Wie Du es schaffst Ordnung zu (be)halten

Guten Morgen ☺️

Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich, denn heute startet meine neue Haushaltsserie. Wenn du dich für meinen Newsletter angemeldet hast oder in meiner Facebook Gruppe bist, dann weißt du sicher schon längst bescheid.

Hier auf meinem Blog möchte ich es nur ankündigen, du kannst dich also gerne für den Newsletter anmelden oder der Gruppe beitreten um alle (täglichen und wöchentlichen) Infos und ‚Aufgaben‘ zu bekommen.

Ich freue mich , wenn Du dabei bist ☺️
Melde dich am besten noch schnell an, dann bekommst du alle Infos zur ersten Woche per Mail. ✨

Lisa

Wie gesagt geht es darum, den Haushalt ordentlich erhalten zu können. Das mag vielen sicher einfach gelingen, aber vielen auch so absolut gar nicht. (*tippt sie zwischen Chaos und Kartons*)
Ich habe Pläne gemacht um Dir in den nächsten 5-9 Wochen zu helfen. Deine Routine zu festigen, auszumisten und deep cleaning (zählt Früjahrsputz noch zur Mitte des Jahres?😜) zu machen.

Die Welt retten – geht das überhaupt?

Der Klimawandel und deren Versuch zur ‚Rettung‘ der Welt ist in aller Munde – aber geht das überhaupt?
Auf Fleisch und andere tierische Erzeugnisse verzichten, auf Billigflüge (oder allgemein das Fliegen) verzichten und hier und da an tollen Spenden teilnehmen, die doch für das Gute sind. Oder? Das alles bringt doch ganz viel schon. Nicht wahr?

Ja. Es bringt was. Aber nicht genug.
Auf der Welt leben ca 7,75 Milliarden Menschen (Stand 2019) und viele hundertausende Menschen sind da sicherlich nicht mitgezählt aus diversen Gründen.

Es gibt viele erwachsene Menschen, die möchten jetzt sofort etwas ändern. Ernährung ändern, Einkaufsstil ändern. Andere Menschen zwingen, es ihnen gleich zu tun. Vorwiegend die eigenen Kinder, denn die können ja nicht anders, als mitzuziehen.

Was genau daran Mist ist? Einiges.
Zum ersten natürlich, dass es erstmal Aufklärung benötigt. Für alle Menschen, vor allem für Erwachsene. Denn es reicht nicht jetzt nur noch Obst, Gemüse und vegane/vegetarische Ersatzprodukte zu konsumieren.

Tipp: kauft saisonal/regional ein. Versucht auf Plastik beim Einkauf zu verzichten – wenn es nicht geht, dann geht es nicht und auch das ist in Ordnung. Die Welt wird nicht morgen untergehen, nur weil du nicht von heut auf morgen komplett auf Plastik verzichten kannst. Respekt an alle, die in einer Gegend wohnen, in der es möglich ist, komplett Plastikfrei auszukommen. Aber dieses Privileg haben nicht alle.

Warum saisonal und regional?
Im Supermarkt ist euch sicher aufgefallen, dass es eine unglaubliche Anzahl an Gemüse- und Obstsorten gibt, die es 1. gar nicht in Deutschland gibt und 2. gar nicht zu einer bestimmten Jahreszeit.
Z.B. Tomaten oder Gurken – im Winter kommen sie extra aus Spanien.
Drachenfrucht kommt aus Vietnam. Vieles kommt aus den USA oder von sonst wo her.
Hier findet ihr einige Listen, was wann Saison hat.
Ebenso gibt es hier alternative ‚Superfood‘-Lebensmittel, die gesund und günstig sind.

Einen weiteren ‚Trend‘ den ich persönlich beobachten kann, ist, plötzlich alles in Bioqualität einzukaufen. Bio ist nicht gleich Bio, es gibt da einen ganzen Haufen zu beachten. Ebenso muss auch nicht ausschließlich alles in Bio gekauft werden. Mal ganz davon abgesehen, dass auch hier nicht alle das Privileg haben um alles in Bioqualität (und da reden wir von Marken wie Rapunzel etc nicht Aldi , Lidl Bio) zu finanzieren. Und da braucht auch niemand den Zeigefinger heben oder etwas anderes belehren. Es muss auch niemand noch mehr verzichten um den Ansprüchen anderer zu genügen.

Da wären wir beim Thema Flüge reduzieren oder gar abschaffen – dann bleibt der ständige Flugverkehr (und auch Schiffsverkehr!) wodurch Lebensmittel (die Menschen in deren Ländern sicher mehr benötigen als wir) nach Deutschland (oder auch andere Länder) gebracht wird. Und somit bleibt das Problem. Es ist halt ein kratzen an der Oberfläche.

Mehr zu Fuß gehen, weniger Autos nutzen.
Ja, auch das geht. Aber auch nicht bei allen – ich grüße alle Dorfbewohner, die ohne Auto ziemlich aufgeschmissen sind.
Wir sind auch hier beim Thema : „Wenn ich das kann, dann kann das doch jeder!“.
Nö. So einfach ist es leider nicht immer. Es geht nicht darum eine Rutsche runterzusegeln, sondern auf eine Art der Fortbewegung zu verzichten, auf die eine Vielzahl der Menschen einfach angewiesen ist.
Wer zu Fuß gehen kann und möchte – der tut es.
Wer nicht, der nicht.

Mag kacke sein, ist es sicher auch. Gibt aber viel größere Kacke die über all dampft und vor denen wir unsere Augen verschließen.

Andere Menschen bei der eigenen Lebensstil-Wandlung zwingen mitzumachen ist genauso wie Menschen eintrichtern zu wollen, der Klaps auf den Po wäre keine Gewalt. Kann klappen, tut’s meistens nicht. Zwang ist genauso Gewalt wie der ach so harmlose Klaps.
Wenn ihr jemanden von eurem Lebensstil überzeugen wollt, dann lebt vor. Zeigt Alternativen an. Aber wenn all das abgelehnt wird: akzeptiert es, egal wie blöd ihr das findet. Blöd ist es halt auch, wenn sich jemand andauernd in euer Leben einmischt und meint, dass ihr ja absolut alles falsch macht und doch mal ans Klima denken müsst. Auch Kinder dürfen entscheiden, wenn sie gerne Fleisch essen wollen oder den Joghurt in der bunten Verpackung. Vielleicht lässt sich euer Kind auf einen Kompromiss ein, oder auf eine Alternative. Wenn nicht, dann ist es so.

Tipp: Wenn ihr z.B. auf Nestlé Produkte verzichten möchtet, gibt es hier eine kleine Liste von den Firmen, die Nestlé mittlerweile gekauft hat und weshalb es nicht zu unterstützen ist.
Wenn euer Kind also nun etwas von Nestlé haben möchte , könnt ihr eurem Kind erklären warum ihr Nestlé nicht unterstützen möchtet und schaut nach Alternativen. Zu sagen „Nein, gibt’s nicht.“ ist einfach, aber nicht sinnvoll und respektvoll gegenüber anderen Menschen.

Meiner Meinung nach sollte vor allem drauf geachtet werden, was für Produkte gekauft werden. Jemanden zu unterstützen, obwohl viele viele andere Menschen darunter leiden, kommt für mich nicht in Frage. Natürlich kaufe ich nicht perfekt ein. Um ‚perfekt‘ geht es auch gar nicht. Es geht eher darum, achtsam zu sein. Brauche ich alles, was ich einkaufe? Kann ich etwas besserer kaufen? Kann ich es ggf selber herstellen? Aller Anfang ist schwer.. und alles von jetzt auf gleich umzustellen ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich könnte noch unendlich viele Themen aufschreiben, aber was ich eigentlich sagen möchte: kleine Schritte bringen etwas. Versucht nicht andere Menschen von eurer Meinung zu überzeugen, sondern versucht aufzuklären, wenn jemand aufgeklärt werden möchte.

Die Welt hat so unglaublich viele Baustellen, an denen wir kaum etwas ändern können. So sehr wir auch wollen. Es gibt so viel Hass und Ungerechtigkeit und Ausbeutung auf dieser Welt, von denen die meisten nichts ahnen oder es sich kaum ausmalen können – auch ich nicht.

Versucht nicht, alles in eurem Leben heute zu ändern und im Leben eurer Kinder und anderen Mitmenschen. Vorleben, recherchieren, ausprobieren, Ersatz finden (falls Ersatz gebraucht wird). Es ist ein kleiner Schritt, für eine riesen große Welt.

Zum Abschluss möchte ich euch einen Artikel, eine Studie von Dr. oec. troph. Karl von Koerber , hier zum lesen da lassen. Es geht vorwiegend um die Ernährung, aber halt darum, warum saisonal, regional und auch pflanzliche Ernährung ‚besser‘ für die Zukunft ist, als das umhergeschiffe von tropischen Obstsorten und dem extremen Fleischverbrauch, der in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat.
Zum Artikel hier klicken.

Du bist gut, so wie du bist.

