Menschen gerne, die einen mit Respekt behandeln, Gleichwürdigkeit schätzen?

Attachment Parenting kennt keine Altersgrenze. Attachment Parenting hat und ist kein Konzept. Attachment Parenting muss man leben und fühlen – es ist kein Modetrend , der irgendwann vorbei ist und plötzlich müssen die Kinder hin und her erzogen werden.

Attachment Parenting ist viel mehr als ein bisschen im Tragetuch tragen, bisschen im Familienbett kuscheln und feste Nahrung geben.

Attachment Parenting kann auch sein, wenn das Kind nicht gestillt wird. Denn Liebe , Gleichwürdigkeit, Nähe, Geborgenheit, Bedürfnisse erfüllen, Bindung fördern – all das kann auch ohne Familienbett, stillen, BLW usw gehen.

Und Attachment Parenting muss für alle klappen.
Was bringt es mir zu sagen, dass wir AP leben und ich mein Kind ins Tragetuch zwinge obwohl es das nicht will? Eben – nichts.

Unerzogen

Heftige Diskussionen werden lawinenhaft ausgelöst, wenn man erzählt, dass man nicht erzieht.

Puh, was musste ich schon alles hören:

„Wie geht denn das? Also ein Kind BRAUCHT Erziehung. Ein Kind MUSS doch erzogen werden! Was macht man denn, wenn das Kind ein Schimpfwort sagt?! Das GEHT DOCH NICHT!“

Ich muss gerade etwas in mich hineinlachen. Schimpfwörter werden nicht benutzt , wenn man erzieht?
Wer bitte glaubt denn sowas? Wirklich jetzt?

Ich kann doch nicht sagen „Scheiße, wenn ich mein Kind nicht erziehe , dann sagt es Schimpfwörter!“

Merkt ihr dieses unlogische Denken?

Zuerst einmal :

Ja, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass niemand erzogen werden muss.
Warum? Weil wir niemandem gehören, weil wir niemandem gehorchen brauchen.

Ich bin ein eigenständiger Mensch. Ich gehöre weder meiner Mutter noch meinem Vater noch irgendwem anderes.
Und – wer sagt eigentlich, dass ein Kind erzogen werden muss? Gibt’s da ein Gesetz? Nein?

Ja, dann hat sich doch auch die Frage schon geklärt – ein Kind muss eben nicht erzogen werden.

Natürlich kommen dann meist irgendwelche Aussagen wie „Ja, dann tanzt dir irgendwann dein Gör auf der Nase herum!“

Äh – naja, hauptsache es tanzt!

Und – wer hat es denn ausprobiert um zu sagen „das Unerzogen nicht klappt und Erziehung sein muss“? Niemand.
Der liebe Herr A.H. hat in die Köpfe eingetrichtert, dass nur streng erzogene Kinder, zu ‚guten‘ (gehorchenden) Menschen werden.

Doch ich brauche keine Soldaten als Kinder. Ich brauche keine Kinder, die auf Kommando salutieren.

Ich möchte keine Kinder, die mir zu gehorchen haben und dann ‚den Arsch nicht hochkriegen‘, wenn sie Erwachsen sind.

Ich möchte Kinder, die ein starkes Selbstbewusstsein haben , die ein Nein auch vor autoritären Personen sagen. Ich möchte, dass ihre Stimme genauso viel Bedeutung hat wie meine.

Ebenso wie AP ist Unerzogen kein Trend, kein Konzept oder eine Ausrede dafür, dass man die Kinder einfach machen lässt (laissez faire).

Auch Unerzogen muss man leben – und Unerzogen betrifft nicht nur Babys, Kleinkinder, Kinder. Es betrifft alle. Auch Menschen, die man gar nicht kennt.

Unerzogen bedeutet Grenzen wahren – ohne Gewalt. Ohne ‚Du musst aber, weil ich das sage.‘.

Ohne sinnlose Konsequenzen mit dem Spruch ‚Ja, irgendwann kommen aber Konsequenzen auf das Kind zu. Kann es jetzt schon mal lernen.‘ .

Unerzogen hat viel mit Reflektion zu tun – mit begleiten, mit hinterfragen, mit Alternativen anbieten, mit stützen, mit mitgehen, dabei sein, da sein.

Unerzogen hat absolut nichts mit Verzogen zu tun. Ein Kind ist ein Mensch. Und dieser Mensch wird wachsen, lernen und sich verändern. Und das geschieht auch ganz ohne, dass ein Erwachsener rumerziehen muss.

Ich kenne so viele Menschen (im Kindesalter), die vieles nicht dürfen. Die halt diese ‚klassische Erziehung‘ haben.
Und genau diese Menschen sind es, die irgendwann ‚ausgebrochen‘ sind , damit sie sich mal austoben können. Damit sie mal so sein können, wie sie vielleicht gerade sein wollen, oder vielleicht damit sie sich selbst mal finden.

Woher weiß ich , wer ich bin, wenn man mir vorschreibt, wie ich zu sein habe?

Woher weiß ich das? Woher weiß ich, welche Charaktereigenschaften ich habe, wenn die vermeintlich guten bis in den Himmel gelobt werden und die vermeintlich negativen verboten und bestraft werden?

Woher weiß ich, was ich mag und was nicht, wenn man mir direkt eine Meinung aufdrückt ? („Oh,das ist aber hübsch,das ist ja schick, toll ist das!“)

Woher weiß ich, dass ich gesehen werde, wenn ich oft ignoriert werde? Woher weiß ich, dass ich ernst genommen werden, wenn doch immer gesagt wird , man sei noch ein Kind und versteht ja eh nichts und kann nicht mitreden etc?

Wieso darf ich mich nicht zu dem Menschen entfalten, der ich sein möchte? Wieso muss ich so sein, wie alle anderen mich gerne hätten? Leben diese Menschen mein Leben? Ist das Glück anderer Menschen wichtiger als mein eigenes?

Wofür ist Erziehung eigentlich gut?

Erziehung ‚greift‘ doch eh nur 18 Jahre. Danach hat meistens das Kind bzw der junge Erwachsene die eigene Macht über Körper und Meinung.
Ich forme mir also einen Menschen hin, wie ich oder die Gesellschaft ihn gerne hätte – achte dabei aber nicht darauf, wie es diesem Menschen geht und was einige Handlungen der Kinderseele antun und für gravierende Folgen haben können.

Und wenn diese Erziehung dann im Erwachsenenalter irgendwie versagt (hat) – dann habe ich als Elternteil wohl was falsch gemacht.

Für mich hört sich das nicht mal nach einer Win-Win-Situation an, sondern einer Lose-Lose- Situation. Es wird immer einen geben, der verliert. Und sehr häufig sogar, werden beide verlieren und müssten alles aufarbeiten , doch da diese Erziehung ja sein muss, wird gar nicht daran gedacht, dass die Seele bzw Psyche vielleicht darunter gelitten hat – Folge darauf, es wird nichts hinterfragt und nichts aufarbeitet. Und die ganze kindliche Wut wird dann an das nächste Kind weiter getragen, und das alles nimmt dann solch ungeahnte Folgen und einen wahnsinnigen Teufelskreis.

Unerzogen – ja, vielleicht wisst ihr immer noch nicht was es bedeutet. Es bedeutet einem Menschen das Recht zu lassen so zu sein, wie er/sie ist. Die Grenzen aller zu wahren, authentisch zu sein. Empathie und Begleitung. Kein Aufhalten aus eigener Angst. Keine Bewertung, keine Bestrafung, kein Loben. Nichts, was diesen Menschen manipulieren könnte.

Niemand möchte manipuliert werden. Oder willst du das?

Willst du so genommen werden wie du bist, oder so, wie dich alle gern hätten?
Möchtest du so akzeptiert werden oder willst du dich anpassen, damit du eventuell akzeptiert wirst?

Natürlich möchtest du ersteres ! Wer möchte all das denn nicht? Akzeptanz und Toleranz!
Dann auch bei unseren Kindern!

Es kann doch nicht sein, dass jeder für Akzeptanz und Toleranz ist und seinen eigenen Kindern vorlebt, dass gerade SIE nicht akzeptiert und toleriert werden! Wo ist da unser gesunder Verstand?!

Selbstbestimmt

Selbstbestimmt – ich habe mich gerade ganz selbstbestimmt dazu entschieden, das nächste Thema zu beginnen, da ich mich Emotional gerade etwas verloren habe und sicherlich einen Roman dazu schreiben könnte.

Was ist denn selbstbestimmt?

Ist es, wenn ich eine Gurke und eine Tomate auf dem Teller habe, und selbst entscheiden kann welches ich davon (zuerst) esse?

Eigentlich ist es das gleiche Prinzip.

Selbstbestimmt Schlafen, Essen, Trinken, ALLES.

Da oft Fragen zum Thema selbstbestimmtes Schlafen aufkommen, werde ich dazu näher er- und aufklären.

 

 

Ich persönlich sehe es genauso. AP ‚beschränkt‘ sich auf Bedürfnisse. Dazu gehören (natürlich) die Grundbedürfnisse, wie Essen, Schlafen, Wickeln/Toilette, Nähe ..

