„Willst du nicht mal arbeiten gehen?“ Jung Mutter sein ist nicht immer leicht.

willst-du-nicht-mal-arbeiten-gehen

Wer kennt sie nicht – die Vorurteile gegenüber jungen Müttern (oder auch späten Erstlingsmamas)?

Ich habe meine erste Tochter im Alter von 20 Jahren bekommen. In der Schwangerschaft war ich noch 19 und ging damals zur Schule.
Schon in der Schwangerschaft durfte ich mir diverse Sachen anhören – ich sei zu jung, noch nicht reif genug, hätte keinerlei Erfahrungen und allgemein wäre ich nicht so weit für ein Kind.

Doch ist es nicht so: die ‚ersten Male‘ sind immer ‚die ersten Male‘?
Mir bringen keinerlei Erfahrungen mit Kindern – wenn es nicht meine eigenen sind.
Die eigenen Kinder stellen das Leben nochmal völlig auf den Kopf – und das ist für die einen negativ, da sie mit einer solchen Veränderung nicht klar kommen, doch für sehr viele ist es durchaus positiv.

Neue Blickwinkel werden geöffnet, die Selbstreflexion wird dauerhaft trainiert, Geduld wird geübt – wir verändern uns.
Wir haben nicht nur ein neues Leben geschaffen, sondern bekommen selbst auch ein neues Leben – und wir können an uns arbeiten um uns das Leben (für uns und unsere Kinder) zu schaffen, welches wir uns damals als Kind gewünscht hätten.
Wir können die Eltern sein, welche wir gerne gehabt hätten.

Wir können so reagieren, wie wir es uns von unseren Eltern gewünscht hätten.
Uns stehen unbegrenzte Möglichkeiten zu und doch fallen die meisten von uns in die Verhaltensmuster unserer Eltern.

Als junge Mutter kann man es sich nicht leisten zuhause zu bleiben

Ich wollte mindestens das erste Jahr zuhause bleiben – aus einem Jahr wurden zwei und jetzt?
Gerne möchte ich meine Kinder so lange selbst betreuen , wie es möglich ist.
Doch dieses Leben als junge, selbstbetreuende Mutter ist nicht immer einfach.

„Willst du nicht mal arbeiten gehen?“

„Bist du schon wieder schwanger?“

„Willst du nicht, dass deine Kinder richtig gefördert und erzogen werden – im Kindergarten?“

Ich glaube das waren noch die nettesten Seitenhiebe die ich so im Laufe meines Mutter-seins bekommen habe .

Denn, da ich ja noch so jung bin, ist es ja auch logisch, dass ich – am besten sofort – arbeiten gehe. Ich muss meinen Kindern ja was leisten können – Liebe, Zeit und alles andere kann ja meist nur erkauft werden *hust*

Nicht arbeiten ?!

Viele meinen auch immer noch, dass bloggen keinerlei arbeit sei.
Die Stunden, die für einen Artikel draufgehen, zahlreiche Kommentare und Emails beantworten.
Seite auf dem neuesten Stand halten.
Und auch andere Projekte neben bzw für den Blog.

Da bloggen ja Spaß bringt, ist es ja keine Arbeit.
Da es ja nur bisschen schreiben ist, ist es keine Arbeit.

Doch ich stecke viel Zeit und Herz und Aufwand hier rein, weil es mir Spaß macht – und glaubt mir, dieses Technik-Zeugs liegt mir absolut nicht! Doch ich möchte euch gerne eine schöne Seite bieten (und ja, mir selbst auch 😀 ) und daher ‚musste‘ ich mich auch irgendwie damit auseinandersetzen.

Es ist wichtig, dass du weißt, wer und was du bist!

Und ich glaube ich spreche für viele andere Menschen – egal ob jung oder alt. Ob Kindergarten oder Selbstbetreuerin.

Egal was du machst – du machst es falsch!