Mich überkommt in letzter Zeit immer wieder dieses Gefühl.. ein Gefühl von ’nicht genug‘ sein. Nicht gut genug sein. Auf viele Lebensbereiche bezogen. Auf’s Mama sein. Auf diesen Blog. Auf so einiges was ich aufgegeben/gelöscht habe, und es jetzt vielleicht sogar bereue.

Das, was ich meinen Kindern und auch anderen oft sage ist: DU bist gut, genau so wie du bist.
Warum sag ich mir das nicht?
Ein weiterer Satz, den ich meinen Kindern immer sage ist: Es ist schön, wenn Du mich und andere so doll lieb hast, aber vergiss nicht, dass es auch soo wichtig ist, dich selbst lieb zu haben.

Ich glaube ohne selbstliebe, funktioniert die ganze ‚Ich bin gut, so wie ich bin‘ Sache nicht. Mich akzeptieren, wie schwer das ist, wenn das ganze vorherige Leben einem aufgezeigt wurde, was alles schlecht oder verbesserungsbedürftig ist.
Positive Eigenschaften und Stärken von sich selbst aufzählen.. kennt ihr das? MAcht ihr das?

Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch sollte ich meine Stärken und Schwächen aufschreiben. Meine Schwächen wusste ich sofort. Meine Stärken? Hab ich welche?
Dieses Ding mit der Selbstliebe ist gar nicht so einfach, wenn man es nicht gesagt bekommt, was alles toll und genau richtig an einem ist.

Das könnte hier ein langer Beitrag werden, warum es in der Kindheit also so unglaublich wichtig ist, den Kindern zu sagen, wie toll und genau richtig und gut sie eigentlich sind. Dass sie zwar hier und da Fehler machen, aber das jedem passiert. Dass nicht alles eine böse Absicht hat.

Doch ich möchte einfach mal nur für uns Erwachsene sprechen. Denn heute habe ich einen schlechten Tag. Einen ‚Ich bin nicht gut genug‘-Tag.

Und mir hat jemand gesagt: Denk immer dran, du bist gut genug.

Ihr bitte folgen. 🙂


Danke. Wirklich, von Herzen, danke. Es ist so schwer, dieses negative, selbstverletzende Denken in positive Gedanken zu verwandeln.

An alle die heute einen schlechten Tag hatten:
Ihr seid nicht alleine. Ihr seid nicht schlecht. Nur eure Gedanken kamen heute vom Weg ab. Und vielleicht gab es blöde Situationen heute und wahrscheinlich wird es noch ganz oft solche Situationen geben. Aber das sind Augenblicke.

Wird diese Situation unser ganzes Leben zerstören? Also, mal ernst gemeint… wahrscheinlich eher nicht. Im fast schlimmsten Fall wird diese Situation negative Gedanken hervorrufen und uns weiß machen, dass der ganze Tag schlecht ist und wir selbst ziemlich blöd sind.

Wir sind gut so wie wir sind. Mit unseren Macken und Fehlern, die jedem von uns passieren. Findet einen Weg eure negativen Gedanken umzuleiten.
Schreibt euren Freunden, auch wenn ihr denkt, dass ihr sie nicht belasten wollt mit euren Problemen. Hört ein trauriges Lied und danach eins , was euch immer super motiviert. Trinkt einen Kaffee/Tee oder für die ganz harten unter euch ein Glas Wasser.

Atmet ein, atmet aus. Schaut eure Kinder an, denen ihr sagt, dass sie gut sind so wie sie sind.
Ihr seid’s auch.

Aufräumen mit Flylady und KonMari

Hallo ihr wundervollen Menschen!

Es ist mal wieder soweit: Weihnachten steht schon fast vor der Tür und neben all den Geschenke kaufen, mit den Kindern basteln und backen , möchte der Haushalt ja auch seine Aufmerksamkeit bekommen.

Und für viele heißt es dieses Jahr zu Weihnachten wieder: viel Besuch. Und nach Weihnachten folgt Silvester, was ja auch bei den meisten nochmal für Besuch sorgt.
Viele Menschen geraten in Hektik und Stress, denn es soll in ihrem Zuhause an solchen Feiertagen noch schöner und ordentlicher sein, als das restliche Jahr.

Ich möchte hiermit eine neue ‚Challenge‘ (irgendwie mag ich das Wort nicht mehr, hat jemand eine andere Idee?) ankündigen , aber auch gleichzeitig noch mein kleines Statement abgeben.

An Weihnachten geht es nicht darum, wer den schönsten und größten Weihnachtsbaum hat. Oder wer die meisten Kekse gebacken und die coolsten Fensterbilder hat. Es geht auch nicht darum, wer die ordentlichste Wohnung hat, um seinen Besuch vor Neid zu erröten.

Es geht einzig und allein darum, miteinander Zeit zu verbringen.

Natürlich soll sich jeder in seinen eigenen vier Wänden wohl fühlen, und daher ist es dieses Mal keine Challenge, die bis Weihnachten geht und ab Januar geht dann das Chaos wieder los. Wir starten extra vor Weihnachten, aber mit dem Mindset, dass wir es nicht einig und allein für Weihnachten und unseren Besuch machen, sondern auf Vorbereitung auf das kommende Jahr und dass wir uns doch das ganze Jahr über wohl fühlen und zum Weihnachtsstress nicht noch der Aufräum- und Putzstress kommt.

Bei der Challenge vor zwei Jahren (oh Gott, ist das schon so lange her?) haben wir mit den Routinen angefangen. Das möchte ich dieses Mal etwas ändern.
Wir fangen mit einem kompletten Raum an und arbeiten uns so von Raum zu Raum. Nebenbei werden täglich zwei Sachen der Routine erledigt und erst wenn jeder Raum komplett abgearbeitet ist, fangen wir mit der richtigen Routine an.
Natürlich Babysteps (und familienfreundlich!), denn es ist schwer neue Gewohnheiten dauerhaft ins Leben zu integrieren. Menschen sind halt absolute Gewohnheitstiere – genauso der Stress kurz vor Weihnachten. Irgendwie bekommen wir es immer so vorgelebt, als ob dieser Stress einfach dazugehören müsse.

Ich denke ich habe vorerst genug geschrieben.
Zum Ende hin aber noch ein paar Informationen an alle Interessierten.

Ihr könnt euch liebend gern für den Newsletter anmelden. Somit bekommt ihr für jeden neuen Beitrag auch direkt eine kleine persönliche Mail.
Und auch jetzt für solche ‚Challenges‘ bietet sich die Anmeldung an (ist natürlich keine Pflicht) , denn dann bekommt ihr hin und wieder eine Mail , in der neue Anregungen sind – z.B. welcher Raum, eine kleine Liste mit Aufgaben etc. (Anmelden für den Newsletter könnt ihr euch an der Seite (PC) oder ganz unten (Smartphone) )

Zu der neuen Facebook Gruppe kommt ihr über diesen Link.

So, das war es erstmal von mir.
Am 11.11.2019 starten wir – bis dahin könnt ihr euch ja schon einmal mental drauf vorbereiten :p

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag!
Lisa

4 Gewohnheiten für ein schönes Zuhause

Hallo meine Lieben!
Heute endlich mal wieder ein neuer Artikel über Haushalt. Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken drüber gemacht, ob die Flylady Routine wirklich zu jedem passt oder passen kann. Denn in meiner Gruppe habe ich schon öfter gelesen, dass es einigen einfach zu viel ist , vor allem , wenn sie Vollzeitarbeit und Kinder haben.

Daher habe ich überlegt, was wirklich wichtig ist im Haushalt, welche Sachen jeden Tag zu erledigen sind, damit das Haus einen ticken ordentlicher und sauberer ist und angenehm riecht.

Die derzeitige Routine enthält zwar gar nicht sooo viele Aufgaben, aber auch ich als Alleinerziehende merke, dass die Zeit manchmal nicht reicht, oder die Kinder mich dann doch fordern, wenn ich gerade starten will oder mitten drin bin – hier sei nochmals gesagt: Familie geht vor. Immer.

Ebenso halte ich nichts davon, die Kinder zum mithelfen zu zwingen – dann ist es ja keine „Hilfe“ , wie sie eigentlich eben sein sollte. Ich frage meine Kinder sehr oft ob wir fix die Spielsachen zusammen wegräumen wollen, meist kommt ein Nein, weil sie gar nicht wissen was sie eigentlich machen sollen – hier hilft dann zu sagen, was genau wohin kommt. Sprich: Kind 1 räumt das Puzzle in die Schachtel zurück und Kind 2 sammelt die Sachen für die Spielküche zusammen. und ich mach dann meist schnell den Rest. 😀

Die Routine bisher war:

  • Bett, Lüften, anziehen
  • Badezimmer sauber machen
  • Wäsche waschen, trocknen, wegräumen
  • Staubsaugen und wischen
  • Abwasch/Geschirrspüler
  • Spüle sauber machen
  • allgemein Aufräumen und Hotspots beseitigen
  • Kleidung für den nächsten Tag rauslegen

Wenn diese Sachen jeden Tag erledigt werden (und man dann noch tolle Helferlein wie Trockner, Geschirrspüler und Saugroboter* hat), dann geht es relativ schnell – und ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass jeder irgendwann zu dieser Routine ankommen „sollte“ um wirklich ein dauerhaftes Wohlfühlzuhause zu haben. Allerdings kann es am Anfang einfach überfordern und so viele neue Sachen als neue Angewohnheiten zu erarbeiten, kann auch schnell zu Frust führen, weil es am Anfang einfach lange dauert, die Zeit dafür manchmal fehlt und es gefühlt kaum anders aussieht.