Doch anders als bei AP wird das Kind nicht ins Bett gebracht sobald es einmal gähnt und somit ja Müdigkeit zeigt.

Selbstbestimmt Schlafen gehen ist für jede Familie anders.
Ich kann nur von uns und unseren Erfahrungen sprechen und möchte nicht verallgemeinern.

Selbstbestimmt ohne Rituale?

Viele denken, dass selbstbestimmtes Schlafen ganz ohne ‚Routine‘ oder Rituale abläuft.
Aber dem ist nicht so – jedenfalls hier.

Wir gehen meist um 18/19 Uhr ins Schlafzimmer – aber keinesfalls müssen wir dort bleiben geschweige denn solange im Bett liegen bleiben bis wir endlich schlafen.

Selbstbestimmt bedeutet :

„Ich bin zwar müde, aber noch nicht so, dass ich jetzt schlafen möchte. Ich möchte lieber noch spielen und gehe später ins Bett, wenn ich schlafen möchte.“

Und nein, meine Kinder schlafen nicht im Spielzimmer oder mittem im Flur ein. Beide können mir sagen oder zeigen wenn sie ins Bett möchten – zeigen bedeutet in diesem Fall nicht mit dem Finger auf das Bett zeigen, sonder Klein El zieht z.B. an meinem Oberteil, weil sie sich Einschlafstillen möchte. Ich weiß somit, dass sie müde ist und gerne ins Bett möchte, damit wir dort Stillen können.
Emia hingegen kann schon alleine auf das Bett klettern und sollten wir doch noch unten im Wohnzimmer sein und sie wird müde,kann sie auch schon „Bit“ (=Bett) sagen und mir damit sagen, dass sie ins Bett möchte.

Selbstbestimmt bedeutet, dass der Mensch seine Bedürfnisse selbst in der Hand hat. Entweder er/sie geht denen jetzt nach oder vielleicht hat das ganze auch noch etwas Zeit. (Vergleichbar mit dem Pipi anhalten obwohl die Toilette in der Nähe ist 😉 )
Da setzt jeder andere Prioritäten – ist das Bilderbuch gerade so spannend oder gehe ich doch schon ins Bett?

Und ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch von Geburt an (Ausnahmen gibt es wie z.B. eine Regulationsstörung etc) seine Grundbedürfnisse selbst bestimmen/selbst regulieren kann. 

Kein Kind wird für immer wach sein oder hungern wollen.

Ich selbst durfte damals auch selbstbestimmt TV gucken und selbstbestimmt schlafen. Ich ’sollte‘ zwar auf mein Zimmer, aber durfte mich dort noch beschäftigen.

Und ratet mal, was ich nicht gemacht habe:

Genau, ich war nicht ultralange bis in die Puppen wach. Es konnte auch ein super-mega-spannender Film im TV laufen (Oh, ich weiß noch als Titanic lief!) und ich habe trotzdem abgeschaltet und habe mich entschieden schlafen zu gehen. Es klappt also wirklich und ist kein Humbuk 😉

Ich lese oft von Eltern, die sich das nicht zutrauen , ihre Kinder selbstbestimmt schlafen gehen zu lassen.

An sich ist es auch gar kein Problem – aber, wovor habt ihr Angst? Was glaubt ihr, wie wird der Schlaf eures Kindes in 5 , 10, 15 Jahren sein? ‚Könnt‘ ihr dann immer noch über das Schlafverhalten eures Kindes bestimmen?

Natürlich kann ich jeden verstehen der sagt „Ich habe Angst davor, dass die Kinder noch länger als gewohnt wach sind und ich bin doch jetzt schon echt fertig mit den Nerven und brauche meinen Schlaf.“ – Schlaf ist auch unglaublich wichtig!

Und ja: Wenn ihr bisher euer Kind reguliert habt und es feste Schlafenszeiten gegeben hat, dann wird es einige Zeit dauern, bis euer Kind nicht bis 23 Uhr am spielen ist. Denn euer Kind muss erstmal dieses Vertrauen aufbauen, dass ihr dieses Selbstbestimmte eurem Kind überlasst. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Wer weiß ob ihr einfach nur einen guten Tag hattet und es daher mal solange auf bleiben darf wie es möchte.

Klingt doch bisher ganz logisch, oder?

 

Meine Engel ❤

Ein von Lisa (@geborgengeliebt) gepostetes Foto am

Und ja, natürlich gibt es hier Abende , an denen ich um 21:30 schon am Stock laufe und die Kinder am liebsten zum Schlafen zwingen würde – doch seien wir mal ehrlich zu uns selbst: wir kennen diese Tage doch auch. Da sind wir über Tag so Hundemüde und gegen Abend hin werden wir plötzlich so wach als würden wir neben den Musikboxen in einer überfüllten Diskothek stehen. Und dann könnten wir Bäume ausreißen, weil wir voller Energie sind – super, ich liebe solche Abende, wirklich!

Aber unseren Kindern gönnen wir sie nicht. Es wird halt auch einfach anstrengend. Viel spielen, Haushalt etc – das macht müde, es schleift.

Lassen wir uns dann noch mal das oben gesagte durch den Kopf gehen – wir erstellen ein Mantra – „Es ist in Ordnung, ich bin auch oft lange wach“.

Und es gibt auch oft Abende, an denen meine Kinder um 18 Uhr im Bett sind und schlafen – und ehrlich gesagt irritiert mich das so sehr, dass ich jedes Mal hoffe, dass es kein nach hinten verschobener Mittagsschlaf ist!

Aber, wer müde ist , der schläft. Wer es nicht ist, der schläft halt auch nicht. 


Ich hoffe ich konnte jedenfalls minimal Licht ins Dunkle bringen.

Falls Du noch eine Frage bzgl einem dieser Themen (oder auch zu allem) hast, dann kannst du mir gerne eine Frage in die Kommentare schreiben, oder eine Mail an geborgenundgeliebt@gmail.com schreiben.


 

Eure Lisa

95 Kommentare

  1. Schöner Artikel (:
    Ich habe die Dinge jetzt etwas mehr verstanden und bin mal gespannt, wie sich das bei uns so entwickeln wird.

    LG Florian

  2. Ich versuche auch gerade, mit meine Kindern unerzogen zu leben. Sie essen gerade das dritte Eis 😉 das einzige, was ich bisher nicht gemacht habe, ist nicht zu loben. Ich dachte bisher immer, dass Loben das Kind bestärkt und selbstbewusst macht und es passiert automatisch, weil man sich freut. Ich verstehe zwar, dass es eine gewisse Manipulstion ist, aber so ganz ohne, stelle ich mir auch schwierig vor. Wie soll ich reagieren, wenn mein Kind stolz sein selbstgemaltes Bild zeigt oder etwas bastelt? Da bräuchte ich noch einen Tipp. Beziehung statt Erziehung ist klasse, aber auch meinen Mann würde ich loben, wenn er etwas für mich tut bzw. meinem Mann würde ich vielleicht eher danken. Mein Sohn ist übrigens zwei und er kriegt zum Einschlafen noch den Busen. Anders kriegen wir das Einschlafen noch nicht hin, da er keinen Schnuller nimmt.

    • Ich sage, dass ich sehe dass sie sich freut. Oder beschreibe das Bild „Oh, ist das ein Baum? Und ein Auto.“ So was in der Art 🙂

      Ich finde das absolut nicht schlimm. Einschlafstillen ist doch besser als den Schnuller ‚reindrücken‘ und schlafen. Meine Große nimmt den Schnuller und kuschelt lieber mit dem Kuscheltier als mit mir – da muss ich jedes mal etwas schlucken , aber so ist sie nun mal ..

      Liebe Grüße,
      Lisa

  3. Und noch eine Sache: wie soll ich reagieren, wenn mein Kind plötzlich ohne Fahrradhelm fahren möchte? Oder beim Überqueren der Straße nicht meine Hand nehmen möchte. Oder sich im Auto nicht anschnallen will? Selbstbestimmt schön und gut, aber ich will auch nicht, dass es sich weh tut oder in Gefahr bringt.
    Und manipuliert werden wir doch überall. Wenn mein Kind dann selbstbestimmt Fernsehen darf, sieht es vielleicht auch die Werbung, die zeigt, wie „man“ aussehen sollte, was „man“ Essen sollte und was „man“ haben müsste. Der Lehrer manipuliert und der Arbeitgeber auch…

    • Bei Gefahr gibt’s es gar nichts zu diskutieren. Ich hab die Verantwortung, also schütze ich mein Kind, indem ich es auch mal von der Straße wegziehe, indem es kein Fahrrad fahren darf ohne Helm etc.

      Und weil Lehrer, Chef oder wer auch immer wen manipuliert, muss ich das auch machen? Weil es ‚jeder‘ macht ist es in Ordnung?

  4. Manipulieren ist nicht in Ordnung, aber Meinungen und Gefühle äußern, finde ich für mich persönlich in Ordnung. Ich bin schließlich kein gefühlskalter Roboter. Und mit Lehrer, Erzieher meinte ich, dass man zu Hause auch über Manipulation sprechen kann und das Kind dann selbst zu differenzieren lernt.