Doch wer hat zu entscheiden, was für meine Familie richtig oder falsch ist? Sind das wirklich die Menschen, die gar nicht in meiner Familie sind – die gar keinen richtigen Kontakt zu uns als Familie haben?

Jung und naiv – so heißt es doch immer.

Je älter jemand ist, desto reifer ist dieser Mensch – doch wie viele Menschen Mitte 30 gibt es, die sind „verspielt wie junge Hüpfer“?

Ich bin der Meinung, dass man niemanden auf Grund seines Alters oder seiner Erfahrungen herabstufen sollte – das predige ich auch jedes Mal für unsere Kinder. Sie sind nicht so alt wie wir und haben auch nicht die Erfahrungen wie wir, doch sind sie dadurch nicht schlechter oder gar weniger wert als jemand anderes.

Ich bin als junge zweifach Mutter nicht unerfahrener als eine Erstlingsmutter , welche sehr spät Mutter worden ist. Ich habe wahrscheinlich in Bereichen X und Y keine oder wenige Erfahrungen, aber brauche ich eine Masterausbildung in Chemie um zehn Jahre später ein Kind „besser“ großziehen zu können?

Nein – außer das Kind schluckt Chemikalien , dann weiß ich bestenfalls was ich machen muss – aber hey, das kommt hoffentlich gar nicht oder jedenfalls nicht täglich vor!

Ich möchte hier auch gar nicht schön reden, wenn 16jährige Schwanger werden und wirklich nicht dafür reif sind – doch es gibt auch genügend Menschen, die werden früh Mutter und sind reifer als jemand anderes ohne Kinder.

Es gibt immer Gründe warum jemand seine Kinder in den Kindergarten gibt oder Zuhause selbstbetreut. Es gibt auch Gründe, warum jemand relativ schnell wieder schwanger wird. Es gibt Gründe, warum jemand früh oder spät Eltern wird.

Es gibt für alles einen Grund – wenn ihr den nicht kennt, dann erfragt es. Sachlich und nicht abwertend.

Kennt ihr auch solche Kommentare? Was musstet ihr euch bisher anhören?

Eure Lisa

Continue Reading

Schon einen Kalender für 2017 gekauft? | Verlosung

autumn-moments

Heute ist der 05.Dezember und heute gibt es das erste Adventstürchen bei mir zu öffnen 🙂

Ich bin ja ein Mensch, der Mitte des Jahres erkennt, dass er noch einen Kalender für das laufende Jahr braucht – was eine verschwendung für all die leeren Seiten, aber ja , ich bin in gewissen Dingen einfach etwas verplant (Ich bin doch nicht die Einzige, oder? ODER?!)

Mittlerweile habe ich daher einen richtigen Planer von Filofax und ich hoffe, dass ich auch daran denke, mir rechtzeitig Einlagen für das nächste Kalenderjahr zu besorgen. Doch selbst wenn nicht, habe ich ja noch den Attachment Parenting Kalender von Happy Babys Bindung im Flur hängen – und weil ich den so toll finde, habe ich Kira gefragt, ob sie noch einen zur Verfügung stellen kann , damit ich einen an euch verlosen kann. 🙂

Ich denke ja schließlich an all die Menschen, die genauso verplant sind wie ich – ich muss euch einfach helfen! 😀 

So, Quatsch beiseite – ihr könnt also heute einen wunderbaren Wandkalender gewinnen!

img_1998.jpg

Wie ihr am Gewinnspiel teilnehmt:

  1. Kommentiert diesen Beitrag und schreibt, warum ihr diesen Kalender gerne hättet.
  2. Teilen wäre schön, ist aber kein muss.
  3. Abonniert meinen Newsletter, damit falls ihr gewonnen habt, auch eine Benachrichtigung bekommt. (Letztes Mal hat eine Gewinnerin leider nicht mitbekommen, dass sie gewonnen hat – daher jetzt nun über den Newsletter 🙂 )

Dieses Gewinnspiel läuft drei Tage lang (also bis zum 08 Dezember 23:59 Uhr).

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.