Daher meine 4 neuen Angewohnheiten für alle Neustarter:

  1. Bett machen

    Weiterhin bleibt das Bett machen in der Routine – ein Raum sieht direkt ordentlicher aus, wenn das Bett gemacht ist.

  2. Wäsche
    Auch das Wäsche machen bleibt in der Routine – „One Load per Day keeps Chaos away“ sagt die Flylady. Ich versuche mindestens eine Maschine am Tag zu waschen – wenn der Wäscheberg erstmal weg ist, reicht meist sogar alle zwei Tage.
  3. Müll
    Täglich Müll rausbringen – zumindest wenn es sich um Windelmüll handelt. Müll stinkt einfach sehr schnell und was ist schlimmer als ein stinkender Raum?
  4. Abwasch
    Auch hier bleibt der Abwasch in der Routine – einfach weil es sein „muss“. Die Küche sieht ordentlicher/sauberer aus, wenn kein dreckiges (oder auch sauberes) Geschirr rumsteht und es entstehen ebenfalls keine schlechten Gerüche, wenn tagelang benutztes Geschirr sich stapelt.

Das sind die vier Angewohnheiten um zumindest in die Richtung eines ordentlichen Zuhauses zu gelangen. Für viele scheint das jetzt völlig selbstverständlich diese Dinge jeden Tag zu erledigen, aber für andere ist es das nicht.
Nebenbei kann dann noch aufgeräumt werden und wenn gerade der Abwasch erledigt ist, ist man gerade im Flow um noch die Küchenzeilen abzuwischen. Nachdem das Bett gemacht wurde, werden die herumliegenden Sachen noch weggeräumt und um die Waschmaschine zu starten werden überall herumliegende Kleidungsstücke aufgesammelt. So fix ist dann eigentlich auch schon der gesamte Haushalt gemacht.

Das war nun auch schon die kleine aber feine „neue“ Routine.
Ich finde, sie ist sehr gut um erstmal wieder in den Flow zu kommen. Manchmal sieht man ja vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr – oder vor lauter Wäsche die Waschmaschine? 😉
Mir helfen diese kleinen Schritte immer wieder um mich erstmal auf das Nötigste zu konzentrieren. Klar, ein perfekter Haushalt wäre .. perfekt, jedoch ist es halt einfach oftmals nicht der Fall.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag gefallen und konnte dir etwas helfen. 🙂

Lisa

Mit * markierte Worte enthalten Affiliate Links. Das Produkt wird für Dich dadurch nicht teurer, ich bekomme lediglich etwas Unterstützung.

Für die Weihnachtszeit: leckere vegane Cookies backen

Morgen ist der erste Advent und die meisten von uns bekommen an diesen Tagen Advents-Besuch, oder?
Was ist also passender als ein paar sehr leckere vegane Cookies, bei denen ihr die Zusatz-Zutaten je nach Geschmack und Vorlieben variieren könnt?! 🙂

Meine Kinder und ich lieben derzeit Kekse in allen möglichen Formen und Farben und seit einigen Tagen möchte meine große Tochter immer wieder unbedingt selbst Kekse backen – nun werden ja die meisten Teige mit Eiern gemacht, welche wir aber nicht kaufen und bisher fand ich auch den Eiersatz in Keksen nicht so pralle – also musste ein Teig her, der ohne Ei auskommt und trotzdem ganz toll schmeckt.

→ weiterlesen

„Du brauchst doch gar keinen Schnuller mehr!“ – warum ich meiner Tochter die Entscheidung lasse.

Meine Tochter ist etwas über drei Jahre alt und hat noch einen Schnuller. Naja, eigentlich sind es zwischen vier und sechs Schnuller. Und ja, sie braucht jeden einzelnen davon. Einen bestimmten hat sie immer im Mund und die restlichen in den Händen. Sie liebt sie abgöttisch. Sie will die Schnuller. Sie braucht sie.

Und doch sprechen uns vermehrt VerkäuferInnen an der Kasse an mit „Du brauchst den Schnuller doch gar nicht mehr. Du bist schon groß“ WHAT THE HELL interessiert es dich überhaupt?!

Es steht weder ein Maßband neben meiner Tochter, noch steht ihr Alter auf ihrer Stirn. Aber ja – Schnuller ist was für Babys, das ist doch klar.
Dass auch größere Kinder noch ein absolut natürliches Saugbedürfnis haben, wissen leider die wenigsten, denn woher auch, wenn ab ca sechs Monaten versucht wird, dem Baby der antrainierte Schnuller wieder abzutrainieren?

→ weiterlesen

„Hört auf zu streiten!“ – und warum du das nicht sagen solltest

Ich übe mich ja immer wieder in Empathie. Und in Nerven bewahren – zweiteres fällt mir schwerer.

Meine Kinder sind jetzt drei und zwei Jahre alt und können sich ganz schön lieb haben – so richtig mit Kussi hier, Kussi da, Umarmung, Händchen halten …

Aber genauso gut können sie streiten – das ist mir ja echt das liebste. Ich könnte durchdrehen. Und tatsächlich tue ich es.

Hörst du dir manchmal zu?

Das hab ich mich gestern Abend gefragt. Die Kinder lagen schlafend neben mir und ich grübelte darüber nach, warum ich Streitigkeiten der Kinder so nervig finde. Und warum ich daraufhin mit anschreien reagiere.

Da fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen:

Anschreien bringt nichts. Anschreien erniedrigt, anschreien macht ein schlechtes Gewissen.

Und ich möchte nicht, dass sich meine Kinder schlecht fühlen. Nicht durch mich. Nicht, weil ich sie so unreflektiert und dumm angeschrien habe, weil ich nicht in der Lage war, sie einfach nur zu begleiten und beiden Empathie zu schenken. Weil Streiten normal ist. Und in Ordnung.

Warum fällt es mir schwer Streitigkeiten zu sehen/hören?

Ich habe mal tief in mich hinein gehorcht, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nie „gelernt“ habe einen Streit zu führen. Eine Diskussion zu lösen.

Ein Streit ist für alle Beteiligten einfach nur anstrengend , vor allem, wenn sich die Streitenden noch nicht so gut ausdrücken können, worum überhaupt gestritten wird und wie es gelöst werden kann.

Schreien hilft nicht und sendet falsche Signale

Bisher ist mir ziemlich schnell die Empathie flöten gegangen und die Hutschnur platzte – ich schrie beide an :

„Könnt ihr nicht eiiiiiinmal aufhören zu streiten?!!!! BITTE! Es n-e-r-v-t!“

Die sich gegenseitig anbrüllenden Kinder schwiegen nun und schauten mich mit großen Augen an.

Der Blick senkte sich. Stille.

Scheiße. So will ich nicht sein.

Wie kam ich auf die Idee, einen lautstarken Streit mit der doppelten Lautstärke zu schlichten?

Eigentlich, hatte ich ja nicht mal versucht den Streit zu schlichten, ich wollte einfach Ruhe. Ich wollte Frieden.

Aber so einfach ist es ja eben nicht.

Wer findet es nicht toll, wenn sich alle vertragen und den ganzen Tag Lächeln und friedlich zusammen spielen und … äh, und wo bleibt die Realität in der es Wut, Trauer und Zorn gibt? In der geflucht wird , gestritten und gebrüllt?

Warum nehmen wir uns Erwachsene eigentlich das Recht raus unsere Kinder anzubrüllen wenn uns was nicht passt, aber sie sollen den ganzen Tag wie glückliche Roboter spielen?

Wieso haben wir das Recht mit unseren Kindern und anderen Menschen zu streiten, aber unsere Kinder dürfen dies nicht?

Müssen Kinder streiten lernen?

Ich halte ja nicht so viel von „lernen müssen“ – das hat etwas von ‚antrainieren‘, ‚ zwingen‘ , ‚in eine Schablone pressen‘ ..

Doch, müssen Kinder streiten lernen?

Ich glaube nicht, dass sie streiten richtig lernen müssen, sondern viel mehr uns als Begleiter brauchen. Jemand, der von außen nochmal auf die Situation schaut, neutral ist, Lösungen findet und das dann alle gemeinsam aus dem Streit finden.