  5. Lottilein

    Wundervoller Artikel, ich fühle mich dadurch sehr bestärkt in meinen Ansichten, wobei ich von meinem Umfeld oft andere Meinungen höre … meine Tochter ist zwar erst 4 Monate alt, jedoch ist für mich AP wirklich der Einzige Weg. Vielen Dank

  6. Hallo ich habe gerade deinen artikel gelesen ich bin noch neuling auf den geniet von ap aallerdings gefällt mir diese Einstellung sehr sehr gut auch wenn ich noch nicht überall durchblicke!so habe ich noch nicht ganz vestanden ob mein kleiner 7 monate Selbstbestimmt schläft!wie geht das bei babies bzw 7 monate babies!ich sehe zb das mein schatz die augen reibt und gähnt und meine Nähe sucht bzw meine brust also gehe ich mit ihm ins bett und stille ihn bis er schläft!untertags dieselbe situation ich trage ihn bis er schläft oder im kinderwagen einscaft oder eben stille bis er schläft!meine frage ist das selbstbestimmt?manchmal ist es aber so das ich diese zeichen wahrnehme er allerdings nicht einschlaft also verlasse ich die schlafsituation und wir versuchen es später sobald er wieder anzeigt müde zu sein!?????

    • Ja, das ist selbstbestimmt 🙂 er zeigt es dir und du handelst dementsprechend mit einschlafbegleitung , wenn er es möchte. Und wenn nicht, dann halt etwas später 🙂

  7. Und ich finde den Artikel toll geschrieben und sehr verständlich auch für mich die noch nicht so viel von attachment parenting weiß!!!???

  8. Der Artikel ist dir sehr gelungen, liebe Lisa. Mein Lieblingssatz ist übrigens „Immerhin tanzt es.“

    Wie Evi schon schreibt: Bei den Babys ist selbstbestimmtes Schlafen meist ganz selbstverständlich für jeden. Doch kaum werden sie älter, werden ihnen oft Schlafenszeiten aufgezwungen. Bei so vielen Themen fangen Eltern viel zu schnell an, einzugreifen. Das anfängliche Staunen, das Beobachten und der Tiefe Respekt vor der Persönlichkeit des kleinen Menschen geht den meisten Eltern leider spätestens nach einem Jahr verloren . Ich freue mich, wenn dein Artikel Eltern inspiriert, umzudenken.

  9. Hallo!

    Gut erklärt!
    Bis auf das Nichtloben finde ich das alles sehr passend.
    Ich verstehe den Sinn des Nichtlobens, sehe das aber differenzierter.
    Wenn mein Kind sich freut dass es etwas alleine gemacht habe, dann freue ich mich mit.
    Wenn es seine Eifersucht runter schluckt und statt dessen dem Geschwister Spielzeug gibt- von sich aus!- dann sage ich, dass ich das toll finde. Ich weiß dass das manipulativ ist, aber ja, wir leben nunmal nicht nur für uns selber sondern auch mit anderen.
    Warum soll ich seine Freude ignorieren?
    Warum soll er nicht wissen dürfen, dass ich mich freue wenn er nett zum Geschwister ist ??
    Ich lobe ihn ja nicht wie einen Hund, der artig „Sitz!“ macht.

    Mit allen anderen kann ich mich identifizieren.
    Gut geschrieben !

    • Loben und doch mit freuen sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. 🙂
      Ich freue mich auch mit, sage aber nicht überschwänglich“ja tooooll. Suuuuuuper“

      • Anna, das sehe ich genauso wie Du!
        Und Lisa, wie zeigst Du Deinen Kindern, dass Du Dich freust?

        • Die beste Freude zeige ich über ein lächeln. Oder ich sage noch ‚ich sehe, du freust dich. Ich mich auch‘ oder so was. Kommt auf die Situation an 🙂

  10. Es tut mir Leid. Aber manches davon finde ich Quatsch und ich habe andere Erfahrungen gemacht. Ich Weiss ja nicht wie alt eure Kinder sind. Aber in Teilen finde ich manches fragwürdig, verantwortungslos und so nicht machbar.

      • Ich habe festgestellt das Kinder einen geregelten Tagesablauf brauchen. Meine Tochter war ab einem gewissen Punkt ausser Rand und Band. Erst als sie etwas hatte “ woran sie sich fest halten konnte, als sie „Verlässliches“ hatte, hat sich das sehr zum positiven verändert. Für beide. Auch für unser Verhältnis.

        • Lisa256

          Und weil deine Tochter das ‚braucht‘ hast du festgestellt, dass jedes Kind das ‚braucht‘?

          Meine Kinder sind nicht ‚außer Rand und Band‘. Meine Kinder sind sie selbst, aufgeweckt und sehr interessiert.

      • Nein, selbstverständlich nicht. Ich konnte jedoch auch in vielen anderen Bereichen Erfahrungen sammeln. Habe 2 Kinder, die beide in die Schule gehen. Im alltäglich Leben, besonders unter der Woche, wenn die Kinder in die Schule gehen, ist das meist einfach nicht machbar. Ich finde man hat bei diesem Punkt, ab einem Gewissen Alter eine Verantwortung. Wenn die Kinder übermüdet sind und am nächsten Tag z.B eine Arbeit schreiben, leidet darunter mit Sicherheit die Konzentration, das hat dann unter Umständen Auswirkungen auf die Noten und tut dem Kind auf Dauer sicher auch nicht gut. Klar im Kindergarten, oder am Wochenende ist das eine andere Sache… Ich habe bei meinen Kindern festgestellt, daß sich eine halbe Stunde hin oder her unter Umständen morgens schon bemerkbar macht.. Sie kommen schwerer aus dem Bett und sind dann auch über den Tag müder. Das Thema Süßigkeiten.. Wenn ein Kind den 4ten Schokoriegel ist. Das kann nicht gesund sein. Karies? Kalorien? Unter Umständen wird dem Kind auch noch schlecht davon. Fernsehen.. Ich denke wir sind uns alle einig das zu viel Fernsehn nicht gut sein kann. Und da gibt es nunmal auch Dinge die nichts für Kinder sind. Ich bin der Meinung das Kinder einen verlässlichen, geregelten Tagesablauf brauchen. Meine Kinder sind zum Glück auch aufgeweckt und interessiert, von morgens bis abends. So soll es ja auch sein. Aber es gibt Dinge die gehen einfach nicht und manche Dinge sollte man seinen Kindern “ mit auf den Weg geben“. Morgens steht man auf, isst etwas, macht „sich fertig“ und geht dann in die Schule. So ist das eben. Ich denke das Zauberwort heisst ein gesundes „Mittelmaß “ so wie bei vielen Dingen im Leben..

        • Lisa256

          Ich selbst durfte als Kind selbstbestimmt schlafen, TV schauen und auch an Süßigkeiten fehlte es mir nie. Und ich war schon mit 7 nicht länger auf als ’normale‘ Kinder, habe wahrscheinlich noch weniger süßes gegessen als Kinder die reguliert werden und vom TV brauche ich sicher nicht weiter erzählen.

          Ich denke, dass was einigen fehlt ist, dass sie ihren Kindern vertrauen können. Auf Schule gebe ich nichts , aber dazu kommt später nochmal was. Und ich bin auch nach einem 10 Stunden Schlaf müde, das nur mal am Rande.

          Ich brauche meinen Kindern nicht gezwungenermaßen etwas auf den Weg geben. Das lernen sie ganz selbstverständlich durchs vorleben.

          Karies entsteht nicht nur , wenn schokoriegel oder andere süße Sachen gegessen werden. Zucker wird immer irgendwie produziert, du könntest sogar Mehl Essen und es wird zu Zucker. Wenn ich auf Zucker verzichten möchte, dann gibt es natürliche alternativen , wie Agavendicksaft, Xylit ‚Xucker‘ , Kokosblütenzucker etc. Um Karies vorzubeugen (und selbst das ist keine 100%ige Sicherheit) ist Zähne putzen bzw Zahn Hygiene wichtig.

          Und ich bin der Meinung, dass nur Eltern diesen geregelten Tagesablauf brauchen. Um irgendwo eine Kontrolle zu haben, um vielleicht keine ’nervigen‘ Kinder zu haben , um mehr Zeit alleine zu haben etc.