Schaut auch noch bei mamaz und Phinabelle vorbei, dort laufen aktuell auch noch Gewinnspiele 🙂

Solltet ihr einen Kalender kaufen wollen, dann könnt ihr an der Seite (über Handy nach unten scrollen) auf den Link klicken und dort einen kaufen. 🙂

 

Eure Lisa


Übrigens: Im Newsletter erhaltet ihr Infos rund um Unerzogen, bindungs- und bedürfnisorientierte Elternschaft und Organisation , welche ich nicht (immer) auf meinem Blog veröffentliche!

 

Continue Reading

Unsere selbstbestimmte Schlafroutine mit zwei Kleinkindern

img_2615.jpg

Heute möchte ich euch mal von unserer Schlafroutine erzählen, da ich oft höre, dass Unerzogene ja kein „Ritual“ oder eine „Routine“ haben und wie sich das überhaupt mit selbstbestimmt leben vereinbaren lässt.

Es sei gesagt, dass obwohl meine Kinder selbstbestimmt Schlafen gehen , ich meinen langen Abend genießen kann.

Meine Kinder sind jetzt fast 2,5 Jahre und 15 Monate alt.

Schlafroutine: Wann fängt es an?

Unsere Abendroutine fängt so gegen 18-18:30 Uhr an , indem wir schon mal nach oben gehen und dann wird entweder noch gebadet und/oder Zähne geputzt.

Danach spielen die beiden meistens noch. Gegen 19-19:30 Uhr kommt meistens die Kleine zu mir ins Bett und möchte gestillt sein.

Es kommt auf ihre Müdigkeit an, entweder sie schläft direkt nach 10 Minuten ein oder sie steht nochmal auf und kommt dann nach kurzer Zeit wieder und schläft dann ein.

Die Große kommt auch meistens dann ins Bett, fragt öfters nach ob ich noch wach bin und sagt mir , dass auch sie noch wach ist. Sie trinkt dann noch bisschen ihre Milch (zur Zeit die Cashew Milch von Alpro) und schläft auch nach kurzer Zeit ein oder wartet bis ich mich zu ihr legen kann – dadurch , dass ich noch stille, kann ich mich ja nicht immer direkt zu ihr legen.

Beide schlafen dann zwischen 19:30-20:30 Uhr ein. An einigen Tagen, an denen besonders viel los war und ggf. auch kein Mittagsschlaf gemacht wurde, wird gerne auch zwischen 18-19 Uhr geschlafen.

„Und schlafen sie denn auch durch?!“

Die Nächte sind mal ruhiger und mal etwas unruhiger  – durchschlafen tut keines meiner Kinder, warum dieses Schlafverhalten völlig normal ist, könnt ihr hier nachlesen.

Und es kommt auch tatsächlich auf die Mondstellung drauf an. Bei Vollmond schläft vor allem die Kleine sehr unruhig.

Übrigens: Ich stille meine 15 Monate alte Tochter Nachts noch des öfteren und auch meine 2,5 jährige trinkt Nachts ab und an ein paar Schlückchen. Auch das ist völlig Normal – vor allem bei „schlechten“ Essern wird Nachts öfter etwas verlangt – meine Große hat vor kurzem kaum etwas Tagsüber gegessen und hat Nachts dafür mehr getrunken um das auszugleichen. Dieses natürliche Verhalten würde ich keineswegs abtrainieren, auch wenn es Kräftezehrend ist – im kleinen Körper passiert gerade etwas, vertraut euren Kindern.

Möchtet ihr noch eine Routine kennen lernen oder mehr über Unerzogen/Selbstbestimmt oder ganz andere Themen wissen? Dann lasst es mich gerne in den Kommentaren oder per Mail wissen. Übrigens könnt ihr auch ganz kostenlos meinen Newsletter abonnieren um auch einige Infos über Unerzogen per Mail zu bekommen 🙂

Wie sieht eure Abendroutine aus? 

Eure Lisa 

Continue Reading
1 2 3 48