Denn ich glaube, dass es Menschen erst dann gelingt , konstruktive Diskussionen zu führen, wenn sie erfahren haben, wie sie konstruktiv in Streitigkeiten vorgehen. Wenn sie dabei begleitet wurden , Lösungsorientiert vorgegangen sind und mit zunehmendem Alter, braucht es dann eventuell keinen Begleiter mehr. (Nicht umsonst gibt es Streitschlichter oder auch Mediatoren)

Wie kann eine solche Begleitung denn aber aussehen?

„ Oh , streitet ihr euch gerade um XYZ?

Du wolltest damit gerne spielen und X hat es dir weggenommen?

(An X gewandt) Du wolltest gerade auch damit spielen? Weißt du, Y hatte das gerade und hat damit gespielt. Willst du ihr es zurück geben und wir suchen was anderes zum Spielen? „

Zwei Antwortmöglichkeiten stehen jetzt vor uns: entweder sagt das Kind ja, oder es sagt nein,

Bei Ja ist es natürlich klar. XYZ wird zurückgegeben und was anderes zum Spielen wird gesucht. Problem gelöst und alle sind glücklich – doch in den meisten Fällen ist es ja doch nicht ganz so einfach und es beharrt auf ein nein.

Das ist so der Zeitpunkt, bei dem mir die Nerven schon Geige spielen – das Kind schreit nein, das andere Kind schreit und weint immer lauter und ich weiß nicht was ich machen soll. Vertrösten?

(Zu Y gewandt) „ hmm, X will XYZ nicht wieder hergeben. Das ist jetzt richtig doof, oder? Möchtest du, dass wir was anderes spielen? Soll ich dich trösten? „

Die Problematik ist , finde ich, dass ich meine Kinder nicht dazu anleite zu teilen – bei anderen (fremden) Kindern. Doch , wie geht das bei Geschwistern?! Bei Sachen, die beiden Kindern gehören?

Prinzip ‚Wer zuerst kommt, mahlt zuerst „?

Das finde ich ja ganz plausible , aber genauso blöd für das andere Kind – denn es gehört ja auch ihm.

Wegnehmen tolerieren und die Wut und Trauer vom anderen begleiten?

Ich denke , dass dies der bessere Weg bei Geschwistern ist.

  • Situation schildern
  • Fragen wegen zurückgeben und anderes suchen
  • Ggf Wut und Trauer begleiten

Das ist mein Weg, den ich versuche bei meinen Kindern zu gehen. Für Sachen, die ganz klar X oder Y gehören, würde ich aber eben auch genau das klarstellen „Tut mir Leid, aber das gehört X und sie möchte das zurückhaben. Komm, wir können dafür was anderes spielen.“ – daraufhin folgt ja doch meist ein Wutanfall, klar, das ist einfach Mist, wenn jemand etwas hat, was der andere auch gerne hätte (jetzt weiß ich wieder, warum wir so viele doppelte Sachen haben!).

Also mein Tipp:

Hör dir selbst öfter zu. Möchtest du so angeschrien werden? Möchtest du bei Streitereien angepöbelt werden oder würdest du es begrüßen, wenn jemand von außen dich sieht.

Dich sieht, wie verzweifelt du bist. Wie sehr du gerade XY willst oder eben auch nicht willst.

Der Streit löst sich nicht auf indem jemand schreit, dass der Streit aufhören solle, sondern eben indem der Streit zu Ende geführt wird – und da brauchen Kinder einfach noch enge Begleitung und eine Riesen Portion Empathie.

Und wir stärkere Nerven. ❤️

P.S. Wenn ich als Begleiter da bin, dann nehme ich niemals (!) meinem Kind etwas weg „weil XY es zuerst hatte“, das ist eine Macht, die ich nicht ausnutzen möchte. Ebenso möchte ich eben Begleiter sein und diesen Streit nicht *päng* auflösen, sondern der Streit darf gerade Raum haben. Die Kinder ‚sollen‘ es ,soweit es eben ohne Begleitung möglich ist , unter sich ausmachen – wenn es heißt, dass X das Spielzeug wieder an sich reißt , dann ist das in Ordnung.

Aber ich möchte auf Augenhöhe bleiben – und da sehe ich anschreien und/oder einfach wegnehmen nicht als Lösung an.

Wie ich gelernt habe Verantwortung zu übernehmen

Letztens war ich mit meinen Töchtern und einer Freundin mit deren Tochter auf einem Spielplatz. Wir waren wirklich sehr lange dort – so um die 4-5 Stunden – und von meiner Freundin die Tochter, wollte gerne nach Hause.
Ich glaube, wir alle waren sehr müde.

Ich sagte also meinen Kindern Bescheid, dass sie ja nochmal rutschen gehen können und dann wollen wir los. Dann will ich los.

Doch, ehrlich. Zwei Kleinkinder. Zwei autonome Kleinkinder. Ach was sag ich da – zwei völlig überdrehte, müde autonome Kleinkinder, die schon so über dem Punkt waren, dass sie nur noch vorwärts, weiter, höher konnten. Es war ihnen schlichtweg egal was ich wollte. Oder was irgendjemand wollte. Ich glaube, sie wussten selbst nicht, was genau sie wollten – außer: auf dem Spielplatz bleiben.

Ich schaute zu meiner Freundin rüber und fragte:

„Was würdest du jetzt machen? Wie würdest du das lösen?“

Sie fragte, ob ich hinter meiner Entscheidung stehe, dass ich jetzt nachhause fahren möchte. Ja, das tat ich. Denn ich wusste, sobald wir nur losfahren, werden beide einschlafen. Ich kenne sie. Ich kenne meine Kinder, ich kenne ihre Bedürfnisse und ich sehe , wenn sie ihre Bedürfnisse manchmal zu sehr ausreizen und ignorieren.

Doch wie übernehme ich da Verantwortung? Wie verhalte ich mich ‚richtig‘, ohne Grenzüberschreitend zu sein? Wie übernehme ich Verantwortung, ohne Gewalt anzuwenden?

Wenn meine Kinder ‚Nein‘ sagen, dann respektiere und akzeptiere ich das. Doch, ich kann ein Nein nicht noch akzeptieren, wenn ich merke mein Kind kann sich selbst gerade nicht selbst einschätzen. Und ja auch das ist normal und ist kein Grund von wegen „Selbstbestimmung schön und gut, aber….“ oder „Da siehst du, dass Kinder nicht wissen was ihnen gut tut…“

Bei einem Kind ist es meistens auch noch ganz einfach – man nimmt sich einfach die Zeit. Die Zeit, bis das Kind dann doch merkt , dass es erschöpft ist und Ruhe braucht. Das kann auch nur ein Bruchteil einer Minute sein und dann spielt das Kind doch weiter – in diesen paar Sekunden gut zu reagieren mit Tasche packen etc schafft man bzw schaffe ich einfach nicht mit zwei Kindern. Denn, zeigt mir Kind 1 , dass es müde ist und ich versuche nun alle Hebel umzulegen, damit wir nachhause können, dann will Kind 2 so gar nicht. Nicht, weil es nicht auch müde ist, sondern weil es mir das nicht gezeigt hat. Weil es das vielleicht für diesen Bruchteil einer Sekunde, in der es gerade Mal nur da saß, gar nicht spürte. Oder einfach nur zu kurz spürte.

Es ist meistens ein: Ich versuche ein Kind zu fangen und dann das nächste. Wie oft bin ich schon mit unkooperativen , schreienden Kindern vom Spielplatz gegangen und war einfach nur froh, als wir alle beim Auto angekommen sind. Verschwitzt, gestresst, frustriert, müde.

Verantwortung übernehmen, Lisa verdammt. Es muss doch auch ohne Tränen, ohne Schweiß an der Stirn und ohne schreien der Kinder und mir gehen. Jeder sagt „Übernimm Verantwortung!“ , wieso kann ich es nicht?!

Doch genau das tat ich. Ich habe Verantwortung übernommen. Ich hätte auch noch früher einlenken können, für den Fall der Fälle, dass meine Kinder gerade noch nicht müde sind und ich gerade einen guten Zeitpunkt erwische sie ‚fröhlich‘ vom Spielplatz zu locken – aber ehrlich. Sie sollen ja auf dem Spielplatz spielen. So lange sie wollen. Aber…

Ja, es gibt dann doch das aber. Das aber fängt an, wenn ich merke, dass es nicht mehr klappt. Wenn eine oder beide so müde ist/sind, dass jedes Staubkorn sie zum wüten bringen kann. Dann geht einfach nichts mehr. Dann bringt es keinen Spaß , weder den Kindern, noch mir, die versucht jegliche Wutanfälle zu begleiten ohne selbst fast auszurasten, weil es einfach nervt. Ja. Mich nerven übermüdete, schreiende, dauerwütende Kinder. Und sie tun mir so unendlich Leid, dass sie diesen Ausweg gar nicht sehen. Vor Tatendrang, vor Entdeckerdrang. Vor Kind-sein.