          Das ist aber nur meine Meinung und betrifft natürlich auch nicht jedes Elternteil, denn ich kann durchaus verstehen, dass Eltern Abends einfach fertig sind 🙂

          • Ich hatte mal eine Freundin. Die durfte gar keine Süßigkeiten essen und das erste was sie gemacht hat, ist sich auf unseren Süßigkeiten Schrank gestürzt. Das ist natürlich auch Quatsch. Ich denke ein gesundes Mittelmaß ist nie verkehrt. Ich vertraue meinen Kindern voll und ganz. Ich kenne sie aber auch als Mutter. Daher Weiss ich das zu spätes ins Bett gehen ( ich bin auch nach 10 Stunden noch müde, ich kann mich aber noch erinnern das das als Kind noch nicht der Fall war) am nächsten Tag zum negativen Auswirkt. Und das wiederum tut meinen Kindern nicht gut. Deshalb möchte ich Sie davor bewahren. Finde wie Schule sich heutzutage“Entwickelt“ mit ganz grosser Sicherheit auch nicht gut. Aber bis zu einem gewissen Punkt muss man es mit machen. Es werden nunmal Arbeiten geschrieben, im Klassenraum sollte man z.B andere Schüler nicht Stören, man muss fragen und kann nicht einfach Wortlos aufstehen um auf Toilette zu gehen. Auch die Lehrer haben Verantwortung gegenüber ihren Schülern. Wir leben in einer Gesellschaft. Ich finde viele Regeln unnötig. Ich finde Zwänge unnötig. Aber es gibt ‚Grundregeln‘. Sonst wäre Sodum und Gomorra. Diese sollte man seinen Kindern mit auf den Weg geben. Natürlich ist Zucker in vielen Lebensmitteln enthalten. Und sollte man auch generell darauf achten. Das ist mir klar. Ich sprach hier aber von übermäßigem Konsum… Ich kann nur für mich sprechen. Ich bringe meine Kinder unter der Woche nicht geregelt ins Bett weil sie mich nerven. Ganz im Gegenteil. Am Wochenende machen wir es uns oft abends gemütlich, schauen einen Kinderfilm und essen Pizza. Ich möchte das Beste für meine Kinder, fühle Verantwortung, da ich weiss wie es sich bei Ihnen auswirkt, wenn sie am nächsten Tag z.B Schlafmangel haben, oder weil meine Grosse ( von sich aus ehrgeizig ist, gelernt hat für eine Arbeit und das nicht so gut geklappt hat wie es hätte können) da sie sich nicht so gut konzentrieren konnte.

        • So ist das eben?

          Ich glaube das ist die lahmste Aussage überhaupt. Das kann man nicht mal Argument nennen.

          So ist es eben…bedeutet Stillstand. Wenn wir uns (alle) auf solche Sätze zurückziehen, leben wir nicht unser eigenes Leben, suchen wir nicht nach unserem eigenen Glück, verbessern wir die Missstände dieser Welt nicht mehr. So ist das dann eben.

          Schade für jeden einzelnen und schade für uns alle.

          Lg
          Nicole

  11. Ich hab da auch so meine Schwierigkeiten, meine Große zb geht zur Schule…würde ich sie selbst bestimmen lassen wann sie ins Bett geht hätten wir ein riesen Problem…denn sie geht nicht schlafen auch nicht wenn sie müde ist…wir haben es immer so gemacht das sie selbst entscheiden konnte und bis zum Schuleintritt war es ja iwie auch egal ob sie erst um 12uhr nachts umfällt vor Müdigkeit und ich sie ins Bett trage,aber ab Schuleintritt wurde es schwierig…wir haben es versucht aber als dann das erste mal der Anruf aus der Schule kam sie wäre im Unterricht eingeschlafen wusste ich das wir jetzt was ändern müssen :/

    • So sehe ich das auch. Denke jedes Kind ist anders.. Und in dem Moment muss einfach die Verantwortung an erster Stelle stehen…

  12. Katharina

    Grundsätzlich klingt für mich AP sehr interessant. Es erschließt sich mir nur noch nicht, worin der signifikante Unterschied zu „laissez faire“ besteht…?
    Des Weiteren finde ich die Umsetzung mit unter sehr schwierig. Wir leben ja nun mal in einem gesellschaftlichen Miteinander und da gibt es gewisse „Regeln“. Wie machst du das z.B. wenn dein Kind etwas geschenkt bekommt und nicht „Danke“ sagen möchte. Ich finde so etwas hat zwar auch mit Erziehung zu tun, aber im Grunde ist es einfach nur höflich.
    Und ein anderes Thema beschäftigt mich auch viel (weil ich es im Bekannten- und Freundeskreis oft erlebe“: Wie gehst du damit um, wenn dein Kind einer (netten, wichtigen Person, wie die liebe Uroma oder Oma) nicht „Hallo“ sagen möchte. Ich finde es selber immer sehr unangenehm, wenn jemand versucht seinem Kind zu befehlen mir oder anderen Hallo zu sagen. Aber dennoch ist die Begrüßung (genau so wie die Verabschiedung) eine wichtige Komponente in unserer Gesellschaft und wer freut sich nicht über ein nettes „Hallo“, wenn er irgendwo zu Besuch kommt. Das finde ich gastfreundlich, sozial und wichtig…
    Liebe Grüße!

    • Lisa256

      Hallo Katharina!

      Laissez faire ist, wenn ich mein Kind machen lasse, weil mir alles egal ist, ich nicht auf Grenzen der anderen Personen achte und sowas alles. Z.B. wenn mein Kind auf die Straße rennen will und ich nur rufe ‚Das ist gefährlich da‘ und nicht sofort einschreite. Mal ein dramatisches Beispiel,aber durchaus gibt es das. Und danach dann immer ‚Hab ich es dir dich gesagt‘ ..

      Diese Höflichkeit mit Danke,Bitte, Hallo, Tschüß ist aber anerzogen. Nicht mehr.

      Wenn ICH möchte, dass meine Kinder Hallo ,danke usw sagen,dann lebe ich ihnen das einfach vor. Und ich sage auch nicht jedem Hallo. Oft lächle ich denjenigen einfach nur freundlich an. Dass du das alles als Höflichkeit und sozial empfindest, liegt daran, dass es Erziehung ist. Bzw daran, dass alles andere als unhöflich gilt, was nicht stimmt.

      Ich hab mal ein Beispiel.

      Omas möchten doch sooo gerne ein Küsshen von den Enkeln haben. Wenn sie das nicht möchten, dann ist das doch in Ordnung oder?

      Wieso ist es nicht in Ordnung, wenn die Enkel nicht Hallo sagen möchten? Einen gravierenden Unterschied gibt es eigentlich nicht. Ich kann nicht darüber bestimmen, was jemand anderes sagen und machen soll.

      Wenn es dir wichtig ist – dann lebe es vor. Deine Kinder werden es nachahmen.

      Liebe Grüße,
      Lisa

  13. Liebe Lisa, wow, was für ein inspirierender Blogartikel 🙂 Ich selbst blogge ebenfalls und habe auch kürzlich erst eine dreiteilige Serie über AP geschrieben. Aber die Themen „unerzogen“ und „Selbstbestimmtes Schlafen“ sind für mich noch Neuland. Unser Kleiner ist 19 Monate alt, genau in dem Alter, in dem man sich langsam Gedanken machen muss, wie die nähere Zukunft aussehen soll -> Erziehung? Beziehung? Erzogen? Unerzogen? Ich mag den Begriff „unerzogen“ 🙂 Mein Mann sagt immer, ein Kind braucht Grenzen, sonst tanzt es Dir später auf der Nase herum. Er hat das bei seiner Tochter erlebt (heute 18). Was soll man da entgegnen? Unser Sohn ist mein erstes Kind und ich habe noch keine Erfahrungswerte. Aber ich habe ein Bauchgefühl, jede Mami hat das, und es sagt mir eindeutig, wohin die Reise geht: Ich will definitiv eine Beziehung mit meinem Kind führen. Ich betreue mein Kind bis mind. zum 3. Geburtstag selbst und ständig (das ist mir enorm wichtig) und darüber hinaus muss man mal sehen. Es ist nicht gerade einfach, gegen den Strom zu schwimmen. Man braucht ein dickes Fell. Jedoch finde ich es so wichtig, Dinge zu hinterfragen. Angefangen beim Erziehungsstil, Ernährung, Medien-Konsum etc. pp. Eine Sache würde mich aber brennend interessieren: Unser Sohn lässt sich nicht die Zähne putzen. Zumindest ist das immer eine Tortur. Ich bin nicht der Typ, der ihm die Zahnbürste mit Gewalt in den Mund schiebt, im Zweifel noch mit Verstärkung, der ihn festhält. Da stellen sich mir alle Haare auf. Jedoch ist Mundhygiene wichtig, daher meine Frage: Hast Du einen Tipp für mich? Ich freue mich auf Deine Antwort 🙂 Herzlichst, Deine Jenniffer

    • Lisa256

      Hallo Jenniffer!

      Habe ich es richtig verstanden, dass dein Mann seine Tochter erzogen hat und sagt, sie ist ihm auf der Nase herumgetanzt? Und dann sagt er, dass Kinder Grenzen brauchen weil sonst tanzen sie einem auf der Nase herum?

      Ergibt das einen Sinn? Ich finde nicht 😉 Kinder, denen irgendwelche Grenzen aufgesetzt werden, ‚brechen‘ irgendwann aus.

      Und kein Kind tanzt jemandem auf der Nase herum, es sei denn, du nimmst es so hin und zeigst deine persönlichen Grenzen nicht;-) denn die hat jeder Mensch, und die sollten auch akzeptiert werden. Nur kann ein Kind diese imaginäre Grenze ja nicht sehen und vom alles so hinnehmen, wird das Kind sie auch nie ’spüren‘ bzw sehen. Und dann wird gesagt, dass das Kind einem auf der Nase herumtanzt. Dabei ist es für das Kind normal, wenn diese Person nicht sagt ‚Halt Stop, ich möchte das nicht, ich kann nicht ‚ oder wie auch immer.

      Beim Zähne putzen sehe ich es relativ gelassen. Kauf die eine Zahnpasta mit Xylit (Lavera Kinderzahnpasta z.B.) oder Xylit auf xucker.de . Dort kannst du auch Süßigkeiten oder sonstige Lebensmittel mit xylit kaufen.

      Hoffe ich konnte dir etwas helfen 🙂

      Liebe Grüße,
      Lisa

  14. Ach so, nein, das habe ich dann wohl falsch erklärt. Mein Mann hat sie nicht erzogen, er war total weich, sagt er, hat alles durchgehen lassen. Und sie war als Teenager tatsächlich ziemlich anstrengend 😉

  15. Nenne mir einen Grund welches Ziel hinter diesem Artikel steckt.
    Vieles kommt sehr herablassend/missionarisch rüber, wenn’s auch sicher nicht immer so gemeint ist.
    Ich finde es schade über diese oder andere Gruppen abzlästern, so, als wäre man selbst über alles erhaben gewesen.

    • Ziel war diese Begriffe zu erklären. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist Interpretation des Lesers.

      • Ich schätze, wir alle merken, dass dieser Umgang mit Menschen ,sich verändert.Doch auch das Denken der Menschen, die Weltansicht jedes einzelnen.
        Aber im Allgemeinen: Was denkst du? Bist du der Einzigste? Wie viele Kinder leiden unter dem Verhalten ihrer Eltern? Wie viele wünschen sich, dass ihre Eltern mehr Zeit für sie haben?Es kommt drauf an, welche Ansicht man hat, von der Gesellschaft, von jedem einzelnen Menschen.
        Das Leben ist geprägt von Vorurteilen.
        Und leider gibt es kein Patentrezept es gibt nur eine Möglichkeit bei sich selber anzufangen und zu schauen was man ändern möchte. Denn leider kann niemand die Welt ändern und auch nicht andere Menschen. Ich kann nur bei mir selber anfangen. Was kann ich tun?Mir persönlich hilft, den eventuellen Gefühlslagen anderer offen gegenüber zu stehen (Was könnte dem anderen auf der Leber liegen? Und wie würde ich reagieren, wenn ich in der Lage wäre? Was erwartet der andere von mir? Gibt es eine Alternative?

        So mehr fällt mir jetzt nicht ein, wenn Du mit dem was ich geschrieben habe etwas anfangen kannst, freut mich das sehr !!!

        • Danke für dein Kommentar – genauso sehe ich es auch!

          Ergänzen möchte ich: wir können andere Menschen ‚ändern‘ , indem wir ihnen vorleben, dass es anders geht 🙂

          Ansonten hast du völlig recht, jeder kann nur sich selbst ändern und all das erreichen, was er/sie möchte.
          Leider wird oft gar nicht an die Gefühle anderer gedacht – vor allem bei Kindern wird einfach Absicht und Boshaftigkeit unterstellt – ich hoffe , dass sich das durch viel vorleben ändern wird.

          Liebe Grüße !

          • Ich denke es liegt an der Erziehung! In der Kindheit werden die Grundsteine für das Leben gelegt. Wenn man bereits als kleines Kind keinen Respekt vor Erwachsenen hat, dann wird sich das später auch wenig ändern (es sei denn man hat ein denkwürdige Erfahrung gemacht; z.B. selbst diese Respektlosigkeit erfahren). Früher war das alles viel strenger (da wurden zum Beispiel Schläge in der Schule bei schlechten Verhalten erlaubt) und man lehrte der heranwachsenden Generation Angst und Respekt vor Älteren. Du kannst z.B. versuchen, denen, die du erreichen kannst, ins Gewissen zu reden und vor allem auch ein gutes Beispiel zu sein. Wenn du nämlich anderen mit Respekt und Höflichkeit begegnest, dann werden die normalerweise automatisch ähnlich antworten.
            Allerdings ist es auch immer wichtig darauf zu achten, dass sie dich nicht für herablassend oder kritisierend halten. Denn so wirkst du für mich in manchen Artikeln und Antworten. Sehr herablassend,kritisierend,erziehend.

            Das wichtigste was du lernen oder akzeptieren solltest ist, das Leid nicht zwingend etwas schlechtes ist.Ebenfalls ist Leid nicht universell, sondern von Mensch zu Mensch wird es anders wahrgenommen. Man kann also nicht das Leid aller Menschen beseitigen, kurz du musst in einem gewissen Rahmen Leid akzpetieren nicht immer als schlecht betrachten auch das gute darin sehen und zugleich konkret an den Problemen an dir Arbeiten. DENN stell dir eine Frage Wer fühlt sich schlecht ? Wer hat in diesem Fall das Problem ? Das Problem liegt primär in dir, solange du nicht an dir arbeitest und immer denkst das andere so schlecht sind, deununzierst du dich damit im Grunde selber, weil dich diese Hilflosigkeit gegen das Verhalten der Masse verrückt macht. Arbeite an dir Selber um glücklich zu sein , nur in dir findest du das glück ! Hast du das geschafft, dann kannst du weiterhin der gute mensch sein der du sein willst und gleichzeitig dich gut fühlen.

          • Wie kann ich erziehend wirken, wenn wir unerzogen leben? 😉

            Das ist halt das Interpretieren von Geschriebenem . Da interpretiert jeder halt einen gewissen Ton und liest es vielleicht nicht neutral genug – aber saß ist nicht meine Schuld und da kann ich auch nichts dran ändern .

          • Erziehung gehört zum Leben und gesellschaftlichen Miteinander.

          • Das ist auch ok. Wenn man einen Artikel schreibt muss man aber auch mit anderen Meinungen und Erfahrungen rechnen.

          • Es gibt keine perfekte Gesellschaft, für niemanden, die Gesellschaft lebt von der Individualität von Stärken und Schwächen jeden einzelnen, wären wir alle gleich würde nichts funktionieren, wir würden nichtmal in Häusern leben. Denn der, der die Idee dazu hatte und der, der sie ausgeführt hat waren zwei völlig unterschiedliche Menschen.

            Wir leben im Informationzeitalter – es gibt einen Haufen informationen – aber welche Informationen sinnvoll sind und welche nicht – dass müssen wir selbst beurteilen können.

            Mimik, Gestik und Stimmmodulation sind eben total entscheidend bei der Kommunikation. Sie erklären uns, was wie gemeint ist. Wenn du genau darauf verzichtest oder falsche Signale sendest, steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, missverstanden zu werden. Deshalb würde ich genau daran arbeiten.

            Ich denke aber, dass man das nicht so klar trennen kann und die Verantwortung für die gesamte Kommunikation bei beiden liegt. Wenn ich etwas schreibe, muss ich dabei mitbedenken, wie es bei anderen verstanden werden kann und versuchen, mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Umgekehrt muss ich als Leser auch in Erwägung ziehen, dass der Schreiber es anders meint, als es mir beim ersten Blick erscheint.

  16. Liebe Denise,

    Das Wort „Erziehung“ erinnert mich an „ziehen“. Wenn ich irgendetwas und irgendjemanden in eine Richtung ziehen will, muss ich das mit einem gewissen Kraftaufwand tun. Denn von selber geschieht hier nichts. Voraussetzung ist, dass ich die Richtung vorgebe. Ob diese Richtung wirklich richtig ist, sei dahingestellt. Das ist eine andere Überlegung. Einem Kind wird eine Richtung aufgedrängt.

    • Ich verstehe unter Erziehung z.B. die Grundformen. Beispielsweise das man am Tisch nicht Schmatz, in der Öffentlichkeit nicht pupst, oder wenn man vielleicht im Kindergarten/Schule ein Schimpfwort aufgeschnappt hat, dem Kind zu erklären bzw auch zu verbieten sich anderen gegenüber so zu Verhalten bzw zu äussern. Es gibt gewisse Grundformen.

        • Die Vermittlung von ethischen und moralischen Grundsätzen. Also so ein Leitfaden, was einem im Leben wichtig sein sollte, welche Regeln man einhalten soll? Das ist Erziehung für dich?

          Da es hier nicht um die tatsächliche Bedeutung/Übersetzung des Wortes Erziehung geht, sondern um die persönliche Empfindung bzw. das individuelle Verständnis, möchte ich gerne einmal meine Gedanken zum Thema mitteilen.
          Mir gefällt das Wort „Erziehung“ überhaupt nicht. Allein das „Zieh“ hierin bedeutet für mein Empfinden etwas wie „Zwang“. Die Persönlichkeit eines Menschen in die gewünschte Richtung „ziehen“. Gewisse ErZIEHungsmethoden der ErZIEHenden verlangen ein Verhaltensanpassung der Kinder in die jeweils gewünschte Richtung.