Ich hab Verantwortung übernommen. Indem ich sagte „Ich will jetzt nachhause fahren. Ich weiß, dass ihr gerne noch hier bleiben möchtet, aber ich sehe, dass ihr sehr müde seid. Wir können bald nochmal herkommen.“

Und dann habe ich mein tobendes, schreiendes, sich wehrendes Kind auf den Arm genommen. Sie versucht zu trösten. Sie zu verstehen. Ihr den Raum für Wut und Trauer gegeben. Und sie dann ins Auto gesetzt, ihr eine kleine Brezel gegeben und zugesehen, wie ein immer fröhlicheres Kind vor mir sitzt. Ich habe dafür Verantwortung übernommen, dass sie es ziemlich scheiße findet, dass ich meine Macht ausnutze und mit meiner Größe und Stärke sie zum Auto trage. Dass ich meinen Willen über ihren gestellt habe.

Der Unterschied liegt aber im wie: ich habe sie weder zum Auto gezerrt, noch sie angebrüllt, dass sie sich nicht so anstellen soll , noch habe ich ihr gesagt „siehst du, das hast du jetzt davon. Hättest du mal auf mich gehört“ – das alles wäre für mich nicht ‚Verantwortung übernehmen‘ gewesen. Sondern Überforderung und dem Kind die Verantwortung zu zuschieben.

Und doch – manchmal möchte ich es mir einfach machen und ihnen diese Verantwortung zuschieben. Ihnen mal einen Spiegel vorhalten, dass sie verdammt nochmal müde sind und einfach mal genau das machen, was ich sage.

Doch, sie sind keine Soldaten. Sie sind auch keine Roboter. Sie sind kleine Menschen, die ihre Gefühle und Bedürfnisse erst noch richtig kennen lernen müssen, in jeglichen Situationen. Und dass es in manchen Situationen schwieriger fällt eben diese wahrzunehmen und diese zu erfüllen, ist für mich nur nachvollziehbar und logisch.

Was ich mit meinem Beitrag sagen möchte ist : macht euch klar, dass Verantwortung übernehmen nicht nur bedeutet, dass ich für mein Kind entscheide, sondern eben auch das wie. Wie authentisch bin ich mit meinem Gesagten? Handele ich für das Bedürfnis des Kindes bzw für mein eigenes Bedürfnis?
Ich bleibe trotz allem auf Augenhöhe, bin empathisch, verständnisvoll, der Seelentröster und bringe mein Kind behutsam in eine andere Situation. Um runter zu kommen. Um mich wahrzunehmen. Um meine Worte zu hören. Um das eigene Bedürfnis zu spüren.

P.S.: Wer sich übrigens fragt, ob meine Kinder denn dann geschlafen hätten – jap. sie haben nach einigen Minuten beide die Augen geschlossen und sind im Auto eingeschlafen. Ganz zufrieden. Ohne weitere Tränen. Und ich habe verstanden, dass ich genau richtig gehandelt habe – und das ganz ruhig und klar. 

 

 

Wir sind nicht nur Eltern sondern auch Vorbilder

Und es liegt in unserer Verantwortung (wie eigentlich so ziemlich alles , was unser Kind betrifft) , welche Werte wir unseren Kindern vorleben. Was uns wichtig ist. Was wir möchten, wie oder womit unser Kind aufwächst und es nachahmt – denn das tun Kinder, nachahmen.

Wenn ich mein Kind also anschreie (und ja, das kommt vor, ist scheisse und versuche ich durch Geduld, Nachdenken und Vernunft zu ersetzen) brauche ich mich nicht wundern, weshalb mein Kind zum Geschwisterchen oder Kind auf dem Spielplatz genauso ist.

Die meisten Eltern fragen dann „Warum/Wieso hast du das gemacht?!“ – naja, warum denn nicht?! Es hat genau DAS ja von uns gelernt. Es hat gelernt bei unangenehmen Situationen einfach mal zu brüllen und den Frust so am anderen rauszulassen.

WIR wissen, dass es scheisse ist. Unser Kind weiß es in der Situation sicherlich auch, aber es findet es trotzdem normal und ahmt uns nach.

Und es weiß gar nicht, wie es stattdessen reagieren kann – denn wir haben die Alternative nicht gezeigt. Wir haben nicht gezeigt, dass wir empathisch und ruhig auf absolut nervige und anstrengende Situationen reagieren können , denn ein „Boar, kannst du es jetzt mal sein lassen!!“ Ist viel schneller gesagt, als der Verstand und die Vernunft da einmal kurz ‚Stop‘ rufen kann.

Und das ist nur eines von sehr vielen Beispielen , wir können es auf so viele weitere Sachen beziehen, aber gerade in der Erziehung sehe ich immer wieder , wie Kinder andere Kinder versuchen zu erpressen, manipulieren etc.

Da sprachen die Eltern aus ihm

Als K2 zwei Jahre alt wurde, waren wir im Zoo. Wir waren gerade auf dem Spielplatz und K2 ging in ein Spielhäusschen – bis auf eine Bank war dort nichts drin. Ein etwas älterer Junge (ich schätze ihn auf 4-5) gesellte sich zu ihr. Und so wie sie ist, redete sie fröhlich und versuchte irgendwie Kontakt aufzunehmen.

Und nur ein ‚falsches‘ Wort löste bei ihm einen Trigger aus. Die Worte seiner Eltern/Großeltern/Erzieher sprachen aus ihm :

“ ‚Aber , aber, aber‘ es gibt kein ‚ aber‘ , wenn du noch einmal ‚aber‘ sagt, dann raste ich aus! Dann Schubs ich dich richtig doll! Hör auf ‚aber‘ zu sagen!!!“

Puh, harte Kost, ich stand direkt daneben und war wütend. Wie konnte er es wagen so etwas zu ihr zu sagen? Sie so zu bedrohen.

Und doch – er kannte es sicherlich nicht anders. Es waren nicht ’seine‘ Worte. Es waren die Worte, die er gelernt hatte. Die er zu hören bekam. Und er spielte das gleiche Machtspiel, welches mit ihm gespielt wurde.

Es ist also nicht mit dem „ich (nicht-)erziehe meine Kinder ganz fürsorglich“ getan, sondern es ist verdammt wichtig welche Worte, Mimik, Gestik etc. ich gebrauche. Vor allem ‚gegen‘ mein Kind. Mir muss bewusst werden, dass meine Worte und meine Handlungen die Welt meines Kindes nicht nur beeinflussen sondern auch bilden.

Mir muss bewusst werden, dass Gewalt nicht mit derselben Gewalt (oder Gewalt im Allgemeinen) gelöst werden kann. Dass Druck immer Gegendruck erzeugt.

Und natürlich verteilen Kinder hier und da mal Schläge, Bisse etc. ohne dass sie es vorgelebt bekommen haben – hier bedarf es ganz enge Begleitung, Erklärungen und kein erhobener Zeigefinger (oder erhobene Hand) mit „das macht man nicht“.

Das macht man nicht“ ist so unpersönlich wie es nur geht.

„Ich möchte nicht, dass du XY haust, dass tut ihm/ihr weh. Wolltest du mit XY spielen ?“ Denn Schlagen, Beißen, Schubsen ist nicht nur ein Zeichen von „Hey , lass mich in Ruhe “ (weil es sich nicht anders zu helfen wusste zB) sondern auch „hey, ich möchte mit dir spielen, kann es aber nicht ausdrücken“.

Auch Sand/kleine Steine werfen kann ein Spiel sein. Wir waren auf einem Spielplatz und es waren kleine Kieselsteine dort und meine Töchter waren dabei, diese Steinchen auf eine Rutsche zu machen und dann durch zu rutschen. Ein Mädchen in K2’s Alter kam dazu und machte es ihnen gleich – „das macht man nicht!“ Kam direkt vom Opa. Die Kleine hörte auf. Meine Töchter natürlich nicht – warum auch, es gehörte zum Spiel, tat niemandem weh und machte Spaß. Als der Opa sich dann öfters einmischte, gingen sie alle ein Spielgerät weiter und K2 fing wieder an darauf die Steinchen zu packen und wieder runter zu wischen. Das Mädchen machte es ihr gleich und ratet was geschah. Genau. Der Opa kam wieder an und sagte, dass man das nicht mache. Das Mädchen warf mit den Steinchen – und wieder „Das macht man nicht! Das tut weh, siehst du (wirft sie etwas mit Steinchen ab)“ What?! Wer lernen will muss fühlen , oder was ? Meine Töchter machten trotz allem mit ihrem Spiel weiter , daraufhin kam das Mädchen zu ihnen, Strecke den Zeigefinger nach oben und sagte „Du, Du , Du!!“ . Nun könnte ich meinen, dass das ja ganz süß ist, wenn ein kleines Kind von 1,5-2 Jahren sowas sagt und macht, doch ehrlich sind es auch nur die Erfahrungen , die das Mädchen gemacht hat. Und tatsächlich , kurz darauf machte der Opa genau das Gleiche zum Mädchen. Ich frage mich bei all den Sachen, ob ich mit meinem Mann auch so sprechen würde. Oder mit Freunden. Mit meinem Chef. Mit Menschen im Allgemeinen. Kinder sind nicht dumm. Kinder lernen nicht durch selbst mal spüren – sondern durch Empathie und dem richtigen Alter. Ein Kind braucht kein „Du, Du, Du “ und andere entwürdigende Maßnahmen , weil es zB einen eigenen Willen hat und nicht gehorchen will, wie der Polizeihund auf dem Revier. Die Situation auf dem Spielplatz hat mir nochmals verdeutlich, wie wichtig meine Vorbildfunktion ist. Denn ich bin Vorbild. Als Erwachsener habe ich immer eine Vorbildfunktion. Egal ob ich eigene Kinder habe oder nicht. Mit meinen Worten und Handlungen präge ich immer jemanden – ich kann also überlegen was ich möchte:

  • diese Macht als Erwachsene ausnutzen, damit meine Kinder gehorchen
  • an mir arbeiten, dass meine Gefühle und Glaubenssätze nicht ungefiltert an mein Kind gelangen.