          • Wir sind aber alles Menschen 😉 zudem wird auch von Deutschen Babys erwartet, dass sie rülpsen – danach ist es plötzlich das schlimmste überhaupt und total eklig?

          • Da erfüllt es auch einen Zweck. Nämlich das Babys kein Bauchweh bekommen. Einen Erwachsenen Menschen kann man wohl auch kaum mit einem Baby vergleichen. Ich jedenfalls habe noch nie jemanden im Erwachsenenalter mit Windel gesehen. Oder Sabberlätzchen.

          • Das sind auch nur ‚Accessoires‘ um es den Erwachsenen ‚leichter‘ zu machen – wäre aber hier ein anderes Thema.

          • Das Wort gefällt mir auch nicht. Mir geht es auch nicht ums Wort. Ich habe geschrieben das ich das u.a unter „Erziehung“ verstehe. Man könnte es aber auch anders nennen.

        • Erziehung bedeutet auch Fremdbestimmung. Das andere entscheiden, was du zu tun und zu lassen hast und dich notfalls dazu zwingen, wenn du nicht willst.

          Allerdings ist der Mensch auch Produkt seiner Erziehung, der Gesellschaft, in der er lebt und vielfacher Manipulationsversuche.

  17. Ich bin mir nicht so sicher, ob mir der Artikel so gut gefällt… Denn man sollte erstmal (er)klären, was „Erziehung“ bedeutet und vorallem: wo fängt Erziehung an, wo die Verantowrtung für mein Kind, wo für die Gesellschaft und wo hört sie auf („Unerzogen“)? Für mich bedeutet Erziehung eigentlich nur: Grundlegendes, menschliches, soziales Verhalten. Kindern drohen, sie formen und erZIEHen, wie manche Vor-Kommentatorin schon erklärt, ist für mich natürlich nicht in Ordnung.

    Aber Kinder können nunmal oftmals nicht selbstbestimmt handeln. Wir müssen sie leiten und ihnen Wege aufzeigen, wie es besser gehen kann und wie es ihnen damit besser gehen könnte (rein physisch). Wenn es Minusgrade draßen hat, und mein Kind sich nicht anziehen will, greift hier meine Erfahrung als Erwachsener, und ich muss mein Kind schützen, dass es nicht krank wird. Die Liste könnte ich noch ewig so weiterführen. Auch beim Thema Schlaf. Alles andere macht für mich keinen Sinn.

    Ich bin Mutter und beschütze mein Kind. Es ist meine Aufgabe, dass es meinem Kind gut geht. Das hat nichts mit Manipulation zu tun, sondern mit Liebe, Erfahrung, Geborgenheit. Manipulation ist nicht schön und gehört in keinen Kinderalltag. Schutz und Erfahrung der Eltern aber sehr wohl!

    Auch ist es wichtig, meinem Kind beizubringen, dass es bestimmte „Regeln“ gibt. Ich kann nunmal zu keinem Fremden „Arschloch“ sagen oder nicht zur Schule gehen, weil ich keinen Bock hab. Was lernt denn das Kind daraus im Erwachsenenalter? Nicht zur Arbeit gehen, weil´s Öde und anstrengend ist?

    Maß und Ziel. Ganz wichtig in jeder Form der kindlichen Begleitung! Hört sich auch besser an als Erziehung. 😉

  18. lafrancophile

    Guten Abend,

    ich habe den Artikel heute erst gelesen, beschäftige mich aber schon eine Weile mit dem Thema …. und muss ehrlich gestehen, dass mich das Ganze komplett überfordert. Was ich in der Kindheit „genossen“ habe, dürfte am ehesten in die Kategorien dysfunktional und missbräuchlich passen (auch wenn das jetzt viel schlimmer klingt, als es wohl war) und daher ist das das Letzte, was ich für mein Kind möchte.
    Als mein Kind noch ein Säugling war, fand ich die Bedürfnisorientierung interessanterweise gar nicht so schwierig. Ich finde es jetzt schwer, wo mein Kind zunehmend autonomer wird, seine eigenen Vorstellungen entwickelt und verfolgt und ich mich einfach nur unendlich hilflos fühle, weil mich die einfache Begleitung komplett überfordert. Ich weiß, dass ich mein Kind nicht so „erziehen“ will, wie ich erzogen wurde, und die meiste Zeit halte ich mich zurück. Mein Problem ist nur, dass ich dabei ins komplette Gegenteil abdrifte. Ich lasse mein Kind einfach irgendwie machen, vollkommen plan- und ziellos. Weil ich nicht unterscheiden kann zwischen dem Punkt, an dem eine Grenze angebracht sein könnte und dem, wo sie das nicht ist. Ich verletze permanent meine eigenen Grenzen, weil ich Angst habe, ansonsten etwas „falsch“ zu machen und meinem Kind zu schaden, weil ich nicht seinen Bedürfnissen entsprechend handle.
    So blöd das klingt, aber manchmal denke ich, es wäre besser gewesen, nie etwas darüber zu hören, was AP ist, was unerzogen ist etc. Vermutlich würde ich mein Kind stärker begrenzen, aber möglicherweise würde es uns allen damit besser gehen – weil ich, weil wir sicherer, nein, überzeugter wären bei dem, was wir tun. So will ich das Beste und höre doch aus allen Ecken, dass es nicht gut (genug?) ist (und das sind bei Weitem nicht nur die autoritären Vertreter, die sich da äußern!).
    Insofern kann ich irgendwie jeden verstehen, der nach dem 1. Geburtstag plötzlich alles anders macht. Ich kann das zwar nicht, aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass es irgendwie sinnvoll ist, wie ich es handhabe. Vertrackte Sache!
    Wie schaffen es denn andere mit verkorksten Kindheiten, scheinbar so einfach einen alternativen Weg zu gehen? Bin ich einfach zu blöd?

    Naja, je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger weiß ich, was zu tun ist und wie ich das hinkriegen könnte.
    Trotzdem danke für den schönen Artikel 🙂

    Liebe Grüße
    lafrancophile

    • Hallo lafrancophile,

      Ich hab auch nich mit meiner Kindheit zu kämpfen. Meine Tochter ist jetzt 11 Monate und die autonome phase und eine kommunikativere phase stehen mir noch bevor.

      Aufgrund meiner eigenen kindheit möchte ich gern alles anders und besser machen. Schon jetzt komme ich immer wieder an den Punkt an dem ich meinen viel zu hoch gesetzen erwartungen kaum entsprechen kann und immer wieder an mir zweifle. Wie sich gesunde Mutter Tochter Beziehung oder gesunde „Erziehung“ anfühlt weiß ich nicht, da kann ich nur nach Modellen suchen die mir gefallen und versuchen es um zu setzen oder für uns an zu passen.

      Schon vor der Schwangerschaft konnte ich meine Grenzen schlecht wahren oder Übertretungen ansprechen. Ich kann nur lernen und immer wieder lernen, in mich hinein zu hören und mich ständig neu zu justieren. Ich hoffe einfach darauf den Kreis meiner Ahnen zu durchbrechen und auch durch mein Kind für mich zu lernen. Sowieso ist meine Heilung/Genesung ein langer Prozess und so wird auch die Begleitung meiner Tochter und der Weg meiner Familie ein ständiger Prozess im Wandel und in ständiger Anpassung und Neujustierung sein. Wichtig ist mir, meine eigene Genesung nicht aus dem Blick zu verlueren. Denn ich kann meinem Kind kein gutes Vorbild sein und bestimmte Aspekte nicht lehren (z.b. Selbstliebe), wenn ich es selbst nicht kann.

      Im Artgerecht Buch steht, dass jeder den richtigen stimmigen Weg für sein Familien Rudel finden muss. Wir können uns Konzepte ansehen und Teile davon übernehmen die stimmig scheinen, aber den ultimativen einen heilsamen Weg wird es nicht geben.

      Im Endeffekt kann ich nur mein bestes geben. Und wenns am Ende doch gemauso verkorkst ist wie ich, dann hab ich wenigstens meine eigenen Fehler gemacht und nicht die Fehler meiner Mutter wiederholt. Das muss mir als Trost wohl reichen.

      Viele Grüße, Nadine

  19. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich deinen Artikel einstufen soll:
    1. §6 GG: „(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“

    2. Wir erziehen. IMMER: Wenn ich dem Kind sage, dass es nicht auf die Straße laufen soll. Wenn ich ihm etwas vorlebe. Wenn ich es lobe – und auch, wenn ich es NICHT lobe! Ich möchte immer, dass das Kind etwas spezielles tut (und sei es, dass es tut, was es möchte)

    3. Es klang, als würdest du wach bleiben, obwohl DU totmüde bist, weil deine Kinder noch nicht schlafen wollen. Heißt das, dass du DEINE Bewürfnisse hinter ihre stellst? – bei Babys, die noch keinen Bedürfnisaufschub entwickelt haben, mag das auch wichtig sein, jedoch sollten Kinder irgendwann auch beginnen, ihre Bedürfnisse mit denen anderer zu vergleichen und ggf. IHRE dann nach hinten zu schieben.
    In eine ähnliche Richtung geht auch die Frage nach „Haben wollen“: Erfüllst du ihnen jeden Wunsch? „Mama ich will die 100ertste Barbie!“ – „Ich will JETZT ein Eis!“ – „Ich WILL, dass du das machst!“
    Ich würde zum nicht alle Wünsche (sofort) erfüllen und zum anderen will ich auch nicht, dass so mit mir gesprochen wird.

    4. Ich denke auch, dass Rituale den Kindern helfen können, sich zeitlich zu orientieren: erst ist Morgenkreis, danach darf ich mit Eva im Garten spielen, danach gibts Mittag, dann vielleicht Mittagsschlaf (wenn ich müde bin) und dann werd ich abgeholt: es gibt ihnen Sicherheit. Sie wissen, dass sie wieder abgeholt werden und sie wissen auch, dass sie am nächsten Tag wieder mit Eva spielen dürfen. D.h. jetzt nicht, dass ALLE Rituale IMMER gut sind und dass man den Tag schön mit Ritualen vollpflastern sollte, aber dass einige gut über den Tag und das Jahr verteilte Rituale hilfreich sind (nicht nur für Kinder!)

    Einige deiner Punkte finde ich spannend, da deine Kinder dich auch als präsent erleben und an merken, dass du an ihnen dran bist.
    Ich fänd es spannend, zu wissen, wie du damit umgehen wirst, wenn deine „Kleinen“ größer sind: wenn sie beginnen, die Regeln der Gesellschaft auszutesten (Stichworte deine und meine). Aber das ist sicher noch ein Weilchen hin 🙂

    • schöner Kommentar… auch ich bin gespannt auf die Verhaltenstipps von Lisa, wenn ihre Kinder dann 3 und 4 sind…

  20. Rein hypothetisch könnte es ja wegen des Erziehens sein, dass sich so viele Menschen erstmal finden müssen. Sei es als Jugendlicher, als junger Erwachsener oder während der Midlife-Krisis.

    • schöner Kommentar… auch ich bin gespannt auf die Verhaltenstipps von Lisa, wenn ihre Kinder dann 3 und 4 sind… 😀 😀 😀

    • schöner Kommentar… auch ich bin gespannt auf die Verhaltenstipps von Lisa, wenn ihre Kinder dann 3 und 4 sind…

    • Huhu Alexandra,
      sorry – mein Kommi sollte eigentlich auf den Kommentar ÜBER Deinem Beitrag gepostet werden…
      Doppelt hält besser! 😉

  21. Wenn ich im Job eine Präsentation vorbereite und diese (in meinen Augen) voll gelungen ist, dann möchte ich von meinen Kollegen/Chefs/Kunden NICHT hören: „Sie finden Ihre Präsentation toll, wie schön für Sie!“ … da können die Kollegen/Chefs/Kunden noch so breit dazu LÄCHELN, ein echtes ehrliches Feedback ist das nicht… Eigentlich ist das gar nichts – ich werde alleine gelassen mit meiner „Erfahrung“, muss mir selber im Klaren darüber sein, ob das nun gut war oder nicht und wirklich LERNEN kann ich mit dieser Reaktion gar nichts… im Gegenteil, ich bekomme das Gefühl, dass meine Kollegen/Chefs/Kunden sich NULL für mich interessieren – wahrscheinlich, weil sie sich nur für sich selbst interessieren!

    Ganz im Ernst, unsere Kinder müssen von irgendwem die Normen und Werte dieser Gesellschaft lernen – anzunehmen, dass die kleinen Mäuse sich das selbst irgendwie aneignen, finde ich abenteuerlich und fast schon fahrlässig.

    Aber möglicherweise habe ich diesen Lebens-Ansatz nicht ganz verstanden… 😉

  22. Pingback: Laissez-faire - das solltest du wissen! - geborgen und geliebt

  23. Liebe Lisa,
    ich bin manchmal nicht sicher, ob nicht alles viel zu sehr theoretisiert wird.
    Kinder sind unterschiedlich. Die einen brauchen mehr Begleitung als andere. Grundsätzlich muss man sehen, was die Kinder brauchen und diese Bedürfnisse aufgreifen und einen funktionierenden Alltag für alle daraus machen.

    Ich stoße mich wegen der unterschiedlichen Bedürfnisse aller an diesem Absatz in deinem Beitrag:
    „Ich kenne so viele Menschen (im Kindesalter), die vieles nicht dürfen. Die halt diese ‚klassische Erziehung‘ haben.
    Und genau diese Menschen sind es, die irgendwann ‚ausgebrochen‘ sind , damit sie sich mal austoben können. Damit sie mal so sein können, wie sie vielleicht gerade sein wollen, oder vielleicht damit sie sich selbst mal finden.“

    Ich persönlich kenne auch diverse Beispiele, die sehr, ich nenne es mal unklasssich aufgewachsen sind, die tatsächlich als Erwachsene die Ober-Spießer wurden und nach Ordnung, Struktur und Disziplin streben.

    Also insgesamt in der Erziehung oder Aufzucht der Jungen oder wie auch immer man es nennen möchte ist wichtig: Achte und SEHE ganz genau welche Persönlichkeit du vor dir hast, dann wirst du einen passenden Weg finden. Kein Konzept passt auf jedes Kind.

    Pädagogik ist ein sehr komplexes Feld.

  24. Pingback: FREIHEITSFUTTER #1 – Januar 2017 – daseinealles.de

  25. Liebe Lisa,

    Vielen Dank für diesen sehr interessanten Blogartikel. Ich versuche entgegen aller äußeren Zwänge, mein Kind unerzogen zu begleiten. Leider habe ich keinerlei Eltern in meinem Bekanntenkreis, die dieses ebenfalls praktizieren. Was jedes Treffen mit anderen Gruppen sehr kompliziert macht und ich sehr häufig nur belächelt werde. Auch mein Mann und meine Schwiegermutter belächeln vieles nur und prophezeien mir auch schon, dass ich bald nicht mehr so agieren würde, sonst tanzt der Kleine mir auf der Nase rum. Und es ist wirklich sehr anstrengend, so ganz alleine mit diesem Thema und dieser Einstellung da zu stehen. Ich werde trotzdem versuchen durchzuhalten, weil es einfach mein Wunsch ist, dass mein Sohn sich frei entfalten und ausprobieren kann.
    Jetzt habe ich aber trotzdem noch eine Frage an dich. Mein Kleiner (18 Monate) durfte bisher immer 2 Folgen der Serie „Bobo“ gucken. Aber auch erst seit knapp 4 Wochen. Jetzt ist er aber so verrückt auf diese Serie, dass er immer sehr traurig ist, wenn sie aufhört zu laufen. Also habe ich probiert, ob er irgendwann von alleine aufhört zu gucken und was soll ich sagen, seit 2 Tagen läuft fast ununterbrochen Bobo. Sind Kinder mit 18 Monaten tatsächlich schon in der Lage einzuschätzen, das es irgendwann genug Fernsehen ist? Ich habe wirklich Angst, dass ich dem Kleinen schade und er vielleicht zappelig und unruhig durch das Fernsehen wird, oder verlernt sich selber zu beschäftigen. Fernsehen ist ja nunmal kein Grundbedürfnis.
    Danke für deine ehrliche Antwort!
    Liebe Grüße
    Sonja

    • Hallo Sonja!

      Erstmal danke!

      Zu deiner Frage: Bobo lief hier gestern auch sehr lang, das fand meine Große einfach toll. Ich lasse sie da – ich kenne nämlich auch mich, wenn ich eine Serie/Buch/sonst was gerade so toll finde, dann möchte ich (hätte ich keine Verpflichtungen) es den ganzen Tag schauen /lesen wie auch immer. Kinder oder Menschen im allgemeinen, die vorher reguliert wurden (bei dir zB nach 2 Folgen Schluss) genießen erstmal die Zeit in der sie selbstbestimmt gucken dürfen. Sie bauen sich erstmal das Vertrauen auf , dass Mama und Papa nicht wieder regulieren werden. Sie haben ja noch nicht die Sicherheit dass es so bleiben wird – daher nutzen sie es jetzt vollkommen aus.

      Das kann schon mal zwei Wochen dauern bis es sich eingespielt hat.

      Natürlich biete ich in der Zeit öfter noch andere Aktivitäten an – die hier auch meistens angenommen werden.

      Vertraue deinem Kind, biete Aktivitäten an und dann wird sich das mit der Zeit einspielen. 🙂

      • spaghetti

        Hallo Lisa,

        also ehrlich und ganz im Ernst:
        Obwohl Du als „erwachsene“ Frau sagst, dass es Dir mitunter schwer fällt, von der Glotze wegzukommen wenn etwas läuft, was Du magst – empfiehlst Du hier einem anderthalb jährigen Kleinkind so lange fernzusehen, bis es nicht mehr mag/kann/gelangweilt ist… und sagst der Mutter, sie solle doch ganz entspannt eins-zwei Wochen diese Fernseh-Session unterstützen, damit der liebe Kleine hier ganz alleine seinen Lerneffekt findet und hinterher auch alleine auf sich stolz sein kann, dass er von diesem Medium weg gekommen ist?