Denn tatsächlich sind das meiste Glaubenssätze, die wir in uns tragen, Gefühle, die wir als Kind unterdrücken sollten und die jetzt hochkommen , wenn die Situation mit dem eigenen Kind ähnlich ist. Und es ist auch nicht egal wie wir mit unseren Kindern oder anderen Kindern reden. Jeder Satz, jedes Wort kann verletzten. Es kann prägen . Und es kann nachgeahmt werden. Und genau da können wir handeln. Wir können nachdenken, bevor wir ungefiltert unser Kind anschreien. Wir können nachdenken, bevor wir ungefiltert unser Kind Maßregeln.Achtsamkeit ist wichtig. Achtsam in der Wortwahl sein. Achtsam mit unseren Kindern umgehen. Auf Augenhöhe begeben. Wertschätzend reden. Als würden wir mit einem guten Freund reden – denn unser Kinder, sind nicht unsere Kinder – sie sind unsere besten Freunde, die zu uns aufschauen, erwarten dass wir Ihnen auf ehrliche Weise die Welt erklären, sie behandeln , wie Menschen behalten werden sollten – gut, wertschätzend, auf Augenhöhe, achtsam, empathisch.Nimm dein Kind an die Hand und es zeigt dir die Welt.

„Kein Mitleid! Die trotzt nur!“

Wir waren im Zoo.
Ihr kennt das sicherlich – es war brechend voll, über all waren gestresste, meckernde Eltern und weinende Kinder und plötzlich geht es eigentlich nicht mehr um den Familienspaß und dass die Kinder den Zoo-Tag genießen können, toben können und einfach mal Kind-sein können, sondern es muss nach striktem Plan laufen , der so aussieht:

Tiere angucken – aber bitte nicht zu lange an einem Gehege stehen bleiben. 
Spielplatz , ja – aber bitte nur so lange , bis wir (Eltern) wieder Tiere angucken wollen. 

Puh, ich will ja nicht behaupten, dass ich die entspannteste Mutter der Welt bin, wenn ich eine drei-jährige übermüdete Tochter vor mir habe, die nur noch am schreien ist, weil sie gerade etwas möchte, was so gerade nicht geht.

Aber als ich ein kleines Mädchen, etwa im selben Alter wie meine Große, alleine auf dem Boden weinen gesehen habe und sich niemand drum scherte und ich sie also ansprach : „Wo ist denn deine Mama und dein Papa?“ , da kam dann direkt (und damit meine ich wirklich direkt, wie ein Löwe aus dem Savannengras gehüpft) der Vater des Kindes – natürlich ganz lässig und meeeega cool – mit den Worten:

Bloß kein Mitleid! 
Die will bloß …. (hab ich nicht genau verstanden) , die ist in der Trotzphase.“

Da wollte mir also ein Papa ganz lässig und cool sagen, dass seine Tochter, die weinend auf dem Boden sitzt, keine Empathie von anderen Menschen zu erfahren hat, weil sie seiner Meinung nach einfach nur trotzt und sich nicht seinem Willen beugen wollte!?

Und da frage ich mich, wie aus einem kleinen Menschen ein empathiefähiger Erwachsener werden kann, wenn es keine Empathie erfahren darf. Wenn man direkt angefahren wird, dass man bloß kein Mitleid haben darf – zumal dieses kleine Kind wirklich alleine dort saß und es ja auch einfach hätte sein können, dass sie ihre Eltern verloren hat.

Ich möchte hier nicht nur darauf aufmerksam machen, dass ihr aufmerksamer durch das Leben gehen solltet – viele Menschen haben das Kind dort auf dem Boden sitzen sehen und keiner ist auf die Idee gekommen mal zu fragen ob etwas passiert ist – sondern auch darauf, wie ihr über euer Kind denkt.

Es muss schrecklich sein, wenn man seinen Willen hat, diesen nicht bekommen kann/darf (und es ging hier nur um ein Kleidungsstück was an/ausgezogen werden wollte!) und dann auch noch allein gelassen wird und es als ‚trotzen‘ abgestempelt wird.

Ich kann absolut jedes Elternteil verstehen, der nicht immer die Nerven hat um sich kurz mal zu besinnen und drüber nachzudenken ob das ‚Nein‘ wirklich gerade sein muss – aber das Kind in seiner Not alleine zu lassen und es auch noch insgeheim ins lächerliche zu ziehen und es nicht ernst zu nehmen, nur weil es für das Elternteil nichts wichtiges ist , empfinde ich als … einfach scheiße finde ich das, um es mal auf den Punkt zu bringen.

 

Es gibt keine Trotzphase

Als ich dieses Wort schon hörte -Trotzphase- da schlackerten schon meine Ohren – ich bin dann allerdings nur wütend und traurig zu meinen Kindern abgedampft.

Traurig, weil mir das kleine Kind furchtbar leid tat, denn es hat gehört was ihr Vater gerade zu mir sagte. Traurig, weil ihr nicht geholfen wurde, sie nicht getröstet wurde und beim Wüten allein gelassen wurde. (Klar, ‚alleine‘ war sie nicht. Für mich als Außenstehende, die nicht wusste wer zu wem gehörte, war absolut nicht ersichtlich, dass der Mann, der 15m entfernt stand, zu dem Kind gehörte – und ‚alleine‘, weil sie nicht begleitet wurde sondern wie beim ferbern ‚muss das Kind lernen/sich alleine regulieren’… )

Wütend, weil ich es absolut dreist finde, vor dem Kind (oder auch in Abwesenheit des Kindes) so über diesen Menschen zu sprechen. Das ist wie Lästern – nur dass die Person ‚mit im Kreis steht‘.
Wütend, weil der Vater nicht mal versucht hat sein Kind zu verstehen, sondern nur seinen eigenen Willen sehen konnte und nicht sein Kind, welches seinen eigenen Willen hat.

Ein Kind kommt in die Autonomiephase – gerne ja auch Trotzphase genannt, weil das Kind dann seinen eigenen Willen entwickelt und eben diesen auch durchbringen möchte.

Was mir hier bei einfällt, ist, dass Eltern ihren Willen durchsetzen wollen, weil sie es können. Weil deren Eltern es auch schon so bei ihnen gemacht haben. Egal ob es Sinn gemacht hat (weil Gefahr bestand) oder nicht (was in den meisten Fällen so ist).

Die Autonomiephase ist ein riesen Schritt in die Selbständigkeit – Selbstständig bedeutet nicht alleine, oder das jemand es auch sofort kann, z.B. anziehen, Fahrrad fahren etc.

„Ich bebab“, sagt meine fast zweijährige sehr oft. Heißt: “ Ich selber“.

Doch oft klappt es doch nicht ohne Hilfe und dann zerbricht die Vorstellungsblase und Gefühle von Wut und Trauer überkommen diesen kleinen Körper. „Neeeein! Ich bebab!!!!!!“ – und jetzt kommt der Punkt, an dem viele sagen würden, dass meine Tochter trotzt.

Wie kann man bloß so bockig sein und sich nicht helfen lassen?“ – ich hab da so eine Stimme im Kopf, die mir das früher immer gesagt hat 😉

Es ist nicht trotzig, dass meine Tochter etwas selbstständig schaffen möchte. Sie möchte es lernen. Sie möchte es schaffen. Und seien wir mal ehrlich: wenn wir etwas machen wollen, versuchen wir es auch so lange selbst, bis wir einsehen, dass wir Hilfe brauchen. Und das ist ja auch genau richtig so! Würden wir direkt beim ersten Problem immer direkt nach Hilfe fragen, dann würden wir uns nie weiter entwickeln, dann würden wir nie lernen.

Wir würden nie ’selbstständig‘ werden. Nie unseren Willen alleine bekommen können, weil wir dazu andere Menschen bräuchten.

Ich sehe die Autonomiephase als eine absolute Bereicherung – ja, es ist oft verdammt anstrengend, aber ich freue mich auch jedes Mal, wie gut meine Kinder sich selbst kennen und wie sehr ich ihnen vertrauen kann – das wäre definitiv nicht so, wenn ich aus ‚trotz‘ einfach nur nein gesagt hätte.