        BULLSHIT!!
        Du hast Dich in meinen Augen mit dieser Aussage absolut disqualifiziert, was Kindererziehung angeht!!

        Liebe Sonja,
        bitte bitte höre nicht auf Lisa.
        Für Deinen Kleinen ist es definitiv VIEL zu früh zum Fernsehen… Seine Reaktion und die scheinbare „Abhängigkeit“ zeigt ja ganz deutlich, dass er damit noch gar nicht umgehen kann! Lass den Fernseher aus… komplett… 100% …
        damit kann man mit dem 3.Lebensjahr anfangen… und selbst da ist es in meinen Augen eigentlich unnötig…

        Viele Grüße von
        spaghetti

        • @ Spaghetti

          Genau das! hab ich mir auch gedacht. Nagel auf den Kopf. Ich finde das unverantwortlich.

        • Wir leben Unerzogen – also ist es mir ziemlich egal ob ich für „Kindererziehung“ ‚disqualifiziert‘ wurde.

          Ich sagte nicht, dass ich nicht von der Glotze wegkomme – sondern dass wenn mir etwas gefällt, ich es auch gerne tue.

          Es soll auch gar keinen Lernerffekt geben. Es gibt kein Ziel. Es gibt Vertrauen zu den Eltern – und die Mutter hat entschieden , dass ihr Kind TV schauen darf. Und ein Kind kann sich , genauso wie bei allen anderen Sachen, selbst regulieren .

          Wäre schön wenn ich nicht mit einem anonymen Pastagericht schreiben müsste.

          • spaghetti

            wußte nicht, dass der Nickname hier irgendeine bestimmte philosophische/intellektuelle Bedeutung haben muss…

            Natürlich kann es Dir egal sein, was ich denke. Ich muss gestehen, ich bin vor einiger Zeit hier auf Deine Seite gekommen, weil eine Freundin von mir diese „geliked“ hatte bei fb… und ich bin ja neugierig… und lernfähig… und immer auf der Suche nach der „Optimierung“…

            aber – je mehr ich von Dir lese, desto mehr kann ich nur die typische Reaktion der „Ungläubigen“ bieten… nämlich das Augenrollen und Kopfschütteln und Hände über dem Kopf zusammenschlagen…

            Ich will da auch gar nicht weiter diskutieren und lass Dich hier einfach weiter schreiben… jeder tut seinem Kind das „Gute“ an, was er eben meint, was das „Gute“ ist…

            Sonja: nur noch mal zum Thema Fernsehen… google doch einfach mal nach „Fernsehen für Kleinkinder“…

            In diesem Sinne – bleibt alle gesund und höflich zu einander!
            Eine Klatsche haben wir ja alle – bei manchen ist sie ziemlich auffällig, bei anderen muss man erst ’ne Weile suchen… 😉

  26. Bitte nicht aus dem Zusammenhang reissen 😉 . “ So ist das eben“ war bezogen auf das in die Schule gehen. Und ja: “ So ist das eben. Man muss morgens in die Schule gehen .“

      • Der überwiegende Teil nimmt die gesetzlich vorgeschriebene Schulform in Anspruch und hat auch kein Geld für Privatunterricht. In dem Fall “ muss regelmäßig zur Schule.“ Ansonsten gibt es Besuch von der Polizei. Ich hoffe soetwas möchte man seinem Kind dann auch ersparen.

        • Freilernen ist aber keine Privatschule.

          Wobei es natürlich „freie Schulen“ gibt.

          Ich möchte meinem Kind ehrlich gesagt auch ersparen sich in eine Schablone pressen zu lassen , in der es einfach nicht hineinpasst 🙂

          • Ist ja interessant. Eine freie Schulform , in der man nicht regelmässig zur Schule muss und “ den Stoff“, der leider nunmal gesetzlich vorgeschrieben ist, nicht erlernen muss, ist mir garnicht bekannt. Zumindest nicht in Deutschland, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

          • Bei den freien Schulen steht auch “ Privatschule“ dabei. Es geht mir auch nicht um das Wort “ Privatschule“. Kann man nennen wie man will. Es geht mir um den Fakt das soetwas, kostet. Und das kann sich der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht leisten und muss somit auf eine “ normale“ Schule. Und da gibt es geregelte Zeiten.

          • Es gibt freie Schulen die richten sich nach dem Budget der Eltern. Wer mehr hat, der zählt mehr. Wer weniger hat, der zahlt dementsprechend auch weniger .

            Und auch bei „festen“ Zeiten spielt sich der Biorhythmus ein – wenn man ihn denn lässt. Im übrigen haben zB Teenager nochmal einen anderen Rhythmus – da wird die Nacht zum Tag gemacht und anders herum, da können sie nichts für, das hat die Natur so mitgegeben.

          • Oh wei. Da wird ja noch ganz schön was auf einen zu kommen…. Wenn man nachts den Wecker stellen muss, um seinem Teenie eine Stulle zu schmieren, damit es in die freie Schule kann.

          • Auch in Deutschland gibt es freie Schulen – wie dort das lernen aussieht weiß ich nicht genau , aber es ist halt freies lernen nicht nach Lehrplan wie in Regelschulen.

            Freilernen in Deutschland würde nur gehen, wenn es keinen festen Wohnsitz gibt – also von Land zu Land gereist wird und dann wieder eine bestimmte Zeit in D.

            Das es überhaupt solche Möglichkeiten gibt wissen leider noch nicht viele. Aber ich bin froh um jede andere Schulform wir zB Montessorischulen etc

  27. Hallo Lisa,
    danke für deine schnelle Antwort und es ist wirklich immer wieder erschreckend zu sehen, wie aggressiv auf das Thema unerzogen reagiert wird. @Spagetthi: Ich habe auch mal gedacht, dass es das Beste für mein Kind ist nicht fern zu sehen bis zum 3. Lebensjahr, aber ob deine Art der Aufklärung nämlich zu googeln die richtige ist, weiß ich jetzt auch nicht. Mein Kinderarzt meinte dazu: Bekomme mal noch 2 weitere Kinder, dann kannst du die Kleinen garnicht davon abhalten zu gucken. Außer natürlich, du verbietest es den Großen wieder. Und glaube mir, ich beobachte mein Kind sehr genau, bleibe beim Fernsehen in seiner Nähe und parke ihn nicht einfach vor der Glotze um meine Ruhe zu haben. Ich wollte eine Meinung von Lisa zu diesem Thema und die habe ich bekommen und danke ihr dafür, dass sie dafür auch Schelte in Kauf nimmt. Aber das musst du wahrscheinlich bei diesem Blog jeden Tag.

  28. spaghetti

    Hallo Sonja,
    sorry dass ich da ungefragt auch meine Meinung zu gesagt habe… und „aggressiv“ sollte die auch nicht sein – außer Du störst Dich an dem BULLSHIT!! Ersetze es einfach durch „BLÖDSINN“… fängt auch mit B an und meint genau das Gleiche…

    Ich verstehe auch nicht ganz, was an „googlen“ schlecht sein soll… Welche Quelle Du dann nach dem Suchbegriff auswählst und nachliest, ist ja Dir überlassen… da sind übrigens wissenschaftlich fundierte Quellen drunter…

    Aber wenn Du Dich statt auf solche Quellen lieber auf Lisa verläßt, ist das natürlich Deine Sache…

    VIELLEICHT haben aber auch die VIELEN anderen, die Euch nicht so richtig verstehen, aber auch ab und an mal Recht und sind nicht grundsätzlich auf dem Holzweg, nur weil sie Euer System nicht verstehen!

  29. Liebe Spagetthi,

    du kannst gerne ein Schimpfwort durch das andere ersetzen und du kannst auch gerne deine Lebensart mit deinen Kindern beibehalten ( Falls du welche hast). Aber scheinbar, bist du auch auf der Suche, nach einer anderen Wahrheit, sonst würdest du diesem Blog hier wohl nicht folgen. Es gibt meiner Meinung nach keine einzige Wahrheit und ich folge meinem Herzen und bin immer wieder erstaunt darüber, was mein Kleiner schon selber erledigt, wenn man nicht ständig nein und lass das und du kannst das nicht in den Raum wirft, wenn dein Herz etwas anderes fordert, wird es das richtige für dich und deine Familie sein.
    Im übrigen würde ich dich bitten meine Antwort ganz zu lesen, da gibt es nämlich auch noch die Meinung (Quelle) meines Kinderarztes.
    Die Verkaufszahlen von „Geborgen wachsen“, „mein gewünschtestes Wunschkind“ und auch Büchern von Jesper Juul zeigen, dass viele Eltern sich eine andere Art des Umgangs mit ihren Kindern wünschen, sich am Ende jedoch beugen vor den noch sehr veralteten Erziehungsmodellen unserer Eltern und Großeltern.

  30. Pingback: Selbstbestimmung ist kein Feind! - geborgen und geliebt

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