Ein schreiendes, tobendes Kind, welches seinen Willen durchsetzen will, kämpft. Für seinen Willen. Dafür, dass es ernst genommen wird. Das sein Wille ernst genommen wird. Es respektiert wird. Es eine eigene Meinung haben darf. Und da darf es auch mal laut werden – denn, wenn wir schon ein laut schreiendes Kind nicht ernst nehmen können, was soll es dann machen, damit wir es tun..?

Und zu guter Letzt:

„Reagiere auf deine Kinder stets liebevoll,
in ihren schlimmsten Momenten,
in ihren freudlosen Momenten,
in ihren mürrischen Momenten,
in ihren egoistischen Momenten,
in ihren frustrierten Momenten,
in ihren einsamen Momenten,
in ihren unangenehmsten Momenten,

… denn genau in solchen 
weniger liebenswerten
menschlichen Momenten 
brauchen sie das Gefühl,
geliebt zu werden,
am meisten.

– L.R. Knost

In 4 Wochen zu einem organisierten Haushalt mit FlyLady & KonMari

Wie schon sehr lange angekündigt, gibt es endlich mal wieder einen Artikel über Haushalt – denn tatsächlich läuft es hier gerade nicht so richtig und ich brauche mal wieder ein ordentliche Challenge mit anderen Leuten um sich gegenseitig Feuer untern Hintern zu machen! 😉

Wie schon in meinem ‚In 30 Tagen zu einem schönen Zuhause‘ Artikel (der anscheinend gelöscht ist 🙁 ), werde ich jede Woche dann einen neuen Post veröffentlichen (letztes Mal lief es jeden Tag per Mail ab, das ist mir ehrlich gesagt etwas zu Zeitintensiv, da ich es nicht einen Tag vorher vorbereitet habe *mein Fehler*) – ich werde aber jede Woche dann sozusagen für jeden Tag Aufgaben stellen, wie das aussehen wird, seht ihr weiter unten.

Ihr könnt dann auch in meine kleine (und noch ziemlich am Anfang stehende und ruhige) Gruppe bei Facebook beitreten, dort werde ich für jeden Tag einen „Arbeitsthread“ erstellen – also die einzelnen Aufgaben für den Tag zusammen gefasst – dort könnt ihr eure Erfolge, Schwierigkeiten, Bilder etc mit uns teilen und somit andere bestärken, ermutigen und vielleicht selbst auch motivierter werden.

Da heute Montag ist, beginnt diese Challenge auch heute und geht bis zum 04.09.2017 – und bis dahin haben wir alle hoffentlich mit KonMari* viel entrümpelt und mit der FlyLady* eine super Routine aufgebaut, die wir trotz Kinder, Aktivitäten etc locker flockig mal nebenher machen werden.

Hier nun die ersten Aufgaben und denkt dran : es geht um MINISchritte , gerade in der ersten Woche! Das Haus/die Wohnung, soll nicht am ersten Tag wie aus dem Katalog aussehen, sonst denken wir am zweiten, dritten und vierten Tag, dass wir uns ja jetzt ausruhen können, da es ja sauber und ordentlich ist – das ist einer der größten Fehler, beim extrem-aufräumen-an-einem-Tag!

FlyLady KonMari
Was 15 Minuten alles bewirken können.

Montag:

Heute starten wir ganz gemütlich nur am Abend – die Kinder sind vielleicht ja schon im Bett und ihr seid mal nicht mit eingeschlafen (ich kenn das 😉 ) oder sie sind noch was – auf jeden Fall legt ihr für euch und ggf auch für eure Kinder Klamotten raus (das Wetter für den nächsten Tag checken hilft da schon etwas ).

In der Küche bringt ihr die Spüle zum glänzen – wenn ihr keinen Geschirrspüler habt, stellt ihr das dreckige Geschirr erstmal beiseite und wenn ihr nach der Spüle dann noch Lust habt auf abwaschen (& abtrocknen!) , dann tut das. Morgens in eine saubere Küche zu gehen ist ein unglaublich tolles Gefühl!

Das war’s auch schon für den Montag! (Falls ihr in meiner Gruppe seid, dann seht ihr für den Montag eine komplette Routine – siehe Dienstag)

Dienstag:

Heute macht ihr dann schon etwas mehr:

Morgens:

  • Die gestern Abend rausgelegte Kleidung anziehen und für den Tag fertig machen.
  • Waschmaschine starten – wenn die fertig ist, ab in den Trockner bzw auf den Wäscheständer.
  • Staubsaugen
  • Bett machen (Räume sehen dadurch ordentlicher aus)
  • Badezimmer sauber machen (mit dem Lappen Waschbecken und Toilette einmal fix drüber wischen, fertig!)

Abends:

  • abwaschen & abtrocken (bzw Geschirrspüler anschalten und ausräumen)
  • Küche sauber machen (Spüle zum glänzen bringen!)
  • ggf Wohnzimmer (oder dort wo eure Kinder viel spielen) aufräumen
  • Kleidung rauslegen (oder die gleiche Kleidung nochmals ordentlich hinlegen und nicht nur auf dem Boden liegen lassen)

Mittwoch:

Heute werden weitere Räume aufgeräumt (Die Routine von Dienstag jeden Tag machen – dies schreibe ich nicht immer wieder auf):

  • Stellt einen Wecker/Timer auf 5-15 Minuten (kommt auf Größe und (Un)Ordnung des Zimmers an) und räumt jeweils immer ein Zimmer in dieser Zeit auf. Du kannst jeden Tag ein Zimmer machen oder an einem Tag mehrere Zimmer – kommt auf deine Zeit und Motivation an, Du solltest es auch nicht übertreiben!
  • Schnappt euch eine Mülltüte oder einen Korb und sortiert in den 5-15 Minuten nochmal 10-27 Dinge aus dem Zimmer aus (entweder wegschmeißen, weil es Müll ist (Tüte) oder spenden (Korb) – sollte aber dann zügig aus dem Haus verschwinden !)

Donnerstag – Sonntag

  • Routinen
  • nochmals Wecker stellen zum einzelne Zimmer aufräumen – diese Zeit nutze ich oft für das Kinderzimmer oder Wohnzimmer, da dort am meisten gespielt wird.
  • Tüte schnappen und aussortieren – in der zweiten Woche fangen wir dann an nach der KonMari Methode auszusortieren , also alles was ihr bisher aussortiert habt, seid stolz!

Ihr seht: Eigentlich ist es nicht viel. Und es geht echt fix. Das Einzige, was wir benötigen ist Motivation um die erste Woche durchzustehen. Die zweite Woche wird einfacher gehen, wir werden Erfolge sehen und uns wird alles schneller von der Hand gehen. Auch die dritte Woche wird wieder besser – doch zum Ende hin werden wir es ‚auf die leichte Schulter‘ nehmen und genau da müssen wir diszipliniert sein und nicht denken „XY mache ich nachher“ , denn dann machen wir es nicht und die Routine ist im Eimer.

Aber bis dahin ist es ja noch etwas Zeit 😉

Also: guten Flug euch FlyBabies <3


*Mit ‚*‘ gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate Links, durch die mein Blog unterstützt werden kann. Die Kosten ändern sich für Dich nicht.

(Anzeige) Erstes Auto gekauft | Unterstützung für Autofahrer – NÜRNBERGER

 

Wir haben seit diesem Montag unser erstes Auto – es war für uns super aufregend und vor allem das Thema Versicherung hat uns leicht überfordert, da wir ja absolute Neulinge in Sachen Autoversicherung sind.

Ich habe schon damals beim Kauf von Kindersitzen darauf geachtet, dass es so sicher wie nur möglich ist (Restrisiko bleibt natürlich immer) – wir haben uns also damals schon für Reboarder entschieden und wollen sie auch hoffentlich noch eine ganze Weile nutzen.

Als ich von dieser Kooperation hörte, war ich absolut begeistert – ich möchte euch hier einige Bilder zeigen, welche ich zugeschickt bekommen habe, und mir geholfen haben zu verstehen was in der NÜRNBERGER Versicherung alles enthalten ist ohne ellenlange Texte lesen zu müssen.
Und all diese Begriffe wie Kasko, Schutzbrief etc haben bei mir nur lauter Fragezeichen im Kopf hervorgerufen – ja ich gebe zu, ich kenne mich damit auch absolut nicht ab. Mein Auto hat vier Räder, das ist für mich oft genug Information 😀

Die NÜRNBERGER Versicherung bietet sogar elf Zusatzleistungen an – wie zB der Schutzbrief, Fahrerplus , und vieles mehr. Absolut lohnenswert!
Hier eine Darstellung was es als Zusatzleistungen gibt und was sie bedeuten :

NÜRNBERGERversicherung.jpg

Ich habe lange nicht verstanden was der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko ist – braucht man das überhaupt?!
Hier mal ein Bild was alles in der jeweiligen Leistung der KFZ-Versicherung enthalten ist:

NÜRNBERGER.jpg

Wir haben uns für die Teilkasko entschlossen, da wir keinen Neuwagen haben und es auch tatsächlich schon älter als zehn Jahre ist. Für uns war aber Teilkasko unverzichtbar , da wir ländlich leben und es hier dementsprechend viele Pferde, Kühe, Rehe und weitere Tiere gibt – da wollten wir uns absichern, denn passieren kann immer etwas.

Wir haben auch den Fahrerschutz, denn wenn mir (oder später auch meinem Mann) etwas passiert, dann wollen wir nicht auf vermeidbaren Kosten sitzen bleiben , in einer Situation, in der es uns wahrscheinlich mehr als schlecht geht.

Ich bin froh, dass es eine Pflicht für eine Autoversicherung gibt und dass es auch viele (Zusatz)Leistungen gibt und vieles gut verständlich ist ohne dass man ein Autoprofi sein muss.

 

Die NÜRNBERGER Versicherung wurde im März diesen Jahres sogar vom TÜV ausgezeichnet

– dies liegt wahrscheinlich an den vielen Zusatzleistungen, die man buchen kann, und an dem 10% Bonus beim abschließen einer Versicherung. Zehn Prozent kann als Fahranfänger schon viel sein – vor allem , wenn die Versicherung nicht noch über die Eltern läuft, so wie es bei mir der Fall ist. Ich bin also glücklich, ein gutes Paket an Versicherung zu erhalten , aber trotzdem ein paar Euro sparen zu können.

Wie lange habt ihr denn schon ein Auto – und habt ihr euch auch für Zusatzleistungen, wie z.B. den Fahrerschutz, entschieden?

Warum wir auf Tischmanieren verzichten

Bei der lieben Sonnenshyn.de läuft gerade eine Blogparade unter dem Titel „Müssen Kinder Tischmanieren lernen“ – als ich den Beitrag der Rabenmutter gesehen habe, dachte ich mir, dass ich direkt mal mitmachen muss – denn ich sehe dieses Thema so ziemlich anders als sie.

Bei uns kommt auf den Tisch, was gegessen werden will

 

Ja , tatsächlich bin ich diejenige, die Pizza, Lasgane oder sonst was vom Vortag gerne mal zum Frühstück esse. Warum? Weil es lecker ist. Und weil es gegessen werden muss, damit es nicht im Müll landet.

Natürlich könnte ich es auch zum Mittag essen, aber da ich meistens sowieso nochmal kochen muss, da es nicht für uns alle reicht, gibt es das halt dann, wenn jemand Bock drauf hat. Dieses Recht zu bestimmen, wer was wann isst, hat jeder in unserer Familie. Nur der Hund nicht *hust*

Aber unsere Kinder dürfen es entscheiden ob sie zum Frühstück Kekse, Müsli, Brot, Nudeln oder sonst was essen möchten. Auch vor dem ‚eigentlichen‘ Mittagessen dürfen meine Kinder Eis oder sonstiges essen. Alles was wir an Lebensmitteln zuhause haben, haben wir aus einem Grund: um gegessen zu werden. Um uns satt zu machen. Um uns letzen Endes am Leben zu halten. Und weil es uns schmeckt.

Daher ist dem Essen und mir so ziemlich egal, zu welchem Zeitpunkt dies ist.

Natürlich mag es immer Lebensmittel geben, die zu bestimmter Tageszeit ‚gesünder‘ erscheinen – ich denke aber, dass es bei einem normal gebauten, gesunden Menschen mit ausreichend Bewegung ziemlich egal ist, wann es was isst.

Müssen meine Kinder mit Besteck essen?

Nö. Meine Kinder sind jetzt drei und fast zwei Jahre alt und sie werden sicherlich noch ihr ganzes Leben lang mit Besteck essen.
Ich gebe ihnen immer Gabel/Löffel und Messer, aber ob sie es nutzen oder nicht, ist mir egal. Sie essen so, dass auch etwas in ihrem Magen landet – und wenn ihnen die Erbsen immer wieder von der Gabel fallen, dann funktioniert es mit den Fingern viel besser.

Mir ist es ebenso wenig wichtig, dass sie „ordentlich“ essen – soll heißen, ohne zu kleckern – denn ehrlich, was fordern wir denn noch alles von unseren Kindern?! Uns unerzogene ermahnt man, dass wir unsere Kinder wie ‚kleine Erwachsene‘ behandeln – doch was ist mit den Kindern, die perfekte Tischmanieren mit 2,5 Jahren beherrschen? Genau sie sind es, die sich wie kleine Erwachsene verhalten sollen.

Im übrigen lernen Menschen mit den Händen viel ’sauberer‘ zu essen – zu sehen ist dies in Afrika und Indien, wo es ganz normal ist mit den Händen zu essen (sicherlich gibt es auch dort Regionen, in denen mit Besteck oder anderen Hilfsmitteln, gegessen wird.).

Feste Mahlzeiten

Feste Mahlzeiten halte ich nur für Menschen mit einer Essstörung für sinnvoll.

Bei allen anderen Menschen – vor allem aber bei Babys und Kindern – empfinde ich es als viel besser, wenn der Mensch auf sein Hungergefühl achtet und zu den Zeiten isst, wann er/sie Hunger verspürt.

Ich bin sehr froh, dass es langsam aber sicher beim Stillen und des Fütterns per Fläschchen erkannt wird, dass das Füttern nach Bedarf, der Entwicklung des Babys zugutekommt. Denn ein Baby hat nicht pünktlich alle 3-4 Stunden hunger (ja, auch hier gibt es sicherlich Ausnahmen, aber auch da wird sich der Rhythmus bzw das Hungergefühl mit der Zeit ändern), sondern zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Ebenso Clustern Stillbabys, womit sowieso nicht ganz gesagt werden kann, ob es nun Hunger hat oder die Milch für den nächsten Tag bestellt – aber hier wieder: Clustern ist unglaublich wichtig , daher nicht denken „Ach, du hast bestimmt keinen Hunger“, sondern anlegen! Denn nur so kann dann der ‚richtige‘ Hunger bei der nächsten Stillmahlzeit gestillt werden.

Nun ist das Kind kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Stillt vielleicht noch mehrmals am Tag (bzw bekommt ein Fläschchen) und den Rest des Tages isst das Kind feste Nahrung. Die allermeisten Menschen bringen dem Kind direkt einen Rhythmus bei: Morgens 8 Uhr Müsli, Mittags 12 Uhr warmes Essen, Abends 18 Uhr Brot. Dazwischen (auch zu festen Zeiten) Obst/Gemüse.

Und wenn es dann zu einer festen Zeit keinen Hunger hat? Pech gehabt – dann muss es bis zur nächsten (Zwischen-)Mahlzeit eben warten. Das Kind lernt dadurch, sein Hungergefühl zu übergehen – und das ist es, was ich für meine Kinder (und auch mich persönlich) nicht möchte!

Sie sollen ihre Bedürfnisse ganz genau selbst erkennen und nicht auf eine Uhr hören, die sagt , wann es Zeit ist, das Bedürfnis zu stillen.

Zusammen essen und aufstehen obwohl noch gegessen wird

Da wir meistens alle essen wenn wir hunger haben, essen wir häufig auch nicht zusammen. Mich stört es ehrlich gesagt nicht so sehr, da wir den ganzen Tag zusammen sind und ich daher nicht sehe, dass wir unbedingt alle zusammen am Tisch sitzen müssen – wie man es halt macht, so als Familie.

Ebenso wenig müssen meine Kinder am Tisch essen, oft machen wir es uns auf der Couch gemütlich und essen dort. Oder auch im Bett. Da, wo wir halt gerade hunger bekommen.

Tischmanieren

Sie dürfen auch mit Essen in der Hand in der Wohnung rumlaufen – gut, hier gibt es tatsächlich Ausnahmen, denn ich möchte nicht die komplette Wohnung sauber machen müssen, weil Joghurt oder sonst was aus Versehen verschüttet worden ist oder zu Dekorationszwecken irgendwo rangeschmiert wurde. Das ist so meine persönliche (Ekel)Grenze, aber das akzeptieren meine Herzenmenschen sehr gut.

Wie is(s)t es denn bei euch? Habt ihr klare Regeln, und dürfen eure Kinder (und auch ihr selbst) essen, was da ist und wann sie Hunger haben? Schreibt es mir mal in die Kommentare! 🙂

Eure Lisa

P.S.: Bevor ausufernde Kommentare kommen , dass sich meine Kinder im vollen Restaurant wie Neanderthaler auf der Jagd verhalten: nein. Sie können tatsächlich sehr gut mit Besteck umgehen und ‚benehmen‘ sich tatsächlich wie ganz normale Menschen beim Essen. Sollten sie trotzallem im Restaurant mit den Fingern essen wollen, so habe ich immer Feuchttücher mit, um Tisch, Hände und Gesicht sauber zu machen – dies sollte aber denke ich sowieso vorhanden sein bei Kleinkindern. 🙂

Melde dich für meinen Newsletter an und Du bekommst meine „10 Tipps für mehr Ordnung im Familienhaushalt“ kostenlos als E-Book!